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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Mangoldröllchen

Alle Einkäufe bis auf ein paar Kleinigkeiten sind getätigt. Na ja, Kleinigkeiten ist untertrieben, das Fleisch hole ich eben erst am 24. ab. Vorgestern war es direkt angenehm einzukaufen. Lag es am Schneesturm, dass sich keiner heraus getraut hat? Lag es an der günstigen Zeit, nachmittags kurz vor drei? Jedenfalls gab es keine Wartezeit, sogar ein netter Plausch mit der Käse-Verkäuferin war möglich. Seltsam, dass die Parkplätze gut belegt waren. Wo haben die sich nur alle versteckt?

Bei dem Discounter, der Lebensmittel liebt, habe ich im November Mangold gefunden. Das Rezept dafür muss ich jetzt endlich mal nachreichen. Ich mag Mangold sehr. Als Mantel für eine schmackhafte Füllung ist er ideal. Wir haben Spätzle dazu gegessen.


Zutaten:
500 g Mangold
1 Möhre
1 Schalotte
20 g Butter
500 g Rinderhack
2 EL Crème fraîche
2 Eier
Salz
Pfeffer
1 unbehandelte Zitrone
50 ml Weißwein
50 ml Sahne
Cayennepfeffer

Zubereitung:
Den Mangold putzen, die Blattstiele bis zum Blattansatz entfernen und die Blattrippe flach schneiden. Die Blätter ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren. Dann sofort kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Die Möhre und die Schalotte schälen und fein würfeln, die Mangoldstiele fein würfeln. Die Schalottenwürfel in etwas Butter weich dünsten.

Dann die Möhre und die Mangoldstiele hinzufügen und ebenfalls weich dünsten.

Die Gemüsemischung gut abkühlen lassen. Das Hackfleisch, die Crème fraîche, die Eier und das Gemüse gut vermengen und mit Salz, Pfeffer und wenig abgeriebener Zitronenschale würzen.

Auf die ausgebreiteten Mangoldblätter etwas von der Füllung geben und einwickeln.

Das Röllchen mit einem festen Baumwollbindfaden zusammenbinden. Die restliche Butter in einem Bräter erhitzen und die Röllchen darin von allen Seiten anbraten.

Mit Weißwein ablöschen und dann mit der Sahne auffüllen.

Mit Deckel bei 200°C in den vorgeheizten Backofen und 25-30 Minuten garen.

Die Röllchen herausnehmen und zur Seite stellen.

Den Bratensatz mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und etwas Cayennepfeffer abschmecken und zu den Röllchen reichen.


Montag, 18. Oktober 2010

Überbackene Nudeln mit Champignonsoße und Räucheraal

Ich trau mir ja mittlerweilen Sachen zu, da hätte ich vor Jahren noch den Kopf darüber geschüttelt. So kaufte ich mir zwischenzeitlich eine Dauerkarte für Handballspiele des HSC 2000 Coburg. Nach der desolaten Vorstellung am Wochenende (25:31 gg. HSG Frankfurt/M.)  ist  Kopfschütteln darüber ganz normal. Eine ehemals ambitionierte Truppe auf dem Steilflug in die 3. Liga. Ohne Kampfgeist und Siegeswillen. Ich hätte zuhause bleiben sollen und gleich kochen sollen. 

Ähnliches Kopfschütteln habe ich verursacht als ich erzählte, dass ich Räucheraal und Bergkäse kombinieren wollte. Beide sind ja doch sehr geschmacksintensiv. Man könnte auch sagen Nordsee trifft Alpen. Ob das gut geht? Ein bisschen Räucheraal, etwas Bergkäse, wenige Champignons, noch weniger Weißwein waren übrig und wollten verwertet werden.Das war das Resultat. Um es vorweg zu nehmen, besser als das Handballspiel war es schon.


Zutaten:
20 g Butter
2 EL Olivenöl
200 g Champignons
1 Schalotte
100 ml Weißwein
200 ml Hühnerbrühe
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer
250 g frische Tagliatelle
300 g Räucheraal
6 Scheiben Bergkäse

Zubereitung:
Die Schalotte klein würfeln. Butter und Öl erhitzen. Die Champignons dazugeben und etwas anrösten.

