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Mittwoch, 11. Mai 2011

Fränkische Schönheiten (7) - Schloss Rosenau




Die Ritter von Rosenau sollen dieses kleine Schloss schon vor 1424 gebaut haben. Das sieht man diesem kleinen Schlösschen nicht an. Finanzielle Probleme brachten in der Folgezeit immer wieder Besitzerwechsel.
Umgebaut wurde es dann 1806 von dem Coburger Herzog Ernst I. von einer Burg in ein Schloss. Verantwortlich dafür war Karl Friedrich Schinkel, der hier versuchte das Mittelalter in idealisierter Form wieder aufleben zu lassen. Obwohl es einer der ersten Burgen dieser Art war, das machte Schloss Rosenau noch nicht berühmt. Dann kam das Jahr 1819. Herzogin Dorothea Luise gebar Prinz Albert und dieser ehelichte 1840 Königin Victoria von Großbritannien (und, und und). Selten für diese Art der Verehelichungen – es war eine Liebesheirat. Bis zum Tode von Prinz Albert verbrachte die Queen immer wieder Zeit auf Rosenau, auch um sich von Staatsgeschäften  ohne die ständige höfische Etikette zu erholen. Königin Victoria schrieb in ihr Tagebuch: „Wäre ich nicht, was ich bin, so wäre hier mein wahres Zuhause!“ Das lag aber auch daran, dass die sehr trauernde Witwe sich ihrem Albert auf Schloss Rosenau immer sehr nahe fühlte.
Heute ist Schloss Rosenau ein Museum der bayerischen Schlösserverwaltung.  Der umliegende Park und das Schloss gehören zu den Attraktionen des Landkreises Coburg und gehören zur Burgen- und Schlössertour, die mit der Ehrenburg, dem Schloss Callenberg und dem Schloss Rosenau Verbindung zum britischen Königshaus haben. Und über allem steht die Veste Coburg, die fränkische Krone.


Donnerstag, 10. März 2011

Fränkische Schönheiten (6) - Plassenburg Kulmbach

Sie thront regelrecht über der Stadt Kulmbach, die Plassenburg. 1135 wurde sie das erste Mal erwähnt und hat eine sehr aufregende, abwechslungsreiche Geschichte als Festung, als Zuchthaus, als Kriegsgefangenenlager, als Schule und, nicht zuletzt, als Deutsches Zinnfigurenmuseum. Wer mehr darüber nachlesen möchte, hier gibt's Lesestoff.
Der Weg nach oben ist beschwerlich, aber man sollte ihn einmal gegangen sein. Es geht wirklich steil nach oben. Ich habe ihn einmal einen Kinderwagen schiebend (vor fast 30 Jahren) begangen und erinnere mich heute noch (leise fluchend) dran. Man kann aber auch mit dem Bus ganz und mit dem Privat-Pkw ziemlich weit nach oben fahren. Das habe ich damals erst gemerkt als ich oben war!!
Auch das Zinnfigurenmuseum ist für ältere Besucher hochinteressant, für Kinder wird es schnell etwas öde. Ich habe beides schon genossen. Die Burganlage ist, wie der Ausblick, imposant.
Ein paar Bilder gibt es auch noch:

Quelle: Wikipedia
Quelle: Wikipedia
Richtung Burginnenhof am Haus des Burgkommandanten vorbei


Bilder aus dem kleinen Burginnenhof







Blick auf die Kulmbacher Altstadt

Mittwoch, 24. November 2010

Fränkische Schönheiten (5) – Burgruine Altenstein


Ende September haben wir eine herrliche Burgruine entdeckt, die ich gern nachreichen möchte. 23 km von Coburg entfernt liegt das kleine Dorf Altenstein. Es gehört zur Gemeinde Maroldsweisach und früher war ich ab und zu zur Mittagspause dort. An dem Schild „Burgruine“ bin ich da immer vorbeigefahren. Jetzt haben wir uns die Zeit genommen und die Burgruine erkundet. Sie ist eine der größten Burgruinenanlagen Deutschlands. 


Erstmals wurde die Burg Altenstein 823 erwähnt, also etwa 400 Jahre vor der Veste Coburg. Die Burg war im Bauernkrieg 1525 zerstört und dann wieder aufgebaut worden. Im 30jährigen Krieg war sie wieder zerstört worden Erst 1703 wurde sie von ihren Besitzern verlassen. 




