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Mittwoch, 18. Mai 2011

Pute in Austernsoße (Pad Gai Nguang Naam Manhoy)

Was ist den eigentlich aus Cora geworden, dem kleinen Schäferhundwelpen? Wie geht es ihr? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Nun, Cora, oder besser der Besitzer hat wohl noch mal die Kurve bekommen. Letzte Woche rief das Veterinäramt bei mir an und wollte wissen, wie denn die Situation sei, ob denn immer noch das traurige Winseln und Heulen zu hören sei. Nein, der Hund ist jetzt (im Moment) nicht mehr so oft allein in dem Schrebergarten. Es scheint, dass man einsichtig geworden sei und den kleinen Hund mittlerweilen besser behandelt. Das liegt an mehreren Besuchen durch Vertreter des Veterinäramts und wohl auch an einem "freundlichen" Brief. Cora wird nun auch ausgeführt. Sollte sie einmal früh um 08.00 Uhr in dem Schrebergarten sein, so ist spätestens um 12.30 Uhr eine Betreuungsperson für die Kleine da und geht mit ihr spazieren. Schön, das es jetzt so ist. Ich werde beobachten, ob es auch so bleibt. So bleibe ich der "böse" Nachbar", aber trotzdem ein Tierfreund.

Rindfleisch mit Austernsoße ist eine leckere Sache für Thai Food-Liebhaber, die es nicht so scharf mögen. Rind war alle, Pute war noch da. Also habe ich nur die Garzeiten etwas verändert und ansonsten fast die gleiche Rezeptur genommen. Anstatt Reis Reisnudeln und fertig war ein Abendessen.


Zutaten:
400 g Putenschnitzel

2 EL Sesamöl
2 EL dunkle Sojasoße
1 Knoblauchzehe
2 EL Erdnussöl
400 g Champignons
100 g Babymais
3 Frühlingszwiebeln
1 TL Tapiokamehl
400 g Reisnudeln
Pfeffer

7 EL Austernsoße

Zubereitung:
Die Putenschnitzel in mundgerechte Streifen schneiden und mit Sesamöl und dunkler Sojasoße im Kühlschrank mindestens 10 Minuten marinieren lassen. Bei mir waren es etwa 4 Stunden.

Die Champignons putzen und vierteln. Den Babymais und die Frühlingszwiebeln putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Knoblauchzehe feinhacken und in Erdnussöl goldgelb anbraten. Dann das Fleisch hinzufügen und 3 Minuten pfannenrühren.

Die Champignons, den Babymais und die Frühlingszwiebeln hinzufügen und nochmals 2 Minuten pfannenrühren.

Das Tapiokamehl mit etwas Wasser verrühren und dazugeben. Etwa 5 Minuten köcheln und eindicken lassen.

In der Zwischenzeit die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten. Es passte bei mir sehr gut in das Zeitschema. Soße und Reisnudeln waren gleichzeitig fertig. Ich habe die Nudeln abgegossen, ein paar Tropfen Erdnussöl darüber gegeben und untergehoben. So waren die Reisnudeln kaum verklebt.

Jetzt noch den Pfeffer und die Austernsoße hinzufügen. Der Mais sollte jetzt auch gar sein (sonst noch ein, zwei Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen). Fertig.


Dienstag, 3. Mai 2011

Überbackener Puten-Spargel-Toast


Endlich! Der erste fränkische Spargel war am Samstag da. Wir warten da immer auf "unseren" mobilen Stand. Dessen Aufbau ist für uns der Beginn der Spargelsaison.  Gleichzeitig war am Sonntag auch der Beginn der Raubfischsaison. Das bedeutet, wenig Zeit fürs Kochen,viel Zeit am Wasser. Im Endergebnis kam dabei ein 70 cm langer Hecht mit knapp 6 Pfund heraus. Fürs Abendessen ging es dann etwas schneller.


Zutaten:
8 Toastscheiben
500 g Spargel
500 g Putenbrust (oder 4 Putenschnitzel)
Salz
Pfeffer
Sauce Hollandaise
200 g geriebener Gouda

Zubereitung:
Den Toast leicht anrösten und abgekühlt auf ein Backblech legen.

Den Spargel garen.

