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Dienstag, 16. November 2010

Omas Bratente mit Rahmwirsing und Kloß

Oma war die Beste. Ich war schon immer ihr Lieblingsenkel, was bedeutete, dass ich auch der am meisten verwöhnte Enkel war. So habe ich als Kind meine Ferien mehr als gern bei meinen Großeltern auf dem Land genossen. Schade, dass meine Kinder so etwas nie erleben durften. 1983 sind dann meine Großeltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ich habe sie aber bis heute nicht vergessen. 
Ihre Kochkünste waren phänomenal. Gerichte wie Kartoffeldetsch (=Kartoffelpuffer) und Pfannkuchen, aber auch Sonntagsbräten, wie Stallhase, Gans, Ente, kriegte niemand so hin wie meine Großmutter. Leider habe ich nicht so viel von ihr lernen können. Damals war Kochen bei mir nicht so das große Hobby. Ich bilde mir trotzdem ein, dass ich dieses Mal die Ente so zubereitet habe, wie sie es früher getan hat. Zur Ente gab es Rahmwirsing. Endlich hatte mein Gemüsehändler Wirsingköpfe, die nur 600 Gramm wogen. Anni hat noch ein paar Kartoffelklöße dazu gemacht. Ein paar mehr, weil die Resteverwertung von Klößen besonders lecker ist. Das Rezept dazu gibt es dann morgen.


Zutaten:
1 bratfertige Ente (ca. 2,2 kg)
1 Apfel
1 Zwiebel
Majoran
Beifuß
Geflügelfond

Zubereitung:
Die Entenflügel am Ellbogengelenk abschneiden. Die Ente innen und außen abwaschen, trocknen und salzen und pfeffern. Einen Apfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel wird ebenfalls geschält und grob gewürfelt. Mit den Apfel- und Zwiebelwürfeln die Ente füllen und ein paar Beifußzweige mit hineinstecken. Außen wird die Ente noch mit getrocknetem Majran eingerieben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Ente auf der Brustseite in den Bräter legen und etwas Geflügelfond dazu angießen. Der Bräter kommt für 30 Minuten in den Ofen.

Die Ente jetzt auf den Rücken legen und weitere 90 Minuten braten lassen.

Jetzt lege ich die Ente in den Bräterdeckel und lasse sie ein paar Minuten bei 225°C Oberhitze noch etwas bräunen. Die Haut soll ja schön knusprig werden.

Aus dem Bratensatz wird nun die Soße zubereitet. Ich kann mich erinnern, dass Oma die Soße nie angedickt hatte. Das werde ich aber beim nächsten Mal abändern und etwas Mehlbutter zum Andicken nehmen.


Donnerstag, 5. August 2010

Hähnchenkeulen mit süßer Sojasoße

Die Thai-Küche wird ja oft von den Küchen ihrer Nachbarn beeinflusst. Ob jetzt Frühlingsrollen, die es fast identisch in der vietnamnesischen oder chinesischen Küche gibt, oder Currys, die es in Indien, Birma, eigentlich im ganzen asiatischen Raum, außer in Japan, gibt. 
Ketjap Manis ist eine etwas süßlich schmeckende, indonesische Sojasoße. Bei "süßer Sojasoße" sind sicher einige zunächst etwas skeptisch. Wie soll das zusammenpassen? Fleisch und Süße? Es passt hier sehr gut: Etwas umami, etwas süß und scharf. Eine gute Kombination für die Küche im heißen Sommer. 
Wenn ich momentan aus dem Fenster sehe, muss ich mir noch ein paar Grad dazudenken. Knappe 17 Grad Anfang August sind etwas wenig. Wenn ich dann noch daran denke, dass am Samstag mein Sohn heiratet, da möchte man schon den Wettergott anbeten. 
Wieder zum Rezept: Einfache Männerküche. Man kann eigentlich nichts verkehrt machen. Einfach die Zutaten der Reihe nach in die richtige Größe bringen, Wok erhitzen und los geht's.

