Dienstag, 16. November 2010

Omas Bratente mit Rahmwirsing und Kloß

Oma war die Beste. Ich war schon immer ihr Lieblingsenkel, was bedeutete, dass ich auch der am meisten verwöhnte Enkel war. So habe ich als Kind meine Ferien mehr als gern bei meinen Großeltern auf dem Land genossen. Schade, dass meine Kinder so etwas nie erleben durften. 1983 sind dann meine Großeltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ich habe sie aber bis heute nicht vergessen. 
Ihre Kochkünste waren phänomenal. Gerichte wie Kartoffeldetsch (=Kartoffelpuffer) und Pfannkuchen, aber auch Sonntagsbräten, wie Stallhase, Gans, Ente, kriegte niemand so hin wie meine Großmutter. Leider habe ich nicht so viel von ihr lernen können. Damals war Kochen bei mir nicht so das große Hobby. Ich bilde mir trotzdem ein, dass ich dieses Mal die Ente so zubereitet habe, wie sie es früher getan hat. Zur Ente gab es Rahmwirsing. Endlich hatte mein Gemüsehändler Wirsingköpfe, die nur 600 Gramm wogen. Anni hat noch ein paar Kartoffelklöße dazu gemacht. Ein paar mehr, weil die Resteverwertung von Klößen besonders lecker ist. Das Rezept dazu gibt es dann morgen.


Zutaten:
1 bratfertige Ente (ca. 2,2 kg)
1 Apfel
1 Zwiebel
Majoran
Beifuß
Geflügelfond

Zubereitung:
Die Entenflügel am Ellbogengelenk abschneiden. Die Ente innen und außen abwaschen, trocknen und salzen und pfeffern. Einen Apfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel wird ebenfalls geschält und grob gewürfelt. Mit den Apfel- und Zwiebelwürfeln die Ente füllen und ein paar Beifußzweige mit hineinstecken. Außen wird die Ente noch mit getrocknetem Majran eingerieben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Ente auf der Brustseite in den Bräter legen und etwas Geflügelfond dazu angießen. Der Bräter kommt für 30 Minuten in den Ofen.

Die Ente jetzt auf den Rücken legen und weitere 90 Minuten braten lassen.

Jetzt lege ich die Ente in den Bräterdeckel und lasse sie ein paar Minuten bei 225°C Oberhitze noch etwas bräunen. Die Haut soll ja schön knusprig werden.

Aus dem Bratensatz wird nun die Soße zubereitet. Ich kann mich erinnern, dass Oma die Soße nie angedickt hatte. Das werde ich aber beim nächsten Mal abändern und etwas Mehlbutter zum Andicken nehmen.


Kommentare:

  1. Wenn schon keiner Martinsgans gemacht hat, gabs bei dir wenigstens Ente! Vorbildlich! Und Rahmwirsing ist sowieso lecker! Und die Klöße, hmmm ein Traum. Die kann ich nicht!
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  2. @Frau Kampi:
    Eine Martinsente! ;-) Wenn ich sehe, was Du sonst alles "zauberst", dann sind die Klöße für Dich kein Problem!

    AntwortenLöschen

 
http://www.wikio.de
Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)