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Montag, 16. Januar 2012

Entenbrust mit Selleriepüree und grünen Bohnen - Langsam geht's wieder los!

So, die Pause ist jetzt so langsam vorbei. Eigentlich wurde nur ein Vorsatz für 2012 umgesetzt. Es muss nicht jeden Tag ein Beitrag im Blog stehen. Ja, es gibt noch wichtigere Sachen als vor dem Laptop zu sitzen, aber nicht alles ist gleich einen Blogeintrag wert. Also, alles ein bisschen lockerer. 
Was ich schon lange einmal ausprobieren wollte, eine Entenbrust in einer halben Stunde so zuzubereiten, dass sie butterzart wird und trotzdem viel Geschmack  hat. Ja, es klappt. Was mir noch fehlt? Weniger Gier, mehr Geduld! Hätte ich das Fleisch noch etwas ruhen lassen, wäre es noch saftiger gewesen. Daraus entsteht jetzt aber kein neuer Vorsatz! ;-)


Zutaten:
2 Entenbrüste
Salz, Pfeffer
Thymian

500 g grüne Bohnen
100 g Bacon
Bohnenkraut
Salz, Pfeffer

300 g Sellerie
300 g Kartoffeln
Milch
Salz, Pfeffer
Muskat

Zubereitung:
Los ging s eigentlich mit dem Püree. Sellerie und Kartoffeln schälen und mit wenig Wasser in einem Topf in etwa 25 Minuten weich kochen. Das kann man mit einer Nadel ausprobieren. Nicht, dass mich wieder jemand lyncht, weil die Zeit nicht ganz passt. Wenn alles weich genug ist, wird das Püree gestampft. Es kommt etwas heiße Milch dazu, so viel bis die Konsistenz passt. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Das Pü ist fertig und kann warm gestellt werden.

Noch schneller gehen die Bohnen. Nach dem Putzen des Gemüses wird der Bacon in kleine Streifen geschnitten und in einer ausreichend großen Pfanne angebraten. Nach so etwa 2-3 Minuten kommen die Bohnen und etwas fein gehacktes Bohnenkraut dazu. Den Deckel auf die Pfanne und schmoren lassen bis sie gar sind. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen. Die Menge hängt vom Salzgehalt des Bacons ab.

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Die Entenbrüste werden gesäubert und abgetrocknet. In die Haut wird vorsichtig eingeschnitten. In einer trockenen Pfanne werden die Entenbrüste auf der Haut angebraten bis diese schön knusprig und goldbraun ist. Das Fleisch wenden, damit die Fleischseite auch etwas Hitze abbekommt. Dann werden die Brüste für 25 Minuten auf das Rost das Backofens gelegt. Wir haben sie noch in eine feuerfeste Glasschale gelegt. Nach dem Herausnehmen aus dem Ofen sollte das Fleisch noch etwas ruhen (s.o.)

Montag, 25. Juli 2011

Backhendl – Kurze Rezension von „Meine Kochschule“ von Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbecks „Meine Kochschule“ war die Grundlage für dieses Rezept. Gut, das Backhendl hätte ich auch allein hingebracht. Das Kochbuch beschreibt und  zeigt eben hauptsächlich Grundkenntnisse. Pochieren, Rührei braten, Salatdressings, Wurstsalat, Tomatensuppe, Semmelknödel, Spätzle, Spargel garen, Forelle braten und mehr sind absolute Basic-Themen und an den Kochanfänger richtet sich das Buch auch. Jedes Rezept hat bis zu 10 Bilder, so dass man z.B. die Entstehungsgeschichte eines Hackfleischklößchens auch ohne Text begreifen könnte. Nicht erschließt sich dem Leser immer alles. Warum ich z.B. in einen Kartoffelknödelteig unbedingt Kümmelsamen geben muss, werde ich wohl nie begreifen. Ist das bayerische Küche oder ist das nur eine Variante des „Gewürzepapstes“? Mein Tipp: Weglassen. Das Buch halte ich für eine hervorragende Hilfe für Kochanfänger. Dass ein Autor wie Alfons Schuhbeck dabei mit einer großen Auswahl süddeutscher Rezepte glänzt, versteht sich von selbst. Für jeden Kochanfänger ist dieses Buch eine sehr zu empfehlende Lektüre. Für 14,95 € heißt es also: Ran an die Töpfe!

