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Montag, 23. Januar 2012

Lammrücken im Walnussmantel mit Champignonrahmsoße und Bandnudeln - Wie lange denn jetzt?

Es ist immer wieder dasselbe: Das Fleisch hätten wir gern zartrosa. Aber wie lange muss es denn dann in den Ofen? Wie verhindere ich graue Filetscheiben? Man sucht sich Hilfe. In unserer Facebook-Gruppe warten dann die Profis auf mich und Tipps gibt es reichlich: Mit Knochen garen, mit Niedrigtemperatur, auf keinen Fall länger als 20 Minuten - eher weniger. Danke noch mal an dieser Stelle. Zum Zeitpunkt meiner Anfrage war das Fleisch aber schon vom Knochen gelöst und Fett und Sehnen waren entfernt. Es sah lecker aus. Also weniger als 20 Minuten. Danke, Barbara.


Am letzten Mittwoch habe ich ja an einem Soßenkurs teilgenommen. Dass ich nicht total begeistert war, habe ich ja schon einmal erwähnt. Das, was wir allerdings gekocht bekommen haben war sehr, sehr schmackhaft. So habe ich gestern mit der Champignonrahmsoße aus dem Kurs begonnen. Die Zutaten habe ich für meine Bedürfnisse angepasst.

Zutaten:
400 g Champignons
100 g Bacon
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 EL Pflanzenöl
150 ml Weißwein
200 ml Sahne
500 ml Hühnerbrühe
Salz, Pfeffer
1 TL Tapioka, Wasser

Zubereitung:
Erst werden die Champignons geputzt und blättrig geschnitten. Der Bacon und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und dann den Knoblauch noch fein hacken.

Jetzt brauchen wir Zeit. In einem breiten Topf wird der Speck schön langsam mit dem Pflanzenöl ausgelassen. Wenn er gerade anfängt knusprig zu werden, kommen die Zwiebelwürfel dazu.

Wenn die Zwiebelwürfel etwas gebräunt sind, gebe ich die Champignons dazu und brate alles weiter. Der Knoblauch kann jetzt auch dazu. Die Champignons werden etwas kleiner, weil sie Flüssigkeit verlieren.

Jetzt kommt der Weißwein dazu und die Soße soll einmal aufkochen. Die Sahne hinzufügen und einreduzieren lassen. 

Wenn die Soße etwas dickflüssig wird, kommt die Brühe dazu und wird wieder aufgekocht.

Die Soße darf jetzt ruhig 10-15 Minuten köcheln. Dann wird sie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Ganz zum Schluss wird die Soße mit wenig Tapioka und Wasser noch zur gewünschten Konsistenz eingedickt.

Jetzt fehlt nur noch unser ausgelöster Lammrücken.

Zutaten:
1 Lammfilet
Salz, Pfeffer
Mehl
1 Ei
fein gehackte Walnüsse
1 EL Butter
2 Knoblauchzehen
2 Stängel Rosmarin

Das Fleisch ist vorbereitet und wird gesalzen und gepfeffert. Dann wird es im Mehl und im Ei gewendet und zum Schluss werden die Walnussstückchen schön angedrückt.

In meiner kleinen gusseisernen Pfanne wird die Butter geschmolzen. Das Fleisch wird mit wenig Hitze (Stufe 6, dann 5 auf meinem Induktionsherd) rundherum gebraten. Die Nüsse dürfen nicht zu dunkel werden.

Der Backofen ist auf 150°C vorgeheizt worden. Dort bleibt das Fleisch für gut 15 Minuten.

Der fertige Rücken wird mit der Champignonrahmsoße und Bandnudeln serviert. Auf den Bildern war das Fleisch ziemlich genau 16 Minuten im Ofen. Wir fanden es so ideal.

Montag, 21. November 2011

Gulasch Home Style

Wir haben unseren Sandwich-Toaster wieder gefunden. So haben wir den ganzen Samstag mit dem Ding gespielt. Heraus kamen eine ganze Menge knuspriger Toasts mit leckeren bis interessanten Füllungen. Thunfisch, Mozzarella, Rinderhack, Gouda, Tomaten, Gurken, Mayonnaise, Senf, Ketchup, Eier, Frischkäse - alles wurde verwendet und in Toasts gepackt. Bei Gelegenheit gehe ich noch einmal darauf ein.

