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Montag, 31. Oktober 2011

Fränkischer Zwiebelkuchen


Ein kurzes, aber schönes Wochenende ist vorbei. Stefan war wieder einmal zuhause und für den Samstagabend hatten wir einen Zwiebelkuchen vorbereitet. Nachdem es aber abends noch auf die Piste ging, hat er den Zwiebelkuchen verweigert. Das war dafür dann sein Nachtmahl. Am Sonntag waren wir dann auf dem Agility-Turnier des Coburger Hundeclubs. Anni war beim Catering beschäftigt. Ich hatte meine Ruhe und einige nette Leute getroffen. Am Abend wurde dann noch einmal kurz gekocht. Stefan hatte Rindfleisch mit Austernsoße "bestellt".  Hier aber mein fränkischer Zwiebelkuchen in einer Kuchenform. Wir haben ihn aber auch schon oft als Blechkuchen gemacht.


Zutaten:
250 g Mehl
100 ml Milch
50 g Butter
1 Packung Trockenhefe
Zucker, Salz
1 Ei
300 g geräucherter Bauch
800 g Zwiebeln
Pfeffer
3 Eier
1 TL gemahlener Kümmel
1 EL Kümmel
250 g Sahne

Zubereitung:
Mehl mit der Hefe vermengen. Dann die Milch, Butter, das Ei, Zucker und Salz dazugeben und verkneten. Dann etwa 30 Minuten stehen lassen.

Den geräucherten Bauch klein würfeln und die Zwiebeln in Ringe hobeln.

Den geräucherten Bauch in einer Pfanne anbraten, die Zwiebelringe hinzufügen, weich dünsten und abkühlen lassen.

Den Teig in eine Springform legen und noch einmal 20 Minuten gehen lassen und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen..

Die Zwiebelmasse mit den Eiern und der Sahne verrühren. Mit dem Kümmel, Salz und Pfeffer gut abschmecken. Dann die Zwiebelmasse auf dem Hefeteig gleichmäßig verteilen.

30 bis 40 Minuten backen. Mit einer Stricknadel kontrollieren ob der Kuchen auch in der Mitte durchgebacken ist.


Normalerweise gibt es zu dem lauwarmen Zwiebelkuchen Federweißen dazu. Wir hatten einen trockenen Frankenwein.


Montag, 25. Juli 2011

Backhendl – Kurze Rezension von „Meine Kochschule“ von Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbecks „Meine Kochschule“ war die Grundlage für dieses Rezept. Gut, das Backhendl hätte ich auch allein hingebracht. Das Kochbuch beschreibt und  zeigt eben hauptsächlich Grundkenntnisse. Pochieren, Rührei braten, Salatdressings, Wurstsalat, Tomatensuppe, Semmelknödel, Spätzle, Spargel garen, Forelle braten und mehr sind absolute Basic-Themen und an den Kochanfänger richtet sich das Buch auch. Jedes Rezept hat bis zu 10 Bilder, so dass man z.B. die Entstehungsgeschichte eines Hackfleischklößchens auch ohne Text begreifen könnte. Nicht erschließt sich dem Leser immer alles. Warum ich z.B. in einen Kartoffelknödelteig unbedingt Kümmelsamen geben muss, werde ich wohl nie begreifen. Ist das bayerische Küche oder ist das nur eine Variante des „Gewürzepapstes“? Mein Tipp: Weglassen. Das Buch halte ich für eine hervorragende Hilfe für Kochanfänger. Dass ein Autor wie Alfons Schuhbeck dabei mit einer großen Auswahl süddeutscher Rezepte glänzt, versteht sich von selbst. Für jeden Kochanfänger ist dieses Buch eine sehr zu empfehlende Lektüre. Für 14,95 € heißt es also: Ran an die Töpfe!

Backhendl habe ich das erste Mal bei einer Kindergeburtstagsfeier vor vielen, vielen Jahren gegessen und ich fand es schon damals so lecker. Das musste ich einfach mal nachkochen. Ich habe allerdings keine Hähnchenbrust verwendet, sondern Hähnchenschenkel mit Rückenteil. Diese habe ich am Oberschenkelknochen geteilt und dann enthäutet. Der Rest war dann ganz einfach. Dazu gab es Kartoffelsalat. Dafür hatte ich allerdings keine festkochenden Kartoffeln mehr. Der Salat war deshalb etwas weicher. Trotzdem lecker.


Zutaten:
4 Hähnchenschenkel mit Rückenteil
Salz, Pfeffer
Mehl
Semmelbrösel
2 Eier
Muskatnuss
Pflanzenöl

Zubereitung:
Die Hähnchenschenkel w.o. teilen und häuten.

