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Mittwoch, 29. Februar 2012

Thailand meets Italy - Gebratener Reis mit Salsiccia (Khao Pad Salsiccia)

Schade, dass Neid und Missgunst oft das Verhältnis zwischen Menschen regeln müssen. Da werden Unwahrheiten verbreitet, da werden Talente bzw. Fähigkeiten des anderen in repektloser Art und Weise dargestellt. Das dadurch ein zuvor lockeres, fast freundschaftliches Verhältnis etwas abkühlt, ist eigentlich logisch. Ich finde so etwas schade, da ein Zusammenarbeiten für beide Seiten nur Vorteile brächte. So aber muss ich eben damit leben, was auch sehr gut klappt.

Einer meiner Großhändler vertreibt asiatische und italienische Lebensmittel. Dort kann man z.B. seinen Reis, die Kokosmilch, aber auch eine ganze Reihe italienischer Wurstwaren kaufen. Gelegentlich wird dann bei einem Besuch des Sohnes ein kleiner Abstecher eingeplant.

Gebratener Reis ist eine typisch asiatische Resteverwertung, die man mit Huhn, Pute, Schweinefilets, Garnelen und Fisch zubereiten kann. Die Salsiccia, eine sehr würzige Wurst müsste doch auch eine hervorragende Ergänzung sein.
Eine halbe Salsiccia liegt noch im Kühlschrank. In wenig Öl etwas anbraten bis sie knusprig wird. Dann mit dem Öl auf die Seite stellen. Kalter Reis war auch übrig. Und die restlichen Zutaten sind immer im Haus.


Zutaten:
150 g - 200 g Salsiccia
1 EL Olivenöl
500 g gekochter Reis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Erdnussöl
2 Eier
3 EL helle Sojasoße
4 EL Austernsoße
3 EL Fischsoße
2 TL Zitronensaft
Petersilie
 
Zubereitung:
Eine Zwiebel und den Knoblauch würfeln und mit wenig Erdnussöl bräunen lassen.  Den Reis dazugeben und alles etwas braten lassen.

In der Zwischenzeit die Eier in einer Schüssel etwas anschlagen und dann ganz dünn in der Pfanne (mit etwas Öl) braten lassen. Mit einem Schaber die Eier schon in der Pfanne in Streifen rupfen. Das kann man auch im Wok machen, wenn man möchte. Die Eier aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Salsiccia zu dem Reis geben und mit Austernsoße, Soja- und Fischsoße abschmecken. Zum Schluß noch die Eier, etwas Zitronensaft und Petersilie dazugeben. Unterheben und fertig!

Donnerstag, 5. Januar 2012

Miesmuscheln Thai-Style oder was ändert sich 2012?

Vorsätze, Vorsätze, Vorsätze! Jeder hat sie für's neue Jahr. Die wenigsten aber sind so diszipliniert und setzen alle Vorsätze um. Deswegen, viel Neues habe ich mir erst gar nicht vorgenommen. Geburtstage sollen zum Beispiel nicht mehr so groß gefeiert werden. Das Haus ist einfach zu klein und ich möchte möglichst alle einladen. Deswegen haben wir uns entschlossen dieses Jahr, testweise, ein Gartenfest zu feiern anstatt der Geburtstage, mitten im Sommer bei hochsommerlichen Temperaturen. Ich stelle mir dazu ein schönes thailändisches Bufett vor. Gern dürfen die Gäste mitkochen. Mal sehen, wie es ankommt. Jetzt steht dieses Jahr aber ein besonderer Geburtstag an, Anni wird "rund". Den feiern wir schon, nämlich zu zweit bzw. zu dritt in Dänemark. Ja!
Etwas mehr thailändisch möchte ich auch kochen. Einfach mal ein paar neue Rezepte ausprobieren. Im Dezember haben wir das gemacht und Miesmuscheln Thai-Style ausprobiert. Nachdem ich das erste Mal Muscheln versucht, war ich überrascht wie einfach das ist. Ich habe sie unter kaltem Wasser abgebürstet. Durch das Wasser haben die Muscheln ihre Schalen geöffnet, was mich zunächst etwas irritiert hat. Lernt man doch: "Geöffnete Muscheln vor dem Kochen und geschlossenen nach dem Kochen - wegwerfen!"
Mit meiner Bürste habe ich dann ganz leicht auf die Schale geklopft und siehe da, die Schalen schließen sich wieder. Hurra, sie leben noch! ;-)