Home Style hätte auch "frei Schnauze" heißen können. Wir hatten Wohlfühl-Rind aus dem Dorfladen, Paprika, Champignons, Zwiebeln, Knoblauch, Thymian und Crème fraîche. Ich hatte zuvor noch überlegt, ob ich die Crème fraîche weglasse und dafür einen dunklen "Nothelfer"-Trunk aus der Klosterbrauerei Vierzehnheiligen köpfe. Das kommt aber dann beim nächsten Mal. Angebraten habe ich das Fleisch mit Entenschmalz, allerdings hat man es nur beim Kochen und leider nicht später beim Essen gerochen bzw. geschmeckt. War eben ein Versuch.


Zutaten:
1000 g Gulasch vom Rind
1 EL Entenschmalz
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Thymian
Oregano
Paprikapulver
2 getrocknete Chilis
0,5 l Hühnerbrühe
400 g Champignons
Crème fraîche
1 TL Tapioka und Wasser

Zubereitung:
Das Fleisch in Entenschmalz scharf anbraten. Fein gehackte Zwiebeln und Knoblauchzehen dazugeben und etwas anrösten lassen. Salzen und Pfeffern und ordentlich würzen.

2 Stunden schmoren lassen, so dass es gerade noch ein bisschen blubbert im Topf.

Die Champignons 10 Minuten mitziehen lassen, dann Crème fraîche dazugeben und unterheben. Noch einmal nachwürzen und je nach Geschmack mit Speisestärke etwas andicken. Wir ziehen die etwas sämigeren Soßen vor. Dazu gab es Nudeln, aber auch Kartoffeln oder Bratkartoffeln oder Reis hätten gut gepasst.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Fleischklößchen in Curry (Boller i karry)

Ja, ich habe wieder einen kleinen Job. Das ist aber nicht der Grund, warum ich etwas weniger poste in letzter Zeit. Ich koche einfach nicht so viel Neues, dass ich tagtäglich neue Kochrezepte präsentieren könnte. Ich fahre für eine Apotheke Medikamente aus und es macht mir Spaß!

Ab und zu wird aber trotzdem noch gekocht und nachgekocht. Bei den Temperaturen am Montag (max. 13 °C) konnte man schon etwas zum Aufwärmen gebrauchen. Was lag näher als einen dänischen Klassiker auszuprobieren: Boller i karry (Klößchen im Curry). 
Hat's denn geschmeckt? Na ja, ich hätte meine Hackfleischklößchen normalerweise etwas anders zubereitet. Man konnte es schon mal essen. Zu meinem dänischen Lieblingsrezept wird es aber nicht.


Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
100 g Mehl
1 kleine Zwiebel
200 ml Hühnerbrühe (oder Milch)
Salz
Pfeffer

1 kleine Zwiebel
20 g Butter
½ Apfel
1 EL Currypulver
1 TL Tapioka
600 ml Fleischklößchenwasser

Zubereitung:
Ein kleine Zwiebel schälen, reiben und mit dem Hackfleisch, dem Ei und dem Mehl vermengen. Nach und nach etwas Hühnerbrühe dazugeben und dann kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Einen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Klößchen aus der Hackfleischmasse abstechen und formen. Die Klößchen vorsichtig in das leicht köchelnde Wasser geben und in etwa10 Minuten gar werden lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und warm stellen.

Für die Soße eine Zwiebel fein hacken. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel dazugeben bis sie glasig wird. Dann einen halben Apfel entkernen, schälen und in den Topf reiben. Das Currypulver darübergeben und kurz mitbraten lassen.

Das Klößchenwasser in den Topf geben und alles schön köcheln lassen. Im Originalrezept hätte ich jetzt Mehl dazugeben sollen. Ich wollte die Soße allerdings keine 20 Minuten durchkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verfliegt. Stattdessen habe ich mit etwas Tapioka angedickt. Kurz aufkochen lassen bis die Soße die richtige Konsistenz hat. Nur noch die Fleischbällchen in die Soße geben und mit Reis servieren.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Rinder-Paprikagulasch


Kundenservice bei IKEA? Die einen sagen so, die anderen so. Unsere Geschichte und unsere Erfahrung: Das gekaufte Bett war zu groß. Gemerkt haben wir es aber erst beim Aufbau, die Matratzen waren zu klein. Jetzt gibt es da zwei Möglichkeiten, Bett umtauschen oder Matratze und Lattenrost tauschen. „Bei IKEA klappt das nie. Ohne Originalverpackung hast Du keine Chance.“ Die war zerkleinert im Papiermüll. Trotzdem haben wir es versucht und es hat problemlos geklappt. Man hat dem Junior einfach eine Gutschrift für das „falsche“ Bett gegeben und er hat sich dann das Bett eine Nummer kleiner gekauft. So unproblematisch sollte Kundenservice sein, damit er den Namen verdient.
Das Gulasch durfte allein vor sich hin schmoren und war so relativ schnell erledigt. Die einzige Arbeit war das Zerkleinern der einzelnen Zutaten. Dann zwei Stunden warten und das Essen kam quasi von allein auf den Tisch.


