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Montag, 21. November 2011

Gulasch Home Style

Wir haben unseren Sandwich-Toaster wieder gefunden. So haben wir den ganzen Samstag mit dem Ding gespielt. Heraus kamen eine ganze Menge knuspriger Toasts mit leckeren bis interessanten Füllungen. Thunfisch, Mozzarella, Rinderhack, Gouda, Tomaten, Gurken, Mayonnaise, Senf, Ketchup, Eier, Frischkäse - alles wurde verwendet und in Toasts gepackt. Bei Gelegenheit gehe ich noch einmal darauf ein.

Home Style hätte auch "frei Schnauze" heißen können. Wir hatten Wohlfühl-Rind aus dem Dorfladen, Paprika, Champignons, Zwiebeln, Knoblauch, Thymian und Crème fraîche. Ich hatte zuvor noch überlegt, ob ich die Crème fraîche weglasse und dafür einen dunklen "Nothelfer"-Trunk aus der Klosterbrauerei Vierzehnheiligen köpfe. Das kommt aber dann beim nächsten Mal. Angebraten habe ich das Fleisch mit Entenschmalz, allerdings hat man es nur beim Kochen und leider nicht später beim Essen gerochen bzw. geschmeckt. War eben ein Versuch.


Zutaten:
1000 g Gulasch vom Rind
1 EL Entenschmalz
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Thymian
Oregano
Paprikapulver
2 getrocknete Chilis
0,5 l Hühnerbrühe
400 g Champignons
Crème fraîche
1 TL Tapioka und Wasser

Zubereitung:
Das Fleisch in Entenschmalz scharf anbraten. Fein gehackte Zwiebeln und Knoblauchzehen dazugeben und etwas anrösten lassen. Salzen und Pfeffern und ordentlich würzen.

2 Stunden schmoren lassen, so dass es gerade noch ein bisschen blubbert im Topf.

Die Champignons 10 Minuten mitziehen lassen, dann Crème fraîche dazugeben und unterheben. Noch einmal nachwürzen und je nach Geschmack mit Speisestärke etwas andicken. Wir ziehen die etwas sämigeren Soßen vor. Dazu gab es Nudeln, aber auch Kartoffeln oder Bratkartoffeln oder Reis hätten gut gepasst.

Montag, 17. Oktober 2011

In Weißwein geschmorter Hahn mit Kräutern und Petersiliensalat


Über 4 Pfund hatte unser Sonntagshahn vom Geflügelhof Nitter. Das Rezept habe ich aus einem älteren Kochbuch von "essen & trinken", "Das große Buch vom Kochen". Seit den 80ern besitze ich es und habe immer mal wieder daraus gekocht und auch gelernt.


Zutaten:
2135 g Hahn
Salz
Cayennepfeffer
scharfes Paprikapulver
2 Knoblauchzehen
50 g Butter
Olivenöl
½ l Weißwein
1handvoll getrocknete Tomaten
400 g Sahne
Thymian, Rosmarin, Salbei, Majoran jeweils 1 Sträußchen

Zubereitung:
Das Geflügel putzen und vierteln. Von allen Seiten mit Salz, Cayennepfeffer und Paprikapulver würzen. Mit Butter und Olivenöl im Bräter von allen Seiten scharf anbraten.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Hahn mit Weißwein ablöschen, die Knoblauchzehenscheiben und die Tomaten dazugeben.In den Backofen geben und 35 Minuten braten lassen. Nach 30 Minuten nicht vergessen die frischen Kräuter über das Geflügel zu geben.

Dann den Hahn herausnehmen, warm stellen und den Bratenfond abgießen. Die Sahne hinzufügen, aufkochen lassen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Fertig.

Dazu gab es den Petersiliensalat von No kitchen for old men.  Ich habe das erste Mal Bulgur zubereitet. Es hat super geschmeckt.

Montag, 10. Oktober 2011

Lammhack auf kroatische Art

Am Samstag haben wir unsere Lammhälfte vom Bioland-Hof Ritz geholt. Ökologisch aufgezogenes Coburger Fuchsschaf aus den Langen Bergen in der Nähe Coburgs. Eine Keule, eine Schulter, 10 Koteletts, ein halber Rücken, ein halber Hals und eine halbe Brust, insgesamt 9,5 kg. Bei 8 €/kg eigentlich ein Schnäppchen. Das Bauchfleisch haben wir beim Züchter noch schnell durch den Fleischwolf gedreht. Fast 1,5 kg! Das wird eine Zeit lang reichen. Herr Ritz schlachtet erst ab September. Man meldet sich mit Telefonnumer bei ihm an und wenn er das Fleisch fertig hat, ruft er an. So ist alles problemlos abgelaufen. Wer einmal sein Angebot testen möchte, hier ist seine Adresse und Telefonnummer.



