Posts mit dem Label Estragon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Estragon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 18. Juli 2011

Umzugscurry oder A Gmüs muss manchmal sein – Karotten und Kohlrabi


Samstag – Umzugstag. Eigentlich sollten wir ja schon fertig sein, aber ein paar kleine Sachen waren immer noch nach Nürnberg zu schaffen. Ein paar Kartons, die Waschmaschine wurde endlich angeschlossen, Internet und Telefon klappte schon und ein großes Regal wurde aufgebaut. Langsam nimmt es Formen an und sieht bewohnbar aus.
Gegen Abend habe ich dann noch ein schnelles grünes Curry mit Schweinefilet gekocht. Das Fleisch in Scheiben geschnitten und mit Pfeffer, Sojasoße und Knoblauch kurz mariniert. Grüne Currypaste im Wok anbraten, etwas Kokosmilch dazu und das Fleisch pfannenrühren. Dann die restliche Kokosmilch aufgießen, mit Fisch- und Sojasoße würzen und dann die Zuckerschotenstücke und die Paprikawürfel hinzufügen. Etwa 10 Minuten köcheln lassen und mit Reis servieren. Einfach und lecker. So schnell, dass man es als Umzugscurry bezeichnen könnte.

Und nun etwas ganz anderes:
Mein Großvater meinte, das Gemüse am besten schmeckt, wenn es vorher „durch die Sau gelassen wurde“. Die Zeiten haben sich geändert. Nicht jeden Tag wird Fleisch gegessen. Die Zubereitungsmethoden für Gemüse sind sehr vielfältig. Karotten und Kohlrabi, momentan im Angebot, habe ich mal auf meine „fränkische"  Art zubereitet. Geschmeckt hat’s, sogar ohne Fleisch. Mit einem schönen Schweinebraten oder ein paar fränkischen Bratwürsten geht’s natürlich auch.

Karottengemüse


Zutaten:
1 TL Puderzucker
1 EL Butter
300 g Karotten
Salz
Pfeffer
Estragon
Balsamico

Zubereitung:
Die Karotten putzen und in Scheiben hobeln.

Butter in einem Topf erhitzen, etwas Puderzucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Karotten dazugeben und erwärmen lassen

Salzen, pfeffern und dann kurz vor Schluss mit etwas Balsamico ablöschen.

Estragonblätter grob in Streifen schneiden, darübergeben und unterheben. Fertig.

Fränkisches Kohlrabigemüse


Zutaten:
4 Kohlrabi
20 g Butter
2 EL Mehl
Zitronensaft
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Liebstöckel
Petersilie

Zubereitung
Die Kohlrabi putzen und in Stifte schneiden.

Kohlrabi in einen Topf geben und gerade so viel Gemüsebrühe zuschütten, dass sie bedeckt sind.

Etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis sie gar sind. Dann die Kohlrabi aus der Brühe nehmen und zur Seite stellen.

Butter erhitzen und Mehl hinzufügen. Rühren und eine Mehlschwitze herstellen. Mit der Brühe ablöschen und unter Rühren eindicken lassen. Wird die Mehlschwitze zu dick, etwas Brühe zugeben.

Die Kohlrabistifte wieder hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken.

Dienstag, 22. Februar 2011

Buletten-Baguette

Der Wille war ja da, im letzten Handballspiel in der 2. Bundesliga gegen den HC Erlangen. Zumindest bis zur 42. Minute. Dann merkte man immer mehr, dass die Zweitligatauglichkeit bei einigen Spielern nicht so sehr vorhanden ist, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen und ohne einem Spieler zu nahe zu treten. Die Positionen Rückraum Mitte, Kreis und Torwart können mit bundesligatauglichen Spielern besetzt werden. Der Rest ist Schweigen. Es war auch ein bisschen traurig mit anzusehen wie eine Handvoll Erlangener Zuschauer die Stimmgewalt in der Halle übernahmen. Auf dem Spielfeld wie auf den Zuschauerrängen war man starr wie von einer Schlange gebannt. Letztlich ein verdienter Sieg der Gäste, der aber nicht an der spielerischen Stärke der Mittelfranken lag, sondern an den erschreckend vielen technischen Fehlern der Vestestädter.

Aus  dem ersten Kochbuch von Tim Mälzer „Born to cook“ habe ich mir ein richtiges Männer-Rezept herausgesucht. So richtig etwas für den Fernsehabend, allerdings etwas schwierig zu essen, am besten weit über den Teller gebeugt. Buletten oder Fleischpflanzerl oder Hackfleischklößchen mit einer Remoulade unten drunter und einem einfachen Salat oben drüber. Alles in einem knusprigen Baguette, mit einem Glas Bier ein Genuss.


