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Freitag, 25. März 2011

Wochensplitter 12/2011 19.03.11 – 25.03.11

Themen: Showkochen und Buchpräsentation, Ausflugsziel Vierzehnheiligen

Showkochen und Buchpräsentation
Am kommenden Dienstag ist es so weit. Ab 10.00 Uhr wird im Möbelhaus Gürtler in Amberg gekocht. Ein Induktionsherd mit Wokmulde und Grill wird unser Arbeitsgerät sein. Zwei Gerichte aus dem ersten Band und eines aus dem kommenden zweiten Band sollen gekocht werden. Kunden, Mitarbeiter des Möbelhauses und das Kamerateam werden unsere Opfer sein. Das Ganze wird dann auf 2:30 Sendezeit reduziert. Für das anschließende Interview werden wir voraussichtlich 6:00 Sendezeit bekommen. Nächste Woche werde ich dann hier berichten.

Ausflugsziel Vierzehnheiligen


Imposant sieht sie aus – unsere Basilika Vierzehnheiligen. Erbaut wurde sie ab 1743 bis 1772 von Balthasar Neumann, die Fassade in Spätbarock, innen ist es Rokoko. Gleich daneben ist das Franziskanerkloster Vierzehnheiligen. Und wo es ein Kloster gibt, ist die Brauerei nicht weit. Hier um ehrlich zu sein, sind es etwa 40 Meter. 


In der Klosterbrauerei Trunk gibt es drei „Nothelfer“-Biere: den dunklen Trunk, das Pils und das Lager. Die typisch fränkischen Brotzeiten wie Hausmacher Presssack und weißer Käs sind sehr zu empfehlen.


Dienstag, 9. November 2010

Fränkische Wurstsülze

Ein nachgereichtes Rezept aus dem Brotzeit-Sommer. In vielen Biergärten wurde Sülze als kalte Brotzeit angeboten. Dann fand ich so ein Rezept in dem Buch „Fränkische Küche“ von Peter Ploog. Mir war klar, dass ich es nachkochen musste, obwohl ich eigentlich „sülzengeschädigt“ bin. Meine Mutter hat vor 40 Jahren wenigstens einmal in der Woche Sülzen mit Schweineköpfen und –füßen gekocht. Wenn ich daran denke … na ja, lieber nicht. Der Vorteil, ich habe manchmal nicht so viel gegessen. Nachdem ich aber noch aus der Generation „Erst wird der Teller aufgegessen“ bin, musste ich manchmal schon leiden.
Die gekühlte Wurstsülze mit knusprigen Bratkartoffeln war schon etwas anderes. Vielleicht werde jetzt sogar ich zum „Sülzen-Fan“. ;-)


Zutaten:
150 g Schinkenwurst
150 g Fleischwurst
100 g Champignons
½ rote geschälte Paprikaschote
½ gelbe geschälte Paprikaschote
2 Frühlingszwiebeln
1 Karotte
200 g Cocktail-Tomaten
2 gekochte Eier
500 ml Fleischbrühe
2 Packungen Sülzepulver
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Wurst häuten und in kleine Würfel schneiden. Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Das Gemüse (Paprikaschoten, Frühlingszwiebeln und Karotte) putzen, waschen und gleichmäßig fein würfeln. Wurstwürfel, Champignonscheiben und Gemüsestücke miteinander vermengen.

Die abgekühlten Eier schälen und in Scheiben schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren.

Eine Kastenform mit kaltem Wasser spülen, eine Frischhaltefolie in die Form legen und schön am Boden und den Wänden der Form andrücken. Jetzt den Boden mit den Tomatenhälften und den Eierscheiben auslegen. 



Zwischenzeitlich die Brühe aufkochen und das nach Packungsanweisung aufgelöste Sülzepulver einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und zur Seite stellen.

Die Wurst-Gemüse-Mischung in die Form geben und die Brühe vorsichtig darüber gießen. Die Sülze braucht etwa 4 Stunden im Kühlschrank um fest zu werden. Mit Hilfe der Frischhaltefolie lässt sie sich auch leicht aus der Form nehmen. Zu einer Scheibe Sülze passen Bratkartoffeln.


Montag, 12. Juli 2010

Stadtwurst mit Musik

Eine traditionelle Brotzeit mit einer typisch fränkischen Wurst.
In jedem guten fränkischen Biergarten wird es diesen leckeren Wurstsalat geben. Die Wurst selbst ist eine Nürnberger Spezialität. Ich sehe sie regelmäßig bei dem Metzger meines Vertrauens und ab und zu muss sie mit. Gut, man kann sie natürlich blank essen („In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot!“), aber eigentlich kenne ich nur diese eine Rezeptur. Gern lasse ich mich aber belehren.

