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Mittwoch, 20. Juli 2011

Fleischklößchen in Curry (Boller i karry)

Ja, ich habe wieder einen kleinen Job. Das ist aber nicht der Grund, warum ich etwas weniger poste in letzter Zeit. Ich koche einfach nicht so viel Neues, dass ich tagtäglich neue Kochrezepte präsentieren könnte. Ich fahre für eine Apotheke Medikamente aus und es macht mir Spaß!

Ab und zu wird aber trotzdem noch gekocht und nachgekocht. Bei den Temperaturen am Montag (max. 13 °C) konnte man schon etwas zum Aufwärmen gebrauchen. Was lag näher als einen dänischen Klassiker auszuprobieren: Boller i karry (Klößchen im Curry). 
Hat's denn geschmeckt? Na ja, ich hätte meine Hackfleischklößchen normalerweise etwas anders zubereitet. Man konnte es schon mal essen. Zu meinem dänischen Lieblingsrezept wird es aber nicht.


Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
100 g Mehl
1 kleine Zwiebel
200 ml Hühnerbrühe (oder Milch)
Salz
Pfeffer

1 kleine Zwiebel
20 g Butter
½ Apfel
1 EL Currypulver
1 TL Tapioka
600 ml Fleischklößchenwasser

Zubereitung:
Ein kleine Zwiebel schälen, reiben und mit dem Hackfleisch, dem Ei und dem Mehl vermengen. Nach und nach etwas Hühnerbrühe dazugeben und dann kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Einen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Klößchen aus der Hackfleischmasse abstechen und formen. Die Klößchen vorsichtig in das leicht köchelnde Wasser geben und in etwa10 Minuten gar werden lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und warm stellen.

Für die Soße eine Zwiebel fein hacken. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel dazugeben bis sie glasig wird. Dann einen halben Apfel entkernen, schälen und in den Topf reiben. Das Currypulver darübergeben und kurz mitbraten lassen.

Das Klößchenwasser in den Topf geben und alles schön köcheln lassen. Im Originalrezept hätte ich jetzt Mehl dazugeben sollen. Ich wollte die Soße allerdings keine 20 Minuten durchkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verfliegt. Stattdessen habe ich mit etwas Tapioka angedickt. Kurz aufkochen lassen bis die Soße die richtige Konsistenz hat. Nur noch die Fleischbällchen in die Soße geben und mit Reis servieren.

Donnerstag, 3. März 2011

Nachgekocht: Makkaroni mit Gurken und Fetakäse


Das wird was werden! Der Studioleiter eines Regionalfernsehsenders hat angerufen. Ich könnte doch mal was Thailändisches kochen und auch zwei oder drei Exemplare von meinem Buch mitbringen. Eine topmoderne Küche in einem Möbelhaus steht bereit und ein halber Drehtag Ende des Monats sollte reichen. Gut und in einem Punkt hat er auch Recht: Ich lebe zwar nicht mehr in der Oberpfalz, wo ich eine sehr, sehr schöne Zeit verbracht habe, aber ich sei ja noch „Oberpfälzer im Herzen“. Ja, einige Menschen aus dieser Zeit habe ich immer noch fest ins Herz geschlossen. Ich fahre gern dorthin. Die Sendezeit selbst, ist zwar nicht so üppig, aber was macht man nicht alles um berühmt zu werden? ;-)

Das Rezept heute habe ich in Ansätzen „geklaut“. Ich sage das lieber gleich, damit ich keinen Doktortitel abgeben muss. Wäre ein Problem, ich hab nämlich keinen. Mein „Doktorvater“ war Claus von „Nur das gute Zeugs“. Ich finde aber leider nicht mehr die Quelle. Hoffentlich werde ich jetzt nicht zum Rücktritt aufgefordert. Na ja um ehrlich zu sein, ich bin schon froh, dass ich nicht das Rechtsempfinden von Politikern wie Strauß, Hohlmeier, Glück, Wiesheu und zu Guttenberg habe. Zurückteten werde ich trotzdem nicht!


Zutaten:
1 EL Olivenöl
1 rote Zwiebel
1 grüne Paprika
2 Salatgurken
200 ml Gemüsebrühe
1 EL Currypulver
200 g Fetakäse
200 g Makkaroni

Zubereitung:
Die klein gehackte Zwiebel in Olivenöl etwas anschwitzen.

Die Paprika häuten (mit dem Sparschäler), entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Salatgurken schälen, der Länge nach halbieren, entkernen (mit einem Löffel), und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

Mit der Gemüsebrühe die Zwiebeln ablöschen, das Currypulver und die Fetawürfel unterrühren.

Während die Soße leicht köchelt, die Makkaroni nach Packungsanweisung garen. Fertig!