In der Zwischenzeit die Putenbrust in Scheiben schneiden, evtl. etwas platt klopfen, salzen und pfeffern und in der Pfanne mit wenig Pflanzenöl kurz anbraten.

Die Putenschnitzel auf den Toast legen. Drei Spargelstangen so zurechtschneiden, dass sie diagonal auf den Toast passen und darauf legen. Etwas Sauce Hollandaise darüber geben und mit dem Gouda bestreuen.

Bei 180°C für ca. 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben. Der Käse soll dabei nicht zu dunkel werden.


Dienstag, 7. Dezember 2010

Fränkischer Puten-Sauerbraten

Heute bekomme ich mein Reh. Das bedeutet, dass wir in unserem Gefrierschrank unbedingt Platz schaffen müssen. Wie das klappen soll, weiß ich allerdings jetzt noch nicht. So haben wir Karpfen, Hechte, große Entrecôte-Stücke herausgenommen und trotzdem wird es sehr eng. Zwei Schultern, zwei Keulen und ein Rücken warten auf einen kühlen bzw. eiskalten Platz. Der Rest wird wohl gleich zu einem Ragout verarbeitet werden.  Ich bin gespannt, wie das klappen soll, nicht das Ragout, das Einräumen! Wir sind meistens nur zu zweit, deswegen reicht eine Kühl-Gefrierkombination. Nachdem unser Gefrierschrank das Zeitliche gesegnet hatte und, wegen des hohen Stromverbrauchs,  eigentlich nur der Liebling unseres Stromerzeugers war, haben wir ihn entsorgt und nicht erneuert.  Jetzt hätte ich ihn schon gern wieder.
Dieses Puten-Sauerbratenrezept hat Holger von „Silbern gelöffelt“ in einer Coburger Tageszeitung gefunden. Uns hat es voll überzeugt. Wir haben auf das Andicken mit Lebkuchen verzichtet, sonst hätte es Proteste bei den Mitessern gegeben. Und außerdem, da stimme ich mit der EDEKA-Werbung voll überein: „Keine Rosinen!“

Zutaten:
1,2 kg Putenoberkeule
½ l Wasser
0,7 l Rotwein
0,25 l Weinessig
8 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
8 Pfefferkörner
4 Nelken
½ Zimtrinde
1 Zwiebel
2 Karotten
½ Stange Lauch
1 kleiner Sellerie
1 Apfel
2 EL Distelöl
1 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
1 EL Kartoffelstärke

Zubereitung:
Die Putenoberkeule häuten, entbeinen und mit einem Küchengarn zusammenbinden.

Die Zwiebel, die Karotten, den Lauch und den Sellerie putzen und in Würfel bzw. Ringe schneiden.

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Pimentkörner, Zimtstange und Nelken in einen Mörser geben und grob zerstoßen.

Die Beize für den Sauerbraten besteht aus Wasser, Rotwein, Essig, geschnittenem Gemüse und den gemörserten Gewürzen.

Das Fleisch in die Beize geben und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Beize soll das ganze Fleisch bedecken.

Das Fleisch aus der Beize nehmen und trocken tupfen. Einen Apfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden.

Die Beize absieben und zur Seite stellen.

Etwas Distelöl in den Bräter geben, erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Das Fleisch herausnehmen und die Apfelscheiben und das Tomatenmark anrösten. Das Fleisch zurück in den Bräter geben und etwa die Hälfte der Beize in den Bräter geben.

Für 90 Minuten bei 180°C in den Backofen geben.

Das Fleisch herausnehmen und in Scheiben schneiden. Die Soße mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Falls sie zu sauer ist, mit etwas Hühnerbrühe auffüllen. Etwas Kartoffelstärke in Wasser anrühren und in die Soße geben. Einmal aufkochen lassen. Fertig.

Dienstag, 21. September 2010

Putenoberkeule mit Schafskäse-Füllung

Bifteki – das leckere Hacksteak mit der Schafskäsefüllung war der Ideengeber. Und natürlich ein sehr versierter Kochkollege, dessen Rezept Bifteki Jemisto XXL hieß. Spotty, so der Nickname des Kochs, hat immer wieder mit fantastischen Rezepten und Bildern überzeugt. Nachkochen wollte ich sein Rezept schon lange. Das werde ich auch demnächst mit diesem Hacksteak tun. Mir stellte sich jetzt die Frage wie ich die sonntägliche Putenoberkeule mit Spottys Rezept verbinde? Warum sollte man diese Käsefüllung nicht einmal in eine entbeinte Putenoberkeule geben können? Es hat funktioniert.


