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Donnerstag, 18. November 2010

Zum 1. Bloggergeburtstag: Gebratene Nudeln (Pad Thai)

Vor einem Jahr hat alles angefangen. Holger von "Silbern gelöffelt" hat mich letztlich überredet und auch "technisch" unterstützt. "Du kennst so viele Rezepte. Warum schreibst Du sie nicht mal auf?" Also gut, dann schreibe ich eben ab und zu. 
Ein reiner Kochblog sollte es aber nicht sein. Kochen sollte der Schwerpunkt sein, hier natürlich vor allem die thailändische Küche. Es gibt aber eine ganze Reihe von zusätzlichen Themen, die mich auch brennend interessieren, sei es Sport, sei es Kommunalpolitik. Als heimatbewusster Mensch wollte ich in meinem Blog aber auch etwas Reklame für die Region machen. Die "Genussregion Franken" ist für mich absolut (er-)lebenswert. Nicht zuletzt möchte ich aber auch ab und zu mal etwas kritisieren, wenn mir etwas gegen den Strich geht. So ist diese besondere, etwas seltsame, Mixtur entstanden.  Danke, dass so viele von Euch bei mir mitlesen.


Das Rezept zu diesem "kleinen" Jubiläum sollte auch etwas Besonderes sein, ein Ochsenkotelett mit Zwiebel-Senf-Kruste. Leider hatte ich etwas kurzfristig bei meinem Metzger bestellt. So wird es später nachgeholt.

Zur Feier des Tages gibt es deshalb ein thailändisches Nationalgericht, gebratene Nudeln. Mit Garnelen, Schweinefilet und Gemüsen wird es zubereitet. Dazu werden Zucker, Chilipulver und Würzsoßen in kleinen Schälchen gereicht, so dass jeder nach eigenem Geschmack genießen kann.


Zutaten:
500 g rohe Garnelen
50 g Erdnüsse
100 g China-Lauch
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Eier
1 EL Erdnussöl
250 g Reisnudeln
200 g Sojabohnensprossen
2 EL Erdnussöl
1 EL Zucker
2 EL Sojasoße
2 EL Ketjap Manis
2 EL Fischsoße

Zubereitung:
Die Garnelen schälen, mit Rückenschnitt Darm entfernen und säubern. Die Erdnüsse schälen und in der trockenen Pfanne anrösten, dann mörsern und zur Seite stellen. Den Chinalauch und die Frühlingszwiebeln waschen und in 1 cm-Stücke schneiden.

Den Knoblauch fein hacken und im Wok goldgelb anbraten. Garnelen dazugeben und 2 Minuten mitbraten. Dann aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen.

Die Eier verquirlen und in einer flachen Pfanne anbraten. Dabei die Pfanne so schwenken, dass die Eimass über die gesamte Bratfläche der Pfanne fließt. Die fertigen Eier zerrupfen und zu den Garnelen geben.

Die Nudeln in einen Topf mit kochendem Wasser geben, 2 Minuten kochen und dann abtropfen lassen.

Etwa ein Viertel der Sojasprossen für die Garnitur zur Seite legen. Die Reisnudeln, die restlichen Sojasprossen, China-Lauch und die Frühlingszwiebeln mit dem Öl im Wok anbraten und 1 Minute rühren. Mit Zucker, Sojasoße, Ketjap Manis und Fischsoße abschmecken.

Jetzt die Garnelen und die Eier hinzufügen und noch 1 Minute heiß werden lassen und rühren. Die Nudeln auf eine Platte geben, mit den Erdnüssen und den Sojasprossen bestreuen und servieren.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Zwei-Freunde-Curry

Zwei ehemalige Arbeitskollegen, oder besser, zwei Freunde mit ihren Frauen hatte ich am Wochenende zu Besuch. Wir haben lange zusammengearbeitet, und auch später den Kontakt nie so ganz verloren. Nicht nur die Geschichten aus alter und neuer Zeit waren interessant. Was für eine tolle Zeit hatten wir miteinander. Jetzt wird das hoffentlich etwas regelmäßiger passieren.