Backhendl habe ich das erste Mal bei einer Kindergeburtstagsfeier vor vielen, vielen Jahren gegessen und ich fand es schon damals so lecker. Das musste ich einfach mal nachkochen. Ich habe allerdings keine Hähnchenbrust verwendet, sondern Hähnchenschenkel mit Rückenteil. Diese habe ich am Oberschenkelknochen geteilt und dann enthäutet. Der Rest war dann ganz einfach. Dazu gab es Kartoffelsalat. Dafür hatte ich allerdings keine festkochenden Kartoffeln mehr. Der Salat war deshalb etwas weicher. Trotzdem lecker.


Zutaten:
4 Hähnchenschenkel mit Rückenteil
Salz, Pfeffer
Mehl
Semmelbrösel
2 Eier
Muskatnuss
Pflanzenöl

Zubereitung:
Die Hähnchenschenkel w.o. teilen und häuten.

Das Fleisch salzen und pfeffern. Die „Panadestraße“ vorbereiten, also Mehl, Eier (mit Muskat und Pfeffer gewürzt) und Semmelbrösel und panieren.

Das panierte Fleisch kommt in eine heiße Pfanne mit reichlich Pflanzenöl. So ein Zentimeter sollte das Öl schon hoch sein. Langsam mit nicht zu hoher Hitze garen, damit die Panade nicht zu dunkel wird.

Dazu gab es Kartoffelsalat. Das Rezept dafür gibt es hier.

Montag, 18. Juli 2011

Umzugscurry oder A Gmüs muss manchmal sein – Karotten und Kohlrabi


Samstag – Umzugstag. Eigentlich sollten wir ja schon fertig sein, aber ein paar kleine Sachen waren immer noch nach Nürnberg zu schaffen. Ein paar Kartons, die Waschmaschine wurde endlich angeschlossen, Internet und Telefon klappte schon und ein großes Regal wurde aufgebaut. Langsam nimmt es Formen an und sieht bewohnbar aus.
Gegen Abend habe ich dann noch ein schnelles grünes Curry mit Schweinefilet gekocht. Das Fleisch in Scheiben geschnitten und mit Pfeffer, Sojasoße und Knoblauch kurz mariniert. Grüne Currypaste im Wok anbraten, etwas Kokosmilch dazu und das Fleisch pfannenrühren. Dann die restliche Kokosmilch aufgießen, mit Fisch- und Sojasoße würzen und dann die Zuckerschotenstücke und die Paprikawürfel hinzufügen. Etwa 10 Minuten köcheln lassen und mit Reis servieren. Einfach und lecker. So schnell, dass man es als Umzugscurry bezeichnen könnte.

Und nun etwas ganz anderes:
Mein Großvater meinte, das Gemüse am besten schmeckt, wenn es vorher „durch die Sau gelassen wurde“. Die Zeiten haben sich geändert. Nicht jeden Tag wird Fleisch gegessen. Die Zubereitungsmethoden für Gemüse sind sehr vielfältig. Karotten und Kohlrabi, momentan im Angebot, habe ich mal auf meine „fränkische"  Art zubereitet. Geschmeckt hat’s, sogar ohne Fleisch. Mit einem schönen Schweinebraten oder ein paar fränkischen Bratwürsten geht’s natürlich auch.

Karottengemüse


Zutaten:
1 TL Puderzucker
1 EL Butter
300 g Karotten
Salz
Pfeffer
Estragon
Balsamico

Zubereitung:
Die Karotten putzen und in Scheiben hobeln.

Butter in einem Topf erhitzen, etwas Puderzucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Karotten dazugeben und erwärmen lassen

Salzen, pfeffern und dann kurz vor Schluss mit etwas Balsamico ablöschen.

Estragonblätter grob in Streifen schneiden, darübergeben und unterheben. Fertig.

Fränkisches Kohlrabigemüse


Zutaten:
4 Kohlrabi
20 g Butter
2 EL Mehl
Zitronensaft
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Liebstöckel
Petersilie

Zubereitung
Die Kohlrabi putzen und in Stifte schneiden.

Kohlrabi in einen Topf geben und gerade so viel Gemüsebrühe zuschütten, dass sie bedeckt sind.

Etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis sie gar sind. Dann die Kohlrabi aus der Brühe nehmen und zur Seite stellen.

Butter erhitzen und Mehl hinzufügen. Rühren und eine Mehlschwitze herstellen. Mit der Brühe ablöschen und unter Rühren eindicken lassen. Wird die Mehlschwitze zu dick, etwas Brühe zugeben.

