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Montag, 28. Februar 2011

Knuspriger Spiegelei-Salat (Yam Gai Dau)

Es ist Liefernotstand. Gemüse thailändischen Ursprungs lässt sich nur noch ganz schwer besorgen. Zurzeit versucht man es zu ersetzen und besorgt Gemüse aus Vietnam. Mir kommt es sogar vor, als ob das Thai-Basilikum aus Vietnam etwas frischer ist und sich länger hält. Alternativen gibt es ja leider weniger. Auch wenn es in Kochbüchern renommierter Verlage, z.B. Asian Basics vom Gräfe-Unzer-Verlag, immer wieder erwähnt wird. Hier noch einmal ganz deutlich. Europäisches Basilikum ist kein Ersatz für  das rotstängelige Thai-Basilikum (bai horapha). Und für das „scharfe“ thailändische Basilikum auch nicht. Das wird auch nicht richtiger, wenn man es immer wiederholt, wie in diesem Buch. Probiert doch einfach mal ein Blatt Thai-Basilikum und dann ein Blatt europäisches und ihr werdet sehen, was ich meine. Vielleicht könnte man den anisartigen Geschmack des thailändischen Basilikums mit ganz wenig Sternanispulver ersetzen, aber das habe ich auch noch nicht versucht. Aber auf keinen Fall mit unserem Basilikum!

So, damit es wieder etwas friedlicher wird, ein Salat ohne Thai-Basilikum. Viel Rohkost ist gesund, viele Spiegeleier sind wohl eher ungesund. Das hält sich also die Waage. Diese Salatsoße kann man für alle möglichen Salate verwenden. Und habe ich es schon erwähnt: Ich freue mich auf das Grillen im Frühling (und im Sommer).


Zutaten (für die Soße):
4 Knoblauchzehen
4 Stängel Koriander
4 grüne Chilis
50 ml Fischsoße
50 ml Zitronensaft
2 TL Zucker

und:
Erdnussöl
8 Eier
1 Möhre
2 Tomaten
1 grüne Paprika
1 Zwiebel
Rotkohl
Eisbergsalat

Den Knoblauch und den Koriander fein hacken. Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und fein hacken. Alle Soßenzutaten dann mischen und zur Seite stellen.

Die Eier in reichlich Erdnussöl knusprig braun braten und dann in Viertel schneiden. Ich habe die Eier übrigens kurz mit der „sunny side down“, also auf dem Dotter gebraten.

Das Gemüse und den Salat putzen. Salatblätter in die Schüssel legen. Den Rotkohl raspeln, das restliche Gemüse in dünne Scheiben schneiden. Dann in einer Schüssel anrichten und die Eier darübergeben. Kurz vor dem Servieren die Salatsoße über den Salat geben.


Montag, 21. Dezember 2009

Fränkisches Blaukraut


Fragt ihr Eure Eltern mal nach Rezepten. Die meisten älteren Köchinnen und Köche kochen nach Gefühl! „Ich weiß es nicht, das muss man ausprobieren!“ Das ist oft die Antwort, die man erhält, wenn man nach Mengenangaben fragt! Heute war ich in einer ähnlichen Situation. Ich habe mich Schritt für Schritt an den richtigen Geschmack herangetastet. Das Ergebnis war zufriedenstellend.





Zutaten:
2000 g  Blaukraut
10 Nelken
100 g Geräucherter Schweinebauch
40 g Schweineschmalz
2 Äpfel
Salz
Pfeffer
Zucker
Essig
¼ l Rotwein

Zubereitung:
Die äußeren Blätter des Kohls entfernen, den Kohl halbieren und den Strunk entfernen. Dann mit dem Küchenhobel in Streifen schneiden.

Den geräucherten Bauch in feine Würfel schneiden und in Schweineschmalz goldgelb braten.

Die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden.

Das Blaukraut zum geräucherten Bauch geben und Apfelstücke hinzufügen. Mit genügend Salz und Zucker würzen und etwa ¼ l Wasser hinzufügen. Die Menge an Salz und Zucker nach Gefühl.  Ich schätze, dass es bei mir1 ½ EL Salz und wenigstens 4 EL Zucker waren.

¼ l Wasser hinzufügen und etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Den Rotwein, Essig (etwa 4 EL) und ausreichend Zucker und Salz hinzufügen. Auch hier ist es wieder Geschmackssache. Lieber mit zu wenig anfangen. Hinzufügen kann man dann immer noch. Das war’s. Fertig!
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)