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Dienstag, 7. Dezember 2010

Fränkischer Puten-Sauerbraten

Heute bekomme ich mein Reh. Das bedeutet, dass wir in unserem Gefrierschrank unbedingt Platz schaffen müssen. Wie das klappen soll, weiß ich allerdings jetzt noch nicht. So haben wir Karpfen, Hechte, große Entrecôte-Stücke herausgenommen und trotzdem wird es sehr eng. Zwei Schultern, zwei Keulen und ein Rücken warten auf einen kühlen bzw. eiskalten Platz. Der Rest wird wohl gleich zu einem Ragout verarbeitet werden.  Ich bin gespannt, wie das klappen soll, nicht das Ragout, das Einräumen! Wir sind meistens nur zu zweit, deswegen reicht eine Kühl-Gefrierkombination. Nachdem unser Gefrierschrank das Zeitliche gesegnet hatte und, wegen des hohen Stromverbrauchs,  eigentlich nur der Liebling unseres Stromerzeugers war, haben wir ihn entsorgt und nicht erneuert.  Jetzt hätte ich ihn schon gern wieder.
Dieses Puten-Sauerbratenrezept hat Holger von „Silbern gelöffelt“ in einer Coburger Tageszeitung gefunden. Uns hat es voll überzeugt. Wir haben auf das Andicken mit Lebkuchen verzichtet, sonst hätte es Proteste bei den Mitessern gegeben. Und außerdem, da stimme ich mit der EDEKA-Werbung voll überein: „Keine Rosinen!“

Zutaten:
1,2 kg Putenoberkeule
½ l Wasser
0,7 l Rotwein
0,25 l Weinessig
8 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
8 Pfefferkörner
4 Nelken
½ Zimtrinde
1 Zwiebel
2 Karotten
½ Stange Lauch
1 kleiner Sellerie
1 Apfel
2 EL Distelöl
1 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
1 EL Kartoffelstärke

Zubereitung:
Die Putenoberkeule häuten, entbeinen und mit einem Küchengarn zusammenbinden.

Die Zwiebel, die Karotten, den Lauch und den Sellerie putzen und in Würfel bzw. Ringe schneiden.

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Pimentkörner, Zimtstange und Nelken in einen Mörser geben und grob zerstoßen.

Die Beize für den Sauerbraten besteht aus Wasser, Rotwein, Essig, geschnittenem Gemüse und den gemörserten Gewürzen.

Das Fleisch in die Beize geben und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Beize soll das ganze Fleisch bedecken.

Das Fleisch aus der Beize nehmen und trocken tupfen. Einen Apfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden.

Die Beize absieben und zur Seite stellen.

Etwas Distelöl in den Bräter geben, erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Das Fleisch herausnehmen und die Apfelscheiben und das Tomatenmark anrösten. Das Fleisch zurück in den Bräter geben und etwa die Hälfte der Beize in den Bräter geben.

Für 90 Minuten bei 180°C in den Backofen geben.

Das Fleisch herausnehmen und in Scheiben schneiden. Die Soße mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Falls sie zu sauer ist, mit etwas Hühnerbrühe auffüllen. Etwas Kartoffelstärke in Wasser anrühren und in die Soße geben. Einmal aufkochen lassen. Fertig.

Mittwoch, 14. April 2010

Bratwurst Spezial (3) - Blaue Zipfel

Eine ganz andere Zubereitung wählt man bei den "blauen Zipfeln", die auch "sauere Zipfel" genannt werden. Die Würste werden in einem heißen, saueren Sud gegart. Aber nicht kochen lassen, wenn die Würste im Sud sind. Sie platzen dann leicht auf. Leser aus dem mittelfränkischen oder unterfränkischem Raum werden jetzt sagen: "Das geht ja gar nicht! Da muss man feine fränkische Bratwürste nehmen!" Meine Antwort: "Und wie das geht! Probiert es!" Mit den fränkischen Bratwürsten kann man das natürlich auch machen. Das streite ich nicht ab.

Zutaten:
8 Coburger Bratwürste
1 l Wasser
500 ml Essig
4 EL Zucker
2 TL Salz
2 Zwiebeln
4 Lorbeerblätter
2 Nelken
5 Piment
10 Wacholderbeeren
2 TL Senfkörner

Zubereitung:
Den Sud aus Wasser, Essig und den Gewürzen herstellen, aufkochen und kräftig abschmecken.

Zwiebeln schälen,  in Halbringe schneiden und noch einmal aufkochen lassen.

Die Bratwürste müssen etwa 30 Minuten im Sud ziehen. Der Sud darf jetzt nicht mehr kochen, da sonst die Bratwürste aufplatzen.
 Mit Brot/Brötchen und evtl. etwas Senf warm servieren.


 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)