Die Kohlrabistifte wieder hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken.

Dienstag, 19. April 2011

Rehrücken im Bärlauchpestomantel mit Semmelkloßtalern und Kohlrabigemüse

Es war mal wieder Handballzeit (2. Bundesliga HSC 2000 Coburg - Haslach-Herrenberg-Kuppingen) am letzten Samstag. Obwohl, ich wollte da ja nicht mehr hingehen. Mit dem Platz für meine Dauerkarte habe ich das Glück zwei richtige „Experten“ vor mir sitzen zu haben, die mich wahnsinnig machen. Keine Ahnung, davon aber reichlich. Allerdings sind sie in einem so fortgeschrittenen Alter, dass ich wenig mit ihnen argumentiere. Wenn sie sich nur nicht immer nach hinten zu mir umdrehen würden.
Was war passiert? Der gegnerische Außen lief ein, stand am Kreis und erzielte ein Tor für die Gäste. Unser Außenverteidiger hatte nicht aufgepasst, stand zu weit vorn und erkannte den Einlauf nicht. Die Innenverteidigung musste auf einen Rückraumspieler heraustreten und der Außen verwandelte eben. Schuld nach Meinung der „Experten“: Der Torwart. Nächste Situation: Unsere Innenverteidigung konnte nicht den Wurfarm des Angreifers abdecken. Er stand zu sehr auf der Körperseite. Dieser zog den Wurf um die Hüfte des Verteidigers – Tor. Wer war schuld? Die „Experten“ sagten, der Torwart sei schuld. „Nimm ner raus, die Pfeife! Du den Howie nei! Der Gurkenzüchter soll in der Dritten spielen!“
Ich konnte es mir nicht verkneifen. Ich meinte, dass sie doch jetzt endlich mal ihr „Maul“ halten sollten. Kurz war Ruhe. Dann drehte sich der eine um und meinte: „Gell, Du hast in Deinem Leben noch nie Handball gespielt?“

Der Frühling scheint wieder da zu sein. Die Familie war wieder vollzählig. Die Bärlauchsaison geht langsam zu Ende. Die Wildsaison ist auch in den letzten Zügen. Den Rehrücken haben wir uns extra aufgehoben. Das Rezept für den Semmelkloß findet ihr hier. Wir haben die Kloßmasse in Frischhaltefolie gegeben und gerollt. 25 Minuten hat es gedauert bis sie gar waren. Mit der Soße habe ich es mir auch einfach gemacht. Da war noch reichlich übrig, als wir im Januar unser Weihnachtsessen nachholten. Sie wurde also nur aufgetaut und abgeschmeckt.


Zutaten:
1 ganzer Rehrücken
Wildgewürz
Salz
Butter, Olivenöl
2 Packungen Blätterteig
200 g Bacon
1 großes Glas Bärlauchpesto
1 Ei

500 g Kohlrabi
Hühnerbrühe
Salz
Muskat
Liebstöckel

25 g Bärlauch
200 g Sahne

Zubereitung:
Den Rücken auslösen und halbieren. Die Sehnen und Häute entfernen und mit Salz und etwas Wildgewürz würzen.

In wenig Butter und Olivenöl auf allen Seiten 30 Sekunden scharf anbraten und zur Seite stellen.

Den Blätterteig auslegen und etwas dünner ausrollen. Der Länge nach halbieren und die Hälfte mit Bärlauchpesto bestreichen, dabei aber einen freien Rand lassen. Auf das Pesto kommt eine Schicht Baconscheiben. Die Ränder des Blätterteigs mit verrührtem Ei bestreichen und das Rückenstück einwickeln. Die Ränder schon zudrücken und den Blätterteig mit dem Ei bestreichen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und ab in den Ofen.

Der Backofen war auf 180°C Umluft vorgeheizt und nach 25 Minuten war das Reh fertig.

Der Kohlrabi wurde geputzt, geschält und in Scheiben bzw Stifte geschnitten. In wenig Hühnerbrühe ist er gegart worden, mit Salz und Muskat gewürzt. Kurz vor dem Servieren haben wir frischen, gehackten Liebstöckel untergehoben.

Die Bärlauchblätter habe ich fein geschnitten und mit etwas Sahne im Mixer püriert. Den Rest der Sahne haben wir geschlagen und dann unter die Schlagsahne die Bärlauchpaste gehoben.