Die Burgkapelle hat mich an diesem schönen Herbsttag sehr beeindruckt. Sie liegt am Ostrand der Burg und kam durch Abrutschen des felsigen Untergrunds zunächst in eine Schieflage und wurde dann zerstört. Unter der Burgkapelle befand sich die Gruft, in der die Ritter mit Schwert in der Hand zur ewigen Ruhe gebettet wurden. Leider ist die Gruft zwischenzeitlich zerstört.
Mein Tipp: Wer sich einmal in unser schönes Frankenland verirrt hat und auf das Schild „Burgruine Altenstein“ trifft, nehmt Euch die Stunde Zeit und erkundet (bei freiem Eintritt) diese wunderschöne Ruine mit der herrlichen Aussicht.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Fränkische Schönheiten (4) - Veste Coburg

Es ist jedes Mal dasselbe: Wenn wir vom Urlaub nach Hause fahren, wartet jeder im Auto auf das Erscheinen dieser riesigen Burganlage am Horizont. Für uns das Symbol für Heimat.

Veste Coburg bei Nacht. Bild: Silbern gelöffelt.
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Die Veste von der Brandensteinsebene aus gesehen
Eingang zur Veste
Fürstenbau mit Lutherzimmer und Kapelle
Ein Rundgang um die Veste, eine der größten erhaltenen Burganlagen Deutschlands dauert etwa 30 Minuten.



Blick auf Moritzkirche und Schloss Ehrenburg

Burgschänke

Erstmals 1225 soll die Veste Coburg erwähnt worden sein. Erobert wurde sie nie, nur im 30jährigen Krieg wurde sie durch eine Kriegslist (gefälschter Brief) eingenommen. Kunstsammlungen, Wagen- und Waffensammlungen kann man hier, dem Wahrzeichen Coburgs, besichtigen. Wer mehr darüber erfahren möchte, Martin Luther war ja auch mal eine Zeit lang da, kann alles hier nachlesen. Ein Ausflug, der sich zu jeder Jahreszeit lohnt. 

Zur anschließenden Brotzeit empfehle ich dann die Rögener Hütte. Wenn man die Veste über die Brandensteinsebene verlässt, kommt man an diesem urigen Lokal kurz vor Lützelbuch vorbei. Mein Hüttensteak mit Röstzwiebeln, Spiegelei und Bratkartoffeln lohnt auch einen weiteren Besuch. 


Das Schweinenackensteak saftig, die Röstzwiebeln knusprig aber nicht trocken, das Spiegelei auf den Punkt gebraten und die Bratkartoffeln … lecker!!! Knusprig, sehr gut gewürzt, zum Reinsetzen. Ach ja, 6,40 €!

Dienstag, 20. Juli 2010

Fränkische Schönheiten (3) - Burg Lauenstein


Nicht weit von Coburg entfernt liegt im Landkreis Kronach, bei Ludwigstadt, eine kleine mittelalterliche Burg.  Burg Lauenstein entstand im 12. Jahrhundert im Frankenwald und war eine Bastion im Norden Frankens. Besitzer waren u.a. die Grafen von Meranien, die auch in Wilhelmsthal, Lichtenfels, Aufseß (Fränkische Schweiz) und in Fürstenau und Altenplos (Landkreis Bayreuth) Burgen unterhielten. Die Lehnherrschaften einiger Ritter lassen sich nachweisen Zur Lehnherrschaft der Ritter dieser Burg gehörten auch die Wälder im Bereich Tettau, Ebersdorf, Lauenstein und Langenau.
Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem die Burg zwischenzeitlich Preußen und später auch Bayern gehörte, wurde sie von privater Hand im Stile der Wartburg restauriert. So stand sie 1892 als Hotel der „etwas reicheren“ Bevölkerung zur Verfügung.
1962 wurde Burg Lauenstein durch den Freistaat Bayern erworben und bis 1976 renoviert. Sie gehört nun zur Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.


Es werden auch Führungen durchgeführt, die auch von dem Geist der „unheimlichen, weißen Frau“ berichten. Dazu öffnet der Führer auch einen Schrank mit einem Geheimgang aus dem der Geist immer wieder erscheinen soll.


