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Montag, 8. August 2011

Rotes Gemüsecurry (Gäng Ped Pak)

Viel Gemüse gibt es z.Z. auf dem Markt zu kaufen. Auch große Chilis, die ich in der Schärfe total unterschätzt habe. Die waren ganz schön scharf.
Vegetarisch ist sonst ja nicht so sehr meines. Trotzdem gibt es immer wieder Gäste, die gern auf Fleisch verzichten möchten. Wie lange dauert es? Bis der gewünschte Gargrad erreicht ist. Bei uns waren es so etwa 10 Minuten. Ich mag es etwas knackig, aber nicht zu hart. Die Zutaten sind eigentlich austauschbar. Alle möglichen Gemüsesorten funktionieren.


Zutaten:
2 EL Erdnussöl
1 EL rote Currypaste
2 Dosen (800 ml)
Kokosmilch
0,5 l Gemüsebrühe
100 g Thai-Bohnen
4 Möhren
100 g Babymais
100 g Blumenkohl
4 Zitronenblätter
1 große rote Chili
4 Thai-Auberginen
1 große grüne Chili
4 EL helle Sojasoße
2 EL Palmzucker
2 EL Fischsoße
½ Bund Thai-Basilikum

Zubereitung:
Das Öl im Wok erhitzen und die Currypaste anbraten. Das Dicke der Kokosmilch immer wieder löffelweise dazugeben, warten bis sich das Öl etwas trennt und der Inhalt des Wok zu duften beginnt und wieder einen Löffel (dicke) Kokosmilch hinzufügen. Wenn die "Creme" so verwendet ist, mit dem Rest der Kokosmilch auffüllen, die Gemüsebrühe hinzufügen und aufkochen.

Das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gemüsestücke hinzufügen und kochen lassen bis der gewünschte Gargrad erreicht ist. Mit Sojasoße, Fischsoße und Palmzucker abschmecken.

Die Basilikumblätter waschen, trocknen und zupfen. Dann die Blätter in das Curry streuen, umrühren und mit Reis servieren.

Freitag, 8. Juli 2011

Wochensplitter 27/2011 02.07.11 – 08.07.11

Themen: Majoran im Überfluss, H-Milch statt Kokosmilch, Meisterbrief in Jena überreicht

Majoran im Überfluss
Dass Majoran ein richtiges „Unkraut“ ist, brauche ich hier niemandem zu erzählen. Die erste Ernte war reichlich. Mein Majoranfleisch-Rezept habe ich am Montag etwas umgebaut und habe Rindfleisch aus der Hochrippe verwendet. Die Garzeit des Fleisches ist auf 120 Minuten geklettert. Ansonsten war es wie das Original.


H-Milch statt Kokosmilch?
Immer mehr Thai-Restaurants kochen mit H-Milch anstatt, wie es sich gehört, mit Kokosmilch. Grund ist der enorme Preisanstieg von 0,80 € auf 1,80 € für 400 ml Kokosmilch. Ich habe aus Zufall herausgefunden, dass in meiner Heimatstadt Coburg wenigstens 2 von 4 Thai-Restaurants/-Imbiss mit Kuhmilch kochen und sie teilen es ihren Gästen nicht mit. Für Lactose-Unverträgliche gibt das ein  böses Erwachen. Meine Meinung: Da bleib ich dann doch lieber zuhause.

Meisterbrief in Jena überreicht
Am Mittwoch war es dann so weit. Die Meisterbriefe für Augenoptiker wurden in einem feierlichen Rahmen überreicht. Wir waren dabei und haben mit unserem Jüngsten und vielen anderen „Jungmeistern“ gefeiert. Das Bufett war reichlich und es war ein gelungener Abend.




Dienstag, 14. Juni 2011

Masaman-Curry mit Rehschulter (Gaeng Masaman Kwaang)

Als „Ureinwohner“ Coburgs bin ich Saufgelage in der Pfingstzeit eigentlich gewöhnt. Der Coburger Convent residiert in Coburg. Studentische Eskapaden werden in dieser Jahreszeit auch durch die Ordnungsbehörden gern geduldet, weiß man doch unter den „Studenten“ auch Richter, Staatsanwälte und andere Eliten Deutschlands. Gut, wenn sie gerade mal ihre umgedrehten Studentenmützen als Eimer für alkoholbedingte Magenunregelmäßigkeiten benutzt haben, sieht man ihnen die Intelligenz nicht sofort an. Üblich ist in dieser Zeit, dass sich viele der „Ureinwohner“ auch berufen sehen, ihren elitären Vorbildern nachzueifern. Auf Deutsch: Sie saufen, bis es ihnen zu den Ohren wieder herausläuft.
Ich habe in den letzten Jahren versucht, mich nicht an solchen Gelagen zu beteiligen. Das liegt wohl auch daran, dass ich nur sehr wenige elitäre Eigenschaften habe und mir außerdem die Trinkfestigkeit und die entsprechende Kopfbedeckung fehlen.