Zutaten:
1,2 kg Putenoberkeule
2 EL Ayvar
2 EL Joghurt (3,5%)
100 g Schafskäse
2 EL geriebener Käse (Emmentaler)
1 EL Thymian
1 EL Petersilie
Salz
Pfeffer


Zubereitung:
Die Putenoberkeule mit einem scharfen Messer entbeinen, auslegen und eine große Tasche waagrecht hineinschneiden.

Aus Ayvar, Joghurt, Schafskäse, Emmentaler, Thymian und Petersilie eine geschmeidige Füllung „basteln“.

Die Füllung in die Tasche geben und die Oberkeule mit ein paar Rouladennadeln auslaufsicher verschließen. Dann außen schön mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Putenoberkeule 90 Minuten backen lassen.

Mit Reis und Ratatouille servieren.


Donnerstag, 1. Juli 2010

Zwei-Freunde-Curry

Zwei ehemalige Arbeitskollegen, oder besser, zwei Freunde mit ihren Frauen hatte ich am Wochenende zu Besuch. Wir haben lange zusammengearbeitet, und auch später den Kontakt nie so ganz verloren. Nicht nur die Geschichten aus alter und neuer Zeit waren interessant. Was für eine tolle Zeit hatten wir miteinander. Jetzt wird das hoffentlich etwas regelmäßiger passieren.

Für den Abend hatte ich mir, neben dem Klassiker „Glasnudelsalat“, ein rotes Curry für den Grill-Wok ausgedacht.  Dass es unmittelbar nach dem Eintreffen der Gäste wieder zu regnen begann, störte zwar, aber wir machten das Beste daraus. Der Sonnenschirm wurde in einen Regenschirm umfunktioniert, warm war es ja. Das Bamberger „Weizla“ sorgte zudem für etwas Abkühlung und gute Stimmung.

Dieses Mal habe ich für 8 Personen gekocht. Die Menge war gerade so ausreichend.

Zutaten:
2 EL Erdnussöl
1000 g Putenbrust
2 EL rote Currypaste
800 ml Kokosmilch
6 rote Chilis
1 Ananas
200 g Cocktailtomaten
 100 g Zuckerschoten
2 rote Paprika
4 EL Fischsoße
4 EL Sojasoße
1 EL Zucker
1 Zitrone
Zitronenabrieb
10 Zitronenblätter
4 Stängel Thai-Basilikum
½ Bund Chinalauch

Zubereitung:
Alle Zutaten müssen erst entsprechend zurechtgeschnitten und dann in Schalen und Schüsseln bereit gestellt werden.
(Putenbrust – mundgerechte Stücke, Chilis – halbiert, entkernt und in Halbringe geschnitten, Ananas – mundgerechte Stücke, Cocktailtomaten – halbiert, Zuckerschoten – 2 cm-Stücke, Paprika – Längsstreifen, Thai-Basilikumblätter – gezupft, Zitronenblätter – Mittelrippe herausgeschnitten und in Streifen, Chinalauch – in Röllchen)

Den Grill-Wok mit Holzkohle schön heiß werden lassen. Das Erdnussöl in die Pfanne geben und die Currypaste hinzufügen. Die Currypaste etwas anrösten lassen.

Die Fleischstücke portionsweise in der Mitte des Woks braten, dann am Wokrand nach oben schieben und die nächste Fleischportion braten.

2 Esslöffel vom Dicken der Kokosmilch hinzufügen und weiter braten lassen. Dieser Vorgang wird wiederholt bis das Dicke der Kokosmilch aufgebraucht ist. Die Chiliringe hinzufügen und unterheben.

Die Ananas, die Zuckerschoten, die Paprikastreifen und die Zitronenblätter unterheben und pfannenrühren.

Die restliche Kokosmilch hinzufügen und unterrühren.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Zucker, Zitronensaft und Zitronenabrieb würzen.

Die Thai-Basilikumblätter und den Chinalauch unterheben und sofort mit Reis servieren.

