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Donnerstag, 5. Januar 2012

Miesmuscheln Thai-Style oder was ändert sich 2012?

Vorsätze, Vorsätze, Vorsätze! Jeder hat sie für's neue Jahr. Die wenigsten aber sind so diszipliniert und setzen alle Vorsätze um. Deswegen, viel Neues habe ich mir erst gar nicht vorgenommen. Geburtstage sollen zum Beispiel nicht mehr so groß gefeiert werden. Das Haus ist einfach zu klein und ich möchte möglichst alle einladen. Deswegen haben wir uns entschlossen dieses Jahr, testweise, ein Gartenfest zu feiern anstatt der Geburtstage, mitten im Sommer bei hochsommerlichen Temperaturen. Ich stelle mir dazu ein schönes thailändisches Bufett vor. Gern dürfen die Gäste mitkochen. Mal sehen, wie es ankommt. Jetzt steht dieses Jahr aber ein besonderer Geburtstag an, Anni wird "rund". Den feiern wir schon, nämlich zu zweit bzw. zu dritt in Dänemark. Ja!
Etwas mehr thailändisch möchte ich auch kochen. Einfach mal ein paar neue Rezepte ausprobieren. Im Dezember haben wir das gemacht und Miesmuscheln Thai-Style ausprobiert. Nachdem ich das erste Mal Muscheln versucht, war ich überrascht wie einfach das ist. Ich habe sie unter kaltem Wasser abgebürstet. Durch das Wasser haben die Muscheln ihre Schalen geöffnet, was mich zunächst etwas irritiert hat. Lernt man doch: "Geöffnete Muscheln vor dem Kochen und geschlossenen nach dem Kochen - wegwerfen!"
Mit meiner Bürste habe ich dann ganz leicht auf die Schale geklopft und siehe da, die Schalen schließen sich wieder. Hurra, sie leben noch! ;-)


Zutaten für 2 Personen:
2 kg frische Miesmuscheln
4 Stängel Zitronengras
3 Zwiebeln
10 Zitronenblätter
4 rote Chilis
3 EL Fischsoße
4 EL Limettensaft
200 ml Weißwein
3 Frühlingszwiebeln
Koriandergrün

Zubereitung:
Die Muscheln gründlich putzen. Beschädigte oder geöffnete wegwerfen bzw. siehe oben!

Die Muscheln in einen ausreichend großen Topf geben. Das Zitronengras klopfen und dann in 1 cm-Stücke schneiden. Die Zitronenblätter grob rupfen. Sie werden, wie das Zitronengras, nicht mitgegessen. Die Chilis halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Alle Zutaten in den Topf geben.

Die Muscheln etwa 8 Minuten in dem Sud köcheln lassen. Ab und zu einmal kräftig durchrühren.

Die garen Muscheln mit einer Schaumkelle aus dem Topf in eine Schüssel geben und mit Frühlingszwiebelringen und gehacktem Koriander garnieren.

Montag, 12. September 2011

Pomelo-Garnelen-Salat (Yam Som Oh)

Aus der letzten Woche möchte ich noch schnell ein Rezept nachreichen. An dieser Stelle wollte ich eigentlich auch noch etwas über mein Handballwochenende mit dem HSC 2000 Coburg in der 3. Liga Ost schreiben. Das habe ich jetzt aber in die Wochensplitter verlegt. Ihr werdet lesen, warum.
Zum Salat: Er passte hervorragend in die warme Jahreszeit: Fruchtig- scharf und Garnelen - herrlich!


Zutaten:
1 Pomelo
2 EL Fischsoße
1 Limette
1 EL Zucker
1 rote Chili
250 g Garnelen
3 EL Kokosraspeln
1 rote Zwiebel
20 g Minzeblätter
6 Stängel Koriander

Zubereitung:
Die Pomelo schälen und dann die weiße Haut der Segmente ablösen. Nicht filetieren! Sie verliert sonst zu viel Flüssigkeit.

Die Chili längs halbieren, entkernen und in Halbringe schneiden.  Dann aus der Chili, der Fischsoße, dem Limettensaft und dem Zucker ein Dressing rühren.

Die Garnelen schälen, den Darm herausschneiden und 2 Minuten kochen lassen. Dann abgießen und abkühlen lassen.

Die Kokosraspeln in einer trockenen Pfanne hellbraun rösten lassen, herausnehmen und zur Seite stellen. Die Zwiebel schälen und in dünne Halbringe schneiden. Die Kräuter grob hacken.