Für mich neu war, dass jetzt auch schon in meiner Nachbarschaft Trinkgelage bei 110 db durchgeführt werden. Ich habe es an diesem einen Abend notgedrungen akzeptiert und die Terrassentür geschlossen gehalten. Für dieses Verhalten möchte ich als „überaus tolerant“ bezeichnet werden.

Letzte Reste unsere alljährlichen Rehs wollten verarbeitet werden. Recherchen in der thailändischen Küche ergaben, dass hier auf alle Fälle Wildschwein und Hirsch gegessen wird. Inwiefern der Thai-Hirsch etwas mit unserem Rehwild zu tun hat, weiß ich nicht.

Eine ausgelöste Rehschulter, ausreichend Wildfond und die sonst üblichen Zutaten für ein Masaman-Curry lagen bereit.


Zutaten:
2 EL Erdnussöl
3 TL Masaman-Currypaste
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
750 g Rehschulter
3 EL geröstete Erdnüsse
2 EL Zucker
4 EL Fischsoße
1 Zitrone
2 Lorbeerblätter
0,8 l Wildfond
5 mittelgroße Kartoffeln
3 mittelgroße Zwiebeln

Zubereitung:
Das Erdnussöl wird im Wok erhitzt und die Masaman-Paste hinzugefügt. Sie wird angeröstet und dann mit 2 oder 3 EL vom Dicken der Kokosmilch abgelöscht. Dann muss das Ganze wieder erhitzt werden, bevor es wieder mit 2-3 EL Kokosmilch abgelöscht und anschließend einreduziert wird.

In diese Soße werden die Rehschulterwürfel gegeben und pfannengerührt.

In einer trockenen Pfanne werden in der Zwischenzeit Erdnüsse geröstet. Diese lässt man abkühlen und hackt sie dann klein.

Erdnüsse, Zucker, Zitronensaft, Fischsoße, Lorbeerblätter, die restliche Kokosmilch und der Wildfond werden hinzugefügt. Bei fast geschlossenem Deckel muss das Curry jetzt etwa 60 Minuten köcheln bis das Fleisch weich ist.

In der Zwischenzeit werden die Kartoffeln und die Zwiebeln geschält und in 1 cm-Würfel geschnitten.

Die Kartoffeln und Zwiebeln hinzufügen und 20 Minuten garen lassen. Fertig!

Montag, 16. Mai 2011

Dickes Rindercurry mit Erdnüssen

Das haben wir schon letzte Woche gekocht und heute dann veröffentlicht. Bei Blogger ging ja ab letzten Mittwoch so einiges durcheinander. Ich konnte mich nicht mehr abmelden, ich konnte keine Beiträge posten, die "Planung" hatte auch nicht funktioniert. Egal, jetzt geht's ja wieder. Wir sind ja leidensfähig.

In Thailand wird dieses Curry gern mit "100jährigen" Enteneiern gegessen. Diese sind zwar nicht 100 Jahre alt, sehen aber so aus. ;-) Sie werden in Asche, Lehm und ein paar geheime Zutaten gelegt. Dabei wird die Schale schwarz, das Eiweiß grün und der Dotter geht ins Schwarze über. Das Auge isst mit! Ich bin bei meiner Version deshalb bei frischen Hühnereiern geblieben. Ich weigere mich außerdem immer noch Rinderfilet in Streifen zu schneiden und dann 10 Minuten zu kochen. Dafür reicht auch Rumpsteak. Im übrigen bin ich mir relativ sicher, dass Rinderfilet in der authentischen thailändischen Küche keine große bzw. gar keine Rolle spielt. Ansonsten war es ein ganz normales, scharfes Curry. Die Eier milderten die Schärfe etwas ab und passten gut.