Montag, 10. Januar 2011

Chinakohl-Hackpfanne mit Tomaten und Paprika

Was haben wir ich über den vielen Schnee gemeckert. Jetzt gefällt es mir aber auch nicht. Fast geduckt bewegt man sich in den Häuserreihen, fast wäre für das Laufen dort eine Schutzhelmpflicht vorgeschrieben worden. So wurden wir am Donnerstagabend hochgeschreckt als eine Dachlawine auf unsere überdachte Terrasse knallte. Nichts weiter passiert, aber oft hält das die Bedachung nicht aus. Aus dem Garten schaut einen an vielen Stellen ein schmutziges Grün an. Da war es „weiß" schon besser. Zugegeben, ich weiß nicht, was ich will.

Mit sehr viel Respekt habe ich die einzelnen Blog-Events 2010 beobachtet und mir für 2011 vorgenommen am ein oder anderen teilzunehmen. Cucina rapida ist so ein Event. Einfach toll, was da so geboten wird. Schnell soll es gehen und gut schmecken soll es dann auch noch. Also habe ich dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und überlegt, was man aus den vorhandenen Zutaten „basteln“ könnte. Nach etwa 30 Minuten Zubereitungszeit ist das dabei herausgekommen.


Zutaten:
1 Zwiebel
1 TL Ghee
250 g Rinderhack
2 ½ - 3 TL Currypulver
Salz
Pfeffer
5 Tomaten
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
1 gelbe Paprika
400 g Chinakohl
250 ml Hühnerbrühe
200 g Sahne


Zubereitung:
Die Zwiebel fein hacken und zusammen mit etwas Ghee bei mittlerer Hitze anschwitzen. Das Hackfleisch dazugeben und etwa 5 Minuten anbraten.

Mit Currypulver abstäuben und weiter braten. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen.

Zwischenzeitlich die Paprika mit dem Sparschäler schälen, entkernen und in 2 cm-Würfel schneiden.
Die Tomaten in kochendem Wasser kurz blanchieren, häuten, entkernen und ebenfalls in Würfel schneiden.

Einen Chinakohl der Länge nach halbieren, den Strunk entfernen und klein schneiden.

Hühnerbrühe in die Pfanne auffüllen und den Chinakohl dazugeben, unterheben und aufkochen lassen.

Tomaten- und Paprikawürfel dazugeben und bei geschlossenem Deckel fertig garen lassen. Kurz vor Schluss die Sahne unterheben und evtl. mit etwas Currypulver, Salz und Pfeffer nachwürzen.

Dazu gibt es Reis.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Gelbes Curry mit Huhn (Gaeng Gari Gai)

Hilfe! Hiilfe! 
Mir gehen langsam die Thai-Rezepte aus! Ein paar liegen schon noch in der Schublade, aber es ist wirklich schwierig immer alle Zutaten herzubekommen. Ich lebe ja leider (= Gott sei Dank) nicht in der Großstadt, wo ein Asia-Markt neben dem anderen liegt. Wenn ich jetzt also z.B. Wassermimose oder Wasserspinat brauche, dann muss ich eben warten, selbst wenn ich es bestelle. Und ersetzen durch ein europäisches Gemüse? Geht nicht! Ok, alles geht, aber dann ist es eben auch ein anderes Gericht mit einem anderen Geschmack. Punkt!
Ein paar andere Rezepte liegen in der Schublade, weil mir die Bilder nicht gefallen haben. So eines ist auch dieses gelbe Curry. Was für Farben werden bei einem gelben Curry schon dabei sein? 
Zu den Zutaten hier: Man kann die Süßkartoffel durch Kartoffeln ersetzen. Ich nehme auch sehr gern chinesisches Sesamöl, dass mit gerösteten Sesamkörnern hergestellt wird. Das ist viel aromatischer und intensiver. Bei der Dosierung muss man noch vorsichtiger sein.


Zutaten:
4 Hähnchenschenkel
50 g gelbe Currypaste
1 EL Currypulver
1 Dose (400 ml) Kokosmilch 
2 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl (bei der Verwendung von chinesischem Sesamöl deutlich weniger! Evtl. 1 TL)
1 Möhre (in Scheiben)
400 g Süßkartoffel (gewürfelt)
1 gr. Zwiebel (in halben Ringen)
5 EL helle Sojasoße
1 TL Zucker

Zubereitung:
Hähnchenschenkel in wenig Wasser 15 Minuten kochen, aus dem Wasser nehmen, die Haut abziehen und beiseite stellen.

Die Currypaste und und das Currypulver mit etwas Erdnussöl und dem Sesamöl anbraten, dann etwa ein Drittel der Kokosmilch dazugeben und 2 Minuten rühren. Jetzt die restliche Kokosmilch hinzufügen und 10 Minuten köcheln lassen.

Die Hähnchenschenkel dazugeben und weitere 20 Minuten köcheln lassen.