Zutaten:
1 EL Butterschmalz
900 g Hochrippe
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer
Rosenpaprikapulver
1 EL Tomatenmark
5 Tomaten
500 ml Rinderfond
3 rote Paprika
1 TL Tapioka mit wenig Wasser
200 g Sauerrahm

Zubereitung:
Das Fleisch putzen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden.

Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen fein schneiden.

Das Fleisch im Butterschmalz scharf anbraten, die Zwiebeln und etwas später den Knoblauch dazugeben und weiter braten.

Mit Salz, Pfeffer, gemahlenem Kümmel und Rosenpaprikapulver würzen. Tomatenmark mitrösten lassen und enthäutete, gewürfelte Tomatenstücke und den Rinderfond dazugeben.

Etwa 100 Minuten mit geschlossenem Deckel schmoren, dann enthäutete Paprikawürfel dazugeben und weitere 20 Minuten schmoren.Etwas Tapioka in Wasser lösen und einrühren, damit die Soße etwas dicklicher wird.

Zum Schluss noch den Sauerrahm unterheben und jetzt nicht mehr köcheln lassen. Mit Nudeln oder Reis servieren.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Pute in Austernsoße (Pad Gai Nguang Naam Manhoy)

Was ist den eigentlich aus Cora geworden, dem kleinen Schäferhundwelpen? Wie geht es ihr? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Nun, Cora, oder besser der Besitzer hat wohl noch mal die Kurve bekommen. Letzte Woche rief das Veterinäramt bei mir an und wollte wissen, wie denn die Situation sei, ob denn immer noch das traurige Winseln und Heulen zu hören sei. Nein, der Hund ist jetzt (im Moment) nicht mehr so oft allein in dem Schrebergarten. Es scheint, dass man einsichtig geworden sei und den kleinen Hund mittlerweilen besser behandelt. Das liegt an mehreren Besuchen durch Vertreter des Veterinäramts und wohl auch an einem "freundlichen" Brief. Cora wird nun auch ausgeführt. Sollte sie einmal früh um 08.00 Uhr in dem Schrebergarten sein, so ist spätestens um 12.30 Uhr eine Betreuungsperson für die Kleine da und geht mit ihr spazieren. Schön, das es jetzt so ist. Ich werde beobachten, ob es auch so bleibt. So bleibe ich der "böse" Nachbar", aber trotzdem ein Tierfreund.

Rindfleisch mit Austernsoße ist eine leckere Sache für Thai Food-Liebhaber, die es nicht so scharf mögen. Rind war alle, Pute war noch da. Also habe ich nur die Garzeiten etwas verändert und ansonsten fast die gleiche Rezeptur genommen. Anstatt Reis Reisnudeln und fertig war ein Abendessen.


Zutaten:
400 g Putenschnitzel

2 EL Sesamöl
2 EL dunkle Sojasoße
1 Knoblauchzehe
2 EL Erdnussöl
400 g Champignons
100 g Babymais
3 Frühlingszwiebeln
1 TL Tapiokamehl
400 g Reisnudeln
Pfeffer

7 EL Austernsoße

Zubereitung:
Die Putenschnitzel in mundgerechte Streifen schneiden und mit Sesamöl und dunkler Sojasoße im Kühlschrank mindestens 10 Minuten marinieren lassen. Bei mir waren es etwa 4 Stunden.

Die Champignons putzen und vierteln. Den Babymais und die Frühlingszwiebeln putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Knoblauchzehe feinhacken und in Erdnussöl goldgelb anbraten. Dann das Fleisch hinzufügen und 3 Minuten pfannenrühren.

Die Champignons, den Babymais und die Frühlingszwiebeln hinzufügen und nochmals 2 Minuten pfannenrühren.

Das Tapiokamehl mit etwas Wasser verrühren und dazugeben. Etwa 5 Minuten köcheln und eindicken lassen.

