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Mittwoch, 21. September 2011

Ein thailändisches Gegenüber - Schwein süß-sauer (Muh Phat Priau Waan) und Schweinefleischsalat (Yam Muh)

An einer thailändischen Tafel stehen sich oft immer total unterschiedliche Gerichte gegenüber, wie z.B. ein scharfes und ein süß-saueres. Süß-sauer war die Schweinelende bei unserem Geburtstagsdinner. Die Zutaten, die ich leider nicht in Coburg bekam, durfte ich in Bamberg (Asia-Shop, Untere Königsstr. 2) kaufen. Dort suchte ich auch das Chilipulver für unsere scharfe Komponente, den Schweinefleischsalat. Der Verkäufer, ein Vietnamnese, meinte noch: "Hot! Very hot! Very, very hot!" Ich dachte nur: "Ja, ja!" Beim Zubereiten wurde ich dann doch etwas skeptisch als ich das Chilipulver an der Zungenspitze testete. Also habe ich ad hoc die Zutatenmenge reduziert. Was für ein Glück! Um ehrlich zu sein, es war auch so höllisch scharf! Zunächst nur an den Mundschleimhäuten, dann in der Mitte des Zungenbodens. Am nächsten Tag ... Das kennt aber wahrscheinlich jeder! 
Was lerne ich daraus? Neue Zutaten (Marke), neuer Geschmack! Der einfachen Zungenspitzentest hat mich (oder die Gäste) da wohl gerettet. 
Das Gegenüber für den scharfen Schweinefleischsalat (Rezept gibt es hier) war unsere süß-saure Schweinelende. Ich habe, abweichend zur üblichen Rezeptur, anstatt Schweinekamm Schweinelende genommen. Ich denke, dass es für die "salatgeschädigten" Gäste genau das Richtige war. Und den Kleinen hat es, denke ich, auch gut geschmeckt.


Zutaten:
½ Ananas
6 EL Ananassaft
1 ½ EL Tomatenketchup
2 ½ EL Fischsoße
1 EL Zucker
2 EL Erdnussöl
500 g Schweinefilet
4 Knoblauchzehen
½ Möhre
1 Zwiebel
1 rote Paprika
½ Salatgurke
200 g Cocktailtomaten
Koriander

Die Schale, die Augen und den Strunk der Ananas gründlich entfernen. Die Ananas in Scheiben und dann in mundgerechte Stücke schneiden.

Den Ananassaft, das Ketchup, Fischsoße und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren und zur Seite stellen.

Die Schweinefilets putzen und in schmale Scheiben schneiden. Das Gemüse waschen, die Möhren schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in Achtel schneiden. Die Paprika schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gurke entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren. Den Knoblauch fein hacken.

Eine Pfanne mit Öl heiß werden lassen und das Fleisch durchbraten. Das Fleisch herausnehmen und auf  Küchenpapier abtropfen lassen.

In der Pfanne den Knoblauch 1 Minute goldgelb anrösten. Zwiebel-, Paprika- und Möhrenstücke etwa 2 Minuten braten. Gurken- und Ananasstücke, Tomatenhälften und Ananassaft hinzufügen und noch eine Minute weiter braten lassen.

Erst jetzt wird das Fleisch wieder hinzugefügt und untergehoben. Mit Koriander garnieren und servieren.


Mittwoch, 15. Dezember 2010

Schweinefilet im Feta-Speck-Mantel mit Estragon-Erbsen-Mais-Gemüse und Thymian-Kartoffeln


Kalt und eisig war es heute. Der Spaziergang am Baggersee mit Filou musste jedoch sein. Für morgen soll ja dann wieder etwas mehr Schnee kommen.

Ganz anders, heiß und hitzig und auch aalglatt, ging es ja gestern im italienischen Parlament zu. Mit 314 zu 311 Stimmen hat sich Berlusconi bei dem Misstrauensvotum leider wieder durchgemogelt. Wie seltsam mutmaßt da der Sinneswandel der italienischen Abgeordneten Katia Polidori an, die sehr kurzfristig ihre Sympathien zu Berlusconi wiederentdeckt hatte. Es ist schon erstaunlich, was sich die Italiener und ihre Abgeordneten gefallen lassen. Was muss ein italienischer Ministerpräsident denn noch alles tun, um aus dem Amt gejagt zu werden? Oder sollte man besser fragen: Was musste Berlusconi alles tun um im Amt zu bleiben?

Friedlicher ging es bei dem Rezept zu. Zwar mussten sich die Kartoffeln und das Schweinefilet zeitweise auch den Ofen teilen, aber das verlief zivilisiert und nicht handgreiflich.