Bioland-Hof Ritz

Kleinwalbur Nr. 27

96484 Meeder

Tel.: 09566 8234



Das Lammhack haben wir für Hackklößchen verwendet, die ich nach "Cevapcici-Art" gewürzt habe. In einem dieser "Original"-Rezepte wurde Mineralwasser und Backpulver verwendet. Nachdem ich aber nicht auf den Grund dafür gestoßen bin, habe ich es mal raus gelassen. Ich habe es auch mit der gleichen Menge Rinderhack vermengt, da es "pur" zu fetthaltig gewesen wäre.  Man muss etwas aufpassen, dass die Klößchen nicht zu sehr durchgebraten werden. Dann werden sie nämlich leicht etwas trocken. Beilagen waren Ayvar-Reis und Tzatziki.




Zutaten (8 Personen):

750 g Rinderhack

750 g Lammhack
3 rote Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 EL Salz
1 EL Pfeffer
3 EL scharfes Paprikapulver
3 EL edelsüßes Paprikapulver
3 EL Petersilie

3 EL gutes Olivenöl
sehr wenig Pflanzenöl zum Anbraten


Zubereitung:

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben. Die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken und zum Hackfleisch geben. Alle Gewürze und das Olivenöl hinzufügen.

Alle Zutaten gut durchkneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.



Dann aus dem Teig kleine Klößchen formen. In heißem Öl in einer Pfanne knusprig braun braten und mit Ayvar-Reis und Tzatziki servieren.

Dienstag, 23. August 2011

Schweinekamm aus dem Kugelgrill mit Kartoffelsalat und Tzatziki


Was für ein Wetter! Erst meckern über die Kälte, dann meckern über die Hitze! Wem kann man es heute noch Recht machen? Gut 25°C früh um 10.00 Uhr ist schon viel.  Filou, unser Labbi genießt sein tägliches, mittägliches Bad im Main und will gar nicht mehr aus dem Wasser heraus. Für ihn ist die Abkühlung wie ein Schluck aus dem Lebensbrunnen. Es ist schon lange her, dass er so getobt hat. Wenn es dann für ihn dann wieder zu warm war, schnell ins Wasser hüpfen, dann wieder raus und im größten Dreck gewälzt. Ach, das Leben ist so schön!

Das Stück Schweinekamm hat einfach herrlich ausgesehen. Und testen wollten wir den neuen Gasgrill sowieso. Also, knappe 1,2 kg Fleisch vorbereiten. Aus frischem Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer, Chilipulver, Paprika, Petersilie, Piment, Lorbeer wird eine schöne „Sonnenschutzcreme“ vorbereitet. Der Rest war Routine. Das Fleisch rechtzeitig und ausgiebig „eincremen“, dann etwas ruhen lassen. Dann den Grill anschmeißen und das Fleisch auf den Rost legen. Deckel drauf und bei ca. 220°C knappe 2 Stunden liegen lassen. Das einzige Manko des Gasgrills ist das exakte Einstellen der Grilltemperatur. Selbst Millimeter neben der „Low“-Einstellung geht die Temperatur schon auf 250°C. Aber mit etwas Fingerspitzengefühl lässt es sich schon einregeln.


Für die Marinade:
Frischer Rosmarin
Frischer Thymian
Frische Petersilie
Frische Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
Scharfes Paprikapulver
Chilipulver
Piment
Distelöl


Zubereitung:
Das Fleisch knappe 2 Stunden bei ca. 220 °C im geschlossenen Kugelgrill garen lassen. In dieser Zeit haben wir unsere Beilagen, Kartoffelsalat und Tzatziki, zubereitet.


Mittwoch, 13. Juli 2011

Rinder-Paprikagulasch


Kundenservice bei IKEA? Die einen sagen so, die anderen so. Unsere Geschichte und unsere Erfahrung: Das gekaufte Bett war zu groß. Gemerkt haben wir es aber erst beim Aufbau, die Matratzen waren zu klein. Jetzt gibt es da zwei Möglichkeiten, Bett umtauschen oder Matratze und Lattenrost tauschen. „Bei IKEA klappt das nie. Ohne Originalverpackung hast Du keine Chance.“ Die war zerkleinert im Papiermüll. Trotzdem haben wir es versucht und es hat problemlos geklappt. Man hat dem Junior einfach eine Gutschrift für das „falsche“ Bett gegeben und er hat sich dann das Bett eine Nummer kleiner gekauft. So unproblematisch sollte Kundenservice sein, damit er den Namen verdient.
Das Gulasch durfte allein vor sich hin schmoren und war so relativ schnell erledigt. Die einzige Arbeit war das Zerkleinern der einzelnen Zutaten. Dann zwei Stunden warten und das Essen kam quasi von allein auf den Tisch.


