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Montag, 29. August 2011

Schweinefleischsalat (Yam Muh)

Aus! Vorbei! Gott sei Dank? Leider? Von 35°C auf 15°C, das ist zunächst schon etwas frisch. Die extremen Temperatursprünge sind schon typisch für das Wetter der letzten Jahre. Eigentlich sollten jetzt die Pilze aus dem Boden schießen. Maronen und Steinpilze sind die einzigen, die ich kenne. Heute am Sonntag ist erst einmal Kochen angesagt. Ein paar von Annis Freundinnen treffen sich bei uns um sich "kosmetisch" beraten zu lassen. Mal sehen, ob's was hilft! ;-)
Ich werde ein paar kleine Sachen zubereiten. Im Plan sind Ananas mit Ingwer, Garnelen-Dip auf thailändische Art und Thai-Pizza.

Vom Grillen waren noch fast 500 Gramm saftiger Schweinekamm übrig. Jetzt hätten wir ihn auch aufschneiden können und kalt, vielleicht mit Senf oder Meerrettich, genießen können. Eine andere Möglichkeit ist es aber ihn zu einem leckeren thailändischen Salat zu verarbeiten.


Zutaten:
500 g Schweinekamm
2 EL Reis
1 Stängel Zitronengras
5 Scheibchen Galgant
2 Stängel Thai-Basilikum
1 Bund Schnittlauch
1 rote Zwiebel
5 EL Fischsoße
2 EL Chilipulver
2 Limetten
1 Prise Zucker

Zubereitung: 
Den Reis in eine trockene Pfanne geben und goldbraun rösten. Dann in einem Mörser fein zerstoßen. 

Zitronengras und Galgant sehr fein hacken. Die Basilikumblätter vom Stängel zupfen. Den Schnittlauch in ½ cm Röllchen schneiden. Die Zwiebel in feinste Scheiben schneiden.
 
Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden, die Scheiben in mundgerechte Stücke zerrupfen und in einer trockenen Pfanne 3 Minuten ohne Fett rösten. 

Die Pfanne vom Herd nehmen. Zitronengras und Galgant einrühren. Den Reis und 8 EL Wasser dazugeben und umrühren. 

In einer Schüssel den Inhalt der Pfanne und die restlichen Zutaten mischen. Mit Fischsoße, Chilipulver, Limettensaft und Zucker abschmecken.


Montag, 15. August 2011

Scharf, schärfer, Putenbrust mit Galgant?


So ähnlich habe ich schon mal hier gekocht. Dieses Mal war es einfach scharf, in jeder Beziehung!
Die Currypaste für dieses Gericht wurde selbst gemacht. Normalerweise unnötig, da es gute Qualität in jedem Asia-Shop zu kaufen gibt. Nicht die nachgemachte Paste, sondern die aus Thailand. Für einen Kochkurs aber haben wir mal ausprobiert,was für eine Arbeit das ist. Das Rezept für die Currypaste findet ihr hier. Wer die Currypaste ganz fein haben möchte, muss sie in die Moulinette oder eine ähnliche Küchenmaschine geben.So reicht es aber auch.... (sagte der Faule!;-))


Ansonsten wird es wie jedes andere Curry zubereitet. Das besondere ist der Galgantgeschmack. Nachdem es aber keinen Spaß macht in Galgant zu beißen, habe ich die große Menge Galgant in zwei Teefilter gegeben und dann kurz vor Schluss wieder herausgefischt. Ansonsten wurde dieses Gericht pfannengerührt.


Die gegarten Fleischstücke werden an den kühlen Wokrand geschoben. Dann später wird das Ganze kurz in Kokosmilch, Fischsoße, Sojasoße und Austernsoße gekocht. Ein paar Zitronenblätter und weitere Chilischoten bringen etwas Farbe in diese authentische thailändische Hausmannskost.


Dazu gab es Reis. Für Ungeübte ist es etwas zu scharf, aber man kann sich dran gewöhnen.


Montag, 4. April 2011

Entensuppe Thai-Style (Tom Phet)

Das „normale“ Bloggerleben hat mich wieder. Ich hoffe, ich bin letzte Woche meinen Lesern nicht zu sehr auf die Nerven gegangen. Was sollte noch aufgearbeitet werden, damit es nicht im Archiv verschwindet? Ach ja, die Entensuppe.  Innereien von drei Enten sind dabei verarbeitet worden. Die Gelegenheit dazu habe ich selten. Es ist eine sehr aromatische, milde Suppe entstanden, die durchaus mit einem scharfen Curry serviert werden kann.