Zutaten:
1000 g Hähnchenkeulen
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 cm Ingwer
2 rote Chilis
4 EL Erdnussöl
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
8 EL Ketjap Manis

Zubereitung:
Die Hähnchenkeulen in den Gelenken durchschneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln. Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und in feine Halbringe schneiden.

Das Öl im Wok erhitzen und die Hähnchenteile goldgelb anbraten. Dann herausnehmen und zur Seite legen.

Zwiebelwürfel, Knoblauch, Ingwer und Chilis in den Wok geben und anbraten. Die Kokosmilch und das Ketjap Manis hinzufügen und umrühren.

Die Hähnchenstücke in den Wok geben und bei geschlossenem Deckel etwa 30 Minuten köcheln lassen. Mit Reis servieren.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Zwei-Freunde-Curry

Zwei ehemalige Arbeitskollegen, oder besser, zwei Freunde mit ihren Frauen hatte ich am Wochenende zu Besuch. Wir haben lange zusammengearbeitet, und auch später den Kontakt nie so ganz verloren. Nicht nur die Geschichten aus alter und neuer Zeit waren interessant. Was für eine tolle Zeit hatten wir miteinander. Jetzt wird das hoffentlich etwas regelmäßiger passieren.

Für den Abend hatte ich mir, neben dem Klassiker „Glasnudelsalat“, ein rotes Curry für den Grill-Wok ausgedacht.  Dass es unmittelbar nach dem Eintreffen der Gäste wieder zu regnen begann, störte zwar, aber wir machten das Beste daraus. Der Sonnenschirm wurde in einen Regenschirm umfunktioniert, warm war es ja. Das Bamberger „Weizla“ sorgte zudem für etwas Abkühlung und gute Stimmung.

Dieses Mal habe ich für 8 Personen gekocht. Die Menge war gerade so ausreichend.

Zutaten:
2 EL Erdnussöl
1000 g Putenbrust
2 EL rote Currypaste
800 ml Kokosmilch
6 rote Chilis
1 Ananas
200 g Cocktailtomaten
 100 g Zuckerschoten
2 rote Paprika
4 EL Fischsoße
4 EL Sojasoße
1 EL Zucker
1 Zitrone
Zitronenabrieb
10 Zitronenblätter
4 Stängel Thai-Basilikum
½ Bund Chinalauch

Zubereitung:
Alle Zutaten müssen erst entsprechend zurechtgeschnitten und dann in Schalen und Schüsseln bereit gestellt werden.
(Putenbrust – mundgerechte Stücke, Chilis – halbiert, entkernt und in Halbringe geschnitten, Ananas – mundgerechte Stücke, Cocktailtomaten – halbiert, Zuckerschoten – 2 cm-Stücke, Paprika – Längsstreifen, Thai-Basilikumblätter – gezupft, Zitronenblätter – Mittelrippe herausgeschnitten und in Streifen, Chinalauch – in Röllchen)

Den Grill-Wok mit Holzkohle schön heiß werden lassen. Das Erdnussöl in die Pfanne geben und die Currypaste hinzufügen. Die Currypaste etwas anrösten lassen.

Die Fleischstücke portionsweise in der Mitte des Woks braten, dann am Wokrand nach oben schieben und die nächste Fleischportion braten.

2 Esslöffel vom Dicken der Kokosmilch hinzufügen und weiter braten lassen. Dieser Vorgang wird wiederholt bis das Dicke der Kokosmilch aufgebraucht ist. Die Chiliringe hinzufügen und unterheben.

Die Ananas, die Zuckerschoten, die Paprikastreifen und die Zitronenblätter unterheben und pfannenrühren.

Die restliche Kokosmilch hinzufügen und unterrühren.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Zucker, Zitronensaft und Zitronenabrieb würzen.

Die Thai-Basilikumblätter und den Chinalauch unterheben und sofort mit Reis servieren.