Zutaten für 2 Personen:
2 kg frische Miesmuscheln
4 Stängel Zitronengras
3 Zwiebeln
10 Zitronenblätter
4 rote Chilis
3 EL Fischsoße
4 EL Limettensaft
200 ml Weißwein
3 Frühlingszwiebeln
Koriandergrün

Zubereitung:
Die Muscheln gründlich putzen. Beschädigte oder geöffnete wegwerfen bzw. siehe oben!

Die Muscheln in einen ausreichend großen Topf geben. Das Zitronengras klopfen und dann in 1 cm-Stücke schneiden. Die Zitronenblätter grob rupfen. Sie werden, wie das Zitronengras, nicht mitgegessen. Die Chilis halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Alle Zutaten in den Topf geben.

Die Muscheln etwa 8 Minuten in dem Sud köcheln lassen. Ab und zu einmal kräftig durchrühren.

Die garen Muscheln mit einer Schaumkelle aus dem Topf in eine Schüssel geben und mit Frühlingszwiebelringen und gehacktem Koriander garnieren.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Von draußen, vom Reisfeld …


Das Türchen Nr. 20 ist geöffnet:

„White Christmas“ aus dem Lautsprecher, 34°C und 97% Luftfeuchtigkeit, wahrhaft keine winterlichen Verhältnisse. Wir sind nicht in Europa, das steht fest! Aber wie feiert man denn z.B. in Thailand „Weihnachten“? Wie feiern Buddhisten, Schintoisten, Moslems? Eigentlich gar nicht! Die Geschäfte haben an Weihnachten ganz normal geöffnet. Den Weihnachtsrummel gibt es aber trotzdem. Der gewiefte Händler nimmt den westlichen Weihnachtsboom gern mit. Das gibt dann Elefanten mit Nikolausmützen, geschmückte Christbäume, und ganztägige Berieselung mit „Jingle Bells“, „Silent Night“ und „Rudolf,  The Red-Nosed Reindeer“.  So passiert es in den Tourismuszentren. Abseits davon spielt Weihnachten kaum eine Rolle.

Dorrie von "Spaces and Spices" hat mir dieses Bild aus Thailand überlassen. Danke!


Mir ist zu dem thaländischen Weihnachtsrummel eine Variante des bekannten Weihnachtgedichts von Theodor Storm eingefallen.

Von draußen, vom Reisfeld komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Palmenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch' über den weißen Strand,
da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab nach Phuket;
wo wieder Weihnachten stattfindet!"

Ich sprach: "Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's wirklich viele Touris hat."

"Hast denn den Pass auch bei dir?"
Ich sprach: "Den Pass, den hab ich hier;
und Visum, Handtuch, Sonnencreme
brauchen deutsche Touris gern."

"Hast denn die Euros auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Euros, die hab ich hier;
doch für die Händler nur, die schlechten,
da gibt es nichts, nur für die rechten!"

Christkindlein sprach: "So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von draußen, vom Reisfeld komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, was ich in Thailand find!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?


So kurz vor Weihnachten sollte das Weihnachtsmenü eigentlich feststehen. Wir haben uns für ein Thai-Menü entschieden. Zur Vorspeise gleich etwas zum Hineinsetzen.

Garnelen-Krathaks
sollten eigentlich Garnelen-Kracher heißen. Innen saftig, außen knusprig und eigentlich leicht zuzubereiten. Eigentlich. Es war eine ziemliche Bastelei die Schleife um die Wantan-Hülle zu bekommen. Die scheinbar geringe Menge Currypaste ist ausreichend, wenn Ihr ordentliche Qualität habt.


