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Montag, 27. Februar 2012

Lammschulter auf marokkanische Art mit Tabouleh und Fladenbrot

So geht es sicher einigen, manchmal ist das TV-Programm so spannend, dass man zu zappen beginnt. Schließlich bin ich bei Sixx gelandet, einem Sender, der bei mir in den hinteren Bereichen abgespeichert ist. Jamie Oliver, im tiefsten Cockney-Slang, erklärte wie er eine Lammschulter auf die marokkanische Art zubereitet. Auf dem Bildschirm sieht man nahzu zerfallendes Lamm, das nur vom Knochen geschüttelt werden muss. Eine Idee war geboren. Ich saß sabbernd mit Kugelschreiber und Stift da und notierte die 


Zutaten:
1 Lammschulter
250 g Butterfett (ersatzweise Butter)
Kreuzkümmel
Cumin
gemahlener Koriandersamen
Rosmarin
Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Lammschulter mit warmer Butter einreiben.  Die Gewürze (je nach Größe der Schulter ca. 1-2 TL) und das Salz darübergeben und kräftig einreiben.

Das Fleisch in einen Bräter geben, wenig Wasser dazu und mit einer Alufolie abdecken.

Den Ofen auf 275°C vorheizen und das Fleisch hineingeben. Auf 150°C zurückdrehen und 2 bis 2 ½ Stunden braten.

Dazu gab es ein frisch aufgebackenes Fladenbrot (Sonntag) und Petersiliensalat von NKFOM. Lecker!

Montag, 17. Oktober 2011

In Weißwein geschmorter Hahn mit Kräutern und Petersiliensalat


Über 4 Pfund hatte unser Sonntagshahn vom Geflügelhof Nitter. Das Rezept habe ich aus einem älteren Kochbuch von "essen & trinken", "Das große Buch vom Kochen". Seit den 80ern besitze ich es und habe immer mal wieder daraus gekocht und auch gelernt.


Zutaten:
2135 g Hahn
Salz
Cayennepfeffer
scharfes Paprikapulver
2 Knoblauchzehen
50 g Butter
Olivenöl
½ l Weißwein
1handvoll getrocknete Tomaten
400 g Sahne
Thymian, Rosmarin, Salbei, Majoran jeweils 1 Sträußchen

Zubereitung:
Das Geflügel putzen und vierteln. Von allen Seiten mit Salz, Cayennepfeffer und Paprikapulver würzen. Mit Butter und Olivenöl im Bräter von allen Seiten scharf anbraten.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Hahn mit Weißwein ablöschen, die Knoblauchzehenscheiben und die Tomaten dazugeben.In den Backofen geben und 35 Minuten braten lassen. Nach 30 Minuten nicht vergessen die frischen Kräuter über das Geflügel zu geben.

Dann den Hahn herausnehmen, warm stellen und den Bratenfond abgießen. Die Sahne hinzufügen, aufkochen lassen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Fertig.

Dazu gab es den Petersiliensalat von No kitchen for old men.  Ich habe das erste Mal Bulgur zubereitet. Es hat super geschmeckt.

Montag, 22. August 2011

Nudeln mit Tunfisch-Tomatensoße


Das Haus kühlt überhaupt nicht mehr ab. Schwülwarm, um dreiviertelacht (für Nichtfranken: 07.45 Uhr) schon mehr als 18 °C. Trotzdem eine dunkle Wolkendecke am Himmel. Das sieht nach Gewitter aus.  Mein Radio sagt, dass es heute bis 33°C werden sollen. Hoffentlich wird die Luftfeuchtigkeit etwas weniger. Irgendwie freue ich mich dann trotzdem auf einen schönen Herbst!

Viel Zeit fürs Bloggen habe ich ja in letzter Zeit nicht. Das heißt: Ich lese schon mit, aber zum Kochen komme ich eher weniger. Und überall einen nichtssagenden Kommentar zu schreiben ist nicht meine Art. Das Rezept ist auch noch von letzter Woche. Stattdessen habe ich letzte Woche „altbekannte“ Sachen wieder gekocht. Das ein oder andere Bild ist noch nötig um den zweiten Band meiner „Thai-Küche für Anfänger“ fertigzustellen. Eigentlich wollte ich ja im Mai fertig sein. Jetzt wird es wohl doch September werden.  Gut, Zeitdruck habe ich nicht.
Relativ zeitlos ist auch diese Tomatensoße. Ich mag die Kombination Sardellen – Kapern und Tomaten sehr gern. Ideal bei diesem Wetter  – leichte, mediterran angehauchte Sommerküche.


Zutaten:
2 EL Olivenöl
20 g Butter
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Scheiben Ingwer
2 Karotten
2 EL Ayvar
2 EL Tomatenmark
20 g Kapern
8 Sardellenfilets
1 Dose Tomaten
1 Dose Tunfisch

Zubereitung:
Die Zwiebelwürfel und die Knoblauchscheiben im Olivenöl-Buttergemisch anschwitzen. Dazu gebe ich noch 2 dünne Scheiben Ingwer. Seitdem ist derKnoblauch auch für Annis Magen verträglicher.

Die Karotten in feine Würfel schneiden und mit dem Ayvar und dem Tomatenmark weiter anschwitzen.

Kapern und gehackte Sardellenfilets hinzufügen und die Tomaten und die abgetropften, zerrupften Tunfischstücke dazugeben. Evtl. die Tomaten mit einem Löffel in kleinere Stücke zerteilen.