Zum Schluss noch die Pomelo mit den Garnelen, den Kräutern und der Zwiebel mischen. Das Dressing und die Kokosraspeln darübergeben und vorsichtig unterheben. Fertig.


Sonntag, 4. September 2011

Ananas mit Ingwer

Am Samstag habe ich etwas getan, was ich nie wieder tun wollte. Ich war bei einem Auswärtsspiel meines Lieblingsvereins HSC 2000 Coburg. Erst letzte Saison sind "wir" aus der 2. Bundesliga Süd abgestiegen, jetzt sollte es in dieser Saison ein Platz unter den ersten Vier sein. "Wir" haben verloren mit 22:24 trotz einer 16:9 Halbzeitführung. Mehr dazu aber in dem Wochensplitter am kommenden Freitag. Ich muss erst etwas abkühlen und ... nie wieder fahre ich zu einem Auswärtsspiel!

Ein Rezept möchte ich noch nachreichen, das ich am "Verschönerungsnachmittag" vorletzten Sonntag von Anni und ihren Freundinnen gekocht habe. Dieses Mal eine Resteverwertung für Ananas. Oft passiert es ja, dass Ananasreste übrigbleiben. Normal werden sie dann bei uns während des Kochens genascht. Eine andere Möglichkeit wäre es die Ananas als zusätzliche Beilage zuzubereiten. Passt gut zu einem gegrillten Steak oder einer gegrillten Makrele. Im Rezept gehe ich von einer ganzen Ananas aus. Wenn man nur Reste zur Verfügung hat, muss man die Menge der anderen Zutaten abändern.


Zutaten:
1 Ananas
2 Knoblauchzehen
3 Thai-Zwiebeln
1 EL Erdnussöl
30 g Ingwer
1 rote Chili
2 EL helle Sojasoße
1 Limette

Zubereitung:
Ananas schälen. Mittelstück entfernen und in Würfel schneiden. Den Knoblauch und die Thai-Zwiebeln fein hacken und im Wok goldbraun braten. Dann die Ananas hinzufügen und braten bis sie Farbe annimmt.

Ingwer schälen und in feine Stifte schneiden. Chili entkernen und in schmale Halbringe schneiden. Ingwer, Chili, Sojasoße und Limettensaft hinzufügen und einrühren. 2 Minuten weiterrühren bei schwacher Hitze und servieren.

Montag, 29. August 2011

Schweinefleischsalat (Yam Muh)

Aus! Vorbei! Gott sei Dank? Leider? Von 35°C auf 15°C, das ist zunächst schon etwas frisch. Die extremen Temperatursprünge sind schon typisch für das Wetter der letzten Jahre. Eigentlich sollten jetzt die Pilze aus dem Boden schießen. Maronen und Steinpilze sind die einzigen, die ich kenne. Heute am Sonntag ist erst einmal Kochen angesagt. Ein paar von Annis Freundinnen treffen sich bei uns um sich "kosmetisch" beraten zu lassen. Mal sehen, ob's was hilft! ;-)
Ich werde ein paar kleine Sachen zubereiten. Im Plan sind Ananas mit Ingwer, Garnelen-Dip auf thailändische Art und Thai-Pizza.

Vom Grillen waren noch fast 500 Gramm saftiger Schweinekamm übrig. Jetzt hätten wir ihn auch aufschneiden können und kalt, vielleicht mit Senf oder Meerrettich, genießen können. Eine andere Möglichkeit ist es aber ihn zu einem leckeren thailändischen Salat zu verarbeiten.


Zutaten:
500 g Schweinekamm
2 EL Reis
1 Stängel Zitronengras
5 Scheibchen Galgant
2 Stängel Thai-Basilikum
1 Bund Schnittlauch
1 rote Zwiebel
5 EL Fischsoße
2 EL Chilipulver
2 Limetten
1 Prise Zucker

Zubereitung: 
Den Reis in eine trockene Pfanne geben und goldbraun rösten. Dann in einem Mörser fein zerstoßen. 

Zitronengras und Galgant sehr fein hacken. Die Basilikumblätter vom Stängel zupfen. Den Schnittlauch in ½ cm Röllchen schneiden. Die Zwiebel in feinste Scheiben schneiden.
 
Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden, die Scheiben in mundgerechte Stücke zerrupfen und in einer trockenen Pfanne 3 Minuten ohne Fett rösten. 

Die Pfanne vom Herd nehmen. Zitronengras und Galgant einrühren. Den Reis und 8 EL Wasser dazugeben und umrühren. 

In einer Schüssel den Inhalt der Pfanne und die restlichen Zutaten mischen. Mit Fischsoße, Chilipulver, Limettensaft und Zucker abschmecken.