Zutaten:
1 EL Butterschmalz
900 g Hochrippe
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer
Rosenpaprikapulver
1 EL Tomatenmark
5 Tomaten
500 ml Rinderfond
3 rote Paprika
1 TL Tapioka mit wenig Wasser
200 g Sauerrahm

Zubereitung:
Das Fleisch putzen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden.

Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen fein schneiden.

Das Fleisch im Butterschmalz scharf anbraten, die Zwiebeln und etwas später den Knoblauch dazugeben und weiter braten.

Mit Salz, Pfeffer, gemahlenem Kümmel und Rosenpaprikapulver würzen. Tomatenmark mitrösten lassen und enthäutete, gewürfelte Tomatenstücke und den Rinderfond dazugeben.

Etwa 100 Minuten mit geschlossenem Deckel schmoren, dann enthäutete Paprikawürfel dazugeben und weitere 20 Minuten schmoren.Etwas Tapioka in Wasser lösen und einrühren, damit die Soße etwas dicklicher wird.

Zum Schluss noch den Sauerrahm unterheben und jetzt nicht mehr köcheln lassen. Mit Nudeln oder Reis servieren.

Dienstag, 22. Februar 2011

Buletten-Baguette

Der Wille war ja da, im letzten Handballspiel in der 2. Bundesliga gegen den HC Erlangen. Zumindest bis zur 42. Minute. Dann merkte man immer mehr, dass die Zweitligatauglichkeit bei einigen Spielern nicht so sehr vorhanden ist, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen und ohne einem Spieler zu nahe zu treten. Die Positionen Rückraum Mitte, Kreis und Torwart können mit bundesligatauglichen Spielern besetzt werden. Der Rest ist Schweigen. Es war auch ein bisschen traurig mit anzusehen wie eine Handvoll Erlangener Zuschauer die Stimmgewalt in der Halle übernahmen. Auf dem Spielfeld wie auf den Zuschauerrängen war man starr wie von einer Schlange gebannt. Letztlich ein verdienter Sieg der Gäste, der aber nicht an der spielerischen Stärke der Mittelfranken lag, sondern an den erschreckend vielen technischen Fehlern der Vestestädter.

Aus  dem ersten Kochbuch von Tim Mälzer „Born to cook“ habe ich mir ein richtiges Männer-Rezept herausgesucht. So richtig etwas für den Fernsehabend, allerdings etwas schwierig zu essen, am besten weit über den Teller gebeugt. Buletten oder Fleischpflanzerl oder Hackfleischklößchen mit einer Remoulade unten drunter und einem einfachen Salat oben drüber. Alles in einem knusprigen Baguette, mit einem Glas Bier ein Genuss.


Zutaten für die „Buletten“:
1 Zwiebel
1 altes Brötchen
1 Knoblauchzehe
500 g gemischtes Hackfleisch
2 Eier
rosenscharfes Paprikapulver
Cayennepfeffer
Thymian
1 TL scharfer Senf
Butaris

Zubereitung:
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln, das Brötchen einweichen und ausdrücken und  dann alle Zutaten gut miteinander vermengen. In Butaris werden handtellergroße Hackfleischklößchen geformt und knusprig braun ausgebraten.

Zutaten für den „Salat“:
4 Tomaten
1 Zwiebel
Ketchup

Zubereitung:
Die Tomaten und die geschälte Zwiebel würfeln undvermengen. Mit Ketchup vermischen, so dass der Salat eine pastenähnliche Konsistenz bekommt.

Zutaten für die „Remoulade“:
1 Apfel
2 gekochte Eier
2 Gewürzgurken
Estragon
Petersilie
150 g Mayonnaise
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Den Apfel, die Eier, die Gewürzgurken und die Kräuter klein hacken, mit der Mayonnaise vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Eventuell mit wenig Gewürzgurkenwasser verrühren, wenn die Remoulade zu fest wird.


Dann wird alles zusammengebaut:
Für unser „Buletten-Baguette“ brauchen wir, logisch, noch ein knuspriges Baguette und etwa 10 knusprig gebratene Baconscheiben. Das Baguette wird der Länge nach aufgeschnitten und das untere Teil mit der Remoulade bestrichen. Darauf legen wir dann die Hackfleischklößchen. Auf die Hackfleischklößchen werden die Baconscheiben gelegt und auf diese wird mit einem Löffel der Salat gelegt. Den oberen Teil des Baguettes darauf legen und in Portionen schneiden.