Alles darf wenigstens eine Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln.  In der Zwischenzeit die Nudeln zubereiten. Fertig.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Fleischklößchen in Curry (Boller i karry)

Ja, ich habe wieder einen kleinen Job. Das ist aber nicht der Grund, warum ich etwas weniger poste in letzter Zeit. Ich koche einfach nicht so viel Neues, dass ich tagtäglich neue Kochrezepte präsentieren könnte. Ich fahre für eine Apotheke Medikamente aus und es macht mir Spaß!

Ab und zu wird aber trotzdem noch gekocht und nachgekocht. Bei den Temperaturen am Montag (max. 13 °C) konnte man schon etwas zum Aufwärmen gebrauchen. Was lag näher als einen dänischen Klassiker auszuprobieren: Boller i karry (Klößchen im Curry). 
Hat's denn geschmeckt? Na ja, ich hätte meine Hackfleischklößchen normalerweise etwas anders zubereitet. Man konnte es schon mal essen. Zu meinem dänischen Lieblingsrezept wird es aber nicht.


Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
100 g Mehl
1 kleine Zwiebel
200 ml Hühnerbrühe (oder Milch)
Salz
Pfeffer

1 kleine Zwiebel
20 g Butter
½ Apfel
1 EL Currypulver
1 TL Tapioka
600 ml Fleischklößchenwasser

Zubereitung:
Ein kleine Zwiebel schälen, reiben und mit dem Hackfleisch, dem Ei und dem Mehl vermengen. Nach und nach etwas Hühnerbrühe dazugeben und dann kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Einen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Klößchen aus der Hackfleischmasse abstechen und formen. Die Klößchen vorsichtig in das leicht köchelnde Wasser geben und in etwa10 Minuten gar werden lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und warm stellen.

Für die Soße eine Zwiebel fein hacken. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel dazugeben bis sie glasig wird. Dann einen halben Apfel entkernen, schälen und in den Topf reiben. Das Currypulver darübergeben und kurz mitbraten lassen.

Das Klößchenwasser in den Topf geben und alles schön köcheln lassen. Im Originalrezept hätte ich jetzt Mehl dazugeben sollen. Ich wollte die Soße allerdings keine 20 Minuten durchkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verfliegt. Stattdessen habe ich mit etwas Tapioka angedickt. Kurz aufkochen lassen bis die Soße die richtige Konsistenz hat. Nur noch die Fleischbällchen in die Soße geben und mit Reis servieren.

Montag, 18. Juli 2011

Umzugscurry oder A Gmüs muss manchmal sein – Karotten und Kohlrabi


Samstag – Umzugstag. Eigentlich sollten wir ja schon fertig sein, aber ein paar kleine Sachen waren immer noch nach Nürnberg zu schaffen. Ein paar Kartons, die Waschmaschine wurde endlich angeschlossen, Internet und Telefon klappte schon und ein großes Regal wurde aufgebaut. Langsam nimmt es Formen an und sieht bewohnbar aus.
Gegen Abend habe ich dann noch ein schnelles grünes Curry mit Schweinefilet gekocht. Das Fleisch in Scheiben geschnitten und mit Pfeffer, Sojasoße und Knoblauch kurz mariniert. Grüne Currypaste im Wok anbraten, etwas Kokosmilch dazu und das Fleisch pfannenrühren. Dann die restliche Kokosmilch aufgießen, mit Fisch- und Sojasoße würzen und dann die Zuckerschotenstücke und die Paprikawürfel hinzufügen. Etwa 10 Minuten köcheln lassen und mit Reis servieren. Einfach und lecker. So schnell, dass man es als Umzugscurry bezeichnen könnte.

Und nun etwas ganz anderes:
Mein Großvater meinte, das Gemüse am besten schmeckt, wenn es vorher „durch die Sau gelassen wurde“. Die Zeiten haben sich geändert. Nicht jeden Tag wird Fleisch gegessen. Die Zubereitungsmethoden für Gemüse sind sehr vielfältig. Karotten und Kohlrabi, momentan im Angebot, habe ich mal auf meine „fränkische"  Art zubereitet. Geschmeckt hat’s, sogar ohne Fleisch. Mit einem schönen Schweinebraten oder ein paar fränkischen Bratwürsten geht’s natürlich auch.

Karottengemüse


Zutaten:
1 TL Puderzucker
1 EL Butter
300 g Karotten
Salz
Pfeffer
Estragon
Balsamico

Zubereitung:
Die Karotten putzen und in Scheiben hobeln.

Butter in einem Topf erhitzen, etwas Puderzucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Karotten dazugeben und erwärmen lassen

Salzen, pfeffern und dann kurz vor Schluss mit etwas Balsamico ablöschen.

Estragonblätter grob in Streifen schneiden, darübergeben und unterheben. Fertig.

Fränkisches Kohlrabigemüse


Zutaten:
4 Kohlrabi
20 g Butter
2 EL Mehl
Zitronensaft
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Liebstöckel
Petersilie

Zubereitung
Die Kohlrabi putzen und in Stifte schneiden.

Kohlrabi in einen Topf geben und gerade so viel Gemüsebrühe zuschütten, dass sie bedeckt sind.

Etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis sie gar sind. Dann die Kohlrabi aus der Brühe nehmen und zur Seite stellen.

Butter erhitzen und Mehl hinzufügen. Rühren und eine Mehlschwitze herstellen. Mit der Brühe ablöschen und unter Rühren eindicken lassen. Wird die Mehlschwitze zu dick, etwas Brühe zugeben.

Die Kohlrabistifte wieder hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)