Zutaten:
3 Entenmägen
3 Entenhälse
3 Entenherzen
1 L Hühnerbrühe
3 Scheiben Galgant
1 Knoblauchzehe
1 Stängel Zitronengras
2 Korianderwurzeln
1 Sternanis
1 TL Pfeffer
2 EL Fischsoße

200 g Reisnudeln
2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung:
Die Innereien werden geputzt und dann mit der Hühnerbrühe 90 Minuten mit geschlossenem Deckel gekocht. In einem Teesäckchen kommt außerdem dazu, grob durchgehackt, Galgant, Knoblauch, Zitronengras, Korianderwurzeln und Sternanis.

Dann werden die Innereien aus dem Topf genommen. Die Herzen und Mägen werden klein gewürfelt. Das Halsfleisch wird vom Knochen gelöst. Dann kommt alles wieder in die köchelnde Suppe.

Das Teesäckchen herausnehmen. Die Suppe mit Pfeffer und Fischsoße abschmecken.

In die heiße Suppe kommen dann die frisch zubereiteten Reisnudeln. Frühlingszwiebelringe werden auf die Suppe gestreut und serviert.


Montag, 11. Oktober 2010

Entenfleischsalat (Yam Ped)

Die Art der Zubereitung ist eigentlich immer dieselbe, Ob Yam Moo (Schweinefleischsalat), Yam Gai (Hühnchensalat) oder Yam Nüa (Rindfleischsalat). Das vorher gegarte bzw. übrig gebliebene Fleisch wird noch einmal kurz angeröstet und dann mit einigen Kräutern aromatisiert und gewürzt. Mehr ist da nicht.  Und: Ich kann wirklich jedes magere Fleisch verwenden.  Bei der Schweine-Variante ziehe ich allerdings den Schweinekamm einer mageren Lende vor. Aber das ist Geschmackssache.
Die verwendeten Galgantscheiben müssen wirklich hauchdünn sein, sonst macht das Draufbeißen keinen Spaß. Das Zitronengras wird ja normalerweise nicht mitgegessen. Hier schon, deswegen muss es auch wirklich sehr, sehr fein geschnitten werden. Das hält auf, aber es lohnt sich. Wie bei vielen Thai-Gerichten ist die Vorbereitung alles. Den gerösteten Reis z.B. habe ich mir auch einmal auf Vorrat geröstet und gemörsert. Zu grob, dann wird er zum "Knusperreis", zu fein zum Mehl. Er muss genau zwischen drin sein. Und: Er soll erst kurz vor dem Anrichten untergehoben werden, da er die Flüssigkeit aufsaugt.


Zutaten:
2 Entenbrüste (500-600 g)
4 EL Reis
1 Stängel Zitronengras
5 Scheibchen Galgant
2 Stängel Thai-Basilikum
1 Frühlingszwiebel
5 Thai-Zwiebeln
5 EL Fischsoße
2 EL Chilipulver
2 Limetten
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Das Fleisch säubern, trockentupfen und die Haut mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. In einer Pfanne auf der Hautseite scharf anbraten und dann in einen, auf 200°C vorgeheizten, Backofen geben. 10-12 Minuten garen lassen, dann herausnehmen und in Alufolie noch einmal 10 Minuten ziehen lassen. 

Den Reis in eine trockene Pfanne geben und goldbraun rösten. Dann in einem Mörser fein zerstoßen. 
Zitronengras und Galgant sehr fein hacken. 
Die Basilikumblätter vom Stängel zupfen. 
Schalotten in feinste Scheiben schneiden. 

Das Entenfleisch in dünne Scheiben schneiden und in einer trockenen Pfanne 3 Minuten ohne Fett rösten. 

Die Pfanne vom Herd nehmen. Zitronengras und Galgant einrühren. Jetzt den Reis und 8 EL Wasser dazugeben und umrühren. 