Noch eine Anmerkung zum Originalrezept: Mälzer will zusätzlich für die Buletten zwei weitere Brötchen und 200 ml Milch oder Wasser. Ich finde das unnötig. Das macht die Hackfleischmasse nur wässrig. Ob er es so wie in seinem Buch beschrieben jemals gekocht hat? Meine Variante schmeckt und hat auch geklappt.


Mittwoch, 16. Februar 2011

Gebratene Hähnchenschenkel

Das ist auch so ein Ur-Rezept für mich. In meinen Koch-Anfängen vor 25, 30 Jahren waren sie ein Festessen für unsere Kinder. Ein paar Pommes Frites, etwas Ketchup dazu und die Welt konnte wieder gerade gerückt werden. Das hat sich eigentlich bis heute nicht geändert. Na ja, es gibt mittlerweilen noch ein paar zusätzliche Gerichte, die auch Kultstatus haben und gern gegessen werden.


Zutaten:
150 ml Pflanzenöl
2 TL Knoblauch granuliert
½ TL Cayennepfeffer
1 TL Rosmarin gem.
1 TL Paprika edelsüß
1 TL Paprika scharf
2 TL Salz
2 TL Pfeffer
1 TL Zucker

8 Hähnchenschenkel mit Rückenteil

Zubereitung:
Knoblauch, Cayennepfeffer, Rosmarin, edelsüßes und scharfes Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Zucker gut verrühren. Das Pflanzenöl dazugeben und so lange rühren bis eine dickflüssige Paste entsteht.

Das Fleisch säubern, evtl. Kiel entfernen und abtrocknen. Dann wird das Fleisch sorgfältig mit der Würzflüssigkeit eingepinselt.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Auf ein Backblech Backpapier geben. Die gewürzten Hähnchenschenkel darauf legen und für ca. 45  Minuten in den Ofen geben.

Dazu passt ein Stück Baguette oder ein Kartoffelsalat oder Nudelsalat.


Dienstag, 1. Februar 2011

Hackfleischklößchen aus dem Backofen

In den Achtzigern hatte es mich beruflich für fast zwei Jahre einmal nach Konstanz an die Schweizer Grenze verschlagen. Eine sehr schöne Zeit verbrachten wir da, herrliche Landschaften, überragendes Freizeitangebot. Für kleine Familien, wie unsere, war das ideal.
Nicht weit vom Grenzübergang am Kreuzlinger Tor gab es ein kleines, nettes türkisches Restaurant, dass wir mit unseren Kinder oft besuchten.
An ein paar Rezepte kann ich mich noch gut erinnern, wie z.B. einen Makkaroniauflauf mit Hackfleischbällchen und Käse aus der Pfanne. Zunächst kam der Käse in die Pfanne, darauf die Nudeln, das Hackfleisch und die Tomatensoße, dann noch einmal Käse oben auf. Das Ganze kam dann in den Backofen und wurde gestürzt auf dem Teller serviert. Keine leichte Kost. Nicht so begeistert war ich von den Nachspeisen, die mir durchweg zu süß waren. Ein weiteres Rezept, Hackfleischklößchen aus dem Backofen, das im Original mit Kaşar-Käse zubereitet wird, habe ich letzte Woche versucht.


Zutaten:
750 g Rinderhack
2 Eier
6 EL Paniermehl
2 TL Rosenpaprikapulver
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl
200 g Appenzeller Käse

2 Tassen Reis
350 g Ayvar

Zubereitung:
Das Rinderhack mit den Eiern, dem Paniermehl, dem Rosenpaprikapulver vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas länglich Klößchen daraus formen und 3 Minuten auf beiden Seiten in Pflanzenöl braten lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die halbgaren Hackfleischklößchen in der Mitte aufschneiden, die untere Hälfte mit einem Käsestück belegen und die obere Hälfte wieder auflegen.

Die so gefüllten Hackfleischklößchen kommen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Ganze kommt so lange in den Ofen, bis der Käse schmilzt, etwa 10 Minuten.

Als schnelle Beilage gab es gekochten Reis, unter den ich scharfe Ayvarpaste gehoben habe.

