Mittwoch, 18. August 2010

Tintenfischcurry (Gäng Plaah Mük)

Ab und zu darf es auch mal scharf sein. Ob dann die im Rezept angegebene Menge der Currypaste ausreicht, muss jede(r) selbst entscheiden. Wir haben uns zuhause so langsam an die Schärfe gewöhnt und erhöhen die Menge ab und zu. Auf Neulinge/Besucher muss man allerdings Rücksicht nehmen. Es brennt nicht nur einmal! ;-) 
Tonku-Pilze sind auch unter dem Namen Shiitake auf dem Markt. Getrocknete sind geschmacklich besser, wenn man sie ca 5 Stunden in kaltem Wasser einweicht. So, wie in dem Rezept angegeben, geht es aber auch. Bleiben Korianderwurzeln übrig, werden sie eingefroren.

Zutaten:
1000 g Tintenfischtuben
10 getrocknete Tonku-Pilze
4 Thai-Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
5 cm Ingwer
4 Frühlingszwiebeln
2 Möhren
2 EL Palmzucker
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 ½ TL rote Currypaste
2 EL Erdnussöl
1 Bund Koriander

Zubereitung:
Den Tintenfisch säubern und der Länge nach aufschneiden. Die Hälften rautenförmig einschneiden und anschließend in 5 cm x 2 cm große Stücke schneiden.

Die Pilze in heißem Wasser 1 Stunde einweichen lassen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein hacken. 
Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in 1 cm-Ringe schneiden. 
Die Möhren putzen und in dünne Scheiben schneiden. 
Die Pilze in schmale Streifen schneiden. 

Den Wok erhitzen und den Zucker etwas anschmelzen. 
Die Zwiebeln, den Knoblauch, den Ingwer und die rote Currypaste hinzufügen und andünsten. 
Die Kokosmilch löffelweise hinzufügen und ab und zu rühren. 

In eine zweite Pfanne Öl geben und heiß werden lassen. 
Den Tintenfisch portionsweise hinzufügen und 1 - 2 Minuten anbraten. Die fertigen Tintenfischstücke in einer Schüssel zur Seite legen. 

In der Pfanne nun Frühlingszwiebeln, Möhren und Pilze 2 Minuten scharf anbraten.

Tintenfisch und den Pfanneninhalt in den Wok einrühren und erhitzen. Koriander grob hacken und in den Wok streuen. Sofort mit Reis servieren.

Dienstag, 17. August 2010

Dänisches Käse-Soufflé mit Garnelen und Fenchel


Eigentlich fahren wir jedes Jahr um die Zeit Richtung Dänemark. Melholt, Hjørring, Skagen, København oder Hvide Sande, wir lieben diese Land. Dieses Jahr gibt es höchstwahrscheinlich nur ein Rezept. 
Ich wollte es schon längere Zeit nachkochen. Ursprünglich stammte es von einem sehr versierten Hobbykoch. In verschiedenen Kochforen war er als „Spotty“ unterwegs. Das Rezept hatte ich schon längere Zeit auf meiner „To do“-Liste. Leider sind mir die Soufflés ein kleinen bisschen zusammengefallen, was dem Geschmack keinen Abbruch getan hat.

Zutaten (für 4 Personen):
500 g Fenchel
200 g Garnelen
200 g Gorgonzola
40 g Butter
40 g Mehl
1/4 l Milch
3 Eier
Salz und Pfeffer
1 Prise Muskatnuss
Gemüsebrühe
einige Zweige Dill

Zubereitung:
Den Fenchel waschen und in kleine Würfel schneiden.

Die Krabben waschen und zusammen mit den Fenchelwürfeln in einem Topf kurz anschwitzen.

Dann aus Mehl, Butter und Milch eine dicke Soße kochen.
Mit Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Brühe abschmecken. Abkühlen lassen.
Fenchel und die Krabben in die Soße geben.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C Umluft vorheizen und die Auflaufformen etwa 5 Min. in den Ofen stellen.

Die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen.
Den Dill waschen, hacken und den Blauschimmelkäse in kleine Würfel scheiden.

Dill und Gorgonzola in die Soße unterheben.

Jetzt das steif gewordene Eiweiß mit einem Schneebesen vorsichtig unterziehen.

Die Soufflé-Formen aus dem Backofen nehmen, einfetten und dann mit der Soufflé-Masse auf ca. 3/4 ihrer Höhe auffüllen.

Auf der mittleren Backofenschiene das Soufflé 25-30 Min. backen. 