In einer Schüssel den Inhalt der Pfanne und die restlichen Zutaten mischen. Mit Fischsoße, Chilipulver, Limettensaft und Zucker abschmecken.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Thai-Spargelsalat

Eine exotische Spargelvariante. Mit grünem Spargel hat man etwas weniger Arbeit. Da ist es wohl auch etwas authentischer, da der Thai-Spargel grün und etwas kleiner ist. Durch Galgant und Chili kommt etwas Schärfe ins Spiel und der nussige Geschmack des Sesams passt auch gut. Mit einem "deutschen Spargelsalat" hat es aber nichts zu tun.

Zutaten:
2 EL Sesamsamen
500 g grüner Spargel
2 Knoblauchzehen
20 g Galgant
2 rote Chilis
4 EL Erdnussöl
2 EL Fischsoße
2 EL helle Sojasoße
8 EL Wasser
1 EL Palmzucker

Zubereitung:
Eine trockene Pfanne erhitzen und die Sesamsamen anrösten. Dann die Sesamsamen in eine Schüssel geben und zur Seite stellen.

Den Spargel abspülen und die holzigen Enden abbrechen und evtl. halbieren oder in 3 cm-Stücke schneiden. Den Knoblauch fein hacken. Den Galgant schälen und in sehr dünne Scheibchen schneiden. Die Chilis der Länge nach halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.

Öl im Wok erhitzen. Knoblauch, Sesam und Galgant pfannenrühren bis der Knoblauch leicht anbräunt.

Spargel und Chilis untermischen und einrühren. Fischsoße, Sojasoße, Wasser und Palmzucker hinzufügen und rühren. Alles erhitzen bis der Spargel "al dente" ist und die Flüssigkeit zur Hälfte eingekocht ist. Sofort servieren.

Dienstag, 9. März 2010

Räucherfisch-Tomatensuppe

Nein, keine Angst! Ich läute keine Suppenwoche ein. Aber der erstaunliche Geschmack passt irgendwie in die Zeit. Zugegeben, es ist schwierig nachzuvollziehen warum bei -10°C, Schnee und Eis eine Suppe aus einem tropischen Land mit Durchschnittstemperaturen von über 30°C passt. Aber eigentlich ganz einfach: Ein Spaziergang bei unseren winterlichen Temperaturen und dann ein süß-scharfe Suppe mit einer leicht rauchigen Komponente. Das hat schon was. Und die wärmt von innen auf! 
Man nimmt Räucherfisch wie Makrelen, aber auch Forellen oder Heilbutt nehmen. Hat man keinen China-Lauch zur Hand einfach eine kleine Knoblauchzehe mehr nehmen (und etwas Schnittlauch dazu). Original wird sie mit getrockneten Chilis zubereitet. Ich ziehe eigentlich frische, entkernte Chilis vor. Die Tomaten könnte man vor dem Würfeln auch schälen. Eine Arbeit, die sich meine thailändischen Bekannten aber nie gemacht haben.
Noch ein Tipp: Man kann auch größere Galgant- oder Zitronengrasstücke mitköcheln lassen und sie dann vor der weiteren Zubereitung herausnehmen. Ich stecke sie deshalb in Teefilter und kann sie dann ganz leicht wieder herausfischen.

 Zutaten:
300 g geräucherten Fisch (z.B. Makrele, Forelle)
4 Tomaten
1 l Gemüsebrühe
1 Stängel Zitronengras
30 g frischer Galgant
6 Thai-Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 getrocknete Chilis
1 EL Fischsoße
1 TL Palmzucker
3 EL Tamarindenpaste
1 Bund China-Lauch

Zubereitung:
Den Fisch enthäuten, entgräten und in gleich große, mundgerechte Stücke schneiden.

Die Tomaten klein würfeln und zur Seite stellen. Das Zitronengras, den Galgant, die Zwiebeln und den Knoblauch sehr fein hacken. Die Gemüsebrühe mit dem Zitronengras, dem Galgant, den Zwiebeln und dem Knoblauch aufkochen lassen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die Chilis sehr fein hacken oder mörsern. Zusammen mit dem Fisch, den Tomatenwürfeln, der Fischsoße, dem Zucker und der Tamarindenpaste zur Brühe geben und etwa 5 Minuten mitköcheln lassen. In der Zwischenzeit den China-Lauch in feine Röllchen schneiden und vor dem Servieren der Suppe darüberstreuen.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Fischklößchen (Tod Man Plaah)