Zutaten:
400 g Schweinefilet
Salz
Pfeffer
Majoran
100 g Fetakäse
100 g Baconscheiben

400 g Erbsen (TK)
150 g Gemüsemais
15 g Butter
Estragon
Salz
Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe

4 Kartoffeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Thymian

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Filet darin bei hoher Hitze rundherum kräftig anbraten. Die Baconscheiben auf der Arbeitsplatte auslegen und Fetakäsescheiben gleichmäßig darauf verteilen. Das Filet darauflegen und mit dem Feta-Speckmantel umwickeln.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 15-17 Min. braten. Das Schweinefilet vom Blech nehmen und in einer Alufolie gewickelt 5 Min. ruhen lassen.

Die Erbsen und den Mais zusammen mit etwas Butter anschwitzen. Salzen und pfeffern und Estragon dazugeben. Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen.

Möglichst gleich große Kartoffeln waschen, putzen und halbieren.  Salzen, pfeffern, etwas  Thymian und Olivenöl auf die Kartoffelhälften geben. Bei 200°C auf Backpapier etwa 30 Minuten backen lassen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sie innen weich und außen goldbraun sind.

Montag, 15. November 2010

Frittierte Eier mit Garnelen und Schweinefleisch (Kai Kwam)

Das Rezept für diese frittierten Eier liegt schon eine Weile auf dem Rechner. Irgendwie, wenn ein Rezept zu filigran für mich erscheint, schiebe ich es immer wieder auf die Seite. Bis dann der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich so etwas brauche. Für mich ist das dann auch eine Form der Entspannung. Auf der anderen Seite ist man ganz schön gespannt, ob es klappt und wie es dann schmeckt. Aber nervös darf ich davor nicht sein. Schon bei den Vorbereitungen war ich skeptisch, wie ich denn die Füllung wieder in die Eier bekomme. Nicht nur die gewürzten Dotter, sondern auch die Garnelen und das Schweinefilet mussten ja wieder eingefüllt werden. Ich sollte Recht behalten. Es hat für die gekochten Eier gereicht, es hat für meine restlichen Wantan-Taschen gereicht und auch Klößchen konnte ich am Schluss noch probieren. Die Not macht erfinderisch. Die Eier-Orgie konnte beginnen. Eier-Orgie auch deswegen, weil beim ersten Kochversuch 3 Eier geplatzt waren. Das gab dann, so ganz nebenbei, noch einen Eiersalat.
Zu den frittierten Eiern, den gefüllten Wantan-Taschen und den Klößchen habe ich jeweils eine süß-scharfe Chilisoße gereicht.


Zutaten:
 8 Eier
150 g Tempuramehl
1 TL Salz
150 g Garnelen
150 g gebratenes Schweinefilet
4 Stängel Koriander
½ TL schwarzer Pfeffer
1 TL Salz
1 EL Fischsoße
1-2 EL dicke Kokosmilch
1 l Pflanzenöl

Zubereitung:
Eier in einem Topf hart kochen. Wenn man die ersten drei Minuten dabei immer wieder umrührt, bleibt der Dotter schön in der Mitte. Die hart gekochten Eier abschrecken und schälen.

Tempuramehl mit etwas Wasser und Salz zu einem glatten, nicht zu dünnem, Teig rühren.

Die Eier der Länge nach aufschneiden und die Dotter in eine Schüssel geben. Die Garnelen schälen, Darm entfernen und waschen. Garnelen und Schweinefleisch fein schneiden. Koriander waschen, Blätter zupfen und grob hacken. Alle Zutaten hinzufügen, nur mit der Kokosmilch etwas vorsichtig sein. Die Füllung darf nicht zu flüssig werden. Also evtl. etwas Kokosmilch weniger nehmen. Die Füllung soll mit einer Gabel zu einer glatten Masse gerührt werden.

Öl in einem Topf/Fritteuse auf 180°C erhitzen.

Die Eihälften werden mit der Füllung gefüllt und wieder so zusammengedrückt, dass sie wie ein Ei aussehen. Dann werden sie vorsichtig in dem Tempurateig gewendet. Mit einer Schaumkelle werden die Eier vorsichtig in das Öl gegeben und goldgelb frittiert. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.


Wie bereits erwähnt, es war noch Füllung übrig und es war auch noch etwas Tempura-Teig übrig. Also wurden die Wantan-Tasche mit einem knappen Esslöffel der Füllung befüllt und diagonal zugklappt. Etwas verrührtes Ei mit dem Pinsel auf die Kanten streichen, zudrücken und frittieren.

Hinten die frittierten Eier, vorn links die Wantan-Taschen und vorn rechts die Klößchen

Die restliche Füllmasse wurde zu kleinen Klößchen geformt. Diese wurden dann durch den Tempura-Teig gezogen und ebenfalls frittiert.



Donnerstag, 29. Juli 2010

Rotes Cury mit Schweinefleisch

Ein schnelles, einfaches Gericht, leicht zuzubereiten. Ideal für den Grill-Wok im Freien. Die Schärfe eines Currys kann man durch Zugabe von mehr Chilis und evtl. etwas mehr Currypaste steuern. Das Gericht darf etwas schärfer sein, muss es aber nicht. Thai-Zwiebeln kann man durch kleine rote Zwiebeln ersetzen, Zuckerschoten durch Thai-Bohnen oder grüne Bohnen. Die Thai-Auberginen würde ich nicht durch "unsere" europäischen Auberginen ersetzen. Der Geschmack ist doch zu unterschiedlich.