Dienstag, 1. Juni 2010

Gegrilltes Huhn oder Pute nach Straßenhändlerart

Lasst uns dauerhaft warmes Wetter mit Rezepten von Grillgerichten erzwingen. Kleine Ansätze gab es ja schon letzte Woche. Zwischen 18 und 23°C ist ja nicht schlecht. 
Dieses thailändische Grillrezept braucht eigentlich nur etwas Zeit für die Marinade. Dann geht alles ganz einfach. Beim Grillen sollte man eben aufpassen, dass die Hitze nicht zu stark ist. Ich halte mir immer ein paar "Rückzugsflächen", also Flächen ohne Kohle darunter, auf dem Grill. Das Originalrezept ist für Hähnchenschenkel gedacht. Wir hatten wunderschöne Putenflügel bekommen, die wir an den Gelenken noch geteilt hatten. Die Flügel halten mit jedem Hähnchenschenkel mit.

Zutaten für die Marinade:
2 Stangen Zitronengras
20 g Ingwer
8 Knoblauchzehen
6 Thai-Zwiebeln
4 Korianderwurzeln
2 EL Palmzucker
400 ml Kokosmilch
2 EL Fischsoße     
2 EL Sojasoße    

Zubereitung der Marinade:
Zitronengras, Ingwer, Knoblauch, Korianderwurzeln und Thai-Zwiebeln sehr fein hacken. Mit Kokosmilch, Fischsoße und Sojasoße in den Laos-Mörser geben und zu einer Paste mörsern. Alternativ kann man die Zutaten auch in einer Küchenmaschine pürieren.

Zutaten:
10 Hähnchenschenkel oder ähnliche Menge Putenflügel

Zubereitung:
Hühnerfleisch in eine große Schüssel geben und mit der Marinade übergießen. Eine Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Fleisch abtropfen lassen und auf dem Grill 20 - 30 Minuten grillen. Ab und zu wenden und mit einem Pinsel Marinade darüberstreichen. Das Fleisch muss goldbraun und durchgegart sein (Druckprobe). Dazu einer der thailändischen Dipsoßen und Limettenspalten reichen.

Donnerstag, 4. März 2010

Gefüllte Putenoberkeule

Wir haben mal wieder etwas ausprobiert. Als "Rouladen-Süchtige" wollten wir unsere Lieblingsfüllung in eine Putenoberkeule "einbauen". Das Entbeinen gelang und die Zubereitung waren eigentlich problemlos. Bis auf die Soße! Ich weiß nicht mehr woran es lag. Entweder war der Sauerrahm zu kalt oder wurde dann zu schnell aufgekocht. Vielleicht habe ich zu wenig eingerührt, ich weiß es nicht! Jedenfalls war die Soße leicht grießelig. Über gut gemeinte Ratschläge freue ich mich.


Zutaten:
1,2 kg Putenoberkeule
200 g ger. Bauchspeck
2 Zwiebeln
3 Gewürzgurken
4 TL scharfer Senf
Salz
Pfeffer
2 EL Pflanzenöl
10 getrocknete Tomaten
500 ml Hühnerbrühe
200 g Sauerrahm
2 EL Tomatenmark

Zubereitung:
Die Putenkeule entbeinen und mit einem scharfen, großen Messer das Fleisch in der Mitte einschneiden und jeweils waagrecht nach links bzw. rechts schneiden ohne die Haut zu verletzen. So entsteht ein großes rouladenähnliches Fleischstück.

Den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein hacken. Die Gurken in kleine Würfel schneiden. Den Backofen auf 150°C vorheizen.

Die Oberkeule innen salzen und pfeffern. Dann mit Senf bestreichen. Den Speck, ¾ der Zwiebeln und die Gurken auf die Innenseite geben. Die Putenoberkeule jetzt zusammenrollen und mit Rouladennadeln schließen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und die Oberkeule von allen Seiten scharf anbraten und danach außen salzen und pfeffern. Die restlichen Zwiebeln und die Tomaten dazugeben, etwas anschwitzen lassen und mit etwa 200 ml Hühnerbrühe aufgießen.

Den geschlossenen Bräter bei 150°C im Backofen 60 Minuten lang backen. Dann Deckel entfernen. Bei 220°C weitere 30 Minuten braten lassen.