Das Fleisch salzen und pfeffern. Die „Panadestraße“ vorbereiten, also Mehl, Eier (mit Muskat und Pfeffer gewürzt) und Semmelbrösel und panieren.

Das panierte Fleisch kommt in eine heiße Pfanne mit reichlich Pflanzenöl. So ein Zentimeter sollte das Öl schon hoch sein. Langsam mit nicht zu hoher Hitze garen, damit die Panade nicht zu dunkel wird.

Dazu gab es Kartoffelsalat. Das Rezept dafür gibt es hier.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Fleischklößchen in Curry (Boller i karry)

Ja, ich habe wieder einen kleinen Job. Das ist aber nicht der Grund, warum ich etwas weniger poste in letzter Zeit. Ich koche einfach nicht so viel Neues, dass ich tagtäglich neue Kochrezepte präsentieren könnte. Ich fahre für eine Apotheke Medikamente aus und es macht mir Spaß!

Ab und zu wird aber trotzdem noch gekocht und nachgekocht. Bei den Temperaturen am Montag (max. 13 °C) konnte man schon etwas zum Aufwärmen gebrauchen. Was lag näher als einen dänischen Klassiker auszuprobieren: Boller i karry (Klößchen im Curry). 
Hat's denn geschmeckt? Na ja, ich hätte meine Hackfleischklößchen normalerweise etwas anders zubereitet. Man konnte es schon mal essen. Zu meinem dänischen Lieblingsrezept wird es aber nicht.


Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
100 g Mehl
1 kleine Zwiebel
200 ml Hühnerbrühe (oder Milch)
Salz
Pfeffer

1 kleine Zwiebel
20 g Butter
½ Apfel
1 EL Currypulver
1 TL Tapioka
600 ml Fleischklößchenwasser

Zubereitung:
Ein kleine Zwiebel schälen, reiben und mit dem Hackfleisch, dem Ei und dem Mehl vermengen. Nach und nach etwas Hühnerbrühe dazugeben und dann kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Einen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Klößchen aus der Hackfleischmasse abstechen und formen. Die Klößchen vorsichtig in das leicht köchelnde Wasser geben und in etwa10 Minuten gar werden lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und warm stellen.

Für die Soße eine Zwiebel fein hacken. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel dazugeben bis sie glasig wird. Dann einen halben Apfel entkernen, schälen und in den Topf reiben. Das Currypulver darübergeben und kurz mitbraten lassen.

Das Klößchenwasser in den Topf geben und alles schön köcheln lassen. Im Originalrezept hätte ich jetzt Mehl dazugeben sollen. Ich wollte die Soße allerdings keine 20 Minuten durchkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verfliegt. Stattdessen habe ich mit etwas Tapioka angedickt. Kurz aufkochen lassen bis die Soße die richtige Konsistenz hat. Nur noch die Fleischbällchen in die Soße geben und mit Reis servieren.

Freitag, 1. Juli 2011

Wochensplitter 26/2011 25.06.11 – 01.07.11


Themen: Kindheitserinnerungen, Impfpass, Meisterprüfung

Kindheitserinnerungen
Jetzt muss ich mich mal outen: Nicht, dass es meine Kindheit geprägt hätte, aber für mich war das immer ein Grund einen Nachschlag zu nehmen – gebratene Nudeln mit Eiern. Nudeln (oft Makkaroni) garen, dann wenig Pflanzenöl in die Pfanne, heiß werden lassen und Nudeln dazugeben. Mit Maggi! aus der Flasche würzen und die Nudeln bei nicht zu hoher Hitze bräunen lassen. Am Schluss die Eier hinzufügen und stocken lassen. Bei der Version auf dem Bild werden noch ein paar Reste wie Putenschinken und Putenbraten mitgebraten. Etwas Petersilie ganz zum Schluss, fertig ist eine Kindheitserinnerung.


Impfpass
Eine Zecke auf meinem Arm, noch nicht eingebohrt, aber sie war da. Nachdem wir in einem Zeckengebiet wohnen, wo auch FSME übertragen wird, habe ich dann mal meinen Impfpass kontrolliert. Und tatsächlich, eine Auffrischung ist nötig. Wann habt ihr das letzte Mal eueren Impfpass kontrolliert?