Mittwoch, 6. Juli 2011

Garnelen mit Chili und Koriander (Gung Pad Bai Pak Chii La Prik)

Am Sonntag sollte es gegrillte Garnelen geben. Sturmartige Böen, immer wieder Platzregen, ab und zu regnete es auch ganz "normal".  In einer kurzen Trockenphase haben wir es dann doch noch geschafft. Eine halbe Stunde bis zum Durchglühen der Holzkohle, das Grillen selbst ist in kürzester Zeit erledigt. Viel mehr Zeit hätten wir dann auch nicht mehr gehabt. Es regnete dann wieder.

Die Bambusspieße wässere ich ausgiebig, damit sie auf dem Holzkohlegrill nicht zu brennen anfangen. Ich verwende außerdem chinesisches, also mit gerösteten Sesamsamen hergestelltes Sesamöl. Es ist aromatischer als das thailändische. Mein Beitrag #2 für Tobias Grillevent #2.


Zutaten:
8 Bambusspieße
800 g Garnelen
2 Knoblauchzehen
6 Stängel Koriander
3 rote Chilis
1 Limette
2 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl
2 EL helle
Sojasoße
2 EL Austernsoße
½ TL Pfeffer

Zubereitung:
Die Spieße für etwa 1 Stunde wässern.

Garnelen schälen und mit einem scharfen Messer per Rückenschnitt den Darm entfernen und Garnelen unter kaltem, fließenden Wasser säubern.

Knoblauch fein hacken. Korianderblätter zupfen und fein hacken. Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und fein hacken. Die Limette auspressen und den Saft auf die Seite stellen. Knoblauch, Koriander, Chilis, Limettensaft, Erdnussöl, Sesamöl, Sojasoße, Austernsoße und Pfeffer in eine Schüssel geben und gut verrühren. Die Garnelen in die Marinade geben, so dass die Marinade alle Garnelen bedeckt. Für 2 Stunden in einem Kühlschrank kühl stellen.

Die Garnelen auf die gewässerten Spieße stecken. Bei mittlerer Hitze werden die Garnelen auf dem vorgeheizten Holzkohlengrill etwa 5 Minuten gegrillt. Während des Grillens die Garnelen immer wieder mit der Marinade bestreichen. Die Garnelen sind fertig, wenn sie schön rosa geworden sind.

Variante: Die Garnelen in einer beschichteten Pfanne auf beiden Seiten braten und ab und zumit der Marinade bestreichen.

Montag, 9. Mai 2011

Makkaroni-Auflauf Thai-Style


Die Thai-Puristen werden mich steinigen. Käse und Thai-Küche geht doch gar nicht, oder? Und wie es geht!  Und es wird wiederholt werden, auch wenn die Anhänger der authentischen Thai-Küche nur mit dem Kopf schütteln.


Zutaten:
500 g Makkaroni
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
5 g getr. Ingwer
2 rote Chilis
4 Zitronenblätter
500 g Rinderhack
1 Dose (400 ml) Tomaten
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
2 EL Olivenöl
3 EL Fischsoße
3 EL Sojasoße hell
1 Limette
2 TL Zucker
150 g Parmesan

Zubereitung:
Die Makkaroni nach Packungsanweisung garen.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehen fein hacken. Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Die Zitronenblätter grob hacken. Den Parmesan fein raspeln.

Das Olivenöl in die Pfanne und erhitzen. Die Zwiebel, Knoblauch und die Chilis anbraten. Dann das Rinderhack dazugeben und scharf anbraten.

Mit den Dosentomaten ablöschen und die Tomaten in der Pfanne mit dem Kochlöffel in kleine Stückchen zerdrücken. Aufkochen, den getrockneten Ingwer und die Zitronenblätter dazugeben und mit der Kokosmilch auffüllen.

Mit der Fischsoße, Sojasoße, dem Limettensaft und Zucker abschmecken und etwa 10 Minuten einkochen lassen. Das Ingwerstück wieder aus der Soße fischen.


Die Backform mit etwas Olivenöl einstreichen. Eine Schicht Makkaroni, eine Schicht Soße, ein Schicht Parmesan einfüllen. Dann wieder Nudeln, Soße, Käse, zum Abschluß Nudeln und eine Schicht Parmesan.

Die Backform für 15-20 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen geben. 