Öffnungszeiten der Burg Lauenstein:
April-September: 9-18 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr 
Montags geschlossen

Freitag, 18. Dezember 2009

Fränkische Schönheiten (2) - Staffelberg

Von Romansthal aus sind wir losgelaufen. Unser Ziel war der Staffelberg. Das Wetter war so miserabel, dass nicht allzu viele Wanderer unterwegs waren. Ziemlich steil ging es los, aber schon nach 5 Minuten kommt man auf ein Plateau. Wenn man Glück hat, wird man von vielen vierbeinigen Rasenmähern begrüßt.



Rechts an der Herde vorbei geht es weiter. Der Turm der Kapelle ist von weitem sichtbar und schaut in das Obermain-Tal hinaus.
Auf der einen Seite ...



Kloster Banz, auf der anderen Seite ...





Wir laufen weiter Richtung Staffelberg. Links und rechts des Weges gepflügte Äcker, aus denen Massen von weißen Kalksteinen herausragen. Viele haben hier schon Versteinerungen gefunden.



Eine Zeit lang geht es zwischen Feldern und Laubbäumen hindurch zum letzten Anstieg. Endlich stehen wir an der Kapelle, die seit dem 30jährigen Krieg dort steht.









Gegenüber der Kirche findet der hungrige und durstige Wanderer die Staffelbergklause. Früher lebten hier Eremiten, die auch in Victor von Scheffels Gedicht "Wanderfahrt", dem späteren "Frankenlied", verewigt wurden. In der Staffelberklause gibt es (fränkische) Brotzeiten zu vernünftigen Preisen. Nur mit dem Hund darf man nicht in den Gastraum. Aber auch draußen kann so eine Brotzeit ganz gut schmecken. Geöffnet ist fast das ganze Jahr über mit wenigen Ausnahmen: Im November ist Betriebsurlaub und im Dezember, Januar und Februar ist nur an den Wochenenden, also Freitag bis Sonntag, geöffnet. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Wenn das Wetter allerdings zu gut ist, muss man sich auf völkerwanderungsartige Menschenmengen einrichten.





Die Aussicht bei einem Rundgang auf dem Staffelberg ist herrlich.






Auf dem Heimweg überlegen wir uns schon die nächste Tour. Vierzehnheiligen soll es sein, natürlich mit einem Abstecher in der dortigen Klosterbrauerei und einer zünftigen Brotzeit. Hier gibt es den "Nothelfertrunk", ein Dunkles aus der Alten Klosterbrauerei Vierzehnheiligen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Freitag, 11. Dezember 2009

Fränkische Schönheiten (1) - Coburg

In unregelmäßigen Abständen möchte ich hier fränkische Städte, Burgen, Schlösser oder Landschaften und mehr darstellen. 
Beginnen will ich mit einer kleinen Fotoauswahl aus Coburg. Ich habe mehr als 40 Jahre in dieser Stadt gelebt und 10 Jahre an der Stadtgrenze zu Coburg. Mir ist aufgefallen, dass viele Coburger ihre eigene Stadt nicht kennen. Ein großer Fehler, wie ich finde. Das Landestheater, die Ehrenburg, die Veste Coburg, der historische Marktplatz, es gibt hier viel zu sehen.



Das Landestheater



Die Ehrenburg



In der Ehrenburg hat Queen Victoria im 19. Jahrhundert mit ihrem Gemahl Prinz Albert gelebt. Viele kleine Geschichten wissen die Schlossführer. So steht im Schlafzimmer der Queen das erste WC Europas. Vielleicht kein kulturelles Highlight, aber interessant.



Das Rathaus in Coburg. Über dem Balkon ...



...befindet sich das "Bratwurstmännchen". Es hält das Maß für die Coburger Bratwurst in der Hand.



Das Stadthaus liegt auf der anderen Seite des Marktplatzes.



Hier in der Moritzkirche hat dieses Jahr im Mai Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha die bürgerliche Kelly Rondestvedt geheiratet. Das ganze Spektakel wurde Adelhochzeit genannt und etwa 1000 Zuschauer waren vor Ort.

 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)