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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Schweinefilet im Feta-Speck-Mantel mit Estragon-Erbsen-Mais-Gemüse und Thymian-Kartoffeln


Kalt und eisig war es heute. Der Spaziergang am Baggersee mit Filou musste jedoch sein. Für morgen soll ja dann wieder etwas mehr Schnee kommen.

Ganz anders, heiß und hitzig und auch aalglatt, ging es ja gestern im italienischen Parlament zu. Mit 314 zu 311 Stimmen hat sich Berlusconi bei dem Misstrauensvotum leider wieder durchgemogelt. Wie seltsam mutmaßt da der Sinneswandel der italienischen Abgeordneten Katia Polidori an, die sehr kurzfristig ihre Sympathien zu Berlusconi wiederentdeckt hatte. Es ist schon erstaunlich, was sich die Italiener und ihre Abgeordneten gefallen lassen. Was muss ein italienischer Ministerpräsident denn noch alles tun, um aus dem Amt gejagt zu werden? Oder sollte man besser fragen: Was musste Berlusconi alles tun um im Amt zu bleiben?

Friedlicher ging es bei dem Rezept zu. Zwar mussten sich die Kartoffeln und das Schweinefilet zeitweise auch den Ofen teilen, aber das verlief zivilisiert und nicht handgreiflich.


Zutaten:
400 g Schweinefilet
Salz
Pfeffer
Majoran
100 g Fetakäse
100 g Baconscheiben

400 g Erbsen (TK)
150 g Gemüsemais
15 g Butter
Estragon
Salz
Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe

4 Kartoffeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Thymian

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Filet darin bei hoher Hitze rundherum kräftig anbraten. Die Baconscheiben auf der Arbeitsplatte auslegen und Fetakäsescheiben gleichmäßig darauf verteilen. Das Filet darauflegen und mit dem Feta-Speckmantel umwickeln.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 15-17 Min. braten. Das Schweinefilet vom Blech nehmen und in einer Alufolie gewickelt 5 Min. ruhen lassen.

Die Erbsen und den Mais zusammen mit etwas Butter anschwitzen. Salzen und pfeffern und Estragon dazugeben. Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen.

Möglichst gleich große Kartoffeln waschen, putzen und halbieren.  Salzen, pfeffern, etwas  Thymian und Olivenöl auf die Kartoffelhälften geben. Bei 200°C auf Backpapier etwa 30 Minuten backen lassen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sie innen weich und außen goldbraun sind.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Kein Chili con Carne - eher ein pikanter Hackfleischtopf

Eigentlich habe ich mich total vergaloppiert. Der ursprüngliche Plan war ein Chili con Carne. Dann aber bin ich mit den Zutaten total durcheinander gekommen. Gemerkt habe ich es erst, nachdem alles zurechtgeschnitten war. Wegwerfen wollte ich dann eigentlich auch nichts mehr. Das kommt davon, wenn man als „Kleiner“ mit den „Großen“ mithalten möchte. Das, was dabei rauskam war nicht schlecht, im Gegenteil. Es war aber kein Chili con Carne. Allerdings auf der anderen Seite, es gibt Unmengen von unterschiedlichen Chili con Carne - Rezepten. Letztlich ist, darauf kann man sich einigen,  ein schöner pikanter Eintopf herausgekommen, gut vorzubereiten und damit ideal für Familienfeiern.

Für 8 Personen


Zutaten:
3 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
4 EL Pflanzenöl
1000 g Rinderhack
200 g Sellerie
1 Möhre
2 Petersilienwurzeln
6 getrocknete Chili
2 rote Chilis
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
1 Dose (400 g) Dosentomaten
500 g passierte Tomaten
0,5 l Hühnerbrühe
1 Dose (285 g) Mais
4 Dosen (1000 g) Kidneybohnen
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
1 gelbe Paprika
4 Tomaten
200 g Schmand


Zubereitung:
Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und grob hacken.