Zutaten:
16 Black Tiger Shrimps
16 Wantan-Blätter
2 TL rote Currypaste
2 TL Fischsoße
1 l Erdnussöl

Zubereitung: 
Die Garnelen schälen, entdarmen und abwaschen.
Die Currypaste mit der Fischsoße in einer kleinen Schüssel vermischen.
Das Wantanblatt so hinlegen, dass die Spitze nach oben zeigt und sehr dünn mit der Currypaste bestreichen. Jetzt die untere Ecke ein wenig nach oben einklappen, die Garnele darauflegen, die obere Ecke darüberlegen, dann die linke Ecke über die Garnele ziehen und dann einwickeln. Tipp: Die Garnele an der Innenseite quer ganz vorsichtig leicht einschneiden. Dadurch streckt sich die Garnele und krümmt sich beim Garen nicht. Beim nächsten Mal wird alles besser. ;-)

Für die Schleife werden ein paar Spaghetti knappe 3 Minuten gekocht, abgegossen und mit kaltem Wasser abgeschreckt. Die Schleife ist eine etwas knifflige Sache, lässt die Kracher aber schöner aussehen.

Das Öl auf 180°C vorheizen und dann die Päckchen einzeln in das Öl geben. Wenn sie schön goldgelb bzw. hellbraun sind, sind sie fertig. Dazu gibt es eine süß-scharfe Chilisoße


Gelbes Rindfleischcurry (Gäng Kari Nüa)
Das Hauptgericht ist ein gelbes Curry. Dazu wird ein typischer süß-saurer Salat gereicht, der geschmacklich das Curry ergänzen soll. Also weg mit dem Deckel!


Zutaten: 
800 g Rindfleisch (falsche Lende)
400 g Kartoffeln
10 Schalotten
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 EL gelbe Currypaste
3 EL Fischsoße
1 EL Zucker

100 g Zucker
125 ml Reisessig
1 TL Salz
1 Salatgurke
1 rote Gemüsepeperoni (nicht sehr scharf!)

10 EL Erdnussöl

Zubereitung:
Das Fleisch in 2 cm-Würfel schneiden. Die Kartoffeln schälen und in 1 cm-Würfel schneiden.

4 EL von der dicken Schicht der Kokosmilch in einem Topf erhitzen und die Currypaste hinzufügen. 2 Minuten köcheln lassen, dann das Fleisch hinzufügen und Hitze nehmen lassen. Die restliche Kokosmilch und ½ l Wasser hinzufügen. Jetzt nur noch die Fischsoße und den Zucker hinzufügen und 50 Minuten lang bei leicht geöffnetem Deckel köcheln lassen.

Nun die Kartoffelwürfel hinzufügen und weitere 20 Minuten lang köcheln lassen.




In der Zwischenzeit die Salatgurke gut waschen, halbieren und entkernen. 1 Schalotte schälen und in feine Scheiben schneiden.

Den Essig mit dem Zucker und dem Salz aufkochen, zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Die restlichen Schalotten sollen in Scheiben geschnitten werden und bei starker Hitze goldgelb gebraten werden. Das Öl abgießen und die Schalotten abkühlen lassen.

Das Rindfleischcurry mit dem Salat und den gerösteten Schalotten servieren.

Der krönende Abschluss ist die Nachspeise. Es gibt

Marinierte Blutorangen (Som Loi Gäo)


Ich liebe die Kombination aus süßer Soße und den frischen, leicht säuerlichen Blutorangen. Ein Dessert, in das ich mich am liebsten legen würde. Das Rezept gab es schon einmal hier. Ein wenig Vanilleeis dazu und der Genuss ist perfekt. Und wenn das Christkind dem braven Peter eine Eismaschine schenkt, mache ich in Zukunft das Eis selbst. Versprochen!

Freitag, 21. Oktober 2011

Wochensplitter 42/2011 15.10.11 – 21.10.11


Themen:  Gefüllte Babytintenfische im grünen Curry, Oberfrankenausstellung, Kochkurse im Sommersemester