Montag, 11. April 2011

Rindfleisch mit Lauch und Spinat

24°C und das erste Grillen war auch überstanden. Nein, es war schön und lustig und ich hatte frei. Ich durfte mich setzen und beobachten. Der Junior war der Grillmeister. Etwas viel Hitze beim Hähnchengrillen, etwas viel Kritik an meinem Weber-Grill ("Der bringt ja gar keine Hitze!"). Das tat schon weh. Es war ein "Standard"-Grillen mit Lichtenfelser Bratwürsten, Hähnchenschenkeln, Kammsteaks, Putensteaks und Holzfällerscheiben. Dazu gab es einen gemischten Salat mit Tomaten, Eisbergsalat, Paprika, Oliven und Schafskäse. 

Was ganz anderes (oder: And now for something completely different):
Ich hatte noch zwei argentinische Rumpsteaks übrig und wollte sie für 4 Personen verwenden.  Das Rezept dazu lag schon lange bereit. Im Original hätte ich ein Rinderfilet gebraucht. Das hätte ich aber auch in kleinere Stücke schneiden sollen und dafür war es mir zu schade. Außerdem wollte das Rezept 40 Spinatblätter. Meine waren tiefgefroren und gezählt habe ich sie auch nicht. Ich denke aber, dass das Verhältnis so gepasst hat.


Zutaten:
2 Knoblauchzehen
4 Stängel Koriander
2 TL Pfefferkörner
1 EL Palmzucker
2 EL helle Sojasoße
2 EL Fischsoße
1 TL Erdnussöl
500 g Rumpsteak
1 EL Erdnussöl
150 ml Wasser
1 Stange Lauch
2 Hände voll Spinatblätter
1 EL Erdnussöl
1 Limette

Zubereitung:
Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Die Korianderblätter waschen, zupfen und grob hacken. Die Korianderwurzeln sehr fein hacken. Pfeffer im Mörser grob zerstoßen. Knoblauch, Koriander, Pfeffer, Palmzucker, Sojasoße, Fischsoße und Erdnussöl in einer verschließbaren Schüssel (z.B. Tupperware o.ä.) zu einer Marinade verrühren.

Das Rindfleisch in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden und in die Schüssel geben. Verschließen, gut durchschütteln und für 2-3 Stunden im Kühlschrank kühlstellen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen. Abtropfen lassen und die Marinade zur Seite stellen. Öl in einer Pfanne stark erhitzen und das Fleisch von beiden Seiten kurz scharf anbraten. Die Marinade und das Wasser hinzufügen und etwa 8 Minuten leicht köcheln lassen. Dann das Fleisch herausnehmen, zur Seite stellen und warm halten. Die Soße weitere 10 Minuten etwas einkochen lassen.

In der Zwischenzeit den Lauch waschen, putzen und in ½ cm-Ringe schneiden. Den Spinat waschen und putzen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Das Öl im Wok stark erhitzen und die Lauchringe etwa 2 Minuten bei mittlerer Hitze pfannenrühren. Spinatblätter hinzugeben und eine weitere halbe Minute pfannenrühren.

Spinat und Lauch auf eine Servierplatte geben und die Filetstreifen darauf anrichten. Die Soße darübergeben und mit etwas Limettensaft beträufeln. Dazu passt Reis.

Montag, 7. März 2011

Limettenhuhn mit Koriander

Warum ich mir das immer wieder antue, weiß ich nicht. Alle 14 Tage gehe ich zu einem Heimspiel des HSC 2000 Coburg. Ich sehe eben Handball sehr gern. Und immer wieder ärgere ich mich über die verfehlte Einkaufspolitik der Verantwortlichen. Die haben zwei relativ gute Torhüter und kaufen einen dritten. Das wäre nicht so schlimm, wenn die anderen Positionen gut besetzt wären. Auf den anderen Positionen ist aber jeder Zuschauer froh, wenn ab und zu ein Ball fehlerfrei gefangen wird. Mich ärgert es schon, wenn sie verlieren. Die Art und Weise wie verloren wird, treibt mich in den Wahnsinn. Da ist kein Aufbäumen, kein Kämpfen zu entdecken. Das Spiel gegen Bittenfeld am Samstag war eines aus dieser Kategorie. Dieses Mal waren nur zusätzlich die Torhüter nicht gut drauf. Kein einziger Spieler, der seine Zweitligatauglickeit bewies. Kein einziger! Dass es letztlich nur eine knappe Niederlage war, lag an den Nachässigkeiten der Gäste, die aber jederzeit das Spiel im Griff hatten. Ich werde mir für die nächste Saison keine Dauerkarte mehr kaufen.