Zutaten:
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
3 TL rote Currypaste
2 Stängel Zitronengras
4 EL Fischsoße
3 EL Palmzucker
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
600 g Rumpsteak
60 g Erdnüsse
4 Eier
3 rote Chilis
8 Zitronenblätter
2 EL Fischsoße
1 Prise Pfeffer
2 Stängel Thai-Basilikum

Zubereitung:
400 ml Kokosmilch in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Rühren, bis die Kokosmilch etwas eingedickt ist. Die Currypaste hizufügen und 3 Minuten mitkochen, bis die Flüssigkeit zu duften beginnt.

Das Zitronengras putzen, mit dem Küchenbeil plätten und dann in 5 cm-Stücke schneiden. Zitronengras, Fischsoße und Palmzucker hinzufügen und durchrühren. Aufkochen bis die Flüssigkeit eine schöne rote Farbe bekommt. Jetzt weitere 400 ml Kokosmilch hinzufügen und wieder kochen lassen.

Das Fleisch in schmale Streifen schneiden. Die Erdnüsse im Mörser grob zerstoßen. Fleisch und Erdnüsse in die Soße geben und 10 Minuten kochen lassen.

4 Eier in der Zwischenzeit hart kochen. Die meiste Flüssigkeit sollte jetzt reduziert sein. Chilis entkernen und in schmale Streifen schneiden. Die Zitronenblätter rollen und in feine Streifen schneiden. Chilis, Zitronenblätter, Fischsoße und Pfeffer hinzufügen und abschmecken. Die Basilikumblätter zupfen und über das Curry streuen. Die Eier vierteln und darübergeben. Mit Reis servieren.

Montag, 9. Mai 2011

Makkaroni-Auflauf Thai-Style


Die Thai-Puristen werden mich steinigen. Käse und Thai-Küche geht doch gar nicht, oder? Und wie es geht!  Und es wird wiederholt werden, auch wenn die Anhänger der authentischen Thai-Küche nur mit dem Kopf schütteln.


Zutaten:
500 g Makkaroni
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
5 g getr. Ingwer
2 rote Chilis
4 Zitronenblätter
500 g Rinderhack
1 Dose (400 ml) Tomaten
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
2 EL Olivenöl
3 EL Fischsoße
3 EL Sojasoße hell
1 Limette
2 TL Zucker
150 g Parmesan

Zubereitung:
Die Makkaroni nach Packungsanweisung garen.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehen fein hacken. Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Die Zitronenblätter grob hacken. Den Parmesan fein raspeln.

Das Olivenöl in die Pfanne und erhitzen. Die Zwiebel, Knoblauch und die Chilis anbraten. Dann das Rinderhack dazugeben und scharf anbraten.

Mit den Dosentomaten ablöschen und die Tomaten in der Pfanne mit dem Kochlöffel in kleine Stückchen zerdrücken. Aufkochen, den getrockneten Ingwer und die Zitronenblätter dazugeben und mit der Kokosmilch auffüllen.

Mit der Fischsoße, Sojasoße, dem Limettensaft und Zucker abschmecken und etwa 10 Minuten einkochen lassen. Das Ingwerstück wieder aus der Soße fischen.


Die Backform mit etwas Olivenöl einstreichen. Eine Schicht Makkaroni, eine Schicht Soße, ein Schicht Parmesan einfüllen. Dann wieder Nudeln, Soße, Käse, zum Abschluß Nudeln und eine Schicht Parmesan.

Die Backform für 15-20 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen geben. 


Mittwoch, 13. April 2011

Panaeng-Curry mit Putenbrust (Panaeng Gai Nguang)


Happy Birthday, Anni! Knapp über 40 und kein bisschen leise! Im Kreis der engeren Familie, mit Nachbarn und unserer „Lieblingsfreundin“ konnten wir am Montag bei herrlichem Wetter im Garten feiern. Toffifee-Muffins, Frucht-Muffins und ein „Donauwellen“-Kuchen gab es zum Kaffee. Abends gab es ein nicht zu scharfes Panaeng-Curry mit Pute. Ich wollte eigentlich im Garten mit dem Grillwok kochen, aber ab 17.00 Uhr wurde es draußen merklich kälter. Im Haus war es da schon angenehmer. Zum Curry gab es einen leckeren Tintenfisch-Tomatensalat. Das Rezept dazu gibt es später. Die folgenden Zutaten reichen für 4 Personen.