Gefüllte Babytintenfische im grünen Curry


Haben wir schon länger nicht mehr gekocht. Ich hatte noch ein knappes Kilo von diesen kleinen, zarten Meerestieren im Gefrierschrank. Nach dem Auftauen werden die Tintenfische gut gesäubert. Die Tuben habe ich mit Schweinehack gefüllt, das ich vorher mit dunkler Sojasoße und etwas Salz gewürzt habe. Die Tuben werden dann (nicht zu fest) mit dem Hack gefüllt und drei Minuten gekocht. In der Zwischenzeit wird ein 5 cm-Stück Krachai-Wurzel geschält und in dünnste Scheibchen geschnitten. Vier grüne und vier rote Chilis werden entkernt und in Streifen geschnitten. Die Zitronenblätter habe ich nur halbiert, d.h. die Mittelrippe herausgeschnitten. Da man diese aber nicht mitisst, hätte ich sie auch nur in Stücke reißen können. Mit 1 ½  EL grüner Currypaste, die in Erdnussöl angebraten werden, wird die Currysoße zubereitet. Die Paste mit Kokosmilch ablöschen, insgesamt brauche ich 2 Dosen (= 800 ml). Die Krachai-Wurzel, die geviertelten Thai-Auberginen, die Chilis und die Zitronenblätter dürfen jetzt mitköcheln. Die abgegossenen Tuben dürfen dann noch 10 Minuten mitköcheln.  Dazu gab es Reis. So, das war das Rezept noch einmal im Schnelldurchgang. Es steht schon mal hier. Das Bild dazu war noch etwas anders.


 Oberfrankenausstellung
Möchten Sie Käse probieren? Schauen Sie, wie sauber die Fliesen werden! Sind Sie Hausbesitzer? Ich möchte Ihre Brille reinigen(3x)!  Für mich (uns) war es wie ein Spießrutenlaufen. Eine reine Information war nicht möglich. Ich muss dazu sagen, ich mag es nicht, wenn ich schon beim Angucken auf marktschreierische, autoverkäuferhafte (Tschuldigung Marco) Art und Weise bedrängt werde. Wir haben uns eine neue Pfanne gegönnt, von Woll. Die ist jetzt auch induktionsgeeignet.  Wir hatten schon mal eine, die uns nach 8 Jahren altersbedingt verließ. Ansonsten hat mir am besten die Tierschau gefallen, auch wenn das Pinto-Pferd beim versuchten Streicheln (mit Erlaubnis des Besitzers) schon seltsam die Lippen stülpte und die Zähne zeigte. Bitte, dann streichele ich eben jemand anders.

vhs-Kochkurse im Sommersemester
Es wird sie weiter geben. Die Anfrage kam am Montag und wir überlegen jetzt, was wir noch zusätzlich anbieten können.  Ideen sind reichlich da, an der Umsetzung arbeiten wir zurzeit. Mehr wird nicht verraten, außer: es wird ganz spezielle Themen geben.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kochkurs "Thailändische Küche - Basis" bei der VHS Coburg


Mein erster Kochkurs für die VHS (Volkshochschule) Coburg stand gestern an. Acht Hobbyköche schnippelten, rührten, schmeckten ab, brutzelten und kochten in der Lehrküche der VHS Coburg. Nach einer Kurzinformation über die thailändische Art zu kochen, zeigte ich meinen „Schülern“ die Lebensmittel, mit denen sie noch nicht so viel Umgang hatten. Kurz stellte ich ihnen auch die Gerichte vor. Hinweise gab es zu Schneidetechniken und zu typisch thailändischen Kochtechniken wie z.B. dem "Pfannenrühren". Die Gruppeneinteilung wurde von den Teilnehmern selbst vorgenommen und dann ging es auch schon los. Die erste Gruppe bereitete Rindfleisch in Austernsoße, Glasnudelsalat mit Shrimps und Hackfleisch und Fischfilet im Bananenblatt zu.

Rindfleisch in Austernsoße
Glasnudelsalat mit Shrimps und Hackfleisch
Fischfilet im Bananenblatt

Die zweite Gruppe kochte Garnelen mit Krabbenbrot, Tempura-Puten-Nuggets mit süß-saurem Gemüse und rotes Curry mit Schweinefilet.

Garnelen mit Krabbenbrot
Tempura-Putennuggets mit süß-saurem Gemüse
Rotes Curry mit Schweinefilet

Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit den Rezepten für Kokos-Tomatensuppe, Panaeng-Curry mit Huhn und rotem Curry mit Garnelen.