Die Pute in den Bräterdeckel legen und im Ofen warm halten. In der Zwischenzeit die Soße erhitzen, Sauerrahm und Tomatenmark dazugeben und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Die Putenoberkeule in Scheiben aufschneiden und mit Klößen servieren.

Montag, 8. Februar 2010

Thai-Nudelsuppe mit Huhn

Wenig Zeit. Vorratskontrolle. Spätzle findet man, wie Nudeln, eigentlich immer. Nachdem der Vorratsschrank durch das Koch-Hobby fast üppig ist, waren die anderen Zutaten kein Problem. Und dann einfach ein bisschen cross-cooking. Deutsche Spätzle treffen auf Chili und Knoblauch. Vorsicht vor der Chili-Knoblauchpaste aus dem Asia-Laden, die Menge im Rezept ist wirklich ausreichend. Arroy dee!

Zutaten:
1400 g Suppenhuhn
2 l Wasser
6 TL Instant-Hühnerbrühe
1 Stängel Zitronengras
6 Zitronenblätter
½ TL Chili-Knoblauchpaste
250 g Spätzle
1 EL Fischsoße
1 EL Sojasoße hell
1 EL Koriandergrün

Zubereitung:
Das Suppenhuhn säubern, waschen und im Schnellkochtopf mit Wasser und Hühnerbrühe 30-40 Minuten kochen lassen.

Das Huhn aus der Flüssigkeit nehmen und etwas abkühlen lassen. Das Huhn enthäuten und entbeinen. Das Muskelfleisch ohne Haut in mundgerechte Stücke schneiden.

Das Zitronengras putzen, mit dem Küchenbeil plätten und in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Die Zitronenblätter, das Zitronengras und die Knoblauch-Chili-Paste in die Brühe geben und aufkochen.

Die Nudeln in der Brühe garen. Dann mit der Fischsoße und der Sojasoße abschmecken. Den Koriander hinzufügen, umrühren und heiß servieren.

Eine mögliche Variante wäre auch ein paar Garnelen oder Flusskrebse hinzuzufügen.

Samstag, 6. Februar 2010

Huhn mit Ingwersoße (Khao Man Gai)

Ich habe gedacht, ich kenne schon alles und dann durfte ich Uwes Mittagessen versuchen. Aromatisch! Scharf! Anschließend bot ich ihm an, ihn für dieses Rezept zu heiraten. Bis ich erfuhr, dass Yuppadee gekocht hatte. Tja ..., Pech gehabt, Uwe! 
Absolut authentische Küche aus Bangkok! Es braucht etwas Zeit diese Köstlichkeit zu kochen, aber es lohnt sich absolut.

Zutaten:
1 küchenfertiges Huhn
200 g Ingwer
10 rote Chilis
2 Korianderwurzeln
5 EL gelbe Bohnenpaste
5 Scheiben Galgant
1 EL Zucker
1 TL Pfeffer
3 EL Fischsoße
3 EL Sojasoße
3 EL Wasser
3 EL Ketjap Manis
1 TL Instant-Hühnerbrühe
250 g Reis
Hühnerbrühe
1-2 Salatgurken
2 Koriandergrün

Zubereitung:
Das Huhn waschen und säubern. Dann etwa 75 Minuten weich kochen, vom Knochen lösen, die Haut entfernen und das Fleisch in mundgerechte Stücke rupfen und warm stellen.

Ingwer, Chilis, Korianderwurzeln und Galgant in feine Streifen schneiden und mit der Bohnenpaste in den Laos-Mörser geben und eine Paste herstellen. Die Paste in einem Topf erwärmen und mit Zucker, Pfeffer, Fischsoße, Sojasoße, Wasser, Ketjap Manis und Instant-Hühnerbrühe abschmecken.

Den Reis in einer trockenen Pfanne rösten. Dann den Reis in der entsprechenden Menge Hühnerbrühe garen. Die Hühnerbrühe soll dabei im Topf etwa 1-2 cm über dem Reis stehen.