In der Zwischenzeit die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten. Es passte bei mir sehr gut in das Zeitschema. Soße und Reisnudeln waren gleichzeitig fertig. Ich habe die Nudeln abgegossen, ein paar Tropfen Erdnussöl darüber gegeben und untergehoben. So waren die Reisnudeln kaum verklebt.

Jetzt noch den Pfeffer und die Austernsoße hinzufügen. Der Mais sollte jetzt auch gar sein (sonst noch ein, zwei Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen). Fertig.


Donnerstag, 25. November 2010

Geschmortes Rinderherz

Sehr herbstlich ist es zur Zeit. Schneeregen und eiskalter Wind ergänzen sich und wechseln sich ab. Selbst Filou war gestern früh nicht so begeistert vom Gassi Gehen und hatte von sich aus, bei Gegenwind, den Spaziergang abgebrochen. Ab und zu kommt das schon mal vor. Sei es im Hochsommer, wenn es ihm zu warm ist, aber auch bei arktischen Temperaturen. Na ja, böse bin ich ihm da nicht. Vielleicht hat er auch noch genug von seinem Geburtstags-Spaziergang. Er liebt den Baggersee bei Wiesen. So stand er dann am Ufer und legte den Kopf schräg als wollte er fragen: "Wie sieht's aus? Hast Du etwas gegen ein kleines Bad?" Es war immerhin sein Geburtstag und ich sagte nur: "Mach, was Du willst!" Und dann war er drin. Fröhlich bellend wurden wir aufgefordert seinen gelben Tennsball ins Wasser zu werfen, damit er nachschwimmen und ihn holen konnte. Das Spielchen haben wir dann so nach 5 Minuten abgebrochen. Jedes Mal, wenn er aus dem Wasser kam, hatte er sich mal kurz geschüttelt (er war dann trocken und wir nass) und dann anschließend in nassem Kies gewälzt. Er fand es schön. Wir haben ihn nach der letzten Schwimmrunde direkt am Ufer abgefangen, jetzt war er wieder einigermaßen sauber, und haben ein letztes im Dreck Wälzen verhindert.
Durchgefroren zuhause angekommen war dann die Zeit für deftige Genüsse. Ab und zu gönnen wir uns dann etwas Besonderes, ein Stück Rinderherz. Unsere Kinder waren früher nie so begeistert davon. Wir essen es ganz gern.


Zutaten:
1 kg Rinderherz
20 g Butter
Olivenöl
1 frische Knoblauchknolle
2 cm Ingwer
2 mittelgroße Zwiebeln
Salz, Pfeffer
100 ml Rotwein
50 ml Sherry
1 EL Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
1 TL milde, rote Currypaste (LiBai)
Hühnerbrühe
1 TL Tapioka
Wasser


Zubereitung:
Das Rinderherz putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Butter und Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und die Herzstücke von allen Seiten anbraten.

Die Knoblauchknolle in der Mitte durchschneiden und mitbraten lassen. Den Ingwer schälen, in Scheiben schneiden und ebenfalls mitbraten.

Die Zwiebeln würfeln und in der Pfanne mitbraten lassen. Salzen und pfeffern.

Mit Rotwein und Sherry ablöschen und einmal aufkochen lassen. Das Tomatenmark, die Lorbeerblätter und die Currypaste dazugeben. Diese „LiBai“-Currypaste kann ich zu Thai-Gerichten nicht verwenden, da sie viel zu mild ist. Dem Rinderherz hat es ein bisschen Würze gegeben.

Etwa 60 Minuten schmoren lassen. Mit etwas Hühnerbrühe auffüllen und evtl. etwas Stärkemehl und Wasser mischen und die Soße damit andicken.

Wir hatten Makkaroni dazu. Ich könnte mir aber auch Reis dazu vorstellen.

Damit sich "Nicht-Hundebesitzer" einmal vorstellen können wie ein "ehemals" blonder Labrador nach dem "im Dreck Wälzen" aussehen kann, zum Schluss noch ein Bild:


Könnt ihr jetzt verstehen, warum wir nach der letzten Schwimmrunde ein Wälzen verhindert haben? Bei aller Liebe: So kommt er mir nicht ins Auto! ;-)

Montag, 8. November 2010

Marinierte Garnelen mit Brokkoli

Zur Zeit ist es sehr schwer ein paar frische thailändische Gemüse zu kaufen wie z.B. Wassermimose oder  Thai-Brokkoli. Bei Eingang von Gemüseladungen aus Thailand in die EU finden Prüfungen und Laboruntersuchungen statt. 
Wenn man dann Blattgemüse, wie den Thai-Brokkoli, beim Zoll 14 Tage zwischenlagert, braucht man sich nicht zu wundern, wenn alle Blätter schon leicht ins Gelbe abdriften. Ich habe mir die welken Blätter angesehen und für nicht kaufbar befunden und stattdessen mit Brokkoli das Rezept gekocht. Koriander gab es auch nicht, also habe ich anstatt des Blattkorianders den Langen Koriander verwendet (Pak Chee Farang). Dieser ist nicht ganz so intensiv wie sein Verwandter, so dass man die Menge evtl. etwas erhöhen muss. Die Garnelenmenge habe ich, abweichend zum Originalrezept, etwas verringert. 