Montag, 16. August 2010

Gegrillter Schweinekamm ( Kho Muh Yang)

Ein besonders schönes Stück Schweinekamm von meinem Lieblingsmetzger aus Schney hatte es mir angetan. Die Steaks habe ich fast 4 cm stark geschnitten. Und selbst marinieren kann ich auch, meiner Meinung nach besser als Metzger, die oft nur vorgefertigte Gewürzmischungstüten über schlecht geschnittene Steaks kippen. Der Besuch der neuen Freundin des Sohnes Nr. 2 stand auch noch an. Das war aber noch vor Beginn der Regenzeit. Nach vorsichtigen Anfragen stand auch noch fest: Hurra, keine Vegetarierin!

Ein Holzkohlengrill und ein schönes Stück Fleisch - viel mehr braucht es nicht. Da kommt so richtig Thailand-Flair auf. Dazu noch eine sauer-scharfe Dipsoße und etwas grünen Salat. Dann muss das Fleisch nur noch mit nicht zu viel Hitze gegrillt werden. 

 Zutaten:
1500 g Schweinekamm
Für die Marinade:
6 Knoblauchzehen
6 Korianderwurzeln
1 TL weißer Pfeffer
1 EL Zucker
3 EL helle Sojasoße
3 EL Fischsoße

Für die Dipsoße:
2 grüne Chilis
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Limette
2 EL helle Sojasoße
3 EL Fischsoße
½ Bund Koriandergrün

Zubereitung:
Das Fleisch mit einem scharfen Messer in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden und in eine ausreichend große Schüssel geben.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Das Braune an den Korianderwurzeln mit einem Messer abschaben und ebenfalls fein hacken. Knoblauch, Korianderwurzeln, Pfeffer, Zucker, Sojasoße und Fischsoße miteinander vermengen und über die Kammsteaks geben. Über Nacht in einem Kühlschrank marinieren lassen.

Die Chilis längs halbieren, entkernen und in feine Halbringe schneiden. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Chilis, Zwiebel und Knoblauch in eine Schale geben und Sojasoße, Fischsoße und den Limettensaft darübergeben. Den Koriander hacken, dazugeben, alles gut vermengen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Den Holzkohlengrill vorbereiten und die Steaks bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten insgesamt 10 Minuten braten. Die Dipsoße über die fertigen Steaks geben und servieren.

Freitag, 13. August 2010

Wochensplitter 31/2010 07.08.10 – 13.08.10


Themen: Nachlese Hochzeitsfeier, Auftakt der Handballsaison 2010/2011

Nachlese Hochzeitsfeier
Bilder von unserer fünfstöckigen Hochzeitstorte möchte ich nicht vorenthalten. Von oben nach unten bestand sie aus Zitronencreme, Schoko-Sahne, Schwarzwälder Kirsch, Käse-Sahne und Erdbeer-Sahne.



Auftakt der Handballsaison 2010/2011 – Pokalspiel des HSC in Bayreuth
Am Samstag um 18.00 Uhr ist es so weit: Im Bayreuther Schulzentrum Ost tritt der Bundesligist aus Coburg gegen den Oberligisten HaSpo Bayreuth an. Dieses oberfränkische Derby war schon in der Vergangenheit immer ein Garant für Spannung und guten Handballsport. Die letzten Begegnungen hatten folgenden Ausgang (HSC zuerst genannt):
2004/2005: 37:35 (H), 27:37 (A)
2005/2006: 27:25 (H), 29:37 (A)
2006/2007: 34:27(H), 29:28 (A)

Für den HSC wird diese erste Bewährungsprobe hoffentlich keine werden. Die Coburger sind natürlich klarer Favorit.  Man sollte aber auf keinen Fall die Gastgeber unterschätzen. Trotzdem: alles andere als ein klarer Gästesieg wäre mehr als eine Sensation.  Ich werde beim Derby dabei sein.

Donnerstag, 12. August 2010

Spaghetti mit Tomaten, Kapern, Anchovis und Oliven


Wenn unerwartet Besuch kommt bzw. wenn man während der Ferienzeit zu dritt oder zu viert isst, braucht man ganz einfach größere Mengen. Unser frisch verheiratetes Paar haben wir dann auch gefragt, ob sie zum Essen bleiben möchten.
„Was gibt es denn?“
„Spaghetti.“
 „Lecker!“
„In die Soße habe ich Kapern, Anchovis und Oliven gegeben.“
„Da hast Du ja alles drin, was wir nicht mögen.“

Wir haben dann doch allein gegessen und die zwei haben etwas versäumt. Selbst schuld.

 Zutaten:
2 EL Olivenöl
250 g Rinderhack
2 rote Zwiebeln
20 g Kapern
3 Anchovis-Filets
50 g grüne Oliven
500 ml passierte Tomaten
400 ml Dosentomaten
1 EL Zucker
1 Spritzer Zitronensaft
Prise Salz
Prise Pfeffer
½ Bund Basilikum
500 g Spaghetti
Parmesan

Zubereitung:
Das Rinderhack in etwas Olivenöl anbraten. Die kleinen Zwiebelwürfel dann dazugeben und mitbraten.