So könnte der Frühling endlich losgehen! Bei den momentanen Temperaturen suche ich mir lieber noch den Küchenherd zum Grillen. In spätestens 4 Wochen sieht das wieder ganz anders aus. Man muss hier immer schön einpinseln, damit der Koriander nicht verbrennt. Es passt ein schöner gemischter Salat dazu.


Zutaten:
2 EL gehackter
Koriander
3 Stängel Zitronengras
2 Limetten
40 g Ingwer
1 TL gem. Kreuzkümmel
1 TL schwarzer Pfeffer
6 EL Fischsoße
2 EL Palmzucker
6 EL Erdnussöl
8 Hähnchenschenkel
mit Rückenteil

Zubereitung:
Koriander und Zitronengras waschen, säubern und fein hacken. Die Limette abreiben und pressen. 

Den Ingwer sehr fein hacken. Die Ingwerstückchen in ein sauberes Leinentuch geben und auspressen. Den Saft in einer Schüssel auffangen. 

Koriander, Zitronengras, Limettenabrieb und -saft, Ingwersaft, Kreuzkümmel, Pfeffer, Fischsoße und Palmzucker in eine verschließbare Schüssel geben und gut durchrühren.

Die Hähnchenschenkel putzen und abtrocknen. Anschließend wird das Fleisch in die Schüssel gegeben und die Schüssel verschlossen. Jetzt wird die Schüssel gut durchgeschüttelt, damit die Marinade auf dem Fleisch gut verteilt wird. Das Fleisch soll im Kühlschrank 4 Stunden kühl gestellt werden.

Die Hähnchenschenkel werden unter dem Großflächengrill etwa 20 Minuten gegart. Nach der Hälfte der Garzeit einmal wenden. Der Grill darf nicht zu heiß sein. Das Fleisch soll langsam bei mittlerer Hitze gegart werden. Von Zeit zu Zeit die restliche Marinade mit einem Pinsel auf dem Grillgut verteilen.


Montag, 29. November 2010

Gelbes Curry mit Riesengarnelen

Manchmal arbeite hier ich einfach nur auf. Ich habe gesammelt und gesammelt. Das Ganze steckte dann irgendwann in Schutzfolien. Mit Edding stand darauf: "Nachkochen" oder "Fotos fehlen". Mit diesem gelben Curry habe ich wieder so ein Rezept gefunden. Ich verwende ansonsten gelbe Currypaste nur für Huhn. Ein Rezept hierfür kommt demnächst. Dieses Rezept mit den Garnelen habe ich für unseren Geschmack etwas verändert. So habe ich etwas mehr Currypaste, etwas mehr Kokosmilch genommen. Noch ein paar Farbtupfer wie Tomaten und Frühlingszwiebeln dazu. Passt!
In meinen Aufzeichnungen habe ich dann auch gelesen, dass das Curry fast süßlich ist. Dieses Mal war es auf keinen Fall süßlich. Es hatte leichte Schärfe, etwas Säure von der Limette und den Tomaten, aber süß? Vielleicht schmecke ich mittlerweilen anders. Und noch was: Mie-Nudeln müssen es nicht unbedingt sein, andere, "europäische" Nudeln schmecken da sicher auch. Oder ganz einfach Reis, aber den hatten wir ja schon öfters.


Zutaten:
600 g Riesengarnelen
800 g (2 Dosen) Kokosmilch
2 EL gelbe Currypaste
2 EL Fischsoße
1 Prise Salz
1 TL Zucker
4 Tomaten
3 Frühlingszwiebeln
1 Limette
2 Stängel langer Koriander
2 rote Chilis
250 g Mie-Nudeln
Butter

Zubereitung:
Die Garnelen putzen, säubern, mit Rückenschnitt den Darm entfernen und zur Seite stellen.

In einem Wok eine Dose Kokosmilch zum Kochen bringen. Die Currypaste hinzufügen und rühren bis sie sich auflöst. Dann weitere 10 Minuten köcheln lassen. Jetzt die Fischsoße, Salz, Zucker und die zweite Dose Kokosmilch hinzufügen. Weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Die Tomaten häuten, entkernen und in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in 1 cm-Ringe schneiden. Garnelen, Frühlingszwiebeln und Tomaten in den Wok geben. Köcheln lassen bis die Garnelen gar sind und eine rosa Farbe bekommen.

Zwischenzeitlich die Mie-Nudeln nach Packungsanweisung garen und kurz in einer Pfanne mit etwas Butter schwenken.

Den Limettensaft in den Wok geben, umrühren und mit gehacktem Koriander und in Streifen geschnittenen Chilis garnieren.