Dienstag, 18. Januar 2011

Chorizo-Kartoffel-Pfanne oder Spanien-Deutschland 26:24

Um 17.45 Uhr gestern Abend, ein zufälliger Blick in die Fernsehzeitung. Mist, beinahe hätten wir den Handball-Klassiker Deutschland – Spanien versäumt.  Da kann es nur schnelle spanische Kost geben. Ein verkorkstes Spiel mit zwei zunächst sehr pingeligen dänischen Schiedsrichtern nimmt seinen Lauf. Die Pingeligkeit der sonst so lockeren Dänen bringt zwei rote Karten für die DHB-Auswahl, die den Faden immer mehr verlieren. Eine Deckungsumstellung der Iberer auf 5:1 ab der 48. Minute und der deutsche Angriff meldete sich beim Stand von 21:18 (für Deutschland) ab.  Nur der Torwart Johannes „Jogi“ Bitter ist nicht genug für einen Sieg. Es fehlte letztlich an der Durchschlagskraft des deutschen Rückraums. Besonders enttäuschend war für mich die Leistung des Kapitäns, Pascal Hens. Ich vermute aber, dass er noch unter seiner Schulterverletzung vom Spiel gegen Bahrain leidet. So muss der Sieg der nicht überzeugenden spanischen Mannschaft als verdient bezeichnet werden.

Etwas zufriedenstellender war die schnelle kräftige spanische Kost.  Wir haben im Team geschnippelt und gebrutzelt. Pünktlich um 18.15 Uhr war das Essen auf dem Tisch und der Anpfiff erfolgte.


Zutaten:
800 g Kartoffeln
1 TL Butterschmalz
300 g Chorizo
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 TL Thymian
1 TL Paprikapulver rosenscharf
4 Tomaten
3 Paprikaschoten
150 ml Rotwein

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in 1 cm-Würfel schneiden. Salzen, pfeffern und mit Butterschmalz die Kartoffelwürfel goldbraun braten.

Die Chorizo-Wurst halbieren, würfeln und in einer zweiten Pfanne mit wenig Olivenöl anrösten.  Die Zwiebeln würfeln, dazugeben  und mitbraten. Die Knoblauchzehen fein hacken und ebenfalls dazugeben.

Mit Thymian und rosenscharfem Paprikapulver würzen, umrühren und weiterbraten lassen..

In der Zwischenzeit Tomaten häuten, entkernen und würfeln. Dann die Paprika mit dem Sparschäler schälen, entkernen und würfeln.

Jetzt die Chorizo-Wurst mit dem Rotwein ablöschen, aufkochen und die Gemüsewürfel dazugeben.

Während der Rotwein langsam einkocht, die Kartoffeln fertig braten.

Nachdem es schnelle Handballkost werden sollte, habe ich die Bratkartoffeln zur Chorizo-Wurst gegeben und untergehoben. Will man richtig knusprige Bratkartoffeln, sollte man es getrennt servieren.


Zur Strafe haben wir den Spaniern alles weg gegessen. ;-)

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Rosenkohlauflauf à la Wanda

Es gibt Millionen von Hobbykochen, logisch! Darunter ist eine ganze Reihe wirklich guter. Auch Wanda gehört dazu. Kennengelernt haben wir uns im "blauen Forum". Das "Blue Board" war eigentlich der Treffpunkt für Leute, die nichts mehr mit der "kochbar" zu tun haben wollten. Diese negativen Erfahrungen hatten uns dann bei "bb" zusammengeführt. 
Wanda hatte dieses  deftige Rosenkohlgericht vorgestellt und wir waren begeistert. Sogar meine Rosenkohlskeptiker waren mit Appetit dabei. Das Rezept erinnert mich an nette Zeiten bei "bb".


Zutaten:
1000 g Rosenkohl
2 Zwiebeln
200 g gekochten Schinken
100 g Bauchspeck
100 g geriebenen Emmentaler
200 g saure Sahne
600 g Kartoffeln
2 EL Schnittlauch
1 Prise Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Muskat, Paprikapulver scharf
3 EL Erdnussöl

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, im Salzwasser kochen, abgießen, stampfen und die saure Sahne unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Schnittlauchröllchen unterheben. Rosenkohl waschen, putzen, halbieren. Im Salzwasser ca. 6-8 Minuten kochen und dann abgießen.

Schinken in Würfel schneiden und im heißen Öl anbraten. Zwiebeln in Ringe schneiden und mitbraten. Gewürfelten Bauchspeck zum Schinken in die Pfanne geben und mitbraten. Rosenkohl dazugeben und kurz mitschmoren lassen. Kräftig mit Cayennepfeffer und Salz, Pfeffer würzen und alles in eine gefettete Auflaufform geben.

Gestampfte Kartoffeln darüber geben. Ordentlich Paprikapulver darüber streuen. Danach den Emmentaler darüber streuen und im Backofen bei 200 °C ca. 20-25 Minuten backen lassen.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)