Lecker und schnell zubereiteter Fisch. Ideal für ein Büfett oder einen Picknickkorb (hoffentlich ist bald Frühling!). Es eignen sich alle möglichen Seefischfilets. Eine Ähnlichkeit mit Tod Man Muh (Hackfleischklößchen) und auch Tod Man Gung (Garnelenklößchen) ist vorhanden. Bei diesem Rezept wird die rote Currypaste selbst hergestellt. Wenn man also etwas weniger Zeit hat, kann man auch 1 EL rote Currypaste aus dem Asia-Shop und 2 -3 EL dickflüssige Kokosmilch nehmen. Funktioniert auch, selbst hergestellt ist es natürlich authentischer. Ob man sie allerdings so gut hinbekommt ist manchmal die Frage. Aber das muss jeder selbst wissen.


Zutaten:
500 g Rotbarschfilet
200 g Thai-Bohnen
2 Schalotten
4 Knoblauchzehen
3 St. Zitronengras
2 Korianderwurzeln
30 g Galgant
Pfeffer
1 Limette
5 getr. Chilis
Salz
1 TL Garnelen-Paste
1 Ei
250 ml Erdnussöl

Zubereitung:
Die Fischfilets in kleine 1 cm-Würfel schneiden. Die Bohnen waschen, putzen und in 1 cm-Stücke schneiden.

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Das Zitronengras putzen und sehr fein hacken. Die Korianderwurzeln waschen und fein hacken. Den Galgant in sehr feine Scheibchen und dann in Streifen schneiden. Die Chilis fein hacken. Alle Zutaten in einen Laos-Mörser (= großer Ton-Mörser) geben und zu einer feinen Paste mörsern.

Die Fischwürfel in den Mörser geben und gut unterrühren. Ein Ei in einer kleinen Schüssel schlagen und mit den Thai-Bohnenstücken in den Mörser geben und alles zu einer Masse verrühren.

In einer Pfanne das Öl auf 180°C erhitzen. Mit einem Esslöffel aus der Masse kleine Klößchen abstechen und formen. In der Pfanne goldbraun herausbraten und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Mit einem Thai-Gurkensalat (Rezept folgt) und einer süß-scharfen Chili-Soße servieren.

Samstag, 6. Februar 2010

Huhn mit Ingwersoße (Khao Man Gai)

Ich habe gedacht, ich kenne schon alles und dann durfte ich Uwes Mittagessen versuchen. Aromatisch! Scharf! Anschließend bot ich ihm an, ihn für dieses Rezept zu heiraten. Bis ich erfuhr, dass Yuppadee gekocht hatte. Tja ..., Pech gehabt, Uwe! 
Absolut authentische Küche aus Bangkok! Es braucht etwas Zeit diese Köstlichkeit zu kochen, aber es lohnt sich absolut.

Zutaten:
1 küchenfertiges Huhn
200 g Ingwer
10 rote Chilis
2 Korianderwurzeln
5 EL gelbe Bohnenpaste
5 Scheiben Galgant
1 EL Zucker
1 TL Pfeffer
3 EL Fischsoße
3 EL Sojasoße
3 EL Wasser
3 EL Ketjap Manis
1 TL Instant-Hühnerbrühe
250 g Reis
Hühnerbrühe
1-2 Salatgurken
2 Koriandergrün

Zubereitung:
Das Huhn waschen und säubern. Dann etwa 75 Minuten weich kochen, vom Knochen lösen, die Haut entfernen und das Fleisch in mundgerechte Stücke rupfen und warm stellen.

Ingwer, Chilis, Korianderwurzeln und Galgant in feine Streifen schneiden und mit der Bohnenpaste in den Laos-Mörser geben und eine Paste herstellen. Die Paste in einem Topf erwärmen und mit Zucker, Pfeffer, Fischsoße, Sojasoße, Wasser, Ketjap Manis und Instant-Hühnerbrühe abschmecken.

Den Reis in einer trockenen Pfanne rösten. Dann den Reis in der entsprechenden Menge Hühnerbrühe garen. Die Hühnerbrühe soll dabei im Topf etwa 1-2 cm über dem Reis stehen.