Meisterprüfung
Das Daumendrücken hat geholfen. Am Mittwoch war die letzte mündliche Prüfung und ja, wir haben einen frisch gebackenen Optikermeister bei uns in der Familie. Souverän hat unser Junior Stefan den zweijährigen Lehrgang in Jena abgeschlossen. Nächste Woche wird dann gefeiert. Bei der Übergabe des Meisterbriefs sind wir dabei.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Chili-Schoko-Muffins


30°C im Schatten waren es am Dienstag, hatten wir am Samstag noch weniger als 20°C. Ich hasse diese Temperatursprünge. Trotzdem habe ich gestern bei dieser Affenhitze mein Angelglück versucht. Vergebens! Nicht, dass keine Fische im Wasser waren. Ich habe gesehen wie Hechte raubten und wie Karpfen Luftsprünge machten. An meine Angelrute wollten sie aber nicht. Ich hoffe ja immer noch auf meinen Zander.

Das Rezept habe ich bei einer Fernsehsendung mitgeschrieben, die letztes Jahr im Oktober gesendet wurde. Das Ergebnis waren blitzschnelle süß-scharfe Muffins mit einem flüssigen Kern.


Zutaten:
200 g Zartbitterschokolade
125 g Butter
4 Eier
1 Vanilleschote
80 g Zucker
2 Chilis
2 EL Honig
20 g Mehl

Zubereitung:
Die Schokolade und die Butter über einem Wasserbad verflüssigen und zur Seite stellen.

Die Vanilleschote auskratzen und mit Eiern und Zucker mit dem Handmixer verrühren und zur Seite stellen.

Die Chilis halbieren, entkernen und fein schneiden. Mit Honig vermengen, kurz erhitzen und zur Seite stellen.

Alle Zutaten miteinander vermengen und das Mehl hinzufügen. Dann wird alles mit dem Handmixer verrührt.

Muffinpapierformen in das Muffinblech geben und dann bei 200°C Umluft für 6 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Alternativ dazu hätte man das Blech auch einfetten können.
Etwas Puderzucker in einem Sieb darübergeben. Fertig.

Montag, 16. Mai 2011

Dickes Rindercurry mit Erdnüssen

Das haben wir schon letzte Woche gekocht und heute dann veröffentlicht. Bei Blogger ging ja ab letzten Mittwoch so einiges durcheinander. Ich konnte mich nicht mehr abmelden, ich konnte keine Beiträge posten, die "Planung" hatte auch nicht funktioniert. Egal, jetzt geht's ja wieder. Wir sind ja leidensfähig.

In Thailand wird dieses Curry gern mit "100jährigen" Enteneiern gegessen. Diese sind zwar nicht 100 Jahre alt, sehen aber so aus. ;-) Sie werden in Asche, Lehm und ein paar geheime Zutaten gelegt. Dabei wird die Schale schwarz, das Eiweiß grün und der Dotter geht ins Schwarze über. Das Auge isst mit! Ich bin bei meiner Version deshalb bei frischen Hühnereiern geblieben. Ich weigere mich außerdem immer noch Rinderfilet in Streifen zu schneiden und dann 10 Minuten zu kochen. Dafür reicht auch Rumpsteak. Im übrigen bin ich mir relativ sicher, dass Rinderfilet in der authentischen thailändischen Küche keine große bzw. gar keine Rolle spielt. Ansonsten war es ein ganz normales, scharfes Curry. Die Eier milderten die Schärfe etwas ab und passten gut.


Zutaten:
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
3 TL rote Currypaste
2 Stängel Zitronengras
4 EL Fischsoße
3 EL Palmzucker
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
600 g Rumpsteak
60 g Erdnüsse
4 Eier
3 rote Chilis
8 Zitronenblätter
2 EL Fischsoße
1 Prise Pfeffer
2 Stängel Thai-Basilikum

Zubereitung:
400 ml Kokosmilch in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Rühren, bis die Kokosmilch etwas eingedickt ist. Die Currypaste hizufügen und 3 Minuten mitkochen, bis die Flüssigkeit zu duften beginnt.

Das Zitronengras putzen, mit dem Küchenbeil plätten und dann in 5 cm-Stücke schneiden. Zitronengras, Fischsoße und Palmzucker hinzufügen und durchrühren. Aufkochen bis die Flüssigkeit eine schöne rote Farbe bekommt. Jetzt weitere 400 ml Kokosmilch hinzufügen und wieder kochen lassen.

Das Fleisch in schmale Streifen schneiden. Die Erdnüsse im Mörser grob zerstoßen. Fleisch und Erdnüsse in die Soße geben und 10 Minuten kochen lassen.

4 Eier in der Zwischenzeit hart kochen. Die meiste Flüssigkeit sollte jetzt reduziert sein. Chilis entkernen und in schmale Streifen schneiden. Die Zitronenblätter rollen und in feine Streifen schneiden. Chilis, Zitronenblätter, Fischsoße und Pfeffer hinzufügen und abschmecken. Die Basilikumblätter zupfen und über das Curry streuen. Die Eier vierteln und darübergeben. Mit Reis servieren.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)