Die Gurke der Länge nach halbieren und mit einem kleinen Löffel die Kerne entfernen. Jetzt in etwa ½ cm-Stücke schneiden und auf den Tellerrand legen. Den Reis auf den Teller legen. Mit der Soße übergießen und das gekochte Huhn darauf geben. Mit gehacktem Koriander überstreuen.

Samstag, 9. Januar 2010

Frittierte Hähnchenflügel

Eine einfache, thailändische Vorspeise, die gerade bei Kindern sehr gut ankommt. Wir hatten sie bei Annis Geburtstag und ich konnte gar nicht so schnell frittieren wie gegessen wurde. Das Rezept habe ich für 4 Personen ausgelegt. Wenn unter den Gästen starke Esser sind, verdoppeln. ;-)


Zutaten:
24 Hähnchenflügel
5 EL helle Sojasoße
4 EL dunkle Sojasoße
1 rote Chili
100 ml Wasser
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 Prise Pfeffer
5 EL Tapiokamehl
1½ l Pflanzenöl


Zubereitung:
Die Hähnchenflügel putzen und im Gelenk durchschneiden.
Die Chilischote in feinste Streifen schneiden.
Aus den Sojasoßen, Chili, Wasser, Zucker, Salz, Pfeffer und Tapiokamehl eine Marinade rühren.
Die Flügel in die Marinade geben und 2 Stunden kühl stellen.


Das Öl auf 180°C erhitzen, die Hähnchenflügel trockentupfen und 5 Minuten knusprig frittieren. Zu den Hähnchenflügeln wird eine Dipsoße gereicht. Ich würde eine scharfe Dipsoße wählen. Wenn Kinder dabei sind, die süße Chilisoße nehmen.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Putengyros


Eigentlich sollte es ein Putengulasch werden. Dann kam mir, mittendrin,  die Idee mit dem Gyros. Leider war die Putenoberkeule da schon in Würfel geschnitten, eigentlich zu groß für ein Gyros. Egal! Dann merkte ich auch noch, dass das Oregano zur Neige ging. Gut, das habe ich durch Majoran ersetzt. Keiner hat’s gemerkt! 

Zutaten:
1200 g Putenoberkeule
0,2 l Olivenöl
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1½ EL Thymian
1½ EL Majoran
1 TL Salz
1 TL Pfeffer

Zubereitung:
Die Putenoberkeule häuten, entbeinen und säubern. In kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.
In die Schüssel eine große Zwiebel reiben. Dazu 0,2 l Olivenöl geben und 4 geschälte Knoblauchzehen dazupressen. Thymian, Majoran, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut unterrühren.
Über Nacht zum Marinieren in den Kühlschrank geben.
Den Backofen auf 50°C vorheizen.
Das Gyros aus dem Kühlschrank nehmen, eine Bratpfanne erhitzen und portionsweise das Gyros anbraten. Das fertige Gyros in einer Schüssel im Backofen warmhalten.

Mit Tzatziki und Baguette servieren.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Würziges Huhn mit Basilikum (Gai Pad Bai Ga Prao)

Wo "würzig" drauf steht, ist auch "würzig" drin. Egal, wo man es isst, bei Yuppadee oder mir, es ist scharf!! Wie sagt man in den USA: If you can't stand the heat, stay away from the oven. Wer Schärfe nicht verträgt, sollte dieses Gericht meiden. Es hilft bekanntlich nichts, wenn man versucht Wasser zu trinken um die Schärfe zu mildern. Ich nehme einen Löffel Reis, oder auch eine Gurken- oder Tomatenscheibe, das hilft mehr. Auch Trinken von Kokosmilch oder Milch dämpft die Schärfe, weil sich wohl die Capsaicin-Moleküle an die Fettmoleküle binden. Ich bin leider kein Ernährungswissenschaftler, aber so ähnlich soll es sein.
Außer Gemüsescheiben wird das Huhn auch gern mit einem Spiegelei serviert, das die Schärfe auch etwas mildert. Ich habe das Spiegelei immer in dieser Form wie auf dem Bild bekommen, nicht so schön, absichtlich auch etwas "überbraten. Ganz lecker schmecken auch die frittierten Thai-Basilikumblätter dazu. 
Noch etwas zu den thailändischen Namen. Die Schreibweise ist nur phonetisch, d.h. das was unser europäisches Ohr versteht, wird mit unserer Schrift wiedergegeben. Ob es jetzt Kaprao oder Ga Prao heißt, es ist beides dasselbe.