Die Schalotte im Topf mitschwitzen lassen. Mit Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen.

Die Hühnerbrühe und die Sahne hinzufügen und bei offenem Deckel weiter köcheln lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Tagliatelle nach Packungsanweisung garen. Währenddessen den Räucheraal häuten, von der Mittelgräte lösen und in 2 cm-Würfel schneiden.

Eine Backform mit etwas Olivenöl auspinseln und eine Schicht Nudeln darauf geben. Die vorbereitete Soße darüber schütten und die Hälfte der Aalwürfel darübergeben.
Die übriggebliebenen Nudeln darauf legen und die restlichen Aalwürfel dazugeben.

Mit dem Bergkäse den Nudelauflauf abdecken und für etwa 20 Minuten in den Backofen geben.

Mit einem kühlen Glas Bier oder einem trockenen Weißwein servieren.

Dienstag, 16. März 2010

Auberginensalat mit Ei und Garnelen (Nam Prik Makhua Yao)

Dieses Mal verwende ich keine Thai-Auberginen, sondern schöne große aus dem türkischen Gemüsemarkt. Das Schema für die Herstellung ist eigentlich immer gleich. Aus sauer (= Limette), süss (= Palmzucker) und salzig (= Fischsoße) wird ein Dressing hergestellt und los geht's. So kann man alle möglichen Zutaten variieren.

Zutaten:
1 große Aubergine
1 Limette
1½ TL Palmzucker
2 EL Fischsoße
1 Ei
20 getr. Garnelen
2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
2 Stängel Koriander
2 rote Chilis

Zubereitung:
 Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Aubergine etwa 1 Stunde backen. Dann die Aubergine herausnehmen und abkühlen lassen.

Das Dressing aus Limettensaft, Palmzucker und Fischsoße rühren und zur Seite stellen. Das Ei hart kochen, abkühlen lassen und hacken. Die Garnelen etwa 10 Minuten im warmen Wasser einweichen. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Schalotte in feine Ringe schneiden. Den Koriander grob hacken. Die Chilis entkernen und in feine Streifen schneiden. 

Die abgekühlte Aubergine häuten, in 1 cm-Scheiben und dann in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Knoblauch und gut abgetropfte Garnelen in einer Pfanne etwa 3 Minuten goldbraun braten und zur Seite stellen.

Die Auberginenstreifen auf einem Teller anrichten. Das Ei, die Schalotten und die Garnelen darübergeben und das Dressing darüber verteilen. Mit dem Koriander und den Chilis bestreuen.

Montag, 8. März 2010

Schwarzwurzelcremesuppe


Waren es Mitte der Woche noch 10°C, ich habe die Spitzen meiner Bärlauchpflanzen schon gesehen, hatten wir heute -8°C! Eine wärmende Suppe? Immer! So viel Arbeit ist es auch nicht! Und schmecken tut’s alle Mal.


Zutaten:
750 g Schwarzwurzeln
1 l Wasser
100 ml Essig
200 g Knollensellerie
200 g Kartoffeln
2 Schalotten
30 g Butter
0,25 l Weißwein
1,5 l Hühnerbrühe
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Muskatnuß
Petersilie

Zubereitung:
Die Schwarzwurzeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in das Essigwasser geben. Dabei Einweghandschuhe tragen, damit die Hände sich nicht einfärben.

Sellerie und Kartoffeln schälen, putzen und in kleine Stücke hacken.

Die Schalotten fein hacken und im Suppentopf mit Butter hell anschwitzen. Schwarzwurzeln, Sellerie und Kartoffeln dazugeben und weiter dünsten. Mit Weißwein ablöschen.

Die Hühnerbrühe dazugeben, aufkochen und etwas 15 Minuten köcheln lassen.

Mit einem Pürierstab schaumig aufmixen und dabei alle groben Gemüsestückchen zerkleinern. Wenn die Konsistenz der Suppe zu dick wird, mit etwas Brühe aufgießen.

Die Sahne hinzugeben und unter Rühren noch einmal erhitzen. Sofort vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und Muskat gut abschmecken. Etwas Petersilie durchhacken und als Garnitur grob über die Suppe geben. Evtl. noch etwas grob gemahlenen Pfeffer darüberstreuen und servieren.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)