Die Möhre, die Süßkartoffel und die Zwiebel zugeben und10 Minuten köcheln lassen. Dann mit Sojasoße und Zucker abschmecken. Fertig.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Currywurst mit Kartoffel-Wedges


Fussballzeit -  wenig Zeit (zum Kochen). Kartoffeln garen von allein, die Wurst wird ab und zu umgedreht. Da muss man nur noch aufpassen dass die Soße nicht anbrennt. Das sollte auch während der WM machbar sein. Was gibt es typischeres als Currywurst in Deutschland. Na ja, ich will nicht übertreiben. Wenn ich ehrlich bin, hier in unserer Gegend hat die Currywurst eigentlich keine Chance. Hier dominieren die Bratwürste. Aber ab und zu darf man auch mal was Exotisches essen ;-)

Der Clou ist eigentlich die Soße, an der wir schon ein paar Mal herumgetüftelt haben. Die Kartoffeln sind eine kalorienärmere Version von Pommes Frites.

Zutaten:
Kartoffeln
Meersalz
Olivenöl
Rosmarinzweige
4 Bockwürste
8 EL Tomatenketchup
4 EL Tomatenmark
1 EL Currypulver
½ TL Cayennepfeffer
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 TL Zucker
150 ml Orangensaft
1 EL dunkle Sojasoße


Zubereitung Kartoffeln:
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Neue Kartoffeln nicht schälen, aber schön waschen, dann längs in Achtel schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Kartoffeln mit grobem Salz würzen und mit Olivenöl beträufeln.

Für 30 – 40 Minuten in den Ofen geben. Je nach gewünschter Farbe der Wedges, muss man evtl. am Schluss den Ofen auf 200°C hochdrehen und nochmal etwas Olivenöl dazugeben. Die letzten 5 Minuten der Garzeit sollten außerdem ein paar Rosmarinzweige über die Kartoffeln gelegt werden.

Zubereitung Wurst/Soße:
Die Haut der Würste rautenförmig einschneiden und langsam braten.

Ketchup mit Tomatenmark, Currypulver, Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer und Zucker verrühren.

Orangensaft dazugeben und einrühren. Die Soße bis zur gewünschten Konsistenz köcheln lassen und dann dunkler Sojasoße abschmecken. Fertig!

Die Soße über die gebratene Wurst geben und mit den Kartoffeln servieren.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Reisnudeln mit Rinderhack und Curry (Guai Thiau Nüa Sap)

Das einfache Gericht mit Hackfleisch und Reisnudeln gehört in die Kategorie Hawker Food. Reisnudeln sind nach dem Garen etwas heikel. Auf die Seite stellen und später verwenden, geht nicht. Die Nudeln verkleben dann. Also, wenn die Nudeln gar sind, muss blitzschnell angerichtet werden. Den verwendeten eingelegten Rettich bekommt man beim Asia-Händler des Vertrauens. Sollte das nicht möglich sein, einfach weglassen.

 Zutaten:
2 EL Erdnussöl
2 Knoblauchzehen
300 g Rinderhackfleisch
2 Thai-Zwiebeln
1 EL eingelegter Rettich
1 TL Instant-Rinderbrühe
250 ml Wasser
1 TL Currypulver
2 EL Fischsoße
1 TL Tapiokamehl
2 Frühlingszwiebeln
4 Stängel Koriander
250 g Reisnudeln

Zubereitung:
Die Knoblauchzehen sehr fein hacken. Das Öl im Wok erhitzen und den Knoblauch goldgelb anrösten. Das Hackfleisch dazugeben und bei großer Hitze pfannenrühren.

Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Zwiebeln, Rettich, Rinderbrühe, Wasser, Currypulver und Fischsoße in den Wok geben. Umrühren und aufkochen. 

Nach Geschmack Tapiokamehl mit etwas Wasser verrühren und leicht andicken. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und den Koriander grob hacken. Beides in den Wok geben und unterrühren.

Die Nudeln in kochendem Wasser 3 Minuten garen. Dann abtropfen lassen.

Die Nudeln portionsweise in Schalen geben, die Soße darüber und sofort servieren.

Sonntag, 7. Februar 2010

Tunfisch-Eiersalat

So habe ich ihn vor 30 Jahren in meinen Kochanfängen in den USA zubereitet. Damals jung, unerfahren und Hotel Mama gewöhnt. Kochen musste ich Schritt für Schritt lernen. Am Anfang häufig nach dem Motto: "Der Hunger treibt's nei!"
Heute schmeckt er uns immer noch. Viel ist nicht dran, eigentlich steckt überhaupt keine Kochkunst dahinter. Wie bei typischer Hausmannskost eben!. Dem Geschmack tut es keinen Abbruch.

Zutaten:
10 Eier
3 Dosen (150 g) Tunfisch in Wasser
1 Zwiebel
1 TL Currypulver
5 EL Mayonnaise (oder Miracle Whip)
Salz
Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung:
Eier hart kochen, abschrecken und schälen. Mit dem Eierschneider in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.

Den Tunfisch in ein Sieb geben und das Wasser ablaufen lassen. Dann den Tunfisch etwas zerrupfen und zu den Eiern geben.

Eine Zwiebel fein würfeln und in die Schüssel geben. Das Currypulver, Schnittlauchröllchen und die Mayonnaise dazugeben und alles schon untermengen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem gebuttertem Roggenbrot oder Toastbrot servieren. Dazu ein schönes Glas Pils.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)