Das Öl im Bräter erhitzen, das Rinderhack, Knoblauch und Zwiebeln dazugeben und 5 Minuten gut anbraten.

Sellerie, Möhre und Petersilienwurzeln schälen und würfeln, in den Bräter geben und weitere 5 Minuten mitbraten lassen. Die frischen und die getrockneten Chilis dazugeben und untermengen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Die Dosentomaten und die passierten Tomaten hinzufügen und zum Köcheln bringen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Hühnerbrühe und den Mais in den Bräter dazugeben, aufkochen lassen und für 60 – 70 Minuten in den Backofen geben.

Paprika und Tomaten würfeln und mit den abgetropften Kidneybohnen in den Bräter geben, aufkochen lassen und evtl. mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer nachwürzen. Den Schmand unterziehen. Mit einem Baguette oder auch Nudeln bzw. Reis servieren.


Mittwoch, 3. November 2010

Scharfe Teigtaschen

Bei Thai Food kann man eigentlich nie schreiben, es sei etwas für den kühlen Herbstabend. Thailänder kennen keine kühlen Herbstabende und haben deswegen keine Rezepte ausgedacht. Im Moment ist es sehr neblig und 7°C ist auch nicht so viel.

Vegetarisch und trotzdem auch was für Fleischesser, diese scharfen Stückchen! Die Wantan-Taschen mit der leckeren Gemüsefüllung sind als Vorspeise, aber auch als Snack mit süß-scharfer Chilisoße ideal. Bei einem Thai-Büfett könnten sie gegenüber von milden Gerichten, wie Hühnerfilet mit Cashewnüssen oder Rindfleisch mit Austernsoße, stehen.


Zutaten:
100 g Kartoffeln
4 EL Erbsen
4 EL Gemüsemais
1 rote Chili
1-2 TL Zitronengraspaste
1 EL helle Sojasoße
½ TL Garnelenpaste
½ TL grüne Currypaste
4 Stängel Koriander
20 Wantan-Teigblätter
1 EL Tapiokamehl
2 EL Wasser
1 l Erdnussöl

Zubereitung:
Die Kartoffel(n) kochen und durchdrücken. Die Erbsen und die Maiskörner garen. Die Chilischote entkernen und fein hacken. Koriander ohne Wurzel grob durchhacken. Alles mit der Sojasoße, der Zitronengraspaste, der Garnelenpaste und der Currypaste zu einer Füllung gründlich vermengen. Anstatt der Zitronengraspaste kann man das Zitronengras auch sehr, sehr fein hacken.

Einen TL Füllung in die Mitte des Teigblattes legen. Die Ränder des Blattes mit der Tapioka-Wasser-Mischung bestreichen und das Teigblatt zu einem Dreieck falten. Die Teigränder fest zusammendrücken.

Das Öl in einem Topf auf 180°C erhitzen und die Teigtaschen portionsweise etwa 3-5 Minuten
goldbraun frittieren. herausnehmen, auf Küchenpapier legen und abtropfen lassen. Heiß servieren!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Nudelcurry mit Brokkoli und Mais

„Ein Curry wär nicht schlecht und das Gemüse muss weg. Aber nicht schon wieder Reis dazu!“ „Ja, mach ich!“ Gibt es eben ein paar Nudeln. Da kann man alles Mögliche nehmen. Reisnudeln, Spaghetti, Spätzle, alles schmeckt dazu.


Zutaten:
2 EL Pflanzenöl
1 EL rote Currypaste
2 rote Chilis
2 Knoblauchzehen
250 g Rinderhack
400 g Kokosmilch
100 g Brokkoli
285 g (1 Dose) Gemüsemais
3 EL helle Sojasoße
4 EL Fischsoße
1 Limette
100 g Wok-Nudeln
Thai-Basilikum

Zubereitung:
Ist ja eigentlich keine große Geschichte! Hab ich schon oft genug gemacht.

