Dienstag, 15. Dezember 2009

Würziges Huhn mit Basilikum (Gai Pad Bai Ga Prao)

Wo "würzig" drauf steht, ist auch "würzig" drin. Egal, wo man es isst, bei Yuppadee oder mir, es ist scharf!! Wie sagt man in den USA: If you can't stand the heat, stay away from the oven. Wer Schärfe nicht verträgt, sollte dieses Gericht meiden. Es hilft bekanntlich nichts, wenn man versucht Wasser zu trinken um die Schärfe zu mildern. Ich nehme einen Löffel Reis, oder auch eine Gurken- oder Tomatenscheibe, das hilft mehr. Auch Trinken von Kokosmilch oder Milch dämpft die Schärfe, weil sich wohl die Capsaicin-Moleküle an die Fettmoleküle binden. Ich bin leider kein Ernährungswissenschaftler, aber so ähnlich soll es sein.
Außer Gemüsescheiben wird das Huhn auch gern mit einem Spiegelei serviert, das die Schärfe auch etwas mildert. Ich habe das Spiegelei immer in dieser Form wie auf dem Bild bekommen, nicht so schön, absichtlich auch etwas "überbraten. Ganz lecker schmecken auch die frittierten Thai-Basilikumblätter dazu. 
Noch etwas zu den thailändischen Namen. Die Schreibweise ist nur phonetisch, d.h. das was unser europäisches Ohr versteht, wird mit unserer Schrift wiedergegeben. Ob es jetzt Kaprao oder Ga Prao heißt, es ist beides dasselbe.


Zutaten:
 6 Knoblauchzehen
6 Thai-Zwiebeln
6 grüne Chilis
6 rote Chilis
1 TL Pfefferkörner 

500 g Hühnerbrust
1 EL Erdnussöl
4 EL Fischsoße
1 EL Palmzucker
4 Stängel Thai-Basilikum


Zubereitung:
Den Knoblauch, die Zwiebeln und die Chilis fein hacken. Alles zusammen mit den Pfefferkörnern in einem Mörser zu einer Paste zerstampfen. 
Das Fleisch in feine Würfel schneiden. Das Basilikum waschen, abtropfen lassen und die Blätter zupfen. Einen Wok mit dem Öl erhitzen und die Knoblauchpaste unter ständigem Rühren 1 Minute braten lassen. Fleisch, Fischsoße und Palmzucker hinzufügen. Unter Rühren die Soße etwas einkochen lassen. Thai-Basilikumblätter (evtl. frittieren), darüberstreuen und mit Spiegelei und Reis servieren.

Kommentare:

  1. Mannomann, das hört sich richtig scharf an, 12 Chilies auf 500 g Fleisch, das brennt dir doch´n Loch in den Teller, oder?

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  2. @Claus: Hoffentlich nur in den Teller!;-)
    Nein, im Ernst: Man bekommt so ein richtiges warmes Gefühl um die Bauchgegend. Für Thai-Beginner könnte man die Menge evtl. etwas reduzieren. Oder zumindest genügend Gurken- und Tomatenscheiben in Reichweite legen.

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  3. Hättest beim Namen noch anfügen dürfen Kai Dau, Spiegelei.
    Zum Palmzucker: In Thailand gibt es ihn im Plastikbeutel, Konsistenz ähnlich Honig, hier bei uns nur hart und unansehnlich. Kriegst Du ihn honigartig, pastös, fast fliessend?

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  4. @Houdini: Nein, nur in kleinen, sehr flachen,kegelförmigen Teilen. Ich wiege ihn dann mit dem Küchenbeil klein.

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