Mittwoch, 10. November 2010

Gebratene Schweineleber (Pad Waan)

Wenn es wieder mal schnell gehen soll. Die Arbeit, die am längsten dauert, ist das Rösten der Reiskörner. Wenn sie goldgelb sind, lassen sie sich leicht mit dem Mörser zerstoßen. Nicht zu dunkel werden lassen und nicht zu viel von dem gemörserten Reis darübergeben, sonst wird es zu "bröselig".


Zutaten:
500 g Schweineleber
2 TL Chilipulver
1 Limette
5 EL Fischsoße
1 EL gerösteter Reis
4 Stängel Minze
4 Stängel Thai-Basilikum
2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung:
Die Leber häuten und putzen.

Das Chilipulver, den Saft einer Limette und die Fischsoße in einem Schälchen zu einer Würzsoße rühren.

Den Reis in einer trockenen Pfanne anrösten und in einem Mörser grob zerstoßen. 

Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in 1 cm-Ringe schneiden. 

In einer Pfanne die Leber scharf an- und durchbraten. Dann die Leber in 2 cm breite Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Minzeblätter, Thai-Basilikumblätter, Frühlingszwiebelringe, den zerstoßenen Reis und die Würzsoße darübergeben und alles schön durchmischen. Dazu ein Baguette reichen.

Montag, 1. November 2010

Garnelen-Dip (Naam Prik Numm)

Ich arbeite nach. Alle nicht gelungenen Rezeptbilder werden überarbeitet bzw. neu gemacht. Alle Ungereimtheiten bei den Zutaten werden abgeändert. Die alten Schmierzettel werden herausgeholt und Abschreibfehler korrigiert. Ich habe es ja schon einmal erzählt. Viele Rezepte sind von mir nur beobachtet worden und während oder nach dem Kochen aufgeschrieben. Manchmal mussten noch Details erfragt werden. Es gab Sprachprobleme, es gab Probleme beim späteren Nachkochen des Rezepts. Oft galt, dass nur der Versuch klug macht. Nicht immer hat alles geklappt. Wie z.B. dieser Garnelen-Dip: Beim ersten Nachkochen hatte ich nur eine weißlich graue Masse/Flüssigkeit in der Schüssel. Die schmeckte zwar, war aber etwas unansehnlich. Dieses Mal hat es besser geklappt.

Dieser Snack ist geeignet für das Dippen mit Krabbenbrot oder Gemüsesticks. Ich verwende thailändische Chilis und vertrage mittlerweilen mehr an Schärfe als noch vor einem Jahr. Damit es aber nicht zu mild wird, testet euer Chilis vorher. Ein bisschen Schärfe muss schon sein. Nehmt aber auch Rücksicht auf Kinder und auch auf ältere Leute. Beide vertragen noch nicht/nicht mehr so viel Schärfe. Die Zutaten passen dieses Mal, auch die Menge der Knoblauchzehen.
 

Zutaten:
4 rote Chilis
2 grüne Chilis
10 Knoblauchzehen
6 Thai-Zwiebeln
1 EL Erdnussöl
500 g Garnelen
4 EL Fischsoße
2 Limetten


Zubereitung:
Die Chilis waschen und in 2-3 mm dicke Ringe schneiden. Knoblauch und Thai-Zwiebeln schälen und fein hacken. Pfanne mit Öl erhitzen und Chilis, Knoblauch und Zwiebeln braten bis alles schön goldbraun ist. Dann zur Seite stellen.

Garnelen säubern und mit Rückenschnitt Darm entfernen. Etwa 2 Minuten köcheln lassen. Vor dem Abgießen eine Kelle Kochwasser herausnehmen und aufbewahren. Die Garnelen abgießen und fein hacken.

Chilis, Knoblauch und Zwiebeln im Laos-Mörser grob zerstoßen. Garnelen dazugeben und einrühren. Jetzt alles in eine Schüssel geben und mit Fischsoße, Limettensaft und etwas Kochwasser verrühren. Dabei aufpassen, dass der Dip nicht dünnflüssig wird. Bei mir hat dieses Mal eine halbe Kelle gereicht. 


Mit Krabbenbrot oder Gemüsesticks servieren.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Grünes Curry mit Meeresfrüchten (Gäng Kiau Waan Talee)

Seafood geht bei uns immer. Wir haben alles so frisch wie bei uns eben möglich, gekauft. Die Garnelen bei "Deutsche See", Tintenfisch und Seelachs vom Fischhändler des Vertrauens. Seelachs ist kein Fisch, den man vor der thailändischen Küste fängt, aber vor der Authentizität kommt der Geschmack. Bevor ich einen Pomfret oder einen Catfisch nehme, bevor ich einen gefährdeten Papageifisch nehme, dann lieber einen besser schmeckenden, "europäischen" Speisefisch.
Ein sehr leckeres Seafood-Gericht, dass ohne weiteres der Höhepunkt eines festlichen Menüs sein kann. Es ist scharf, gelingt eigentlich leicht. Man darf allerdings den Tintenfisch und die Garnelen nicht zu lange garen.