Zutaten:
 6 Knoblauchzehen
6 Thai-Zwiebeln
6 grüne Chilis
6 rote Chilis
1 TL Pfefferkörner 

500 g Hühnerbrust
1 EL Erdnussöl
4 EL Fischsoße
1 EL Palmzucker
4 Stängel Thai-Basilikum


Zubereitung:
Den Knoblauch, die Zwiebeln und die Chilis fein hacken. Alles zusammen mit den Pfefferkörnern in einem Mörser zu einer Paste zerstampfen. 
Das Fleisch in feine Würfel schneiden. Das Basilikum waschen, abtropfen lassen und die Blätter zupfen. Einen Wok mit dem Öl erhitzen und die Knoblauchpaste unter ständigem Rühren 1 Minute braten lassen. Fleisch, Fischsoße und Palmzucker hinzufügen. Unter Rühren die Soße etwas einkochen lassen. Thai-Basilikumblätter (evtl. frittieren), darüberstreuen und mit Spiegelei und Reis servieren.

Freitag, 11. Dezember 2009

Gegrillte Putenbrust im Bananenblatt (Har Muug Pink Gai)

Meine Gäste waren schon fasziniert wie ich alles vorbereitete. Wichtigstes Arbeitsgerät dabei ist ein tönerner Mörser, auch Laos-Mörser genannt.
Es braucht etwas Zeit, lässt sich aber sehr gut vorbereiten. Im Sommer legen wir es einfach auf den Grill. Im Winter reicht auch eine trockene Pfanne.                    
Die Bananenblätter haben eigentlich nur die Funktion einer Alufolie, aber mit Bananengeschmack. Das äußere Bananenblatt wird beim Braten/Grillen etwas dunkel, macht aber nichts. Das innere Blatt hält dicht und die gegrillte Fleischmasse bleibt unversehrt. Man sollte allerdings aufpassen, dass der Grill nicht zu heiß ist!
An Kokosmilch braucht man nur das Dicke an der Oberfläche. Diese "Creme" findet immer wieder wichtige Verwendung. Man sollte eine Kokosmilchdose also NIE schütteln.








Zutaten für die Paste:
5 getrocknete Chilis
1 Knoblauchzehe
1 Stange Zitronengras
5 rote Chilis
½ TL Salz
5 Pfefferkörner
5 Thai-Zwiebeln
3 Scheibchen Galgant
1 EL Instant-Hühnerbrühe


Zubereitung der Paste:
Alle Zutaten für die Paste in möglichst klein schneiden und im Mörser zu einer Paste zerstampfen.


Zutaten:
300 g Putenbrust
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 TL Tapiokamehl
1 Ei
Bananenblätter
2 Stängel Thai-Basilikum
3 Zitronenblätter
2 Stängel Koriandergrün


Zubereitung:
Die Putenbrust waschen, trocken tupfen und in hauchdünne Scheibchen schneiden.
Die Kokosmilch ohne Flüssigkeit, das Ei, das Tapiokamehl, das Fleisch und die Paste in einer Schüssel vorsichtig so lange vermengen bis die Flüssigkeit vom Fleisch aufgesaugt wurde.
Die Bananenblätter gut reinigen, in DIN A 4-Stücke schneiden und jeweils zwei Stücke um 90° versetzt übereinander legen.


In die Mitte des Bananenblattstückes ein paar Thai-Basilikumblätter geben, Fleisch darauf verteilen und etwas Koriandergrün sowie Zitronenblattstreifen darüber streuen.


Bananenblatt zu einem kleinen Päckchen falten und mit Holzspießen verschließen.