Dienstag, 1. Juni 2010

Gegrilltes Huhn oder Pute nach Straßenhändlerart

Lasst uns dauerhaft warmes Wetter mit Rezepten von Grillgerichten erzwingen. Kleine Ansätze gab es ja schon letzte Woche. Zwischen 18 und 23°C ist ja nicht schlecht. 
Dieses thailändische Grillrezept braucht eigentlich nur etwas Zeit für die Marinade. Dann geht alles ganz einfach. Beim Grillen sollte man eben aufpassen, dass die Hitze nicht zu stark ist. Ich halte mir immer ein paar "Rückzugsflächen", also Flächen ohne Kohle darunter, auf dem Grill. Das Originalrezept ist für Hähnchenschenkel gedacht. Wir hatten wunderschöne Putenflügel bekommen, die wir an den Gelenken noch geteilt hatten. Die Flügel halten mit jedem Hähnchenschenkel mit.

Zutaten für die Marinade:
2 Stangen Zitronengras
20 g Ingwer
8 Knoblauchzehen
6 Thai-Zwiebeln
4 Korianderwurzeln
2 EL Palmzucker
400 ml Kokosmilch
2 EL Fischsoße     
2 EL Sojasoße    

Zubereitung der Marinade:
Zitronengras, Ingwer, Knoblauch, Korianderwurzeln und Thai-Zwiebeln sehr fein hacken. Mit Kokosmilch, Fischsoße und Sojasoße in den Laos-Mörser geben und zu einer Paste mörsern. Alternativ kann man die Zutaten auch in einer Küchenmaschine pürieren.

Zutaten:
10 Hähnchenschenkel oder ähnliche Menge Putenflügel

Zubereitung:
Hühnerfleisch in eine große Schüssel geben und mit der Marinade übergießen. Eine Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Fleisch abtropfen lassen und auf dem Grill 20 - 30 Minuten grillen. Ab und zu wenden und mit einem Pinsel Marinade darüberstreichen. Das Fleisch muss goldbraun und durchgegart sein (Druckprobe). Dazu einer der thailändischen Dipsoßen und Limettenspalten reichen.

Samstag, 10. April 2010

Italienische Putenrouladen


Mit Salbei verbinde ich heute noch einen meiner größten Kochmisserfolge. Ich hatte damals (vor fast 30 Jahren) zwei schöne Wildenten und ein Rezept, das mir vorschrieb die Enten mit Salbeiblättern zu würzen. Frei nach dem Motto "Viel hilft viel!" habe ich die Zutatenmengen etwas verändert. Das Ergebnis war ein entengroßer, knuspriger "Hustenbonbon"! Für Menschen ungenießbar. Die Niederlage war aber erst dann komplett als der Schäferhund meiner Schwiegermutter die Enten auch nicht mochte. Und der mochte eigentlich sonst immer alles. 
Bei den Putenrouladen werde ich beim nächsten Mal doch noch ein zweites Salbeiblatt nehmen.

Zutaten:
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
20 g Butter
1 EL fritterter Knoblauch (aus meinem Asia-Vorrat)
1 EL Oregano
1 EL Thymian
1 TL Chiliflocken
0,25 l Weißwein
500 ml passierte Tomaten
200 g Sahne
2 EL Balsamico

600 g Putenschnitzel
Salz
Pfeffer
4 Salbeiblätter
250 g Mozarella
8 Scheiben ger. Schinken (herrlicher Nuss-Schinken aus der Landmetzgerei)

Zubereitung:
Für die Tomatensoße:
Das Öl und die Butter im Soßentopf erhitzen. In der Zwischenzeit eine Zwiebel fein würfeln und dazugeben. Die Zwiebeln leicht anrösten.

Knoblauch, Oregano und Thymian dazugeben und ebenfalls etwas anrösten. Mit Weißwein ablöschen und aufkochen.

Die Sahne und die Tomaten dazugeben und aufkochen. Mit Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Putenrouladen:
Das Fleisch flach klopfen. Jedes Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen und ein Salbeiblatt darauflegen. Jetzt mit jeweils 3 Mozarella-Scheiben und 2 Schinkenscheiben belegen. Dann die Fleischscheiben einrollen und mit Rouladennadeln feststecken.


Die Rouladen auf allen Seiten gut anbraten. Im auf 200°C vorgeheizten Backofen weitere 20 Minuten garen lassen.