Zutaten:
250 g Tintenfisch
250 g Garnelen
2 EL Erdnussöl
1½ TL grüne Currypaste
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
4 Zitronenblätter
2 grüne Chilis
2 EL Fischsoße
500 g Seelachsfilet
2 Stängel Thai-Basilikum
1 EL Koriandergrün
1 Limette

Zubereitung:
Den Tintenfisch säubern, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Garnelen schälen und säubern. Mit einem Längsschnitt am Rücken Darm freilegen und entfernen. 

Die Garnelen ohne Öl in den erhitzten Wok geben und etwa 3 Minuten, bis sie leicht rosa werden, pfannenrühren. Die Garnelen herausnehmen und alles auf die Seite stellen.

Das Öl im Wok erhitzen und die Currypaste anrösten. 2-3 EL der dicken Kokosmilch dazugeben. Zitronenblätter und Chilis in feine Streifen schneiden. Jetzt die Zitronenblätter und die Chilis einrühren. Die restliche Kokosmilch langsam hinzufügen. Mit Fischsoße abschmecken und etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Die Fischfilets säubern und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Fisch, die Tintenfischstücke und die Garnelen in den Wok geben und etwa 2-3 Minuten mitköcheln lassen bis alles gar ist.

Die Basilikumblätter waschen, zupfen und trocken schütteln. Zusammen mit dem Koriandergrün unterheben und den Limettensaft einrühren. Mit Reis servieren.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Hackfleisch-Dip (Naam Prik Ong)

Ein Dip, wenn der Besuch mal ganz überraschend da ist. Der Besuch sollte aber Knoblauch mögen. Wer keinen Mörser besitzt, kann die Zutaten hierfür auch sehr klein schneiden bzw. hacken und dann ordentlich vermischen. Zum Dippen reicht man Krabbenbrot, geröstetes Weißbrot und/oder Gemüsesticks.


Zutaten:
5 getr. Chilis
2 TL Salz
4 Tomaten
1 Stängel Zitronengras
2 Stängel Koriander
5 Thai-Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
1 TL Garnelenpaste
200 g gem. Hackfleisch
5 Knoblauchzehen
2 EL Erdnussöl
1 TL Zucker
1 Limette

Zubereitung:
Die Stiele der Chilis entfernen. Die Chilis in warmem Wasser 5 Minuten einweichen. Die ausgedrückten Schoten kleinschneiden und dann mit Salz im Laos-Mörser zerstampfen. 

Die Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden.

Zitronengras waschen und sehr fein hacken. Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken. Thai-Zwiebeln und Knoblauch grob hacken. Jetzt Zitronengras, Koriander, Thai-Zwiebeln, Knoblauch und die Garnelenpaste in den Mörser geben und zerstoßen bis eine Paste daraus wird. 

Das Hackfleisch in den Mörser geben und die Paste schön unterrühren.

Den Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne mit etwas Öl goldgelb anbraten, aber nicht zu dunkel werden lassen. Den Inhalt des Mörsers, Zucker, Limettensaft und die Tomaten mit in die Pfanne geben und etwa 5 Minuten braten bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

 

Montag, 11. Oktober 2010

Entenfleischsalat (Yam Ped)

Die Art der Zubereitung ist eigentlich immer dieselbe, Ob Yam Moo (Schweinefleischsalat), Yam Gai (Hühnchensalat) oder Yam Nüa (Rindfleischsalat). Das vorher gegarte bzw. übrig gebliebene Fleisch wird noch einmal kurz angeröstet und dann mit einigen Kräutern aromatisiert und gewürzt. Mehr ist da nicht.  Und: Ich kann wirklich jedes magere Fleisch verwenden.  Bei der Schweine-Variante ziehe ich allerdings den Schweinekamm einer mageren Lende vor. Aber das ist Geschmackssache.
Die verwendeten Galgantscheiben müssen wirklich hauchdünn sein, sonst macht das Draufbeißen keinen Spaß. Das Zitronengras wird ja normalerweise nicht mitgegessen. Hier schon, deswegen muss es auch wirklich sehr, sehr fein geschnitten werden. Das hält auf, aber es lohnt sich. Wie bei vielen Thai-Gerichten ist die Vorbereitung alles. Den gerösteten Reis z.B. habe ich mir auch einmal auf Vorrat geröstet und gemörsert. Zu grob, dann wird er zum "Knusperreis", zu fein zum Mehl. Er muss genau zwischen drin sein. Und: Er soll erst kurz vor dem Anrichten untergehoben werden, da er die Flüssigkeit aufsaugt.