Auf dem Grill oder in einer trockenen Pfanne etwa 15 Minuten garen und mit Reis servieren.









Mittwoch, 2. Dezember 2009

Gebratene Putenbrust mit Galgant

Galgant ist dem Ingwer ähnlich. Er bringt eine gewisse Schärfe mit, die dem leckeren Gericht den richtigen "Pfiff" gibt. Insgesamt scharf! Im Kochkurs meinte Yuppadee zu meinem Gericht:"Das schmeckt ja wie zuhause!" Dies hätte eigentlich ein Alarmsignal für mich sein sollen. Ja, es ist wirklich, wirklich scharf, aber lecker! Thai-Beginner sollten die Chili-Mengen etwas reduzieren.

 

Zutaten für die Paste:
20 getrocknete rote Chilis
10 frische Chilis
1 Knoblauchzehe
6 Thai-Zwiebeln
1 TL Garnelenpaste
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 Stück Haldi-Wurzel
1 Stange Zitronengras    

Zubereitung der Paste:
Feingehackte Zutaten für die Currypaste im Mörser zerstampfen und vermischen.

Zutaten:
100 g Galgant
700 g Putenbrust
2 EL Erdnussöl
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
2 EL Fischsoße
5 EL Sojasoße
6 EL Austernsoße
1 TL Zucker      
2 TL Instant-Hühnerbrühe  
3 rote Chilis
15 Zitronenblätter

Zubereitung:
Galgant in hauchdünne Scheibchen schneiden und 2 Minuten in Wasser legen.

Putenbrust in dünne Streifen schneiden. Currypaste mit Öl 2-3 Minuten anbraten.

Putenbruststreifen zugeben und 10 Minuten braten, dabei regelmäßig kleine Mengen der Kokosmilch und Galgant zugeben.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Austernsoße, Zucker und Instant-Hühnerbrühe abschmecken.

Chilis und Zitronenblätter in feine Streifen schneiden. Zum Servieren mit den Zitronenblättern und Chilis bestreuen.  

Montag, 23. November 2009

Panaeng-Curry mit Hähnchenschenkeln (Panaeng Gai)

Ein typisches Thai-Gericht - lecker und schnell zubereitet. Beim Ablöschen der Currypaste mit der Kokosmilch dampft und qualmt es fürchterlich. Die Dämpfe, die einem dabei in die Nase steigen, könnten einen Hustenreiz auslösen. Harmlos, aber so verjagt man auch neugierige Topfgucker! Wenn man keinen Palmzucker hat, kann man auch braunen Zucker nehmen.



Zutaten:
4 Hähnchenschenkel
1½ EL Panaeng-Currypaste
2 EL Erdnussöl
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 EL Palmzucker
4 EL Fischsoße
1 EL helle Sojasoße
5 Zitronenblätter
1 rote Paprika 
2 Stängel Thai-Basilikum


Zubereitung:
Die Hähnchenschenkel 10 Minuten kochen, aus dem Topf nehmen und abtropfen lassen.


Die Currypaste etwa 3 Minuten mit dem Erdnussöl anbraten, dann 2 EL Kokosmilch zugeben und rühren. Nach weiteren 2 Minuten wieder 2 EL Kokosmilch hinzufügen. Dieser Vorgang wiederholt sich bis etwa 200 ml Kokosmilch eingerührt sind.


Palmzucker, Fischsoße und Sojasoße dazugeben und einrühren.


Die Hähnchenschenkel in die Soße legen und weitere 10 Minuten mitköcheln lassen.


Die restliche Kokosmilch über die Hähnchenschenkel gießen und bei geschlossenem Deckel 20 Minuten garen lassen. 


Zitronenblätter und Paprika in hauchdünne Streifen schneiden.






Hähnchenschenkel aus dem Topf nehmen und auf einer Platte anrichten.


Currysoße über die Hähnchenschenkel geben und mit den Basilikumblättern, den Zitronenblattstreifen und der Paprika garnieren. Mit Reis servieren.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)