Jetzt nur noch die Semmelkloßscheiben etwas in Butter anrösten. Fertig war unser Sonntagsessen.


Dienstag, 5. April 2011

Flammkuchen

Mal was Schnelles? Den Teig muss ich eigentlich nie machen, der Vorteil des Teamworks. Der Rest geht ziemlich schnell. Meinen letzten Flammkuchen hatte ich in der Nähe von Offenburg. Das war schon klasse! Den Flammkuchen sollte es deshalb schon länger bei uns mal geben. Die Putenbrust ist nicht so original, hat aber trotzdem gut dazu geschmeckt.


Zutaten:

Pizzateig
200 g geräucherter Bauch
200 g Putenbrust
200 g Schmand
Salz, Pfeffer, Muskat
1 rote Zwiebel

Zubereitung:
Einen ganz normalen Pizzateig herstellen. Wie es geht, steht hier.

Schwarte und Knorpel am geräucherten Bauch sauber entfernen und dann den Bauch fein würfeln.
Die Putenbrust ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die rote Zwiebel in feine Streifen schneiden.
Die Bauchwürfel werden dann in der Pfanne ausgelassen und zum Entfetten auf ein Küchenpapier gelegt.


Den Pizzateig hauchdünn auf dem Backblech ausbreiten.

Schmand gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Dann genau so die Bauch- und Putenbrustwürfel darüber streuen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Im vorgeheizten Backofen bei 250°C etwa 5 bis 10 Minuten backen, eben bis er schön knusprig und goldbraun ist.

Dienstag, 29. März 2011

Speckknödel

Wir sind unterwegs heute. Deswegen gibt es auch nur ein kleines Rezept für eine leckere Beilage aus meinem Archiv. Über unsere heutige Reise berichte ich demnächst.

Die Speckknödel sind eine ideale Beilage zu allen Bräten, ob Wild oder Rouladen. Der Bauchspeck macht den kleinen Unterschied. Man kann ihn auch weglassen, dann sind es eben ganz normale Semmelknödel.


Zutaten (für 2-3 Personen):
3 Brötchen
250 ml heiße Milch
2 Eier
1 rote Zwiebel
Salz
Pfeffer
Muskat
100 g ger. Bauchspeck
Petersilie

Zubereitung:
Die Brötchen in Scheiben schneiden und eventuell noch etwas rupfen.

Die Milch erhitzen und über die Brötchen geben. Erst dann kommen die Eier dazu. Die Eier aber nicht vor der Milch dazugeben, damit sie nicht zu stocken anfangen.

Die Zwiebel fein hacken, den Bauchspeck in feine Würfel schneiden, die Petersilie grob hacken.

Dann alle Zutaten in die Schüssel geben und gut vermengen.

Der Teig kommt dann auf eine Frischhaltefolie und wird zu einer „Wurst“ gerollt. Dann kommt die Alufolie um die Wurst.

Ganz sanft soll das Knödelwasser köcheln und nach 40 bis 50 Minuten ist der Speckknödel gar. Ich schneide ihn dann gern in Scheiben und brate ihn in etwas Butterschmalz goldbraun heraus. Mir reicht eigentlich etwas Soße dazu, Fleisch wird hier (fast) unwichtig. ;-)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Kartoffelgratin für zwei


- 9,5°C! Na, Klasse! Wirklich gut, dass ich letzte Woche meine Motorradsaison eröffnet habe. Dafür steht mein Zweirad jetzt an der Straße und wird immer noch nicht benutzt. Bei diesen Temperaturen, ich bin doch kein Eisbär! Mir fehlt der warme Pelz! Der fehlt auch unseren Schneeglöckchen, die vorwitzig ans Licht gewachsen sind und jetzt alles hängen lassen.


Bei den Temperaturen stellt man sich doch gern vor oder neben den Herd. Die Küche ist sowieso der wärmste Ort des Hauses, wenn gekocht wird. Mit dem Gratin habe ich unseren Geschmack voll getroffen.


Zutaten:
800 g Kartoffeln
200 ml Milch
100 ml Weißwein
200 ml Sahne
Pfeffer
Salz
Muskat
Knoblauchzehe
Butter
Geriebener Bergkäse

Zubereitung:
Die Knoblauchzehe fein hacken. Die Milch mit dem Weißwein und der Sahne zum Kochen bringen. Die Knoblauchzehe dazugeben, salzen, pfeffern, Muskat dazugeben und aufkochen.

Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Eine feuerfeste Form mit Butter einfetten und die Kartoffelscheiben schuppenartig einlegen. Die heiße Milch darüber gießen und mit geriebenem Bergkäse bestreuen.
Für etwa 50 – 60 Minuten bei 180°C im Backofen garen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Rosenkohlsalat

Im Winter wird bei uns etwas mehr gelesen und besonders spannend wird es, wenn man alte Kochbücher findet. Eines unserer ersten, neben einem Buch über Steaks war „das große Buch der Salate“ von Ulrich Klever aus den Achtzigern. Auf 157 Seiten gibt es alle möglichen Salate mit Gemüse, Obst und auch Fleisch. Sehr interessant ist, wie sich in fast 30 Jahren die Art der Zubereitung auch geändert hat. Wir hatten den Rosenkohlsalat als Beilage zu gebratenen Hähnchenschenkeln und Kartoffelsalat. Sagen wir mal so: Es ist schon eine interessante Alternative und hat auch geschmeckt, aber direkt vom Hocker gehauen hat es uns nicht.
Quelle: Das große Buch der Salate – Ulrich Klever, 1981?


Zutaten:
1000 g Rosenkohl
Salz
1 ½ EL Butter
Salz
Pfeffer
Muskat
4 EL Weinessig
4 EL Distelöl
200 g Crème fraîche
Petersilie

Zubereitung:
Den Rosenkohl putzen, halbieren und dann bissfest in Salzwasser kochen.

Für die Marinade den Weinessig, das Distelöl und die Crème fraîche miteinander verrühren.

Die Butter in der Pfanne zerlassen und den Rosenkohl leicht anbräunen lassen.

Den Rosenkohl mit einer Schaumkelle in eine Schüssel geben und die Marinade darübergeben und unterheben.

Die Petersilie grob hacken und über den Rosenkohl geben.


Montag, 3. Januar 2011

Zander in einer Garnelen-Dill-Farce und Blattspinat im Blätterteig

Silvester ist für uns ein Fest der Ruhe. Das hängt natürlich hauptsächlich an unserem Labbi Filou, der die Knallerei überhaupt nicht mag. Deswegen gibt es seit ein paar Jahren Fernseh- bzw. Spielabende, die Fenster sind verschlossen, die Rollos sind unten. Trotzdem hört man es und Filou wird dabei auch ab und zu etwas unruhig, fühlt sich aber trotzdem relativ sicher.

Diesen Blätterteig hatten wir schon länger vor. Eigentlich war ihn für den 24. Dezember geplant, dann haben wir es aber immer wieder verschoben. Zander zu bekommen ist im Moment auch ziemlich schwierig. Wir hätten gern frischen gehabt, mussten dann aber doch TK-Ware nehmen. Die Garzeit für den Zander werde ich beim nächsten Mal allerdings reduzieren.Ich denke 20 Minuten hätten gereicht. Man sollte sich nie auf eine Fischverkäuferin verlassen. Einer der Vorsätze für 2011: Ich fange mir meinen Zander selbst! Bei den Preisen ein vernünftiger Vorsatz! ;-) Außerdem wollen wir mehr Fisch essen. Der Zander war schon sehr lecker.





Zutaten (für 4 Personen):
600 g Zanderfilets

Für die Farce:
500 g Riesengarnelen (minus 4)
4 Stängel Dill
Salz
Pfeffer
unbehandelte Zitrone (+ Abrieb)
8 getrocknete Tomatenhälften (Antipasti)

400 g Blattspinat (TK-Ware)
Muskat
Salz
Pfeffer

2 Pakete Blätterteig
2 Eigelb

Zubereitung:
Die beiden gehäuteten Zanderfilets halbieren.

Die Garnelen putzen und mit einem Rückenschnitt den Darm entfernen.

4 Garnelen der Länge nach halbieren und zur Seite legen. Die restlichen Garnelen klein hacken, in die Moulinette geben und pürieren.

Die Garnelen mit gehacktem Dill, dem Abrieb einer halben Zitronenschale, wenig Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Bei den getrockneten Tomaten das Öl etwas abstreifen, in Streifen schneiden und hinzufügen. Alles miteinander vermengen und kühl stellen.

Den Blattspinat auftauen und gut ausdrücken.

Den Blätterteig ausrollen und halbieren.

Ein Viertel des Spinats in der Mitte des Blätterteigstücks verteilen, ein Viertel der Garnelen-Farce darüberstreichen, 2 Garnelenhälften darauf verteilen und darauf das halbe Zanderfilet legen.