Zutaten:
600 g Garnelen
100 g Ingwer
4 cl Reiswein
½ TL Salz
½ TL gem. Pfeffer
300 g Brokkoli-Röschen
2 Knoblauchzehen
2 EL Erdnussöl
8 EL Austernsoße
2 EL helle Sojasoße
4 EL Ketchup
1 EL Sesamöl
1 TL Zucker
1 TL Tapiokamehl
1 EL Instant-Brühe
4 Stängel Koriander

Zubereitung:
Die Garnelen schälen, am Rücken einschneiden und Darm entfernen.

Den Ingwer schälen, reiben, in ein sauberes Baumwolltuch geben und den Saft auspressen. Nach dem Originalrezept bräuchte man eigentlich nur 2 EL, ich habe  den ganzen Ingwersaft verwendet. Dadurch wird es etwas schärfer.

Aus Ingwersaft, Reiswein, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren und die Garnelen etwa 10 Minuten einlegen.

Den Brokkoli putzen und in kleine Röschen schneiden. In kochendem Salzwasser 1 Minute kochen  und abschrecken.

Knoblauch feinhacken und in Öl goldgelb anrösten, die Garnelen mit Marinade dazugeben und braten. Mit Austernsoße, Sojasoße, Tomatenketchup, Sesamöl und Zucker abschmecken. Zur Bindung etwas Tapioka mit Wasser mischen und einrühren. 


Mit etwas Instant-Brühe abschmecken und den grob gehackten Koriander darüberstreuen. Dazu gibt es Reis.

Mittwoch, 3. November 2010

Scharfe Teigtaschen

Bei Thai Food kann man eigentlich nie schreiben, es sei etwas für den kühlen Herbstabend. Thailänder kennen keine kühlen Herbstabende und haben deswegen keine Rezepte ausgedacht. Im Moment ist es sehr neblig und 7°C ist auch nicht so viel.

Vegetarisch und trotzdem auch was für Fleischesser, diese scharfen Stückchen! Die Wantan-Taschen mit der leckeren Gemüsefüllung sind als Vorspeise, aber auch als Snack mit süß-scharfer Chilisoße ideal. Bei einem Thai-Büfett könnten sie gegenüber von milden Gerichten, wie Hühnerfilet mit Cashewnüssen oder Rindfleisch mit Austernsoße, stehen.


Zutaten:
100 g Kartoffeln
4 EL Erbsen
4 EL Gemüsemais
1 rote Chili
1-2 TL Zitronengraspaste
1 EL helle Sojasoße
½ TL Garnelenpaste
½ TL grüne Currypaste
4 Stängel Koriander
20 Wantan-Teigblätter
1 EL Tapiokamehl
2 EL Wasser
1 l Erdnussöl

Zubereitung:
Die Kartoffel(n) kochen und durchdrücken. Die Erbsen und die Maiskörner garen. Die Chilischote entkernen und fein hacken. Koriander ohne Wurzel grob durchhacken. Alles mit der Sojasoße, der Zitronengraspaste, der Garnelenpaste und der Currypaste zu einer Füllung gründlich vermengen. Anstatt der Zitronengraspaste kann man das Zitronengras auch sehr, sehr fein hacken.

Einen TL Füllung in die Mitte des Teigblattes legen. Die Ränder des Blattes mit der Tapioka-Wasser-Mischung bestreichen und das Teigblatt zu einem Dreieck falten. Die Teigränder fest zusammendrücken.