Kokos-Tomatensuppe
Panaeng-Curry mit Huhn

Rotes Curry mit Garnelen

Meine Aufgabe war eigentlich nur das Ganze zu koordinieren, Fragen zu beantworten und nicht die Übersicht zu verlieren. Den Abschluss bildete dann das gemeinsame Essen und ehrlich: Alles hat super geklappt und geschmeckt. Wir wollen auf alle Fälle noch mehr gemeinsame Kurse bestreiten, so war die einhellige Meinung. Ich freue mich darauf.




Mittwoch, 21. September 2011

Ein thailändisches Gegenüber - Schwein süß-sauer (Muh Phat Priau Waan) und Schweinefleischsalat (Yam Muh)

An einer thailändischen Tafel stehen sich oft immer total unterschiedliche Gerichte gegenüber, wie z.B. ein scharfes und ein süß-saueres. Süß-sauer war die Schweinelende bei unserem Geburtstagsdinner. Die Zutaten, die ich leider nicht in Coburg bekam, durfte ich in Bamberg (Asia-Shop, Untere Königsstr. 2) kaufen. Dort suchte ich auch das Chilipulver für unsere scharfe Komponente, den Schweinefleischsalat. Der Verkäufer, ein Vietnamnese, meinte noch: "Hot! Very hot! Very, very hot!" Ich dachte nur: "Ja, ja!" Beim Zubereiten wurde ich dann doch etwas skeptisch als ich das Chilipulver an der Zungenspitze testete. Also habe ich ad hoc die Zutatenmenge reduziert. Was für ein Glück! Um ehrlich zu sein, es war auch so höllisch scharf! Zunächst nur an den Mundschleimhäuten, dann in der Mitte des Zungenbodens. Am nächsten Tag ... Das kennt aber wahrscheinlich jeder! 
Was lerne ich daraus? Neue Zutaten (Marke), neuer Geschmack! Der einfachen Zungenspitzentest hat mich (oder die Gäste) da wohl gerettet. 
Das Gegenüber für den scharfen Schweinefleischsalat (Rezept gibt es hier) war unsere süß-saure Schweinelende. Ich habe, abweichend zur üblichen Rezeptur, anstatt Schweinekamm Schweinelende genommen. Ich denke, dass es für die "salatgeschädigten" Gäste genau das Richtige war. Und den Kleinen hat es, denke ich, auch gut geschmeckt.


Zutaten:
½ Ananas
6 EL Ananassaft
1 ½ EL Tomatenketchup
2 ½ EL Fischsoße
1 EL Zucker
2 EL Erdnussöl
500 g Schweinefilet
4 Knoblauchzehen
½ Möhre
1 Zwiebel
1 rote Paprika
½ Salatgurke
200 g Cocktailtomaten
Koriander

Die Schale, die Augen und den Strunk der Ananas gründlich entfernen. Die Ananas in Scheiben und dann in mundgerechte Stücke schneiden.

Den Ananassaft, das Ketchup, Fischsoße und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren und zur Seite stellen.

Die Schweinefilets putzen und in schmale Scheiben schneiden. Das Gemüse waschen, die Möhren schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in Achtel schneiden. Die Paprika schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gurke entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren. Den Knoblauch fein hacken.

Eine Pfanne mit Öl heiß werden lassen und das Fleisch durchbraten. Das Fleisch herausnehmen und auf  Küchenpapier abtropfen lassen.

In der Pfanne den Knoblauch 1 Minute goldgelb anrösten. Zwiebel-, Paprika- und Möhrenstücke etwa 2 Minuten braten. Gurken- und Ananasstücke, Tomatenhälften und Ananassaft hinzufügen und noch eine Minute weiter braten lassen.

Erst jetzt wird das Fleisch wieder hinzugefügt und untergehoben. Mit Koriander garnieren und servieren.


Montag, 12. September 2011

Pomelo-Garnelen-Salat (Yam Som Oh)

Aus der letzten Woche möchte ich noch schnell ein Rezept nachreichen. An dieser Stelle wollte ich eigentlich auch noch etwas über mein Handballwochenende mit dem HSC 2000 Coburg in der 3. Liga Ost schreiben. Das habe ich jetzt aber in die Wochensplitter verlegt. Ihr werdet lesen, warum.
Zum Salat: Er passte hervorragend in die warme Jahreszeit: Fruchtig- scharf und Garnelen - herrlich!