Mit Bandnudeln und der Tomatensoße servieren.

Freitag, 5. März 2010

Wochensplitter 09/2010 26.02.10 – 04.03.10


Themen: OP gelungen! – Patient lebt!, Pute süß-sauer

OP gelungen! Patient lebt!
Eigentlich wollte ich meinem Zahnarzt nur ein Bläschen in der Mundhöhle zeigen, wo ich mich wohl gebissen hatte. Haste gedacht! Gleich hatte ich eine Überweisung zum Kieferchirurgen in der Hand. „Das machen wir doch mal lieber weg, bevor Du draufbeißt!“
Also, auf zum Kieferchirurgen! Da waren sie wieder, meine Zahnarztängste! Während ich nach den fünf! Spritzen rund um den Übeltäter darauf wartete, dass ich schmerzfrei wurde, ertönte ein martialisches Geschrei aus dem Nebenzimmer. Wird da jemandem der Kopf abgeschraubt? So werde aber auch ich panisch. Zwischendrin der Beruhigungsversuch des Zahnarztes durch die dünnen Wände: „Na, das hat doch nicht etwa weh getan?“ Leises Wimmern und Stöhnen war die Antwort. Ich bitte die Zahnarzthelferin  neben meinem Stuhl noch einmal die Musiklautstärke oder die Dosis der Betäubung zu erhöhen.
Die Tür geht auf: „Na, Sie sind ja etwas blass um die Nase?“ „Ja, Herr Doktor, das ist weil ich mich so auf Sie freue.“ Bei mir dauerte die Prozedur dann trotzdem gerade einmal fünf Minuten und war schmerzfrei. Aber: das kostet schon einige Nerven, wenn man bedenkt wie sensibel wir Männer sind.

Pute süß-sauer
Langsam geht das Essen wieder. Die Schmerzen sind fast weg. 
Also in aller Ruhe etwas Gemüse geschnitten, angebraten. Wasser, Fischsoße, Ketchup und Reisessig dazu . Das in helle Sojasoße eingelegte und mit Pfeffer gewürzte Putenfleisch in Tempurateig gewälzt und frittiert. Viel mehr ist nicht zu tun, außer die Soße mit etwas Tapioka andicken. Das Rezept gibt's ja hier schon als Huhn süß-sauer. Das neue Bild noch nicht. Lecker war's.


Donnerstag, 4. März 2010

Gefüllte Putenoberkeule

Wir haben mal wieder etwas ausprobiert. Als "Rouladen-Süchtige" wollten wir unsere Lieblingsfüllung in eine Putenoberkeule "einbauen". Das Entbeinen gelang und die Zubereitung waren eigentlich problemlos. Bis auf die Soße! Ich weiß nicht mehr woran es lag. Entweder war der Sauerrahm zu kalt oder wurde dann zu schnell aufgekocht. Vielleicht habe ich zu wenig eingerührt, ich weiß es nicht! Jedenfalls war die Soße leicht grießelig. Über gut gemeinte Ratschläge freue ich mich.


Zutaten:
1,2 kg Putenoberkeule
200 g ger. Bauchspeck
2 Zwiebeln
3 Gewürzgurken
4 TL scharfer Senf
Salz
Pfeffer
2 EL Pflanzenöl
10 getrocknete Tomaten
500 ml Hühnerbrühe
200 g Sauerrahm
2 EL Tomatenmark

Zubereitung:
Die Putenkeule entbeinen und mit einem scharfen, großen Messer das Fleisch in der Mitte einschneiden und jeweils waagrecht nach links bzw. rechts schneiden ohne die Haut zu verletzen. So entsteht ein großes rouladenähnliches Fleischstück.

Den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein hacken. Die Gurken in kleine Würfel schneiden. Den Backofen auf 150°C vorheizen.

Die Oberkeule innen salzen und pfeffern. Dann mit Senf bestreichen. Den Speck, ¾ der Zwiebeln und die Gurken auf die Innenseite geben. Die Putenoberkeule jetzt zusammenrollen und mit Rouladennadeln schließen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und die Oberkeule von allen Seiten scharf anbraten und danach außen salzen und pfeffern. Die restlichen Zwiebeln und die Tomaten dazugeben, etwas anschwitzen lassen und mit etwa 200 ml Hühnerbrühe aufgießen.