Zutaten:
2 Entenbrüste (500-600 g)
4 EL Reis
1 Stängel Zitronengras
5 Scheibchen Galgant
2 Stängel Thai-Basilikum
1 Frühlingszwiebel
5 Thai-Zwiebeln
5 EL Fischsoße
2 EL Chilipulver
2 Limetten
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Das Fleisch säubern, trockentupfen und die Haut mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. In einer Pfanne auf der Hautseite scharf anbraten und dann in einen, auf 200°C vorgeheizten, Backofen geben. 10-12 Minuten garen lassen, dann herausnehmen und in Alufolie noch einmal 10 Minuten ziehen lassen. 

Den Reis in eine trockene Pfanne geben und goldbraun rösten. Dann in einem Mörser fein zerstoßen. 
Zitronengras und Galgant sehr fein hacken. 
Die Basilikumblätter vom Stängel zupfen. 
Schalotten in feinste Scheiben schneiden. 

Das Entenfleisch in dünne Scheiben schneiden und in einer trockenen Pfanne 3 Minuten ohne Fett rösten. 

Die Pfanne vom Herd nehmen. Zitronengras und Galgant einrühren. Jetzt den Reis und 8 EL Wasser dazugeben und umrühren. 

In einer Schüssel den Inhalt der Pfanne und die restlichen Zutaten mischen. Mit Fischsoße, Chilipulver, Limettensaft und Zucker abschmecken.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Nudelcurry mit Brokkoli und Mais

„Ein Curry wär nicht schlecht und das Gemüse muss weg. Aber nicht schon wieder Reis dazu!“ „Ja, mach ich!“ Gibt es eben ein paar Nudeln. Da kann man alles Mögliche nehmen. Reisnudeln, Spaghetti, Spätzle, alles schmeckt dazu.


Zutaten:
2 EL Pflanzenöl
1 EL rote Currypaste
2 rote Chilis
2 Knoblauchzehen
250 g Rinderhack
400 g Kokosmilch
100 g Brokkoli
285 g (1 Dose) Gemüsemais
3 EL helle Sojasoße
4 EL Fischsoße
1 Limette
100 g Wok-Nudeln
Thai-Basilikum

Zubereitung:
Ist ja eigentlich keine große Geschichte! Hab ich schon oft genug gemacht.

Mit etwas Öl die Currypaste anbraten. Chilistreifen und kleine Knoblauchwürfel mitbraten lassen. Die Knoblauchwürfel dürfen nur nicht zu dunkel werden.

Wenn sich das Öl absetzt, etwas von dem Dicken der Kokosmilch, so 2 oder 3 Esslöffel,  dazu. Deswegen schüttle ich die Kokosmilchdose nie durch. Egal weiter.

Das Hackfleisch fein zerkrümeln. Mit meinem breiten Kochlöffel schiebe ich die dickliche, pastenähnliche Soße hoch an den Rand und fülle den frei gewordenen Platz mit Rinderhack. Das alles mit ziemlich hoher Hitze. Einmal das Rindfleisch wenden, fertig braten lassen und wieder alles am Wokrand nach oben schieben. Wieder wird der freie Platz in der Wokmitte mit dem Hackfleisch ausgefüllt. Das mache ich, bis das Rindfleisch durchgebraten ist.

Jetzt kommen die restliche Kokosmilch, der gewürfelte Brokkoli und der Mais dazu. Mit Sojasoße, Fischsoße und Limettensaft würzen. Etwa 10 Minuten bei geschlossenem Deckel dauert es bis das Gemüse fast bissfest ist.

Wok-Nudeln gibt es dazu. Beim ersten Mal hatte ich zu viele Nudeln in das Curry gegeben. Die Folge war ein kleisterartiger Mörtel, den wir entsorgt haben. Dieses Mal weiß ich es besser. Höchstens, aber wirklich höchstens, 100 g Nudeln dazugeben. Drei Minuten brauchen die, dann ist alles fertig.

Eventuell noch mal mit Soja- und Fischsoße nachwürzen, dann nur noch frisch gezupftes Thai-Basilikum unterheben und: „Mahlzeit!“
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)