Zutaten:
2 Knoblauchzehen
2 rote Chilis
2 Thai-Zwiebeln
2 EL Erdnussöl
1 TL rote Currypaste
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
400 g Schweinefilet
6 Zitronenblätter
5 cm Krachai-Wurzel
200 g Zuckerschoten
4 Thai-Auberginen
2 Frühlingszwiebeln
2 EL helle Sojasoße
2 EL Fischsoße
1 EL Zucker
1 Limette

Zubereitung:
Knoblauch sehr fein schneiden. 
Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und fein schneiden. 
Die Thai-Zwiebeln in feine Würfel schneiden. 

Das Öl im Wok erhitzen und Knoblauch, Chilis, Thai-Zwiebeln und Currypaste hinzufügen. 

Anbraten bis der Knoblauch langsam Farbe bekommt. Einen Esslöffel der dicken, oberen Schicht der Kokosmilch hinzufügen und untermengen. Bei starker Hitze alles anbraten, bis sich das Öl auf der Kokosmilch absetzt. Dann einen weiteren Esslöffel Kokosmilch hinzufügen und weiter anbraten. So entwickeln sich die Aromen der Currypaste noch viel besser.

Das Schweinefilet der Länge nach halbieren und in 1 cm-Streifen schneiden. 

Das Fleisch portionsweise in die Mitte des Woks geben und pfannenrühren. Die gegarten Fleischstückchen an der Wokwand nach oben schieben und die nächste Portion anbraten. 

Wenn das Fleisch fertig angebraten ist, die restliche Kokosmilch dazugeben. Die Krachai-Wurzel vorsichtig schälen und in feine Scheibchen schneiden. 

Die Zuckerschoten waschen und in etwa 1 cm starke Stücke schneiden. 

Die Auberginen waschen und in Stücke schneiden (je nach Größe vierteln, sechsteln oder achteln). 

Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. 

Das vorbereitete Gemüse hinzufügen und unterrühren. Mit Sojasoße, Fischsoße, Zucker und Limettensaft abschmecken. Etwa 5-10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Mit Reis servieren.

Donnerstag, 25. März 2010

Pfannengyros


Ich bin kein Experte für griechische Küche. Dieser Klassiker gelingt trotzdem mit guten Zutaten problemlos. Nicht zu viel Knoblauch und die geriebene Zwiebel sind das Erfolgsrezept.


Zutaten:
1200 g Schweinelende
0,2 l Olivenöl
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1½ EL Thymian
1½ EL Oregano
1 TL Salz
1 TL Pfeffer

Zubereitung:
Die Schweinelenden säubern, quer zur Faser in ½ cm dünne Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.


In die Schüssel eine große Zwiebel reiben. Dazu 0,2 l Olivenöl geben und 4 geschälte Knoblauchzehen dazupressen. Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut unterrühren.



Über Nacht zum Marinieren in den Kühlschrank geben.

Den Backofen auf 50°C vorheizen.

Das Gyros aus dem Kühlschrank nehmen, eine Bratpfanne erhitzen und portionsweise das Gyros anbraten. Das fertige Gyros in einer Schüssel im Backofen warmhalten.


Mit Tzatziki und Bratkartoffeln servieren.

Mittwoch, 24. März 2010

Schweinelende mit Knoblauch (Muh Phat Kratiam)

Das Schweinefleisch hier ist würzig, knoblauchlastig, aber nicht chilischarf. Eventuell kann man etwas weniger Knoblauch nehmen. Etwas gebratenes Gemüse und Reis, sowie süß-scharfe Chilisoße passen gut dazu.

 
Zutaten:
8 Knoblauchzehen
2 TL Pfefferkörner
8 Korianderwurzeln
4 EL Erdnussöl
1 (500 g) Schweinefilet
2 EL Fischsoße
2 EL helle Sojasoße
1 EL Palmzucker

Zubereitung:
Im Mörser den Pfeffer zerkleinern. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Korianderwurzeln putzen und fein hacken. Den Pfeffer, den Knoblauch und die Korianderwurzeln im Mörser zu einer feinen Paste zerstoßen.

Das Schweinefleisch in 3 cm-Würfel schneiden. Die Hälfte des Öls im Wok erhitzen. Die Hälfte der Knoblauchpaste zugeben und etwa 1 Minute pfannenrühren. Jetzt die Hälfte der Fleischwürfel hinzugeben und etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze fertig garen lassen. Das Fleisch aus dem Wok nehmen und die zweite Hälfte des Fleisches genau so zubereiten.


Das Fleisch wieder in den Wok geben und die Fischsoße, die Sojasoße und den Palmzucker unterheben. Pfannenrühren bis der Zucker aufgelöst ist und sofort servieren.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)