Zutaten für die „Buletten“:
1 Zwiebel
1 altes Brötchen
1 Knoblauchzehe
500 g gemischtes Hackfleisch
2 Eier
rosenscharfes Paprikapulver
Cayennepfeffer
Thymian
1 TL scharfer Senf
Butaris

Zubereitung:
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln, das Brötchen einweichen und ausdrücken und  dann alle Zutaten gut miteinander vermengen. In Butaris werden handtellergroße Hackfleischklößchen geformt und knusprig braun ausgebraten.

Zutaten für den „Salat“:
4 Tomaten
1 Zwiebel
Ketchup

Zubereitung:
Die Tomaten und die geschälte Zwiebel würfeln undvermengen. Mit Ketchup vermischen, so dass der Salat eine pastenähnliche Konsistenz bekommt.

Zutaten für die „Remoulade“:
1 Apfel
2 gekochte Eier
2 Gewürzgurken
Estragon
Petersilie
150 g Mayonnaise
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Den Apfel, die Eier, die Gewürzgurken und die Kräuter klein hacken, mit der Mayonnaise vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Eventuell mit wenig Gewürzgurkenwasser verrühren, wenn die Remoulade zu fest wird.


Dann wird alles zusammengebaut:
Für unser „Buletten-Baguette“ brauchen wir, logisch, noch ein knuspriges Baguette und etwa 10 knusprig gebratene Baconscheiben. Das Baguette wird der Länge nach aufgeschnitten und das untere Teil mit der Remoulade bestrichen. Darauf legen wir dann die Hackfleischklößchen. Auf die Hackfleischklößchen werden die Baconscheiben gelegt und auf diese wird mit einem Löffel der Salat gelegt. Den oberen Teil des Baguettes darauf legen und in Portionen schneiden.

Noch eine Anmerkung zum Originalrezept: Mälzer will zusätzlich für die Buletten zwei weitere Brötchen und 200 ml Milch oder Wasser. Ich finde das unnötig. Das macht die Hackfleischmasse nur wässrig. Ob er es so wie in seinem Buch beschrieben jemals gekocht hat? Meine Variante schmeckt und hat auch geklappt.


Mittwoch, 15. Dezember 2010

Schweinefilet im Feta-Speck-Mantel mit Estragon-Erbsen-Mais-Gemüse und Thymian-Kartoffeln


Kalt und eisig war es heute. Der Spaziergang am Baggersee mit Filou musste jedoch sein. Für morgen soll ja dann wieder etwas mehr Schnee kommen.

Ganz anders, heiß und hitzig und auch aalglatt, ging es ja gestern im italienischen Parlament zu. Mit 314 zu 311 Stimmen hat sich Berlusconi bei dem Misstrauensvotum leider wieder durchgemogelt. Wie seltsam mutmaßt da der Sinneswandel der italienischen Abgeordneten Katia Polidori an, die sehr kurzfristig ihre Sympathien zu Berlusconi wiederentdeckt hatte. Es ist schon erstaunlich, was sich die Italiener und ihre Abgeordneten gefallen lassen. Was muss ein italienischer Ministerpräsident denn noch alles tun, um aus dem Amt gejagt zu werden? Oder sollte man besser fragen: Was musste Berlusconi alles tun um im Amt zu bleiben?

Friedlicher ging es bei dem Rezept zu. Zwar mussten sich die Kartoffeln und das Schweinefilet zeitweise auch den Ofen teilen, aber das verlief zivilisiert und nicht handgreiflich.


Zutaten:
400 g Schweinefilet
Salz
Pfeffer
Majoran
100 g Fetakäse
100 g Baconscheiben

400 g Erbsen (TK)
150 g Gemüsemais
15 g Butter
Estragon
Salz
Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe

4 Kartoffeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Thymian

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Filet darin bei hoher Hitze rundherum kräftig anbraten. Die Baconscheiben auf der Arbeitsplatte auslegen und Fetakäsescheiben gleichmäßig darauf verteilen. Das Filet darauflegen und mit dem Feta-Speckmantel umwickeln.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 15-17 Min. braten. Das Schweinefilet vom Blech nehmen und in einer Alufolie gewickelt 5 Min. ruhen lassen.

Die Erbsen und den Mais zusammen mit etwas Butter anschwitzen. Salzen und pfeffern und Estragon dazugeben. Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen.

Möglichst gleich große Kartoffeln waschen, putzen und halbieren.  Salzen, pfeffern, etwas  Thymian und Olivenöl auf die Kartoffelhälften geben. Bei 200°C auf Backpapier etwa 30 Minuten backen lassen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sie innen weich und außen goldbraun sind.
 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)