Zutaten:
1 Pomelo
2 EL Fischsoße
1 Limette
1 EL Zucker
1 rote Chili
250 g Garnelen
3 EL Kokosraspeln
1 rote Zwiebel
20 g Minzeblätter
6 Stängel Koriander

Zubereitung:
Die Pomelo schälen und dann die weiße Haut der Segmente ablösen. Nicht filetieren! Sie verliert sonst zu viel Flüssigkeit.

Die Chili längs halbieren, entkernen und in Halbringe schneiden.  Dann aus der Chili, der Fischsoße, dem Limettensaft und dem Zucker ein Dressing rühren.

Die Garnelen schälen, den Darm herausschneiden und 2 Minuten kochen lassen. Dann abgießen und abkühlen lassen.

Die Kokosraspeln in einer trockenen Pfanne hellbraun rösten lassen, herausnehmen und zur Seite stellen. Die Zwiebel schälen und in dünne Halbringe schneiden. Die Kräuter grob hacken.

Zum Schluss noch die Pomelo mit den Garnelen, den Kräutern und der Zwiebel mischen. Das Dressing und die Kokosraspeln darübergeben und vorsichtig unterheben. Fertig.


Sonntag, 4. September 2011

Ananas mit Ingwer

Am Samstag habe ich etwas getan, was ich nie wieder tun wollte. Ich war bei einem Auswärtsspiel meines Lieblingsvereins HSC 2000 Coburg. Erst letzte Saison sind "wir" aus der 2. Bundesliga Süd abgestiegen, jetzt sollte es in dieser Saison ein Platz unter den ersten Vier sein. "Wir" haben verloren mit 22:24 trotz einer 16:9 Halbzeitführung. Mehr dazu aber in dem Wochensplitter am kommenden Freitag. Ich muss erst etwas abkühlen und ... nie wieder fahre ich zu einem Auswärtsspiel!

Ein Rezept möchte ich noch nachreichen, das ich am "Verschönerungsnachmittag" vorletzten Sonntag von Anni und ihren Freundinnen gekocht habe. Dieses Mal eine Resteverwertung für Ananas. Oft passiert es ja, dass Ananasreste übrigbleiben. Normal werden sie dann bei uns während des Kochens genascht. Eine andere Möglichkeit wäre es die Ananas als zusätzliche Beilage zuzubereiten. Passt gut zu einem gegrillten Steak oder einer gegrillten Makrele. Im Rezept gehe ich von einer ganzen Ananas aus. Wenn man nur Reste zur Verfügung hat, muss man die Menge der anderen Zutaten abändern.


Zutaten:
1 Ananas
2 Knoblauchzehen
3 Thai-Zwiebeln
1 EL Erdnussöl
30 g Ingwer
1 rote Chili
2 EL helle Sojasoße
1 Limette

Zubereitung:
Ananas schälen. Mittelstück entfernen und in Würfel schneiden. Den Knoblauch und die Thai-Zwiebeln fein hacken und im Wok goldbraun braten. Dann die Ananas hinzufügen und braten bis sie Farbe annimmt.

Ingwer schälen und in feine Stifte schneiden. Chili entkernen und in schmale Halbringe schneiden. Ingwer, Chili, Sojasoße und Limettensaft hinzufügen und einrühren. 2 Minuten weiterrühren bei schwacher Hitze und servieren.

Montag, 29. August 2011

Schweinefleischsalat (Yam Muh)

Aus! Vorbei! Gott sei Dank? Leider? Von 35°C auf 15°C, das ist zunächst schon etwas frisch. Die extremen Temperatursprünge sind schon typisch für das Wetter der letzten Jahre. Eigentlich sollten jetzt die Pilze aus dem Boden schießen. Maronen und Steinpilze sind die einzigen, die ich kenne. Heute am Sonntag ist erst einmal Kochen angesagt. Ein paar von Annis Freundinnen treffen sich bei uns um sich "kosmetisch" beraten zu lassen. Mal sehen, ob's was hilft! ;-)
Ich werde ein paar kleine Sachen zubereiten. Im Plan sind Ananas mit Ingwer, Garnelen-Dip auf thailändische Art und Thai-Pizza.