Zutaten:
1000 g Putenbrust
1½ EL Panaeng-Currypaste
2 EL Erdnussöl
2 Dosen (800 ml) Kokosmilch
2 EL Palmzucker
8 EL Fischsoße
2 EL helle Sojasoße
5 Zitronenblätter
3 rote Paprika
100 g Erbsen-Auberginen
4 Thai-Auberginen
2 Stängel Thai-Basilikum
 
Zubereitung:
Die Putenbrust in mundgerechte Streifen schneiden.

Die Currypaste etwa 3 Minuten mit dem Erdnussöl anbraten, dann 2 EL Kokosmilch
zugeben und rühren. Nach weiteren 2 Minuten wieder 2 EL Kokosmilch hinzufügen. Dieser
Vorgang wiederholt sich bis etwa 200 ml Kokosmilch eingerührt sind.

Jetzt portionsweise das Putenfleisch dazugeben und scharf anbraten und nach oben schieben (pfannenrühren).

Den Palmzucker, die Fischsoße und die Sojasoße dazugeben und einrühren.

Die restliche Kokosmilch zugießen und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten garen lassen.

In der Zwischenzeit die Paprika entkernen und wie die Zitronenblätter in feine Streifen schneiden.

Kurz vor Schluss die Paprikastreifen, die Zitronenblätter und die Thai-Basilikumblätter darübergeben. Mit Reis servieren.

Dienstag, 22. März 2011

Rotes Curry mit Entenbraten (Gäng Phet Ped Yang)

Stefan hatte Geburtstag! Was das bedeutet? Schon wieder thailändisch? Na, klar! Dieses Mal habe ich mich erst sehr kurzfristig entschieden. Schuld war dieses Mal ein Koch, den ich in einem Morgenprogramm von Bayern 1, meinem Oldie-Sender, hörte. Es ging um das Garen von Enten. Alexander Herrmann, ein oberfränkischer Spitzenkoch salzt die Ente und wickelt sie fest in Frischhaltefolie ein. Dann gart er die Ente im Backofen bei 70°C 11 Stunden in der Folie. Das Ergebnis ist eine fast weiße Ente, die jetzt schon gar ist. Die Farbe bekommt sie dann später. Ich erwartete 10 Personen und hatte deshalb 3 Enten zuzubereiten. Etwas gewöhnungsbedürftig war die Garzeit: Samstagabend 21.00 Uhr bis Sonntagmorgen 08.00 Uhr. Die etwas undichten Frischhaltefolien ließen doch einiges an Bratensaft und Fett auslaufen. Gott sei Dank hatte ich das tiefe Blech verwendet. Die Arbeit am Sonntag war dann überschaubar - das Curry zubereiten, den Reis kochen und die Enten "färben".


Zutaten für den Entenbraten:
3 Enten (à 1800 Gramm)
Salz
Frischhaltefolie

6 Knoblauchzehen
3 Stängel Koriander
1 Prise Salz
15 Pfefferkörner

3 EL Ketjap Manis
6 EL Honig

Zubereitung des Entenbratens:
Die Enten putzen und abtrocknen. Ordentlich salzen und fest mit Frischhaltefolie einwickeln. Für 11 Stunden bei 70°C im Backofen garen.

Die Enten abkühlen lassen, vierteln und auf das Backblech legen.

Den Knoblauch und den Koriander feinhacken und in einem Mörser mit Salz und Pfeffer zu einer Paste zerstampfen.

Die Paste in eine Schüssel geben und mit dem Ketjap Manis und dem Honig verrühren. Dies Marinade wird jetzt durch ein feines Sieb passiert. Dann werden die Enten mit dieser Flüssigkeit eingepinselt.

Die Enten kommen für 30 Minuten in den auf 220°C vorgeheizten Backofen. Fertig.


In der Zwischenzeit wird das Curry zubereitet.

Zutaten für das rote Curry:
30 Cocktailtomaten
15 Zitronenblätter
6 Stängel Thai-Basilikum
1 Ananas

3 EL Erdnussöl
4½ TL rote Currypaste
3 Dosen (à 400 ml) Kokosmilch
9 EL Fischsoße
3 EL Zucker


Zubereitung des roten Currys:
Tomaten waschen und Zitronenblätter in hauchdünne Streifen schneiden. Das Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter zupfen. Die Ananas schälen, vierteln, mit einem
Schrägschnitt den Strunk entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Das Öl erhitzen und die Currypaste anbraten. Die dicke Schicht der Kokosmilch nach und nach dazugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Die Cocktailtomaten, Ananas, Fischsoße, Zitronenblätter, Zucker und die restliche Kokosmilch hinzufügen. und alles etwa 2 Minuten köcheln lassen. Die Basilikumblätter unterheben und mit Reis und den Entenstücken servieren.

