Dienstag, 5. Oktober 2010

Gretels Apfelkuchen

Nein, nicht die Begleiterin von Hänsel hat hier gebacken, obwohl der leckere Kuchen auch auf das „Knusperhäuschen“ gepaßt hätte. Es ist meine Schwiegermutter, die wie die meisten Schwiegermütter ein  paar leckere Rezepte "auf Lager" hat.
Herbstzeit = Apfelzeit, der Apfel ist ja ein typisches Obst für den Herbst. Kuchen sind ja normalerweise nicht mein Metier. Essen manchmal, backen kaum. Das ist auch besser so. Anni hat den Kuchen ihrer Mutter nachgebacken und ich habe aufgepasst. Gegessen haben wir dann wieder gemeinsam. ;-)


Zutaten:
125 g Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
Salz
4 Tropfen Zitronenöl
2 gestr. TL Backpulver
200 g Mehl
750 g Apfelscheiben
3 EL Milch
50 g Butter
gem. Zimt
Puderzucker

Zubereitung:
Nicht zu kalte Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier und Salz mit dem Rührgerät schaumig rühren. Das Zitronenöl dazugeben. Mehl und Backpulver in einer weiteren Schüssel mischen und dann auf die anderen Zutaten sieben. Dann alles gründlich mit dem Rührgerät verrühren.

2/3 des Teigs in eine gefettete Form füllen und mit den Apelscheiben kranzförmig belegen. Unter den restlichen Teig die Milch rühren und gleichmäßig über die Apfelscheiben verteilen. Darauf dann Butterflocken legen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und 40 - 50 Minuten backen.

Nach dem Backen etwas abkühlen lassen und mit gemahlenem Zimt und Puderzucker bestreuen.


Montag, 4. Oktober 2010

Knoblauchhuhn (Gai Yang Kratiem)

Den thailändischen Namen habe ich dieses Mal erraten bzw. erschlossen. Gai Yang steht für gebratenes oder gebackenes Huhn und Kratiem steht für Knoblauch. Es könnte also passen. Meine Thai-Sprachkenntnisse sind halt nicht so überwältigend.

Vielleicht ist man etwas überrascht, wenn man die Mengen an verwendetem Knoblauch und Koriander sieht. Aber: Einfach ausprobieren, am besten auf einem Holzkohlengrill bei nicht zu großer Hitze. Gut, bei dem Wetter doch besser in den Backofen. ;-) Dazu passt: Reis, mit etwas Chilipulver und Limettensaft marinierte Tomatenscheiben und hauchdünn geschnitten Zwiebelscheibchen. Man kann anstatt des ganzen Hähnchens auch nur Hähnchenbrust nehmen.

Bei einem weiteren Thai-Kochabend haben wir eine etwas andere Zubereitungsmethode gewählt. Anders als beim Originalrezept haben wir die Würzpaste unter die Haut des Geflügels gelegt. Dadurch verbrennt der Knoblauch und der Koriander nicht mehr und die Würze ist noch intensiver. Wie wir finden, eine durchaus praktikable Alternative.

 Zutaten:
1 Brathähnchen
2 Korianderpflanzen
6 Knoblauchzehen
2 TL Pfefferkörner
2 TL Salz
½ Limette

Zubereitung:
Das Hähnchen in einzelne Portionen zerteilen. 

Koriander gründlich waschen und (mit der Wurzel) sehr fein hacken. Den Knoblauch sehr fein hacken. Die Pfefferkörner im Mörser grob zerstoßen. Koriander, Knoblauch, Pfeffer, Salz und den Saft einer halben Limette zu einer Paste verrühren.

Die Hähnchenteile mit der Paste gründlich einreiben und etwa 1 Stunde im Kühlschrank kühlstellen und marinieren lassen.

Bei nicht zu hoher Temperatur auf dem Holzkohlengrill oder im Backofen bei 180°C ca. 30 Minuten grillen bis das Fleisch zart und die Haut knusprig ist. Am Ende der Garzeit mit einer Nadel in das Fleisch einstechen. Wenn der austretende Saft noch blutig ist, die Garzeit verlängern.

Ein Bild habe ich noch von unserem ersten Versuch. Wir haben Knoblauch und Koriander auf die Haut gerieben. Beim Grillen sind Gewürze und Kräuter verbrannt.