Vom Grillen waren noch fast 500 Gramm saftiger Schweinekamm übrig. Jetzt hätten wir ihn auch aufschneiden können und kalt, vielleicht mit Senf oder Meerrettich, genießen können. Eine andere Möglichkeit ist es aber ihn zu einem leckeren thailändischen Salat zu verarbeiten.


Zutaten:
500 g Schweinekamm
2 EL Reis
1 Stängel Zitronengras
5 Scheibchen Galgant
2 Stängel Thai-Basilikum
1 Bund Schnittlauch
1 rote Zwiebel
5 EL Fischsoße
2 EL Chilipulver
2 Limetten
1 Prise Zucker

Zubereitung: 
Den Reis in eine trockene Pfanne geben und goldbraun rösten. Dann in einem Mörser fein zerstoßen. 

Zitronengras und Galgant sehr fein hacken. Die Basilikumblätter vom Stängel zupfen. Den Schnittlauch in ½ cm Röllchen schneiden. Die Zwiebel in feinste Scheiben schneiden.
 
Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden, die Scheiben in mundgerechte Stücke zerrupfen und in einer trockenen Pfanne 3 Minuten ohne Fett rösten. 

Die Pfanne vom Herd nehmen. Zitronengras und Galgant einrühren. Den Reis und 8 EL Wasser dazugeben und umrühren. 

In einer Schüssel den Inhalt der Pfanne und die restlichen Zutaten mischen. Mit Fischsoße, Chilipulver, Limettensaft und Zucker abschmecken.


Freitag, 19. August 2011

Wochensplitter 33/2011 13.08.11 – 19.08.11


Themen: Rindfleisch mit Austernsoße, Tag der offenen Tür HUK-Arena, Neuer Job?

Rindfleisch mit Austernsoße
Eigentlich hatte ich ein ganz schönes Bild von einem „zufällig Bekannten“, das ich aber unabsichtlich gelöscht hatte. Deswegen war am Montag Nachkochen angesagt. Bei dieser Küche kriegt man leider nicht immer alle Zutaten. Dieses Mal war Babymais einfach nicht aufzutreiben. Eine 40 km lange Fahrt nach Bamberg war mir zu weit. So wurden aus Mini-Zucchini etwas größere und der Babymais fiel aus. ;-)


Tag der offenen Tür HUK-Arena 


Am Samstag war es endlich so weit. Geplant war zwar die Fertigstellung zum 01. Januar 2011, aber erst 7 Monate später konnte die Halle übergeben werden. Das Wetter passte und Massen an Neugierigen aus der gesamten Coburger Umgebung informierten sich und genossen die ersten beiden Sportereignisse. Als gute Gastgeber erwiesen sich die Zweitliga-Volleyballer aus Coburg gegen den VC Gotha. Es gab ein klares 0:3, wobei die Sätze 2 und 3 sehr umkämpft waren und in die Verlängerung gingen.
Der Drittligist HSC 2000 Coburg testete gegen den ThSV Eisenach und verlor letztlich klar mit 26:34 das folgende Handballspiel. Da kommt noch sehr viel Arbeit auf den neuen Trainer Horvath zu. Drittligaformat bewiesen eigentlich nur fünf Spieler (Kästner, Anderson, Kelm, Martinsen, Steins). Der Rest müsste sich wohl erst einmal in der zweiten Mannschaft in der Bayernliga beweisen. Sofortiger Wiederaufstieg wird wohl so kein Thema sein, aber vielleicht bin ich da auch etwas zu voreilig.


Neuer Job?
Ob es funktionieren wird? Nein, nicht ob ich den Job bekomme, das wird schon klappen. Kann ich in der kurzen Zeit ihn überhaupt bewältigen? Kann ich ihn zu meiner Zufriedenheit professionell erledigen? Viele Fragen und auch Zweifel kommen in mir hoch. Meine Familie rät mir, es zu versuchen. Ich hoffe auf das Team. Als Einzelkämpfer wäre ich verloren und die Aufgabe unlösbar.

 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)