Zutaten:
600 g (1 Ring) Nürnberger Stadtwurst
2 mittlere Zwiebeln
8 kleine Gewürzgurken
4 EL Pflanzenöl
4 EL Wasser
4 EL Gurkenwasser (aus dem Gewürzgurkenglas)
Prise Pfeffer
Petersilie

Zubereitung:
Die Wurst häuten und in feine Scheiben hobeln.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbringe schneiden.

Aus dem Öl, Gurkenwasser und dem Pfeffer eine Marinade rühren und über die Wurstscheiben geben.

Die Zwiebelringe und die Petersilie unterheben und mit Pfeffer würzen.

Etwa 2 Stunden kühlen und mit einem fränkischen Bauernbrot und einem frischen (Weiß)-Bier servieren.


Donnerstag, 27. Mai 2010

Käse-Wurstsalat

Nicht nur die Grillsaison, auch die Biergartensaison hat begonnen. Der "Worschtsaloud" gehört da einfach dazu. Hier gibt es natürlich auch jede Menge Varianten. Schmecken tut er immer, aber man sollte die Warnung des fränkischen Kultkomikers aus den Sechzigern, Herbert Hisel, beachten. Dann bleibt alles gut. Also hört ruhig mal rein, was Herbert Hisel über seinen Wurstsalat weiß und dann genießt den Wurstsalat.


Zutaten (für 6 Personen):
800 g Geflügelfleischwurst
400 g Gouda
2 Zwiebeln
8 kl. Cornichons (Gewürzgurken)
4 EL Balsamico
1 EL Pflanzenöl
Salz
Pfeffer
Zucker
150 ml Wasser

Zubereitung:
Die Wurst und die Cornichons in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Den Gouda in Stifte, die Zwiebeln in Halbringe schneiden.

Alle Zutaten gründlich unterheben.

Aus dem Balsamico, Olivenöl, etwas Salz, Pfeffer und Zucker die Marinade mischen. Wasser dazugeben und in einem Handmixer gründlich durchschütteln.

Die Marinade über den Wurstsalat gießen. Noch einmal unterheben und etwa 30 Minuten kühl stellen und ziehen lassen.

Vor dem Servieren noch einmal unterheben. Dazu gibt es eine Laugenbrezn oder ein Brötchen.

Freitag, 18. Dezember 2009

Fränkische Schönheiten (2) - Staffelberg

Von Romansthal aus sind wir losgelaufen. Unser Ziel war der Staffelberg. Das Wetter war so miserabel, dass nicht allzu viele Wanderer unterwegs waren. Ziemlich steil ging es los, aber schon nach 5 Minuten kommt man auf ein Plateau. Wenn man Glück hat, wird man von vielen vierbeinigen Rasenmähern begrüßt.



Rechts an der Herde vorbei geht es weiter. Der Turm der Kapelle ist von weitem sichtbar und schaut in das Obermain-Tal hinaus.
Auf der einen Seite ...



Kloster Banz, auf der anderen Seite ...





Wir laufen weiter Richtung Staffelberg. Links und rechts des Weges gepflügte Äcker, aus denen Massen von weißen Kalksteinen herausragen. Viele haben hier schon Versteinerungen gefunden.



Eine Zeit lang geht es zwischen Feldern und Laubbäumen hindurch zum letzten Anstieg. Endlich stehen wir an der Kapelle, die seit dem 30jährigen Krieg dort steht.









Gegenüber der Kirche findet der hungrige und durstige Wanderer die Staffelbergklause. Früher lebten hier Eremiten, die auch in Victor von Scheffels Gedicht "Wanderfahrt", dem späteren "Frankenlied", verewigt wurden. In der Staffelberklause gibt es (fränkische) Brotzeiten zu vernünftigen Preisen. Nur mit dem Hund darf man nicht in den Gastraum. Aber auch draußen kann so eine Brotzeit ganz gut schmecken. Geöffnet ist fast das ganze Jahr über mit wenigen Ausnahmen: Im November ist Betriebsurlaub und im Dezember, Januar und Februar ist nur an den Wochenenden, also Freitag bis Sonntag, geöffnet. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Wenn das Wetter allerdings zu gut ist, muss man sich auf völkerwanderungsartige Menschenmengen einrichten.





Die Aussicht bei einem Rundgang auf dem Staffelberg ist herrlich.






Auf dem Heimweg überlegen wir uns schon die nächste Tour. Vierzehnheiligen soll es sein, natürlich mit einem Abstecher in der dortigen Klosterbrauerei und einer zünftigen Brotzeit. Hier gibt es den "Nothelfertrunk", ein Dunkles aus der Alten Klosterbrauerei Vierzehnheiligen. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)