Kapern, gehackte Anchovis und grob gehackte Oliven dazugeben und etwas mitbraten lassen.

Die passierten Tomaten und die Dosentomaten dazugeben. Mit Zucker, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und 60 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Spaghetti nach Packungsanweisung garen.

Die Basilikumblätter grob hacken und unterheben. Etwas Parmesan drüber, fertig.

Mittwoch, 11. August 2010

Frittierte Hackbällchen in Tamarindensoße

Säuerliche Marinade - süßliche Soße, das hatten wir schon mal. Ist es nicht egal, was wir kochen? Einzig die Geschmacksrichtungen süß, bitter, sauer, salzig und umami müssen geschickt kombiniert sein. Ist dies gelungen, empfindet man ein Essen als gut oder weniger gut. Aussprüche wie "Das ist mir zu sauer" oder "... zu salzig" sind ein Beweis dafür. Ist etwas zu bitter, kann es auch ein Hinweis sein, dass etwas ungenießbar oder sogar giftig ist. Die Natur hat uns schon gut auf alles vorbereitet.
Das folgende Gericht hat wieder eine ganz spezielle Vorbereitung. Die Marinade mit dem säuerlichen Reiswein hat vielleicht etwas mit dem Klima in Thailand zu tun. Das Lagern von (Hack-)Fleisch ist im subtropischen Klima ohne Kühlschrank mit Sicherheit ein Problem. Vielleicht wollte man ursprünglich mit einer säuerlichen Marinade die Gerüche des nicht mehr so frischen Fleisches überdecken? So etwas soll es noch heute geben, wenn ich z.B. an die bereits marinierten Schweinesteaks in der Fleisch-Theke denke. 

Zutaten:
500 g Schweinehack
2 EL Reiswein
1 EL helle Sojasoße
150 g Tempuramehl
Wasser
100 g Tamarindenpaste
2 EL Palmzucker
1 EL Fischsoße
5 EL dunkle Sojasoße
6 EL Austernsoße
½ TL Instant-Hühnerbrühe
2 Stängel Koriandergrün
1 rote Chili
1 l Erdnussöl

Zubereitung:
Das Hackfleisch mit dem Reiswein und der Sojasoße gut vermischen und dann für wenigstenes 30 Minuten zugedeckt kühl stellen.

Das Tempuramehl mit Wasser, nicht zu dünnflüssig zu einem Teig vermischen. Es soll später die Flüssigkeit an den Hackbällchen hängen bleiben.

Die Tamarindenpaste mit Palmzucker, Fischsoße, Sojasoße, Austernsoße, Instant-Hühnerbrühe in einem Topf verrühren, aufkochen lassen und zur Seite stellen. Aus dem Hackteig etwa golfballgroße Kugeln formen.

Den Koriander grob hacken. Die Chili entkernen und in Streifen schneiden. Das Öl in einem Topf oder Wok auf 180°C erhitzen. Die Hackbällchen auf eine Gabel legen, durch den Tempurateig ziehen und in das heiße Öl geben. Nach 5 Minuten sind sie schön braun und knusprig. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Auf Tellern anrichten, die Soße darübergeben und mit etwas Koriandergrün und Chili garnieren.

Dienstag, 10. August 2010

Paprikacremesuppe


Eine schöne Sommersuppe. Ich habe mir irgendwann einmal Zutaten aufgeschrieben um viele Paprikaschoten verwerten zu können. Beim Zubereiten sollte die Suppe noch etwas „aufgepeppt“ werden. Also noch etwas Ayvar dazu und alles war perfekt. Die Schärfe hat jetzt gepasst und die Garnelenpaste gibt dem Ganzen noch den letzten Pfiff. Allerdings sollte man bei der Dosierung sehr vorsichtig sein. Insgesamt war das Experiment gelungen und wird wiederholt werden.

Zutaten:
12 rote Paprikas
1 l Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
2 EL Ayvar
Salz
Pfeffer
½ TL Garnelenpaste
6 TL Sambal Oelek
200 g Sauerrahm

Zubereitung:
Die Paprikas waschen, halbieren, entkernen und auf einem Backblech bei 180°C 60 Minuten lang backen.

Die Paprikas abkühlen lassen und häuten.

Die Gemüsebrühe erhitzen, die Paprikastücke hinzufügen und mit dem Pürierstab zerkleinern.
Aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer, Garnelenpaste, Tomatenmark und Sambal Oelek abschmecken.

Den Sauerrahm mit dem Schneebesen gut unterrühren und noch einmal erhitzen. Die Suppe soll jetzt aber nicht mehr kochen. Mit einem Baguette servieren.
 
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Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)