Posts mit dem Label Orangen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Orangen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. September 2011

5, 4, 3, 2, 1! Oder "Hoffentlich am Sonntag!"

Der Countdown läuft! Alles ist vorbereitet! Alle Beteiligten und auch die, die nichts dazu können, sind aufgeregt! Der Bauch wird immer größer, der Platz im Bauch immer weniger! Ungeduldig warten wir alle! Mein Enkel soll endlich auf die Welt kommen. Was ich mir wünsche? Eine gesunde Mutter und ein gesundes Baby! Alles andere ist egal! Und wenn ich noch einen frei habe, dann bitte am Sonntag! 
Mein "Opa-Gegenüber" kriegt bei jedem Telefonanruf seines Schwiegersohns fast eine Herzinfarkt. Ich darf ihn auch nicht ohne triftigen Grund anrufen, habe auch "Spässle g'macht"-Verbot! Wie gern hätte ich ihn einmal zum Krankenhaus gelockt! ;-)
Irgendwie ist es schon komisch! Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der des Großvaters. Man fühlt sich nicht so, ist es aber trotzdem.

Aus vergangenen wärmeren Zeiten schnell noch zwei Salate aus dem "großen Buch der Salate" von Ulrich Klever. Nicht direkt nachgemacht, weil es schon beim Zubereiten zweifelhafte Gesichter bei uns gab. Vorab, beide waren lecker. Den Reissalat kann man einigermaßen gut vorbereiten, den Chicoréesalat weniger. Beim Reissalat haben wir die Reismenge verdoppelt und die Tomaten haben wir auch zusätzlich entkernt.

Rot-grüner Reissalat


Zutaten:
6 Tomaten
2 grüne und gelbe Paprikas
250 g Reis (roh gewogen)
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
4 EL Pflanzenöl
2 EL Essig
2 TL Düsseldorfer Senf
Petersilie

Zubereitung:
Die Tomaten kreuzweise einschneiden, kurz in kochendes Wasser tauchen, häuten, Kerngehäuse herausschneiden und in  Streifen schneiden. Die Paprikas schälen, entkernen und ebenfalls in mundgerechte Streifen schneiden. 

Tomaten und Paprikas zusammen mit dem Reis in eine Schüssel geben.

Aus den restlichen Zutaten (bis auf die Petersilie) ein Dressing rühren und über den Reis gießen. 30 Minuten ziehen lassen, Petersilie hacken und darüber streuen und servieren.

Chicorée-Salat


Zutaten:
6 Chicorée
2 Orangen
200 g Joghurt
1 EL Orangenmarmelade "den gamle fabrik"
1 TL scharfer Senf
2 EL Hühnerbrühe
Tabasco

Zubereitung:
Den Chicorée putzen, den Kern herausschneiden, waschen und in breite Streifen schneiden.

Die Orangen schälen und die einzelnen Orangenstücke mundgerecht schneiden. (Beim nächsten Mal werden die Orangen filetiert.)

Aus den restlichen Zutaten eine Marinade zubereiten und über die Orangen und den Chicorée gießen. 
(Wir hatten so weit vorbereitet, so dass der Salat ziemlich viel Wasser gezogen hatte und uns zu wässrig war. Also erst kurz vor dem Servieren mit der Marinade begießen und sofort servieren).

Mittwoch, 5. Januar 2011

Rehkeule(n) mit Semmelklößen und Blaukraut

Weihnachten hat einfach zu wenige Feiertage. Das sage ich, obwohl ich froh bin, dass der ganze Trubel vorbei ist. Ich wollte meine Eltern Weihnachten zum Mittagessen einladen. Bei drei zur Verfügung stehenden „Feiertagen“ und drei Geschwistern, wird mein Problem deutlicher. Gut, dieses Jahr war ich mit meiner Einladung zu spät dran. Der „Besuchsplan“ meiner Eltern stand schon, also haben wir unser Essen ganz einfach in das neue Jahr gelegt. Insgesamt mit Kindern und Schwiegertochter waren wir sieben Personen. Als Dessert gab es übrigens Bayerisch Creme mit Orangen-Trauben-Cranberry-Ragout. Dieses Rezept gibt es demnächst auch hier.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir zwei Kochbücher von Alfons Schuhbeck zugelegt. Aus seinem Kochbuch „Bayerisch genießen“ vom Weltbild-Verlag habe ich die Soße. Ich habe den Soßenteil seines Rezepts „Rosa gebratener Maibockrücken mit Weißbierknödel“ etwas abgewandelt. Der Alfons hätte wohl zu meinem Kochergebnis gesagt: „So schlecht war’s ned!“  Ich als Franke hätte gesagt: „Bassd scho!“ Wir hätten beide das gleiche gemeint: Lecker!