Die Gurke der Länge nach halbieren und mit einem kleinen Löffel die Kerne entfernen. Jetzt in etwa ½ cm-Stücke schneiden und auf den Tellerrand legen. Den Reis auf den Teller legen. Mit der Soße übergießen und das gekochte Huhn darauf geben. Mit gehacktem Koriander überstreuen.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Sauer-scharfe Garnelensuppe (Tom Yam Gung)

Eine der ersten, einfachen, Suppen, die wir bei Yuppadees Kochkurs gekocht haben. Ein Thai-Klassiker - wem sie zu mild ist, der darf noch Chilis "nachladen". Aber Vorsicht, es brennt zweimal! Anstatt der Strohpilze aus dem Originalrezept kann man Austernpilze oder auch Champignons nehmen.



Zutaten:
½ l Wasser
4 St. Zitronengras
10 Zitronenblätter
5 getr. Chilis
15 Scheiben Galgant
1 Koriander
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
5 EL Fischsoße
1 TL Zucker
2-3 Limetten
2-3 EL süße Chilipaste
250 g Strohpilze oder Austernpilze oder Champignons
20 Garnelen


Zubereitung:
Das Gemüse putzen. Das Wasser mit 5 cm langen Stücken Zitronengras, halbierten Chilis, Galgant und der Korianderwurzel 5 - 8 Minuten kochen.


Die Garnelen schälen, den Darm entfernen, säubern und auf die Seite legen.
Die Kokosmilch, die Fischsoße, den Zucker, den Limettensaft, die süße Chilipaste, die geputzten Pilze und die Garnelen 5 Minuten mitkochen. Mit gehackten Korianderblättern servieren.

Freitag, 11. Dezember 2009

Gegrillte Putenbrust im Bananenblatt (Har Muug Pink Gai)

Meine Gäste waren schon fasziniert wie ich alles vorbereitete. Wichtigstes Arbeitsgerät dabei ist ein tönerner Mörser, auch Laos-Mörser genannt.
Es braucht etwas Zeit, lässt sich aber sehr gut vorbereiten. Im Sommer legen wir es einfach auf den Grill. Im Winter reicht auch eine trockene Pfanne.                    
Die Bananenblätter haben eigentlich nur die Funktion einer Alufolie, aber mit Bananengeschmack. Das äußere Bananenblatt wird beim Braten/Grillen etwas dunkel, macht aber nichts. Das innere Blatt hält dicht und die gegrillte Fleischmasse bleibt unversehrt. Man sollte allerdings aufpassen, dass der Grill nicht zu heiß ist!
An Kokosmilch braucht man nur das Dicke an der Oberfläche. Diese "Creme" findet immer wieder wichtige Verwendung. Man sollte eine Kokosmilchdose also NIE schütteln.








Zutaten für die Paste:
5 getrocknete Chilis
1 Knoblauchzehe
1 Stange Zitronengras
5 rote Chilis
½ TL Salz
5 Pfefferkörner
5 Thai-Zwiebeln
3 Scheibchen Galgant
1 EL Instant-Hühnerbrühe


Zubereitung der Paste:
Alle Zutaten für die Paste in möglichst klein schneiden und im Mörser zu einer Paste zerstampfen.


Zutaten:
300 g Putenbrust
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 TL Tapiokamehl
1 Ei
Bananenblätter
2 Stängel Thai-Basilikum
3 Zitronenblätter
2 Stängel Koriandergrün


Zubereitung:
Die Putenbrust waschen, trocken tupfen und in hauchdünne Scheibchen schneiden.
Die Kokosmilch ohne Flüssigkeit, das Ei, das Tapiokamehl, das Fleisch und die Paste in einer Schüssel vorsichtig so lange vermengen bis die Flüssigkeit vom Fleisch aufgesaugt wurde.
Die Bananenblätter gut reinigen, in DIN A 4-Stücke schneiden und jeweils zwei Stücke um 90° versetzt übereinander legen.


In die Mitte des Bananenblattstückes ein paar Thai-Basilikumblätter geben, Fleisch darauf verteilen und etwas Koriandergrün sowie Zitronenblattstreifen darüber streuen.


Bananenblatt zu einem kleinen Päckchen falten und mit Holzspießen verschließen.


Auf dem Grill oder in einer trockenen Pfanne etwa 15 Minuten garen und mit Reis servieren.