Den geschlossenen Bräter bei 150°C im Backofen 60 Minuten lang backen. Dann Deckel entfernen. Bei 220°C weitere 30 Minuten braten lassen.

Die Pute in den Bräterdeckel legen und im Ofen warm halten. In der Zwischenzeit die Soße erhitzen, Sauerrahm und Tomatenmark dazugeben und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Die Putenoberkeule in Scheiben aufschneiden und mit Klößen servieren.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Gefüllter Putenmantel


Dann war noch die Haut übrig. Das Putengyros brutzelte vor sich hin. Was kann man damit tun? Viele sagen: „Wegwerfen!“
Ich muss mich jetzt mal outen. Ein Stück knusprige Haut von der Gans, der Ente, dem Hähnchen oder auch der Pute – Ich kann nicht widerstehen. Ich weiß, ich sollte es nicht tun, ist doch viel zu fett und ungesund. Ich kann nicht.



Zutaten:
Haut der Putenoberkeule
250 g Rinderhack
100 g Fetakäse
Thymian
Majoran
Salz
Pfeffer
Semmelbrösel
1 Ei


Zubereitung:
Eine Füllung mit etwas Rinderhack und Fetakäse war schnell gebastelt. Die Zutaten ordentlich vermengt und abgeschmeckt.

Die Haut ausgelegt, die Füllung darauf, umwickelt und mit Rouladennadeln verschlossen.


In der Pfanne wird die „Roulade“ rundherum gebräunt und dann ab in den vorgeheizten Ofen bei 200°C.


Nach etwa 30 Minuten war sie außen knusprig und innen saftig. In Scheiben aufgeschnitten, einen Tomatensalat dazu. Anni hat’s auch geschmeckt.

Putengyros


Eigentlich sollte es ein Putengulasch werden. Dann kam mir, mittendrin,  die Idee mit dem Gyros. Leider war die Putenoberkeule da schon in Würfel geschnitten, eigentlich zu groß für ein Gyros. Egal! Dann merkte ich auch noch, dass das Oregano zur Neige ging. Gut, das habe ich durch Majoran ersetzt. Keiner hat’s gemerkt! 

Zutaten:
1200 g Putenoberkeule
0,2 l Olivenöl
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1½ EL Thymian
1½ EL Majoran
1 TL Salz
1 TL Pfeffer

Zubereitung:
Die Putenoberkeule häuten, entbeinen und säubern. In kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.
In die Schüssel eine große Zwiebel reiben. Dazu 0,2 l Olivenöl geben und 4 geschälte Knoblauchzehen dazupressen. Thymian, Majoran, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut unterrühren.
Über Nacht zum Marinieren in den Kühlschrank geben.
Den Backofen auf 50°C vorheizen.
Das Gyros aus dem Kühlschrank nehmen, eine Bratpfanne erhitzen und portionsweise das Gyros anbraten. Das fertige Gyros in einer Schüssel im Backofen warmhalten.

Mit Tzatziki und Baguette servieren.

Samstag, 12. Dezember 2009

Rahmwirsing


Eine typisches Gemüse in Franken zu Gans, Ente oder Pute, aber auch zum Schäufele. Ich kenne es auch in einer fast pürierten Version. Wer’s mag! Ich habe lieber etwas zwischen den Zähnen.
Einen sehr guten Wirsing gibt es im Restaurant "Karolinenhöhe" Im Lichtenfelser Ortsteil Trieb.




Zutaten:
200 g geräucherten Bauch
1 Zwiebel
700 g Wirsing (kleiner Kopf)
250 ml Gemüsebrühe
Muskat
Pfeffer
Salz
100 ml Sahne


Zubereitung:
Den geräucherten Bauch und die Zwiebel fein würfeln. Den Strunk des Wirsings entfernen und den Wirsing raspeln.


Den geräucherten Bauch und die Zwiebel mit wenig Öl bei mittlerer Hitze anrösten. Den Wirsing hinzufügen und ebenfalls etwas anbraten bis er zusammenfällt.


Die Gemüsebrühe hinzufügen und alles dünsten lassen bis der Wirsing weich ist.


Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und die Sahne unterziehen. Noch einmal erhitzen und servieren.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)