Zutaten für die Soße:
Rehknochen (Kamm, Rippen, Hüfte)
½ Sellerie
2 Petersilienwurzeln
2 Möhren
1 EL Puderzucker
1 EL Tomatenmark
450 ml Rotwein
2 l Hühnerbrühe
5 Wacholderbeeren
10 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
2 Scheiben Ingwer
2 Scheiben Knoblauch
1 TL Holunder-Orangenmarmelade
1 EL Preiselbeermarmelade
2 cl Erdbeerlikör
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Die Rehknochen kurz abwaschen und evtl. Fellhaare entfernen. Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Rehknochen insgesamt 60 Minuten im Backofen rösten. In der Zwischenzeit Sellerie, Petersilienwurzeln und Möhren schälen, putzen und klein würfeln. Die Gemüsewürfel werden nach 30 Minuten zu den Knochen zum Mitrösten gegeben.

In der Zwischenzeit in einem großen Topf Puderzucker hell karamellisieren lassen, Das Tomatenmark dazu geben, etwas anrösten lassen und mit einem Drittel des Rotweins ablöschen. Jetzt reduzieren lassen und wieder ein Drittel des Rotweins hinzufügen. Dieser Vorgang wird mit dem Rest des Rotweins wiederholt.

Die gerösteten Knochen werden mit dem Gemüse in den Topf zur Rotweinreduktion gegeben. Ausgetretenes Fett darf auf dem Blech bleiben. Mit Hühnerbrühe so viel auffüllen, dass die Knochen gerade mit Flüssigkeit bedeckt sind. Aufkochen lassen und gerade so viel Hitze geben, dass es nicht kocht. Zwei Stunden ziehen lassen.

Die Knochen und die Brühe durch ein Sieb in einen Soßentopf schütten. Wacholderbeeren, Piment und Lorbeerblatt in einen Einweg-Teebeutel geben und 10 Minuten und noch einmal etwas einkochen lassen. Wenn sich Schaum an der Oberfläche bildet, mit der Schaumkelle entfernen.

Ingwer und Knoblauch etwa 5 Minuten mitziehen lassen und dann wieder herausnehmen. (Alfons Schuhbeck hätte jetzt unbehandelte Orangenschale noch dazugegeben und mit Salz, Pfeffer, Johannisbeerkonfitüre und Cassislikör abgeschmeckt). Ich habe Holunder-Orangenmarmelade und Preiselbeermarmelade hinzugefügt und mit dem Schneebesen verrührt. Zum Schluss kam noch ein Schuss selbstgemachter (nicht von mir) Erdbeerlikör dazu. Abgeschmeckt habe ich noch mit Salz und Pfeffer.

Damit war die Soße fertig. Die Soße habe ich allerdings schon Mitte Dezember vorbereitet und dann eingefroren.

Zutaten für den Rehbraten:
2 Rehkeulen ohne Knochen (ca. 3,9 kg)
 Salz, Pfeffer, Wildgewürz
400 ml Wildfond

Zubereitung:
An den Rehkeulen werden zunächst Häutchen und Sehnen entfernt. Die Knochen habe ich schon vorher ausgelöst und wieder eingefroren. Mit Küchengarn wird das Fleisch wieder „in Form“ gebracht. Mit Salz, Pfeffer und Wildgewürz würzen.

Die Rehkeulen auf allen Seiten anbraten und dann im Bräter mit etwas Wildfond für 90 Minuten mit geschlossenem Deckel in den Ofen geben.

Nach 90 Minuten die Hitze auf 100°C herunterdrehen und weitere 30 Minuten im Ofen lassen.

Ab und zu mit etwas Wildfond aus dem Bräter begießen. Das hätte ich beinahe noch vergessen: Die Soße ist mit 200 g Sahne verfeinert worden. Wir haben die Bräterflüssigkeit für spätere Wildgerichte (z.B. Rehrücken) eingefroren.

Als Beilagen werden Semmelklöße und Blaukraut gereicht.

Mittwoch, 22. September 2010

Marinierte Orangen (Som Loi Gäo)

Es gibt nicht so viele thailändische Desserts, die auch mir schmecken. Ich hab ja schon mal über Eis mit Kidney-Bohnen oder Gemüsemais erzählt. Na, ja. Dieses Dessert ist aber schon eher nach meinem Geschmack. Wir hatten beim ersten Mal zum Marinieren die Orange einfach geschält und dann in in Scheiben geschnitten. So wollte es das Originalrezept. Essen hat so wenig Spaß gemacht. Inzwischen filetieren wir die Orangen. Zwei, drei Kugeln Vanilleeis und es wird zum Genuss! Technische Schwierigkeiten gibt es, wie bei den meisten meiner Gerichte, nicht. Einfache, ehrliche, thailändische Hausmannskost. 


Zutaten:
4 Orangen
100 g brauner Zucker
½ l Wasser
125 ml Orangenlikör

Zubereitung:
Die Orangen schälen, dann die Filets einzeln herausschneiden und zur Seite stellen. 

Den Zucker in das Wasser einrühren und kochen lassen. Wenn der Zuckersirup dickflüssig wird (nach etwa 30 - 40 Minuten), ziehe ich ihn vom Herd und lasse ihn abkühlen.

Den Orangenlikör (z.B. Cointreau) und die Orangenfilets in das Zuckersirup geben und 12 Stunden ziehen lassen.

Die eingelegten Filets mit etwas Flüssigkeit und zwei oder drei Kugeln Vanilleeis anrichten und eiskalt servieren.

 
 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)