Montag, 31. Januar 2011

Kürbiscremesuppe mit Huhn (Gaeng Fagthong Gai)

Relativ kurzfristig war für den letzten Freitag Besuch unseres Sohnes angekündigt. Eine halbe Stunde hätten er und seine Bekannten Zeit um (nur er) zuhause Wäsche abzuladen und (alle) ein paar Happen zu essen. Ein schnelles Curry mit Paprika, Zucchini, Tomaten und Erbsen-Auberginen war gleich erledigt. Es stand auch zeitgerecht mit dem Reis auf dem Tisch. Als besondere Überraschung wollten wir unseren Gästen auch noch eine Überraschung bieten. Eine Kürbiscremesuppe mit Huhn, eigentlich mit Putenbrust, war es dann. Die Suppe ist allerdings etwas für ganz Scharfe! Gerade jetzt im Winter wärmt sie richtig schön auf! Ich wusste nicht, dass Fabian, Stefans Kumpel, nur selten etwas schärfer isst. Tschuldigung! ;-)


Zutaten:
2 EL Erdnussöl
1 EL rote Currypaste
3 rote Chilis
1 Knoblauchzehe
300 g Putenbrust
400 ml Kokosmilch
500 ml Hühnerbrühe
500 g Hokkaido-Kürbis
3 EL Sojasoße
3 EL Fischsoße
1 TL Zucker
6 Stängel Thai-Basilikumblätter (Bai Horapha)

Zubereitung:
Den Kürbis vierteln, entkernen und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Chilis der Länge nach halbieren und entkernen. Die Knoblauchzehe fein würfeln. Die Putenbrust in mundgerechte dünne Scheiben schneiden. Die Thai-Basilikumblätter vom Stängel zupfen.

Im Suppentopf das Erdnussöl erhitzen und die Currypaste zusammen mit den Chilis und dem Knoblauch etwa 3 Minuten anbraten. Das Fleisch dazugeben und auf allen Seiten Farbe nehmen lassen.

Das Fleisch herausnehmen, dabei soll möglichst viel Currypaste im Topf bleiben. Mit Kokosmilch und Hühnerbrühe auffüllen und zum Kochen bringen. Die Kürbiswürfel dazugeben und 8 Minuten köcheln lassen.

Etwa ein Drittel der Kürbiswürfel mit der Schaumkelle herausnehmen und zur Seite stellen. Die restliche Suppe pürieren. Dann das Fleisch dazugeben, etwa 3 Minuten köcheln lassen und mit Zucker, Soja- und Fischsoße abschmecken.

Die Thai-Basilikumblätter und die restlichen Kürbiswürfel unterheben und servieren.

Montag, 17. Januar 2011

Thai-Style-Rouladen

Exotisch ist das, was man nicht immer hat, was man von weit her liefern muss. Ich denke da an Kokosnüsse, an Mangos, an Straußenfleisch. Durchaus denkbar ist aber auch, dass Bratwürste, Weißwürste, Leberkäse, Schäufele, Klöße, Blaukraut oder auch Kohlrabi als exotisch bezeichnet werden. Nämlich dann, wenn man in Asien, Afrika oder Australien lebt. Das, was man also nicht jeden Tag essen kann, ist vielleicht auch deswegen „exotisch“.

So sind Rouladen das „Lieblingsgemüse“ meiner thailändischen Lehrmeisterin Yuppadee. Sie liebt eben auch exotisches Essen. Für sie sind das fränkische Rouladen, fränkischer Sauerbraten und andere fränkische bzw. bayerische Spezialitäten. Dieses Mal habe ich wieder mal versucht cross-over zu kochen. Auf das Zitronengras hätte ich verzichtet, wenn ich nicht noch etwas Paste übrig gehabt hätte. Schneidet man das faserige Zitronengras nicht klein genug, ist das Essen kein Vergnügen. Die Fasern setzen sich zwischen den Zähnen fest. Ich hätte stattdessen für dieses Gericht auch Zitronenzesten nehmen können. Die dunkle Sojasoße nehme ich auch um das Hackfleisch etwas dunkel zu färben. Die dunkle Sojasoße färbt im Gegensatz zur hellen. Hier ein weiterer Versuch von mir, fränkische mit thailändischer Küche zu kombinieren. Ich habe das schon einmal mit Hackfleischklößchen, Kohlrouladen und mit gefüllten Papriaschoten versucht.