Freitag, 1. Oktober 2010

Wochensplitter 38/2010 25.09.10 – 01.10.10

Themen: Sabine, Griechisch Einkaufen

Wir werden Dich nie vergessen, Sabine
Kennen gelernt habe ich Sabine 1975, immer freundlich, lebenslustig, lachend. Damals hat sie noch Handball gespielt in der Frauenmannschaft des TV Ketschendorf. Ihr Mann Helge und ich haben für die Männermannschaft desselben Vereins gespielt. Später, inzwischen hatten die Beiden Kinder, ist der Kontakt auch nie richtig abgebrochen. Wir nahmen uns immer wieder vor uns öfters sehen. Immer wieder versprachen wir uns, einmal gemeinsam zu grillen oder zu kochen. Jetzt ist es zu spät. Mit gerade einmal 54 Jahren starb Sabine nach schwerer Krankheit am Sonntagmorgen. Das, lieber Gott, ist nicht fair.
Nehmt Euch manche Sachen nicht nur vor, sondern tut es auch, damit Ihr es nicht irgendwann bitter bereut.

Griechisch Einkaufen
Als „englisch Einkaufen“ bezeichnete man ja eigentlich bargeldloses Einkaufen oder besser: Klauen, Stehlen, wie auch immer. Was griechisch Einkaufen momentan bedeutet, hat mir ein ehemaliger Arbeitskollege aus Griechenland am Montag gemailt. Er schrieb dazu: Wenn man was erleben will, dann geht man in die Ferne. So sieht es  z.Z., nach 16 Tagen LKW-Fahrer-Streik,  in allen Supermärkten in Griechenland aus. Auch die kleinen Gemüseläden und Markstände haben wg. fehlender Ware geschlossen.
Weiterhin schrieb er, dass seine Vorräte noch 40 Tagen reichen.


Bis dahin werden die Streiks hoffentlich beendet sein. Ansonsten bekommen auch die „englischen Einkäufer“ in Griechenland ihre Probleme.


Donnerstag, 30. September 2010

Ruckzuck: Nudeln mit Pizzafüllung

Schnell sollte es gehen. Wie verwende ich diese großen Nudeln? Die Nudeln waren einmal Teil eines "Fresskorbes". Ich dachte, dass sie sicher auch gefüllt schmecken können. Also haben wir sie fast gar gekocht. Die Füllmasse bestand aus Kochschinken- und Salamiwürfeln, Champignonsscheiben, geriebenen Gouda, Sahne, Basilikum, Thymian, Knoblauch, Pfeffer und Oregano. Den Backofen auf 180°C vorheizen, die Nudeln mit der Masse füllen und etwa 20 Minuten backen. 

Mittwoch, 29. September 2010

Scharfe Meeresfrüchte (Phad Talee)

Viel Gemüse und Meeresfrüchte - eine tolle Kombination. Der Geschmack dieser Meeresfrüchte-Gemüsepfanne kann ganz unterschiedlich sein. Man kann sie mild bis würzig (= 2-4 Chilis) oder scharf (= 8 Chilis) essen, je nach Lust und Laune bzw. Chili-Verträglichkeit. Die meiste Arbeit liegt in der Vorbereitung. Das Kochen selbst ist in 10 Minuten erledigt. Das Bild habe ich von einem Kochkollegen, der dieses Rezept nachgekocht hat.


Zutaten:
1000 g TK-Meeresfrüchte
4 Knoblauchzehen
1 grüne Paprika
1 mittelgroße Zwiebel
100 g Thai-Bohnen
10 g Ingwer
4 Chilis
2 EL Pflanzenöl
1 EL Austernsoße
1 EL helle Sojasoße
1 TL Zucker
1 rote Gemüsechili
2 Frühlingszwiebeln
2 Stängel Thai-Basilikum
2 Stängel Koriander

Zubereitung:
Die Garnelen, Muscheln und den Tintenfisch putzen. Bei den Garnelen nicht vergessen, den Darm zu entfernen. Tintenfischtuben evtl. rautenförmig einschneiden und in mundgerechte Stücke portionieren.