Mit etwas Öl die Currypaste anbraten. Chilistreifen und kleine Knoblauchwürfel mitbraten lassen. Die Knoblauchwürfel dürfen nur nicht zu dunkel werden.

Wenn sich das Öl absetzt, etwas von dem Dicken der Kokosmilch, so 2 oder 3 Esslöffel,  dazu. Deswegen schüttle ich die Kokosmilchdose nie durch. Egal weiter.

Das Hackfleisch fein zerkrümeln. Mit meinem breiten Kochlöffel schiebe ich die dickliche, pastenähnliche Soße hoch an den Rand und fülle den frei gewordenen Platz mit Rinderhack. Das alles mit ziemlich hoher Hitze. Einmal das Rindfleisch wenden, fertig braten lassen und wieder alles am Wokrand nach oben schieben. Wieder wird der freie Platz in der Wokmitte mit dem Hackfleisch ausgefüllt. Das mache ich, bis das Rindfleisch durchgebraten ist.

Jetzt kommen die restliche Kokosmilch, der gewürfelte Brokkoli und der Mais dazu. Mit Sojasoße, Fischsoße und Limettensaft würzen. Etwa 10 Minuten bei geschlossenem Deckel dauert es bis das Gemüse fast bissfest ist.

Wok-Nudeln gibt es dazu. Beim ersten Mal hatte ich zu viele Nudeln in das Curry gegeben. Die Folge war ein kleisterartiger Mörtel, den wir entsorgt haben. Dieses Mal weiß ich es besser. Höchstens, aber wirklich höchstens, 100 g Nudeln dazugeben. Drei Minuten brauchen die, dann ist alles fertig.

Eventuell noch mal mit Soja- und Fischsoße nachwürzen, dann nur noch frisch gezupftes Thai-Basilikum unterheben und: „Mahlzeit!“

Montag, 27. September 2010

Thailändische Gemüse-Kartoffelpuffer

Ich und vegetarisch passt eigentlich gar nicht. Nicht, dass ich jeden Tag Fleisch essen müsste, aber trotzdem. Dabei gibt es viele tolle vegetarische Gerichte. Dieses Rezept erinnert mich irgendwie an unsere leckeren, oberfränkischen "Detsch". Nur etwas schärfer waren die Thai-Puffer. Das lag wohl an den Chilis und dem Ingwer. Die Kartoffeln habe ich mit einem gefährlich scharfen Gemüsehobel geschnitten. Als Beilage gab es eine süß-scharfe Chilisoße. Ich sollte mal den Ersten-Hilfe-Kasten nachsehen.

Zutaten:
1 TL Koriandersamen
200 g Mehl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
3 Knoblauchzehen
4 cm Ingwer
3 grüne Chilis
4 Stängel Koriander
1 mittelgroße Zwiebel
2 Kartoffeln
½ Dose (150 g) Gemüsemais
200 g Thai-Brokkoli oder Brokkoli
Erdnussöl 

Zubereitung:
Die Koriandersamen im Mörser zermahlen. Das Mehl mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und dem Koriander gut vermengen. Den Knoblauch und den Ingwer schälen und fein hacken. Die Chilis längs halbieren, entkernen und fein hacken. Die Korianderblätter abzupfen und grob hacken. 

Knoblauch, Ingwer, Chilis und Koriander in das Mehl geben und so viel Wasser dazugeben, dass ein dicker Teig entsteht.

Die Zwiebel würfeln, die Kartoffeln schälen und raspeln. 
Den Thai-Brokkoli in 1 cm große Stücke schneiden. Wenn Brokkoli verwendet wird, waschen, putzen und in kleine Röschen schneiden. 
Dann das Gemüse in den Teig geben und gründlich unterheben.

Reichlich Öl in eine Pfanne geben und den Teig löffelweise im heißen Öl ausbacken. 
Die fertigen Kartoffelpuffer auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)