Zutaten:
4 Rinderrouladen
2 Chilis
500 g Rinderhackfleisch
4 EL dunkle Sojasoße
Zitronengraspaste
2 cm Ingwer
4 Knoblauchzehen
4 Thai-Zwiebeln

400 ml Kokosmilch
1 TL rote Currypaste
250 ml Hühnerbrühe
1 TL Speisestärke

400 g Reisnudeln


Zubereitung:
Die Rouladen auslegen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Chilis längs halbieren, entkernen und in Streifen schneiden.

Eine Hälfte des Hackfleisches mit der Sojasoße vermengen. Die andere Hälfte mit Salz und Pfeffer würzen. Je ein Viertel des marinierten Hackfleisches und des nicht marinierten Hackfleisches auf eine Roulade streichen.  Etwa zwei daumengroße Stücke Zitronengraspaste auf den Hackfleischbelag streichen.

Den Ingwer, den Knoblauch und die Zwiebeln sehr fein würfeln und mit den Chilis auf die Hackfleischmasse auf den Rouladen geben.

Die Rouladen rollen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Rouladen rundherum anbraten und dabei etwas Currypaste anrösten. Mit Kokosmilch und Hühnerbrühe ablöschen, einrühren und aufkochen.

Deckel aufsetzen, die Temperatur so weit herunterdrehen, dass es gerade noch köchelt und für 70 Minuten schmoren lassen. Falls die Soße zu dünn ist, evtl. mit Speisestärke andicken.

Die Beilage Reisnudeln für 3 Minuten köcheln lassen, in die Soße geben und sofort servieren.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Gelbes Curry mit Huhn (Gaeng Gari Gai)

Hilfe! Hiilfe! 
Mir gehen langsam die Thai-Rezepte aus! Ein paar liegen schon noch in der Schublade, aber es ist wirklich schwierig immer alle Zutaten herzubekommen. Ich lebe ja leider (= Gott sei Dank) nicht in der Großstadt, wo ein Asia-Markt neben dem anderen liegt. Wenn ich jetzt also z.B. Wassermimose oder Wasserspinat brauche, dann muss ich eben warten, selbst wenn ich es bestelle. Und ersetzen durch ein europäisches Gemüse? Geht nicht! Ok, alles geht, aber dann ist es eben auch ein anderes Gericht mit einem anderen Geschmack. Punkt!
Ein paar andere Rezepte liegen in der Schublade, weil mir die Bilder nicht gefallen haben. So eines ist auch dieses gelbe Curry. Was für Farben werden bei einem gelben Curry schon dabei sein? 
Zu den Zutaten hier: Man kann die Süßkartoffel durch Kartoffeln ersetzen. Ich nehme auch sehr gern chinesisches Sesamöl, dass mit gerösteten Sesamkörnern hergestellt wird. Das ist viel aromatischer und intensiver. Bei der Dosierung muss man noch vorsichtiger sein.


Zutaten:
4 Hähnchenschenkel
50 g gelbe Currypaste
1 EL Currypulver
1 Dose (400 ml) Kokosmilch 
2 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl (bei der Verwendung von chinesischem Sesamöl deutlich weniger! Evtl. 1 TL)
1 Möhre (in Scheiben)
400 g Süßkartoffel (gewürfelt)
1 gr. Zwiebel (in halben Ringen)
5 EL helle Sojasoße
1 TL Zucker

Zubereitung:
Hähnchenschenkel in wenig Wasser 15 Minuten kochen, aus dem Wasser nehmen, die Haut abziehen und beiseite stellen.

Die Currypaste und und das Currypulver mit etwas Erdnussöl und dem Sesamöl anbraten, dann etwa ein Drittel der Kokosmilch dazugeben und 2 Minuten rühren. Jetzt die restliche Kokosmilch hinzufügen und 10 Minuten köcheln lassen.

Die Hähnchenschenkel dazugeben und weitere 20 Minuten köcheln lassen.

Die Möhre, die Süßkartoffel und die Zwiebel zugeben und10 Minuten köcheln lassen. Dann mit Sojasoße und Zucker abschmecken. Fertig.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)