Den Knoblauch fein hacken. Die Paprika und die Thai-Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel in halbe Ringe schneiden. Den Ingwer sehr fein hacken. Die Chilis entkernen und in feine Streifen schneiden.

Das Öl im Wok erhitzen und den Knoblauch goldgelb anbraten. Paprika, Thai-Bohnen, Zwiebel, Ingwer und Chilis hinzugeben und bei mittlerer Hitze 1 Minute pfannenrühren.

Meeresfrüchte hinzufügen und gut unterheben. Austernsoße, Sojasoße und Zucker hinzugeben und etwa 3 bis 5 Minuten pfannenrühren bis die Garnelen rote Farbe annehmen und die Tintenfische gar sind.

Die Chili der Länge nach halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. Thai-Basilikum waschen und Blätter zupfen. Koriander waschen und grob hacken.

Die Chilis und die Frühlingszwiebelringe unterheben und mit dem Thai-Basilikum und dem Koriander garnieren und sofort servieren.

Dienstag, 28. September 2010

Panierter Blumenkohl

Eine der wenigen Zubereitungsarten von Kohl, die auch von meinen Kindern akzeptiert wurde. Ansonsten war Blumenkohl, aber auch Brokkoli und Rosenkohl nicht auf ihrer Top-10-Liste zu finden. Ich kenne das Gericht schon aus meiner Kindheit von meiner Mutter. Man braucht eigentlich nichts weiter dazu. Als Beilage ist es natürlich auch ideal, aber gehaltvoll.

Zutaten:
1 Blumenkohl
Paniermehl
Salz
Pfeffer
2 Eier
Pflanzenöl

Zubereitung:
Den Blumenkohl putzen und in Röschen schneiden. Die Röschen für etwa 10 Minuten in Salzwasser legen.

In kochendem Salzwasser etwa 5 Minuten köcheln lassen. („Wie lange muss der Blumenkohl kochen?“ „Das weiß ich doch nicht! Ich stech ihn ab und zu ein. Wenn er weich ist, kommt er raus!“)

Die vorgekochten Röschen in verquirlten Eiern und dann in gewürztem Paniermehl wenden.

Eine Pfanne mit Pflanzenöl erhitzen und den Blumenkohl rundherum goldbraun und knusprig ausbacken. Fertig.


Montag, 27. September 2010

Thailändische Gemüse-Kartoffelpuffer

Ich und vegetarisch passt eigentlich gar nicht. Nicht, dass ich jeden Tag Fleisch essen müsste, aber trotzdem. Dabei gibt es viele tolle vegetarische Gerichte. Dieses Rezept erinnert mich irgendwie an unsere leckeren, oberfränkischen "Detsch". Nur etwas schärfer waren die Thai-Puffer. Das lag wohl an den Chilis und dem Ingwer. Die Kartoffeln habe ich mit einem gefährlich scharfen Gemüsehobel geschnitten. Als Beilage gab es eine süß-scharfe Chilisoße. Ich sollte mal den Ersten-Hilfe-Kasten nachsehen.

Zutaten:
1 TL Koriandersamen
200 g Mehl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
3 Knoblauchzehen
4 cm Ingwer
3 grüne Chilis
4 Stängel Koriander
1 mittelgroße Zwiebel
2 Kartoffeln
½ Dose (150 g) Gemüsemais
200 g Thai-Brokkoli oder Brokkoli
Erdnussöl 

Zubereitung:
Die Koriandersamen im Mörser zermahlen. Das Mehl mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und dem Koriander gut vermengen. Den Knoblauch und den Ingwer schälen und fein hacken. Die Chilis längs halbieren, entkernen und fein hacken. Die Korianderblätter abzupfen und grob hacken. 

Knoblauch, Ingwer, Chilis und Koriander in das Mehl geben und so viel Wasser dazugeben, dass ein dicker Teig entsteht.

Die Zwiebel würfeln, die Kartoffeln schälen und raspeln. 
Den Thai-Brokkoli in 1 cm große Stücke schneiden. Wenn Brokkoli verwendet wird, waschen, putzen und in kleine Röschen schneiden. 
Dann das Gemüse in den Teig geben und gründlich unterheben.

Reichlich Öl in eine Pfanne geben und den Teig löffelweise im heißen Öl ausbacken. 
Die fertigen Kartoffelpuffer auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)