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Freitag, 29. Januar 2010

Wochensplitter 04/2010 22.01.10 – 28.01.10


Themen: Ende der Taormina-Bewertungen bei rk, Baubeginn Ballsporthalle, Fussball-WM


Restaurantbewertungen bei rk
Noch letzte Woche berichteten wir über seltsame Bewertungserfolge der Pizzeria Taormina in Regensburg. Über 100 Bewertungen in nur wenigen Tagen. Der dortige Geschäftsführer hatte www.restaurant-kitik.de dazu benutzt um sein Image etwas aufzubessern. Nichts Verwerfliches! Verwerflich war eigentlich nur das Verhalten der rk-Macher. Man reagierte zunächst überhaupt nicht, obwohl nachweislich die vielen „Kritiker“ dieses italienische Restaurant nie besucht hatten. Die Volksseele (=Forum rk) kochte. Daraufhin wurde das „Taormina“ am 23.01. auf der Plattform deaktiviert. Man will prüfen, wie viele Bewertungen nicht den rk-Kriterien entsprechen. Ich bleibe dabei. Restaurant-Kritik nutzt kostenlos das Mitteilungsbedürfnis vieler Restaurantbesucher aus. Um die Sache - faire, nachvollziehbare Kritik-, die einem bei der Entscheidung für einen Restaurantbesuch hilft, geht es hier nicht mehr. Da brauchen sich die Verantwortlichen nicht wundern, wenn viele Kritiker rk verlassen. Doch das ist den Machern wohl egal. Es rutschen ja immer wieder ein paar nach und um Qualität der Kritiken ging es bei rk ja noch nie. Da braucht man nur etwas quer zu lesen.


Baubeginn Ballsporthalle Coburg
Der Januar ist fast vorbei und das Baugelände hat noch keinen einzigen Bauarbeiter gesehen.  Auf was wird denn hier gewartet. Wächst die Halle irgendwann aus dem Boden?


Fußball-WM 2010 – Vom Poltergeist, König und Kaiser
Da schießt doch der neue Bayern-Präsident Ulli Hoeneß gegen den König des Fußballs, Sepp Blatter. In Südafrika wäre die Sicherheit nicht gewährleistet. Man muss dem Sepp doch verzeihen, dass er die WM nach Afrika vergeben hat, weil ohne die afrikanischen Stimmen wäre Sepp heute kein FIFA-Präsident mehr. Und das wäre doch schade, oder? Dass sich dann anschließend der „Kaiser“ dazu äußert, war klar. Der möchte doch auch mal „König“ der FIFA werden. Da gehört ein bisschen Kadavergehorsam schon dazu. Die Aussage Beckenbauers „Auch in Deutschland gibt es keine absolute Sicherheit!“ ist vordergründig richtig, aber das ist Vergleichen von „Äpfeln und Birnen“. Ein paar Fakten aus einem Dokumentarfilm zu Südafrikas Zentrum der Kriminalität, Johannesburg, das auch als „murder capital“ bezeichnet wird:
-       Arbeitslosenquote in den „townships“: 80 %
-       Durchschnittliche Morde an schwarzen Polizisten pro Jahr: 260
-       Polizeinotrufe wegen schwerer Körperverletzungs-/Tötungsdelikte pro Tag: 3000!!!
-       Vergleich dazu Los Angeles (USA): 1500
-       Selbsttötungsrate südafrikanischer Polizisten über einen Zeitraum von 6 Monaten: 244!
Zwei Sätze, die mich am meisten in dem Dokumentarfilm „Cop World – South Africa“ beeindruckt haben:
Most cops ever draw their weapons – South African cops rarely take their fingers off the trigger. (Die meisten Polizisten ziehen nie ihre Waffe – Südafrikanische Polizisten nehmen den Finger nicht vom Abzug.)
There are criminals out there that would kill you for a cigarette. (Da laufen Kriminelle herum, die für eine Zigarette töten.)
Hoffentlich kommen unsere Mannschaft und die mitreisenden Fans gesund wieder.