Für den Abend hatte ich mir, neben dem Klassiker „Glasnudelsalat“, ein rotes Curry für den Grill-Wok ausgedacht.  Dass es unmittelbar nach dem Eintreffen der Gäste wieder zu regnen begann, störte zwar, aber wir machten das Beste daraus. Der Sonnenschirm wurde in einen Regenschirm umfunktioniert, warm war es ja. Das Bamberger „Weizla“ sorgte zudem für etwas Abkühlung und gute Stimmung.

Dieses Mal habe ich für 8 Personen gekocht. Die Menge war gerade so ausreichend.

Zutaten:
2 EL Erdnussöl
1000 g Putenbrust
2 EL rote Currypaste
800 ml Kokosmilch
6 rote Chilis
1 Ananas
200 g Cocktailtomaten
 100 g Zuckerschoten
2 rote Paprika
4 EL Fischsoße
4 EL Sojasoße
1 EL Zucker
1 Zitrone
Zitronenabrieb
10 Zitronenblätter
4 Stängel Thai-Basilikum
½ Bund Chinalauch

Zubereitung:
Alle Zutaten müssen erst entsprechend zurechtgeschnitten und dann in Schalen und Schüsseln bereit gestellt werden.
(Putenbrust – mundgerechte Stücke, Chilis – halbiert, entkernt und in Halbringe geschnitten, Ananas – mundgerechte Stücke, Cocktailtomaten – halbiert, Zuckerschoten – 2 cm-Stücke, Paprika – Längsstreifen, Thai-Basilikumblätter – gezupft, Zitronenblätter – Mittelrippe herausgeschnitten und in Streifen, Chinalauch – in Röllchen)

Den Grill-Wok mit Holzkohle schön heiß werden lassen. Das Erdnussöl in die Pfanne geben und die Currypaste hinzufügen. Die Currypaste etwas anrösten lassen.

Die Fleischstücke portionsweise in der Mitte des Woks braten, dann am Wokrand nach oben schieben und die nächste Fleischportion braten.

2 Esslöffel vom Dicken der Kokosmilch hinzufügen und weiter braten lassen. Dieser Vorgang wird wiederholt bis das Dicke der Kokosmilch aufgebraucht ist. Die Chiliringe hinzufügen und unterheben.

Die Ananas, die Zuckerschoten, die Paprikastreifen und die Zitronenblätter unterheben und pfannenrühren.

Die restliche Kokosmilch hinzufügen und unterrühren.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Zucker, Zitronensaft und Zitronenabrieb würzen.

Die Thai-Basilikumblätter und den Chinalauch unterheben und sofort mit Reis servieren.

Donnerstag, 11. März 2010

Ingwer mit Huhn (Gai Pad Khing)

Eine Geburtstagsparty stand an und auch (schwangere) "Thai-Beginner" waren dabei. Ich brauchte ein mildes Gericht, wollte aber trotzdem die asiatische Geschmacksnote. Yuppadee riet mir, es einmal mit diesem Gericht zu versuchen. Sie sagte, dass dieses Gericht besonders für Leute geeignet ist, die nicht so scharf essen wollen oder können. Yuppee erzählte, dass Ingwer gerade für stillende Mütter besonders geeignet sei, da durch Ingwer die Milchproduktion angeregt werde. Ja, man lernt nie aus!


Zutaten:
150 g Ingwer
10 Mu Err Pilze
10 Tonku Pilze
1 Knoblauchzehe
2 EL Erdnussöl
400 g Hähnchenbrust
2 Zwiebeln
1 EL gelbe Bohnenpaste
1 EL Sojasoße  
6 EL Austernsoße
1 EL Fischsoße
! EL Instant-Hühnerbrühe
1 TL Zucker
200 g Babymais
1 kleine Stange Lauch

Zubereitung:
Ingwer schälen, in kleine Stifte schneiden und in Salzwasser einlegen. Die Pilze im warmen Wasser eine Stunde einweichen.

Kleingehackte Knoblauchzehe in Öl anbraten. Dann abgetropften Ingwer hinzufügen. In Streifen geschnittene Tonku Pilze 2 Minuten mitbraten. Hühnerfiletstreifen zugeben und 5 Minuten braten lassen. Jetzt die Zwiebelwürfel hinzufügen.

Mit Sojapaste, Sojasoße, Austernsoße, Fischsoße, Instantbrühe und Zucker abschmecken. Mu Err Pilze in Streifen schneiden.