Mit dem Blätterteig einpacken und die Nahtstellen mit Eigelb verstreichen.

Die Päckchen, umdrehen und für 20-25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen geben.


Dienstag, 21. Dezember 2010

Birnen-Lauch-Gemüse

Und gestern früh hat es dann wieder getaut. Seit Samstag sind es 10°C mehr. Die Temperaturen schwanken so um den Nullpunkt. Die Wege angetaut und wieder gefroren.  Die Nachbarn, die in den letzten Tagen nicht so viel Schnee geschippt haben, hacken jetzt das Eis vom Weg. Nein, Mitleid habe ich da nicht.

Genau so wenig Mitleid wie mit einem Coburger Fußballverein, der durch leichtsinnige und leichtgläubige Finanzpolitik in die Insolvenz getrieben wurde. Erstaunlich bzw. erschreckend ist die Solidarität der Spieler mit ihrem Verein. Glaubt man der Tageszeitung, so verlassen 25 Spieler der 1. und 2. Mannschaft zum Jahresende den Verein. Schön, wenn man sich so mit dem Verein identifiziert. 

Dass es gestern Nachmittag wieder geschneit hat, ist dann auch keine neue Nachricht mehr. Ich kann das weiße Zeug so langsam nicht mehr sehen.

Im November hatte ich eine wunderschöne Putenoberkeule, die ich nach der Niedrigtemperatur-Garmethode zubereitet habe. Wie das funktioniert habe ich ja schon einmal hier beschrieben. Etwas Lauch und ein paar Birnen waren übrig. Die Birnen waren ziemlich süß und überreif. Ich konnte mich vage an ein Rezept im Internet erinnern. Überrascht war ich von der kurzen Garzeit. Die Birnen waren ziemlich weich, aber der Lauch war genau richtig. Vielleicht hätte ich nicht so reife Birnen nehmen sollen.


Zutaten:
4 Stangen Lauch
4 Birnen
20 g Butter
1 EL Honig
200 ml Gemüsebrühe
Pfeffer, Salz, Muskat

Zubereitung:
Lauch in 2 cm-Ringe schneiden. Die Birnen schälen, vierteln, entkernen und noch einmal der Länge nach durchschneiden.

Die Butter schmelzen, den Honig hinzufügen und mit dem Schneebesen schaumig rühren. Den Lauch und die Birnenspalten hinzufügen und unterheben.

Mit Salz, Pfeffer und Muskat ordentlich würzen und die Gemüsebrühe hinzugeben.

Etwa 4 Minuten köcheln lassen. Fertig.


Mittwoch, 17. November 2010

Eingeschnittene Klöße

Am Montag gibt’s „Eigschittna“. Dass es sich dabei um Klöße handelt, weiß jeder. Egal ob rohe, Kartoffelklöße oder sogar Semmelknödel – alle eignen sich dafür. So ist das nun mal in einem fränkischen Haushalt, wenn die Sonntagsreste verputzt werden müssen. Und bei uns ist es so, dass extra mehr Klöße gemacht werden. Etwas Salat dazu und eine komplette Mahlzeit ist fertig. Man braucht kein Fleisch, keine Soße, kein Gemüse, obwohl etwas Fleisch auch nicht schadet. Wichtig ist, dass man die Kloßscheiben langsam und geduldig, mit nicht zu großer Hitze anbrät.


Zutaten:
7 Kartoffelklöße vom Vortag (so viel waren es bei uns)
Butterschmalz
Salz
Pfeffer
4 Eier
150 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskat
Schnittlauch

Zubereitung:
Die Klöße in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, Butterschmalz in eine Pfanne geben und bei nicht zu großer Hitze langsam braten bis sie goldgelb bis goldbraun sind. Wenn jetzt gewürzt wird, sehr vorsichtig sein, die Klöße sind ja am Vortag schon gewürzt worden.

Die Kloßscheiben herausnehmen und auf Küchenpapier legen.

Aus den Eiern, Milch, Salz, Pfeffer und Muskat eine Eiermilch herstellen. Die Kloßscheiben in einer feuerfesten Form schichten und die Eiermilch darübergeben.

Den Backofen zwischenzeitlich auf 180°C vorheizen und die Kloßscheiben für etwa 20 – 25 Minuten in den Ofen geben.

Mit Schnittlauchröllchen überstreuen und servieren.


 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)