Das Öl in einem Topf auf 180°C erhitzen und die Teigtaschen portionsweise etwa 3-5 Minuten
goldbraun frittieren. herausnehmen, auf Küchenpapier legen und abtropfen lassen. Heiß servieren!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Mariniertes Putensteak mit gebratenem Gemüse

Ein weiteres Grill(-Wok)-Rezept. Neu war für mich dieses Mal der Umgang mit Lilienblüten, aber Yuppadee weiß Rat. Die Blüten bekommen nach dem Wässern und vor dem Garen einen Knoten. So wird verhindert, dass die faserige Blüte sich in ihre Bestandteile auflöst. Die Steaks sollen mindestens zwei Stunden eingelegt werden. Mehr schadet nicht. Bei dem Bratgemüse kann man alles nehmen, was der saisonale Markt hergibt. Auch hier gilt: Alles vorbereiten und dann, je nach Garzeit der Gemüsesorten, alles in den Wok geben.

Zutaten Steaks und Marinade:
4 Putensteaks (jeweils 150 g)
2 rote Chilis
2 Knoblauchzehen
2 EL Fischsoße
2 EL Sojasoße
1 Zitrone
1 TL Zucker

 
Zutaten Gemüse:
10 Mu Err Pilze
25 Lilienblüten
1 Knoblauchzehe
8 EL Erdnussöl
1 Möhre
1 große Zwiebel
150 g Bambus
100 g Zuckerschoten
½ rote Paprika
50 g Brokkoli
100 g Thai-Brokkoli
8 EL Austernsoße
3 EL Sojasoße
½ TL Zucker
4 EL Wasser
1 EL Tapiokamehl
1 TL Sesamöl
1 EL Instant-Hühnerbrühe

Zubereitung:
Die Chilis und die Knoblauchzehen sehr fein hacken. Mit Fischsoße, Sojasoße, dem Zitronensaft und dem Zucker vermengen und diese Marinade über die Steaks gießen. Zwei Stunden kühl stellen.

Die Pilze 1 Stunde im warmen Wasser einweichen. Die Lilienblüten 10 Minuten einweichen und dann verknoten. Knoblauchzehen fein hacken und in Öl goldgelb braten. Gemüse säubern und in mundgerechte Stücke schneiden. Je nach Garzeit in den Wok geben und rühren.

Wasser mit Tapiokamehl verrühren.

Mit Austernsoße, Sojasoße, Zucker, Sesamöl und der Hühner-Instantbrühe abschmecken. Jetzt das Tapiokamehlwasser einrühren. Bis zur gewünschten Konsistenz ziehen lassen. Das Gemüse soll aber knackig bleiben.

Die marinierten Steaks abtrocknen, auf den vorgeheizten Grill legen und braten. Je nach Geschmack kann man noch dazu Reis servieren.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Gebackene Teigtaschen mit Garnelen und Hackfleisch (Giau Krob Gung)

Immer dann, wenn etwas Bastelarbeit notwendig ist, habe ich gern (moralische) Unterstützung. Anni ist handwerklich weitaus begabter als ich. Gut so!
An die Teigtaschen habe ich mich aufgrund handwerklicher Defizite lang nicht herangetraut. Ich sollte es trotzdem öfters tun, da hier sämtliche Geschmacksnerven in Gefühlswallungen kommen.  Eine kleine Hürde bei der Zubereitung ist der Frühlingsrollenteig, der auf keinen Fall trocken werden darf. Er reißt sonst leicht.

Zutaten:
10 Blätter Frühlingsrollenteig
6 Mu Err Pilze
100 g Garnelen
50 g Glasnudeln
1 Frühlingszwiebel
2 Korianderpflanzen
300 g Schweinehack
2 EL helle Sojasoße
1 TL Zucker
1 TL gerösteter Knoblauch
1 EL Instant-Hühnerbrühe
1 EL Tapiokamehl
2 Eier
1-2 l Erdnussöl (je nach Größe des Topfes)

Zubereitung:
Frühlingsrollenteig längs halbieren.

Mu Err Pilze im warmen Wasser etwa 1 Stunde einweichen und kleinhacken. Garnelen säubern, Darm entfernen und kleinhacken. Glasnudeln etwa 3 Minuten im warmen Wasser einweichen und kleinschneiden. Die Frühlingszwiebel und den Koriander kleinhacken.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben. Nun mit der Sojasoße, Zucker, Knoblauch, der Instant-Hühnerbrühe und dem Tapiokamehl vermengen und verkneten.



2 TL der Füllung in die Mitte eines Teigviertels geben. Dann das zweite Viertel darüber klappen und mit den in einer Tasse verschlagenen Eiern verkleben.





Im Erdnussöl bei 180°C die Teigtaschen goldgelb frittieren. Als Dip-Soße eine Chilisoße (scharf oder süß-sauer) reichen. 



 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)