Lauch putzen und in Ringe schneiden. Babymais in 2 cm-Stücke schneiden. Alles mit den Mu Err Pilz-Streifen 5 Minuten schmoren lassen.

Dienstag, 9. März 2010

Räucherfisch-Tomatensuppe

Nein, keine Angst! Ich läute keine Suppenwoche ein. Aber der erstaunliche Geschmack passt irgendwie in die Zeit. Zugegeben, es ist schwierig nachzuvollziehen warum bei -10°C, Schnee und Eis eine Suppe aus einem tropischen Land mit Durchschnittstemperaturen von über 30°C passt. Aber eigentlich ganz einfach: Ein Spaziergang bei unseren winterlichen Temperaturen und dann ein süß-scharfe Suppe mit einer leicht rauchigen Komponente. Das hat schon was. Und die wärmt von innen auf! 
Man nimmt Räucherfisch wie Makrelen, aber auch Forellen oder Heilbutt nehmen. Hat man keinen China-Lauch zur Hand einfach eine kleine Knoblauchzehe mehr nehmen (und etwas Schnittlauch dazu). Original wird sie mit getrockneten Chilis zubereitet. Ich ziehe eigentlich frische, entkernte Chilis vor. Die Tomaten könnte man vor dem Würfeln auch schälen. Eine Arbeit, die sich meine thailändischen Bekannten aber nie gemacht haben.
Noch ein Tipp: Man kann auch größere Galgant- oder Zitronengrasstücke mitköcheln lassen und sie dann vor der weiteren Zubereitung herausnehmen. Ich stecke sie deshalb in Teefilter und kann sie dann ganz leicht wieder herausfischen.

 Zutaten:
300 g geräucherten Fisch (z.B. Makrele, Forelle)
4 Tomaten
1 l Gemüsebrühe
1 Stängel Zitronengras
30 g frischer Galgant
6 Thai-Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 getrocknete Chilis
1 EL Fischsoße
1 TL Palmzucker
3 EL Tamarindenpaste
1 Bund China-Lauch

Zubereitung:
Den Fisch enthäuten, entgräten und in gleich große, mundgerechte Stücke schneiden.

Die Tomaten klein würfeln und zur Seite stellen. Das Zitronengras, den Galgant, die Zwiebeln und den Knoblauch sehr fein hacken. Die Gemüsebrühe mit dem Zitronengras, dem Galgant, den Zwiebeln und dem Knoblauch aufkochen lassen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die Chilis sehr fein hacken oder mörsern. Zusammen mit dem Fisch, den Tomatenwürfeln, der Fischsoße, dem Zucker und der Tamarindenpaste zur Brühe geben und etwa 5 Minuten mitköcheln lassen. In der Zwischenzeit den China-Lauch in feine Röllchen schneiden und vor dem Servieren der Suppe darüberstreuen.

Dienstag, 23. Februar 2010

Schweineleber mit China-Lauch (Pad Dook Guischai)

Innereien sind in Thailand sehr üblich. Eigentlich werden hier die Tiere von Kopf bis Fuß verarbeitet und verzehrt. Ich erinnere mich heute noch an das Curry mit Fisch-Innereien! Da habe ich aber erst danach erfahren, was drin war. Geschmeckt hat's eigentlich gut - bis dahin.
Leber ist bei uns noch die gebräuchlichste Innerei, die gegessen wird. Die Leber nicht zu dick schneiden, sonst bleibt sie zu blutig. Etwas knoblauchlastig, wird mit Reis serviert.

Zutaten:
5 Knoblauchzehen
300 g China-Lauch
800 g Schweineleber
3 EL Erdnussöl
5 EL Fischsoße
3 EL Austernsoße
1 EL Palmzucker
150 ml Wasser 

Zubereitung:
Den Knoblauch sehr fein hacken. Den China-Lauch putzen, waschen und in 3 cm große Stücke schneiden. Die Leber von Sehnen befreien und in mundgerechte Stücke schneiden.

Öl im Wok erhitzen und den Knoblauch goldgelb anbraten. Die Leberstücke hinzufügen und bei starker Hitze etwa 4 Minuten pfannenrühren. China-Lauch, Fischsoße, Austernsoße, Zucker und Wasser hinzufügen und zwei weitere Minuten garen lassen.

Mit Reis servieren.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)