Mittwoch, 2. Dezember 2009

Gebratene Putenbrust mit Galgant

Galgant ist dem Ingwer ähnlich. Er bringt eine gewisse Schärfe mit, die dem leckeren Gericht den richtigen "Pfiff" gibt. Insgesamt scharf! Im Kochkurs meinte Yuppadee zu meinem Gericht:"Das schmeckt ja wie zuhause!" Dies hätte eigentlich ein Alarmsignal für mich sein sollen. Ja, es ist wirklich, wirklich scharf, aber lecker! Thai-Beginner sollten die Chili-Mengen etwas reduzieren.

 

Zutaten für die Paste:
20 getrocknete rote Chilis
10 frische Chilis
1 Knoblauchzehe
6 Thai-Zwiebeln
1 TL Garnelenpaste
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 Stück Haldi-Wurzel
1 Stange Zitronengras    

Zubereitung der Paste:
Feingehackte Zutaten für die Currypaste im Mörser zerstampfen und vermischen.

Zutaten:
100 g Galgant
700 g Putenbrust
2 EL Erdnussöl
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
2 EL Fischsoße
5 EL Sojasoße
6 EL Austernsoße
1 TL Zucker      
2 TL Instant-Hühnerbrühe  
3 rote Chilis
15 Zitronenblätter

Zubereitung:
Galgant in hauchdünne Scheibchen schneiden und 2 Minuten in Wasser legen.

Putenbrust in dünne Streifen schneiden. Currypaste mit Öl 2-3 Minuten anbraten.

Putenbruststreifen zugeben und 10 Minuten braten, dabei regelmäßig kleine Mengen der Kokosmilch und Galgant zugeben.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Austernsoße, Zucker und Instant-Hühnerbrühe abschmecken.

Chilis und Zitronenblätter in feine Streifen schneiden. Zum Servieren mit den Zitronenblättern und Chilis bestreuen.  

Mittwoch, 25. November 2009

Kokossuppe (Tom Kha)

Gestern erst habe ich eine sehr schmackhafte Kokossuppe im Thai-Imbiss von Yuppadee und Pen bekommen. Mein Rezept ist sehr ähnlich. Kein Wunder! Auch diese Suppe war Thema in unserem Kochkurs. Eigentlich ist sie sehr leicht zu kochen. Eben etwas für Anfänger. Man kann sehr variabel Austernpilze, Champignons oder Strohpilze dazugeben. Auf Strohpilze habe ich bis jetzt immer verzichtet, da man sie nur aus der Dose bei uns bekommt. Ich finde, dass Austernpilze oder Champignons ein guter Ersatz sind. Anstatt Huhn kann  man auch Putenbrust oder Garnelen hinzufügen. Schmeckt alles sehr lecker dazu.

Im Asia-Laden erhält man auch Tom Kha-Pasten, mit denen man ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis erreichen kann. Frisch ist natürlich noch etwas besser. 

 

Zutaten:
½ l Hühnerbrühe
2 Dosen (je 400 ml) Kokosmilch

6 Stangen Zitronengras
2,5 cm Galgant
5 Zitronenblätter
4 Thai-Zwiebeln
2 Korianderpflanzen
3 rote Chilis

2 Hühnerfilets oder
300 g Putenbrust
200 g Austernpilze oder Champignons

100 g Babymais
3 EL Fischsoße
6 EL helle Sojasoße

1 Zitrone
3 TL Zucker


Zubereitung:
Die Kokosmilch mit der Hühnerbrühe aufkochen.

Am vorderen Teil des Zitronengras die Wurzel entfernen und die ersten 5 cm abschneiden. Diese Stücke sehr fein hacken. Den hinteren Teil des Zitronengras mit dem Küchenbeil platt schlagen.

Den Galgant schälen und in hauchdünne Scheibchen schneiden. Zitronengras, Zitronenblätter, Zwiebeln, Korianderwurzeln, Galgant und Chili 10 Minuten im Topf mitköcheln lassen. 

Jetzt den Inhalt des Topfes in einen zweiten Topf über ein Sieb abgießen und wieder zum Kochen bringen.


Die Hühnerfilets/Putenbrust in Streifen schneiden und hinzufügen. 5 Minuten kochen lassen. Die Austernpilze/Champignons eine Minute mitkochen lassen. Den Babymais der Länge nach vierteln und hinzufügen.

Mit Fischsoße, Sojasoße, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Das Koriandergrün feinhacken, darüberstreuen und servieren.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)