Montag, 20. Dezember 2010

Rehragout

Der Schnee hört nicht auf und außerdem waren es am Samstagabend -10°C. Das ist saukalt. Erstaunt bin ich, dass der Winterdienst in diesem Jahr relativ gut klappt. Vielleicht liegt das aber auch an der Autobahnmeisterei und nicht an der Stadt Coburg, die für mangelhaften Winterdienst bekannt war. Dieses Jahr aber ist das anders.

Auch der HSC 2000 Coburg hat sich verbessert am Samstagabend gegen den TV Groß-Umstadt. Punktemäßig zumindest. Das, was er auf dem Parkett geboten hat, war mäßig. Man konnte die Pluspunkte für die Gastgeber an einer Hand abzählen: Dominik Kelm, Howie Martinsen und Alexander Auerbach. Da bleiben sogar noch zwei Finger frei. ;-) Der Rest war einfach nur graues Mittelmaß und nicht bundesligareif. Trotzdem hat es gegen Groß-Umstadt gereicht. Die hatten nun überhaupt kein Bundesliga-Niveau. Der negative Höhepunkt war dann das Nehmen der Auszeit 36 Sekunden vor Spielende durch den Coburger Trainer Vanek beim Spielstand von 28:23. Das zeugt von großer Unsportlichkeit und mangelndem Respekt gegenüber dem Gegner. Wie haben sich die Coburger im Spiel gegen Frankfurt aufgeregt als die Frankfurter bei einem Sechs-Tore-Vorsprung unmittelbar vor Schluss die Auszeit nahmen. Na ja, wenn zwei das Gleiche tun …

Da gehen wir beim Kochen fairer miteinander um. Viel Arbeit war es schon. Wir haben zu zweit versucht möglichst nah an Schuhbecks Rezept zu bleiben. Gefunden haben wir dieses Rezept in seinem Kochbuch „Bayerische Hausmannskost für Feinschmecker“. Ein paar kleine Änderungen gab es von unserer Seite. Wir haben auf die Zugabe von Zartbitterschokolade verzichtet. Schuhbeck gibt sie unmittelbar vor dem Mitkochen der Ingwerscheiben dazu. Anstatt des Johannisbeergelees haben wir Preiselbeergelee dazugegeben. Dadurch ist es natürlich nicht so exquisit wie das Ragout des „Meisters“. Trotzdem wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Zutaten:
800 g Rehfleisch (Rippchen, Hals, Waden)
½ Knollensellerie
2 Möhren
2 Petersilienwurzeln
1 EL Tomatenmark
200 ml Rotwein
2 cl Weinbrand
½ l Hühnerbrühe
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner
8 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
4 Nelken
1 EL Preiselbeergelee
2 Scheiben  Knoblauch
2 Scheiben Ingwer
Puderzucker
Rotweinessig
200 g Sahne (bei Schuhbeck)
evtl. Butter (bei Schuhbeck)

Zubereitung:
Das Rehfleisch vom Knochen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Knochen werden für eine leckere Rehsoße verwendet. Das Rezept kommt später.

Die Sellerieknolle, die Möhren und die Petersilienwurzeln schälen und klein würfeln.

Das Fleisch mit etwas Butterschmalz rundherum  anbraten. Die Gemüsewürfel und das Tomatenmark dazugeben und mitschwitzen lassen.

Mit dem Rotwein und dem Weinbrand ablöschen und etwa zur Hälfte einreduzieren.

Die Geflügelbrühe dazugeben und ca. 90 Minuten schmoren lassen.

Nach etwa 60 Minuten zerstoße ich die Lorbeerblätter, die Pfefferkörner, die Wacholderbeeren, die Pimentkörner und die Nelken grob in einem Mörser. Dann kommt alles in einen Einweg-Teebeutel, der für 30 Minuten mit in das Ragout gegeben wird.

Jetzt wird das Fleisch aus dem Ragout-Topf genommen, die Soße wird passiert und darf dann weiter köcheln. Das Fleisch kommt auch wieder dazu.

Das Preiselbeergelee in das Ragout geben und umrühren. In einem Einweg-Teebeutel lasse ich 2 Scheiben Knoblauch und zwei Scheiben Ingwer 5 Minuten mitköcheln. Dann nehme ich sie wieder heraus.

In einem kleinen Topf etwas Puderzucker karamellisieren lassen, mit Rotweinessig ablöschen und zur Hälfte einreduzieren lassen.

Diese Reduktion kommt jetzt noch in das Ragout und damit ist es eigentlich fertig. Im Originalrezept wurden jetzt noch etwas Sahne und Butter dazugegeben. Abgesehen davon, dass ich das vollkommen vergessen hatte, war es auch nicht nötig. ;-)

Dazu gab es Nudeln.

1 Kommentar:

  1. Das gab es bei uns am Samstag auch :). Ist aber auch was feines!

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