Quelle: „Cop World – South Africa“

Freitag, 22. Januar 2010

Wochensplitter 03/2010 15.01.10 – 21.01.10


Themen: Kein Reis beim Thai? Goldenes Kreuz geehrt, Christian Caillat – bon courage, Restaurant-Kritik


Kein Reis beim Thai?
Freitagnachmittag, kurz vor 3. Hungrig betritt ein junges Paar den Imbiss. Sie bestellen drei Gerichte wohl wissend, dass die Mitnahmeportionen kleiner sind. Warum weiß immer noch kein Mensch, zudem sie genau so viel kosten. „Ich habe nur noch zwei Portionen Reis!“ Ja, gut. Da muss man eben 10 Meter in den benachbarten Laden laufen und Reis holen. Der liegt dort säckeweise herum. Das Paar gibt sich kompromissbereit. „Dann nehmen wir eben Nudeln dazu!“ Nein, die haben sie dort auch nicht bekommen. Warum? Nudeln passen nicht zu dem bestellten Gericht, so die Köchin. Also entschied die Köchin, dass es keine Nudeln für das bestellte Essen gibt. Die zwei werden in Zukunft nicht mehr dort essen. Ein weiteres Beispiel für Service-Wüste Deutschland?


Goldenes Kreuz in Coburg wurde geehrt
Als ich diese Nachricht las, konnte ich das zunächst nicht glauben, hatten doch nicht nur wir in der Vergangenheit überhaupt keine guten Erfahrungen im „Kreuz“ gemacht. Erst ein paar Zeilen später wurde es deutlicher. Die Ehrung gilt der Außenfassade. Das Gebäude wurde renoviert und sieht, das muss man einfach anerkennen, wunderschön aus. So kann man es von außen durchaus als Traditionsgaststätte sehen. Solange man nichts isst! Denn dann überlegt man, warum man von dem vielen Geld nicht etwas für einen Koch abgezweigt hat. Und wenn es dort einen Koch gibt: Warum lässt man ihn nicht kochen? Darf er nicht oder kann er nicht? So bleibt eigentlich nur die Außenfassade zu bestaunen. Glückwunsch dazu!


HSC 2000 Coburg - Christian Caillat
Der Handballbundesligist HSC hat den Vertrag mit Christian Caillat einvernehmlich aufgelöst. Caillat hätte die Erwartungen des Vereins nicht erfüllt. Vielleicht sollte man in Zukunft im Vorfeld die Wunschspieler beobachten oder sich zumindest einmal umhören. Von dieser Seite aus wünschen wir Christian, dass er einen passenden Verein findet und dass Christian dann auch zu diesem Verein passt. Au revoir, Christian, bon courage!


Restaurant-BeEnt-wertungen
Bei www.restaurant-kritik.de (rk) kann man gute und schlechte Restaurants gut und schlecht bewerten. Den Restaurants selbst liegt sehr daran, dass sie viele, gute Bewertungen bekommen und hoffen darauf, dass so zusätzlich Gäste angezogen werden.
So entsteht die eine oder andere Kapriole. Jüngstes Beispiel (und ich will dafür wirklich keine Werbung machen): Die Pizzeria Taormina in Regensburg. Da fordert dieses Restaurant auf seiner Homepage seine Leser auf (gute) Kritiken bei o.a. Plattform zu schreiben und zu veröffentlichen. Als Gegenleistung erhält der Schreiber ein Gericht aus der Speisekarte gratis. Die Macher von rk sind der Meinung, dass das alles so in Ordnung ist und dass das „lauterer Wettbewerb“ sei. Ich bin der Auffassung, dass so Bewertungsergebnisse erheblich verfälscht werden und das dies eine Form der Bestechung ist. Diese Art von Stimmen- bzw. Bewertungsfang ist für mich nur schäbig und verletzt die früher so edlen, selbst gegebenen „Rules of Conduct“ von rk. Gelernt habe ich: Bei www.restaurant-kritik.de geht es nicht mehr um die Restaurantkritiken, sondern nur noch um Klicks und letztlich nur um Kohle.


 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)